Liebe Luise,
ich versuche Mal den Zustand seit dem Todes meines Partners zu beschreiben:
erst der Schock und das zittern, Gewichtsabnahme. Nicht klar denken können. Alles Regeln müssen. Schwierigkeiten mit Behörden etc. Lange Prozesse für eine korrekte Sterbeurkunde usw. ständig Herausforderungen. Gesundheitliche und finanzielle Probleme. Katzen krank. Dramatische Verläufe weitere Verluste. Total allein sein. In der Familie alle Tod . Langjährige Freundinnen bereits verstorben. Einsamkeit und Traurigkeit .
In der Trauertherapie sein. Trotz der langen Zeit wird es nicht besser. Immer wieder hoffen es war alles ein Alptraum.
nicht fassen können das alles vorbei ist und es nicht akzeptieren wollen.
immer wieder aufwachen und hoffen er kommt wieder. Es passiert kein Wunder. Nicht wissen wie es weitergehen soll.
Wenig Gespräche und Kontakte aufgrund der Krankheit. Die Kontakte, die man hat auch nicht mehr wollen. Fragen wie lange noch?
alles wird sinnlos. Die Zeit in der Rente wollte man gemeinsam verbringen.
nun Ernüchterung und mit dem Schicksal hadern. Gedanken, dass mit dem Tod alles vorbei ist und man sich nicht wieder sieht.
Dann wäre mit dem eigenen Tod alles vorbei.
traurige grüsse
Sonnenstrahl
P.S. Ein Mitglied dieses Forums hatte mir mal gesagt bzw. geschrieben, dass ich immer weiterleiden würde und es bei mir nicht besser werden würde. So wie es aussieht wird es nicht besser.