Beiträge von Lilifee

    Liebes Linchen,


    :2: für das Teilen von Deinen Erlebnissen. Sie bestätigen mich wieder in meiner Hoffnung und Überzeugung daß unsere vorausgegangenen Herzensmenschen weiter bei uns sind, wenn auch unsichtbar. Sie warten auf uns und werden uns abholen wenn unsere Zeit auch gekommen ist. Und es bestätigt für mich daß hier nicht das Ende ist, sondern daß Schöneres und Besseres auf uns wartet.


    Dieser Gedanke ermutigt mich immer wieder wenn der Weg hart erscheint und die Schritte schwerfällig sind. Aber jeder noch so kleine zurückgelegte Schritt ist ein Näherkommen zu meinem geliebten Andreas. :5: Und irgendwann ist auch der letzte Schritt getan. :8::8:


    Nochmal :2: für Deine einfühlsamen Beiträge die ich immer sehr gerne lese.


    <3:24:<3

    Lilifee

    Liebes Linchen,


    es ist unerheblich wer nun gestorben ist. Ob es Großeltern, Eltern, Kinder, Partner, Geschwister oder Freunde sind. Der Verlust ist riesig und der Schmerz ist der gleiche. Da kann man nicht sagen meine Trauer ist aber schlimmer als Deine. Jede Trauer ist gleich schlimm. Was Du schreibst ist auch immer sehr berührend, und ich bin froh daß wir uns hier gegenseitig haben. :8::8:

    Liebe Grüße

    Lilifee

    Lieber Robert,


    es ist schön mal wieder von Dir zu hören. Wie es Dir geht frage ich lieber nicht, denn ich kann es mir denken. Es ist aber auch schön, daß der Thread den Du für uns angelegt hattest wieder auf- und weiterlebt.


    Ich denke an Dich und Deine Christie

    Lilifee

    Liebe Annie,


    Du brauchst Dich nicht zu entschuldigen weil Du in meinem Wohnzimmer schreibst. Hier ist jeder willkommen. Glaub mir, ich kann Deine Gemütsverfassung sehr gut verstehen. Auch ich fühle nicht nur Schmerz, sondern manchmal eine gehörige Portion Wut weil mein Andreas viel zu früh gehen mußte. Und diese Wut richtet sich durchaus auch gegen Gott. Ich sage es auch ganz ehrlich daß ich auf Menschen die ihren Partner noch haben dürfen neidisch bin. Es tut einfach nur weh andere Paare zu sehen, und ich vermeide das nach Möglichkeit. Immer geht das natürlich nicht, aber da ich sehr zurückgezogen lebe muß ich es wenigstens nicht so oft sehen.


    Mein Mann hat aus erster Ehe zwei Töchter. Die vermissen ihren Papa natürlich sehr und haben auch um ihn getrauert. Aber ihr Leben mit ihren Partnern geht trotzdem ganz normal weiter. Sie haben nach wie vor jemanden mit dem sie ihr Leben teilen können. Das gönne ich ihnen auch von ganzem Herzen, aber es tut eben auch weh, wenn man das selbst nicht mehr hat. Wie es Deiner Mama geht kann ich aus erster Hand nachempfinden. Es geht ihr gar nicht gut, um es mal vorsichtig auszudrücken. Trauer ist auch kein Schönmacher und kein Weichzeichner. Trauer wird sehr sichtbar. Auch das kennen wir hier alle.


    Ob die Wut nur eine Phase ist weiß ich leider auch nicht. Wenn, dann ist sie bei mir noch nicht beendet. Ich hasse nicht die ganze Welt, denn die kann ja nichts dafür. Aber ich bin traurig über manche Gedankenlosigkeit von nahestehenden Menschen, auch wenn die nicht beabsichtigt ist. Meine beste Freundin hat mich beim letzten Telefonat in fröhlichem Ton gefragt, und geht`s Dir gut? Hallo??? Ich habe gesagt, was willst Du denn jetzt von mir hören? Da war sie für einen Moment erst mal still. Sie hatte das nicht böse gemeint, aber offensichtlich ist es für viele Menschen doch schwer nachzuempfinden was der Verlust eines geliebten Menschen bedeutet. Bei manchen habe ich sogar das Gefühl sie halten es für selbstverständlich und ihnen zustehend mit dem Partner alt werden zu dürfen. Und dann hadere ich auch mit Gott und bin wütend, weil Andreas und mir das nicht vergönnt war.

    Die Welt dreht sich weiter und das hasse ich. Ich hasse es, wenn Menschen helfen wollen und ich hasse es, wenn sie es nicht tun.


    kann ich sehr gut verstehen, daß Du mit Deinen Gefühlen nicht weißt wohin, und Deine Wut wegen dem Verlust Deines Papas ist auch normal. Die entstandene Leere ist zerstörerisch. Das kann jeder bestätigen der geliebt hat. Für Deine Kinder ist das auch schlimm. Je nach Alter verstehen sie nicht warum der geliebte Opa auf einmal nicht mehr da ist. Und vielleicht haben sie sogar Angst Dich auch noch zu verlieren.


    Leider habe ich auch nach fast 3jähriger Trauerzeit kein Patentrezept. Ich weiß nur daß es gut tut mit wirklich verständnisvollen Menschen reden zu können, und sich verstanden zu fühlen. Das ist hier im Forum der Fall, und sollte auch in der realen Welt gegeben sein, hat nur leider nicht jeder. Aber im Forum ist immer jemand da mit dem man sich austauschen kann. Und wenn es Dir in meinem Wohnzimmer gefällt bist Du herzlich eingeladen. Bleib einfach solange Du möchtest.


    Die Welt ist für mich zum Jammertal geworden, und ich bin manchmal sehr wütend auf Gott. Aber ich habe trotzdem die feste Überzeugung daß hier nicht das Ende ist, sondern daß Gott am Ende alles für uns gut machen wird. Auch wenn das im Hier und Jetzt kaum vorstellbar ist.


    :24::24: und liebe Grüße

    Lilifee

    Liebe Annie,


    die Seele existiert, auch wenn es dafür keine Beweise gibt. Sie ist ja das was uns Menschen letztlich ausmacht. Ohne Seele wären wir nur Hüllen aus Fleisch und Blut. Und die Seele ist unsterblich, denn sie ist nicht aus Fleisch und Blut sondern Materie. Was stirbt ist nur der leibliche Körper. Deinen Papa gibt es noch, genauso wie alle Verstorbenen. Er wird sich auch bei euch "melden". Durch Zeichen die nur euch etwas sagen. Wenn Du willst schau Dir mal den Thread "Zeichen von Verstorbenen" an.


    Dort sind Beiträge über Zeichen die Mitglieder von ihren lieben Verstorbenen erhalten haben. Ich habe mir nach Andreas` Tod verschiedene Bücher gekauft, u.a. eines von Raymond A. Moody. Es heißt "Das Licht von drüben: Neue Fragen und Antworten". Dr. Moody berichtet über Nahtoderlebnisse von Menschen die klinisch tot waren, aber erfolgreich reanimiert wurden. Man kann diese Berichte natürlich als unbewiesene Spinnerei abtun. Nach dem Motto, da kann ja einer viel erzählen wenn der Tag lang ist.


    Aber es gibt sehr viele Übereinstimmungen in dem was diese Menschen, Männer wie Frauen, Alte wie Junge erlebt haben. Alle konnten genau sagen was sie während der Reanimation gesehen und gehört haben. Obwohl sie nachweislich klinisch tot waren. Und was sie berichtet haben ist auch genauso gewesen. Wie sollte das möglich sein wenn es nicht die Seele war, die hören und sehen konnte.


    Mir hat das Buch sehr gefallen, und ich beneide die Menschen die so ein Erlebnis haben durften. Die Berichte machen viel Mut für das was uns nach dem Tod erwartet. Und daß mit dem irdischen Tod eben nicht alles zu Ende ist. Ich weiß nicht ob Du gläubig bist. Ich glaube an Gott, und daß wir zu ihm zurück kehren. Deshalb bin ich auch so zuversichtlich daß es ein Wiedersehen geben wird.


    Angehörige leiden zu sehen schmerzt manchmal mehr als der eigene Kummer. Was ihr tut ist völlig richtig. Beieinander sitzen, auch wenn es stumm ist, miteinander trauern und weinen. Den Schmerz nicht verdrängen, das verbindet und gibt Kraft. Ich fühle mich Deiner Mama sehr verbunden, und damit auch Dir. Was Du über die Liebe zwischen Deinen Eltern schreibst trifft auch für Andreas und mich zu. Wir waren auch eins, und deshalb empfinde ich mein Leben ohne Andreas auch nur noch als sinnlos. Aber wir müssen aushalten und durchhalten bis wir unseren Lieben endlich folgen dürfen.

    Es gibt ja viele durchaus auch sehr schöne Sprüche für Trauernde. In meinem und anderen Threads kannst Du etliche davon finden. Diese Sprüche ändern natürlich nichts an dem Verlust, aber tröstlich sind sie schon.


    Ein Spruch der mir gut gefällt heißt: Sie sind nicht gestorben, sie sind nur vorausgegangen. Daran halte ich mich fest, und wir werden ihnen folgen. Irgendwann, auch wenn es noch dauert. Aber einmal sind wir auch am Ziel.


    Liebe verstehende Grüße

    Lilifee





    Liebe Annie,


    zunächst einmal ganz herzliches Beileid zu Deinem/Eurem Verlust. Es ist immer schlimm wenn ein geliebter Mensch stirbt, und es ist auch unerheblich ob der Tod plötzlich kommt, oder ob das Sterben eine Weile dauert und man sich darauf einstellen kann. Wenn man realisiert daß der geliebte Mensch nicht mehr wiederkommt bricht eine Welt zusammen, und man fällt in ein tiefes Loch. Das ist ganz normal und das hat jeder von uns hier erleben müssen. Als ich Deinen Text gelesen habe ist mir so vieles gleichzeitig durch den Kopf gegangen daß ich jetzt erst mal überlegen muß mit was ich anfange.


    Danke, daß Dir meine Art zu schreiben und meinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen gefällt. Deine Mama will euch bestimmt schützen. Vielleicht ist sie aber auch ein Mensch der seine Gefühle lieber mit sich abmacht. In einem Trauerforum unter Mitbetroffenen zu schreiben ist sicher auch etwas anderes als Gefühle in der realen Welt zu äußern. Dort kommt es leider nicht immer gut an, weil der Gedanke an Tod und Vergänglichkeit gerne verdrängt wird.


    Und ja, es wird noch schlimmer. Es kommt einem vor als ob das eigene Leben auch zu Ende gegangen ist. Und in gewisser Weise ist es ja auch so. Denn das Leben wird nicht mehr so sein wie es vorher war. Der Tod reißt eine Lücke die sich nicht mehr schließen läßt. Ich kann sehr gut nachempfinden wie Euch, und ganz besonders Deiner Mama jetzt zumute ist. Ihr müßt nun ein Leben weiterleben daß ihr so nicht gewollt habt. Und wenn zwei Menschen ein Herz und eine Seele waren ist das ganz besonders hart.


    Aber auch für Euch, die ihr den Opa, den Papa und den Freund verloren habt, ist es ein großer Verlust. Ich kann euch nur wünschen daß ihr als Familie zusammen steht und euch gegenseitig stützt so gut es eben geht. Mein lieber Andreas ist nun fast 3 Jahre tot, aber ich werde den Verlust nie überwinden. Äußerlich ja. Ich habe mich damit abgefunden daß er nicht mehr wiederkommt, und daß ich mein Leben ohne ihn zu Ende leben muß. Aber innerlich ist und bleibt alles wund. Der Schmerz und die Sehnsucht nach ihm werden nicht weniger, und das wird sich auch nicht mehr ändern. Man lernt nach einiger Zeit mit dem Schmerz zu leben, aber das ist auch alles.


    Durchstehen kann man das nur in kleinen Schritten. Von Tag zu Tag, von Woche zu Woche und immer ein bißchen weiter. Was anderes bleibt ja auch nicht übrig. Und irgendwann werde ich meinen Andreas wiedersehen. Das ist mein Trost und meine Hoffnung. Irgendwann sind wir alle wieder mit unseren geliebten Herzensmenschen vereint. Daran glaube ich ganz fest, und das hilft mir ein wenig wenn der Schmerz mal wieder übermächtig wird.


    Es ist gut, daß Du Dich in dieses Forum eingeklinkt hast. Zu wissen daß man nicht alleine ist und Trost und Zuspruch von lieben Usern bekommt war für mich eine große Hilfe, und ist es auch noch. Ich wünsche Dir, daß es für Dich auch eine Hilfe sein kann.


    Hier eine sanfte :24:und einen lieben Gruß für Dich

    Lilifee

    Liebe Maike,


    ja ich erinnere mich daran und fand es sehr schön. Das ist es ja auch was unser Forum ausmacht. Die gegenseitige Anteilnahme, das Verstehen und die Unterstützung die wir uns geben. Ich hoffe, es geht Dir erträglich.


    Liebe Grüße Lilifee