Liebe Luminarah,
du schreibst
Der Kleine ist jetzt seit 9 Monaten tot. Ich kann es immernoch so gar nicht richtig realisieren. es fühlt sich an wie ein schlechter Traum der einfach nicht enden will.
Meiner Erfahrung nach ist es nie ein richtiges realisieren selbst wenn man wie du und viele real bei dem Abschied von dem Körper dabei war...
Was ist schon bei dem Tod real? oder sogar realistisch ?...
Der körperliche Tod eines geliebten Menschen und bei dir euer kleines Baby ist zwar ein reales verabschieden von dem Körper doch absolut nicht von all den Gefuehlen die da waren und DA sind...
Alle Gefuehle sind immer Gefuehle die man nur so ungenau in Worte kleiden kann...
Wie ein schlechter Film der nicht enden will.? ..
Wir sind leider? oder nicht leider? in keinem Film , der ja auch produziert wird und dann kommt der cut! --- Schluss... aus...
dann fangen unsere Träume an... Was , wäre wenn...
Die so unsagbaren starken W Fragen beginnen dann häufig in unserem Leben Einzug zu halten... Das haben Kinder in dem Sinne ja auch, liebe Luminarah wie du es bei deinem Sohn bemerkt hast.
Der Unterschied ist der, dass sie es eigentlich völlig unbefangen aussprechen, es aussprechen können weil sie nicht das uns so verstörende Wissen haben wie Du und dein Mann es ja haben und wir alle...
Dann langt es fuer euren Sohn und so viele Kinder
och mann, aber Mama dann ist er jetzt bei Oma, die schmust bestimmt ganz viel mit dem ".
und jedes Kind liebt Engel.
Dann ist es fuer eine gewisse Zeit fuer das Kind klar und ja auch schön...
Natuerlich will kein Kind das seine Mama und sein Papa lange traurig sind.
Deswegen dieser von Herzen kommende liebevolle Vorstellung...
Wir sind eben nicht mehr in dieser Kinderwelt ...
Wir haben uns viel Wissen angeeignet...
Ja, dieses Wissen was wir fuer unsere technisierte Welt brauchen .
Auch das Wissen um die irdische Vergänglichkeit treibt uns dann in so viele Gefuehle , die wir eben NICHT mit Wissen in dem Sinne zur Ruhe und Akzeptanz bringen können...
Es wäre gut wenn wir MEHR Wissen BEI-GEBRACHT bekämen , welches die Gefuehle , die Trauer , den seelischen Schmerz , ja auch die LIEBE in ihrer grossen Vielfalt uns mehr vermittelt wuerden...
In einem sehr , sehr grossen Anteil von unserem Leben...
Manche finden es wirklich im GLAUBEN in allen vielfältigen Möglichkeiten die es gibt... Es können die konfessionellen Glauben sein oder ich beschreibe es gern als LIEBENDER NATURGLAUBE...
In der Natur gibt es kein vergehen ... nur Wandlung...
Ich bemerke seit 2 Tagen das ich diesen Satz , der in jetzt einigen Herzenshäusern steht so sehr traurig mitfuehlen kann wie es die Mamas von verstorbenen Kindern empfinden
Es ist so unendlich traurig das es so wenig gelebtes , erlebtes Leben fuer das gestorbene Kind gibt...
Das kann auch stumm machen...
AUCH zu den notwendigen Schreibpausen die das Leben und bei euch mit Kindern einfordert...
Deine Angst kann ich mitfuehlen das es wieder so einen traurigen Verlust gibt...und dadurch dein Zögern...
Horche in dich hinein ... länger ...
es sind erst 9 Monate ...
Ich habe unvorstellbare Angst vor dem 10.1. .... An dem Tag fing alles an. Gott ist das tatsächlich schon 1 Jahr her 😫
Es IST ja jetzt schon da , das unvorstellbare...
so unglaublich LEIDER...
Manchmal sind die Zeiten vorher die wahrhaftig schwereren Tage und dieser Tag verläuft in einer gewissen milderen Trauer, weil man vorher schon viele schmerzhafte Vorstellungen durchlebt hat...
Ihr werdet es erleben und wir vielleicht ein wenig auch weil du danach uns irgendwann oder gleich schreibst...
Am Ende von einem Jahr hält man immer Rueckschau meinem Gefuehl und meinem erleben nach...
Deswegen vielleicht auch dein heutiges liebevolles , schmerzliches RUECK-SCHAU -HALTen
ALLES LIEBE dir und deiner Familie in zwei SEINS - Ebenen
wuenscht dir von Herzen Sverja