GEDANKEN und GEDICHTE

      Lieber Dieter,

      auch, ich bin ein "Fan" von dir und deinen kurzen Beiträgen. Sie sind nicht nur von der Sprache her "geschliffen" sondern tiefsinnig. Manchmal etwas melancholisch und dennoch irgendwie lebensbejahend , manchmal heiter....Mich regen sie zum Weiterausmalen,zum Weiterdenken an...
      In vielen Gedanken finde ich mich wieder. Eines unterscheidet uns jedoch: Zitat Dieter: "Und Menschen kann ich nicht. Ich sehe zu leicht hinter ihre Fassade, und dann interessieren sie mich nicht mehr". Da werden sie für mich erst interessant.:-)

      Berührend auch die tiefe Verbundenheit, die Liebe zu deiner Frau, die sich zwischen deinen Zeilen zeigt. Du/Ihr ward gesegnet, begnadet. Ich kann mich für dich freuen muß aber gestehen, dass es mich auch traurig stimmt, niemals so etwas vergleichbares erlebt zu haben.Du bist diesbezüglich ein Glückspilz, wobei ihr aber auch sicherlich viel für diese Verbundenheit "getan" (blödes Wort) habt, viel aufeinander Rücksicht genommen, viele Kompromisse eingegangen seid.

      Heute früh hatte ich auch ein schönes Erlebnis. Ich habe mal wieder, wie so oft in letzter Zeit, ein wenig geweint. Eine meiner Katzen kam zu mir ins Bett und schleckte mein Gesicht ab. Ein bissschen unangenehm, kratzig aber dennoch sooooo schön.

      Astrid: unterschreib. Hab schon mal geschrieben: Würde sofort ein Katzenbuch von Dieter kaufen.

      Ganz liebe Grüße
      rabelein.

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      Ja ja, liebe Astrid, es gibt da etwas von mir. Aber das verrate ich nicht.

      Liebe Amitola, mit "Gefühlen" habe ich so meine Schwierigkeiten. Es klingt für mich ein bisschen wie Blähungen oder Kopfschmerzen. Gefühle HABE ICH, und die sind oft zweifelhaft. Aber Zauber HAT MICH, der ist objektiv, gegen den kann und will ich mich nicht wehren. Vielleicht haben Filme und Romane mich da empfindlich gemacht. Wenn ich da von "Gefühlen" höre, denke ich: Mein Gott, nimm doch Aspirin, dann wird's besser.

      Tja, liebe Rabelein, die "Fassade" trifft auch nicht genau, was ich meine. Ich meine diesen ganzen Zirkus von Familie, Beruf, Karriere, Kriminalität, Gewalt, Gemeinheit, Egoismus... also alles, was einen Roman spannend macht. Auch Liebe. Über Liebe kann man nicht schreiben. Liebe ist Zauber. Dein Erlebnis mit deiner Katze: das war zauberhaft (wie ich Katzen kenne, ging es ihr nur um den Salzgeschmack - trotzdem). Liebe hat einen am Wickel, darüber liest man nicht. Einer konnte so schreiben: Hermann Hesse.

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      etwas länger ... dadurch ZEIT...aber was ist schon Zeit? ... mitbringen

      ihr LIEBEN ?...lächel.... alle

      <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3
      <3 <3


      es ist aus dem Buch von
      Daniel Doen Silberberg
      Zen und die Kunst , durch ein Loch zu fallen
      Alice trifft Buddha im Wunderland


      Wir alle haben das Gefühl , uns unser Leben nicht ausgesucht zu haben.Die bewusste Entscheidung für die condition humaine, das was das Leben ausmacht ist eine sehr tief gehende und schöne Übung.Um mit dem Wunder in Berührung kommen zu können, müssen wir wirklich da sein, dort , wo wir uns gerade befinden. Das Wunder kann nie woanders sein, als an dem Ort, an dem wir uns aufhalten.

      Das Wunder des Lebens, ist das, was wir tagtäglich erleben - Händewaschen, Atmen, Gehen, Arbeiten. Wir können nirgendwo anders sein. Können wir uns vollkommen darauf einlassen? Müssen wir wirklich wissen, warum wir die Robe aus siebenfachen Stoffbahnen anlegen?

      Als ich fünf oder sechs war, wohnten wir in Danneville,Illinois, und meine Mutter nahm mich oft mit, wenn sie eine Freundin besuchte. Während sich die beiden Frauen unterhielten,saß ich im Garten. Eine ganze Ewigkeit lang saß ich da und schaute mich staunend um.Was für Farben, was für ein Formenreichtum ! Ich konnte es kaum fassen.

      Ich schaute ins Innere einer Blüte und ihre Farben veränderten sich. wie gebannt ich war. Diese Erfahrung ist auch heute noch in mir, ich muss sie bloß zulassen. In roten Felsen, in einer Salbeipflanze, im Gesicht meiner Frau.

      Die Übung, sich wieder auf Wunder zu besinnen, auf Ehrfurcht, das ist Zen-Praxis.

      Buchauszug ENDE

      und leise, ziehe ich mich aus dem WUNDERLAND der Gedanken und Gedichte zurück
      eure Amitola
      Liebe Amitola, da fällt mir ein anderer Spruch ein:
      Kat-Zen und die Kunst, NICHT in ein Loch zu fallen:
      "Eine Katze kann über Wolken gehen, ohne durchzufallen".
      Schön, nicht? Kat-Zen ist die inkarnierte Form von Za-Zen.
      :022:
      Tut mir leid, bei mir wird alles zur Katze.
      LG

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      Oh ja, Dieter...da fällt mir noch ein ... Liebe heißt Heimat im Herzen eines Anderen zu finden.

      Kat-Zen....sehr schön... :)

      hier noch eine Kat-ZEN Überlegung Lichtenbergs "Sudelbücher" die du lustig finden könntest...

      "er wunderte sich, dass den Katzen gerade an der Stelle zwei Löcher in den Pelz geschnitten wären, wo sie die Augen hätten".

      :)
      Liebe Claudia Amitola, gerade weil du so unermüdlich in deiner Fürsorge bist, habe ich bei dieser Geschichte an dich gedacht.... sei herzlich gegrüßt...

      Alte chassidische Geschichte (Yalom):

      Ein Rabbi sprach mit dem Herrgott über Himmel und Hölle. „Ich will dir die Hölle zeigen”, sagte der Herrgott und führte den Rabbi in ein Zimmer, in dem um einen großen runden Tisch herum eine Gruppe hungernder, verzweifelter Menschen saß. Mitten auf dem Tisch stand eine riesige Schüssel mit Eintopf, mehr als genug für alle. Das Gericht duftete köstlich, und dem Rabbi lief das Wasser im Mund zusammen. Doch niemand aß.
      Jeder am Tisch hatte einen sehr langstieligen Löffel in der Hand, lang genug, um den Topf zu erreichen und sich einen Löffel von dem Eintopfgericht zu nehmen, jedoch zu lang, um die Speise zum Mund zu führen.
      Der Rabbi sah, daß die Leute wirklich schrecklich litten, und neigte mitleidsvoll das Haupt.
      „Nun will ich dir den Himmel zeigen”, sagte der Herrgott, und sie betraten ein anderes Zimmer, das dem ersten genau glich: Da waren der gleiche große runde Tisch, die gleiche riesige Schüssel mit Eintopf, die gleichen langstieligen Löffel. Doch hier herrschte Fröhlichkeit: alle waren wohlgenährt, rundlich und ausgelassen. Zunächst begriff der Rabbi nicht und schaute den Herrn an.
      „Es ist einfach”, sagte der Herrgott, „aber es gehört eine gewisse Geschicklichkeit dazu. Siehst du, sie haben gelernt, sich gegenseitig zu füttern!”
      sooooo

      dann kommt mal ALLE in den KREIS ...so um den Tisch HERUM

      gerade fällt mir wieder Arthus und seine Tafelrunde ein :D

      und jetzt füttern wir uns GEISTIG oder REAL ?

      :rolleyes: :P :rolleyes: :P :rolleyes: :P :rolleyes: :P :rolleyes: :P :rolleyes: :P

      bis wir papp -satt da sitzen...

      ^^ ^^ ^^ ^^ ^^ ^^ :saint: :saint: :saint: :saint: :saint: :saint: :saint:

      wir haben glaube ich, gerade , oder grade so abnehmend...VOLL-MOND ..oder auch LA LUNA genannt

      wie reagieren den die ZEN - KAT - ZEN darauf ? ;)
      Lieber Dieter,

      jetzt freu ich mich fast schon diebisch dass du den Lichtenberg auch im Regal hast, und du ihn magst!

      Das zweite Zitat ist nicht von mir, so blumig und frei assoziativ kann ich leider nicht denken und schreiben, das ist unsere liebe Claudia Amitola...aber danke für das liebe Kompliment dass in dieser Velwerchslung liegt! Für eine Katze ist jeder Mond eine Maus, jaja...recht haben sie, denn was wir nichts ahnende nicht wissen ist, dass der Mond ja tatsächlich aus Käse ist und dieser - vor allem im Traum - unglaublich viele Mäuse anlockt... :)
      Liebe Nebelfrau,

      das war sicher nur ein Vertipper. Dem Lichtenberg gebe ich ein paar Tage Zeit, mir in die Finger zu geraten, dann kaufe ich ihn mir neu. Im Antiquariat (ZVAB) kriegt man ihn nachgeschmissen (Aphorismen, 94 Cent), was für seine Beliebtheit spricht. Der Mond ein Käse, klar, das erklärt alles!

      LG
      Lieber Dieter <3 und alle LIEBENDEN hier... und ALLE lieben ...individualistisch ...



      Daniel Doen Silberberg ,
      Zen und die Kunst durch ein Loch zu fallen
      Alice trifft Buddha im Wunderland


      "Ihr Leben besteht aus allem was nicht ihr Leben ist.Mond ,Blumen und andere Menschen inklusive.

      Den jeweiligen Umständen entsprechend zeigt sich der Mond immer anders , völlig mühelos.Wenn er sich in einem Teich wiederspiegelt, wirkt er riesig, ganz klein in einem Regentropfen.Auch die Erleuchtung passt sich den Verhältnissen an. Und obgleich ihr Leben ein Teil von allem in aller Ewigkeit ist, manifestiert es sich doch zu einer bestimmten Zeit und unter bestimmten Umständen. Jetzt genau in diesem Moment, manifestiert es sich zum Beispiel darin, das sie diese Zeilen lesen.
      Das ist das Prinzip von Ursache und Wirkung. Wenn sie aufhören mit dem Lesen, geht ihr Leben trotzdem ihrem Karma gemäß weiter. Jeder von uns ist der Mittelpunkt seines Universums.
      Und auch wenn wir unser Karma nicht in vollem Umfang verstehen, ist es doch ganz das unsrige. Niemand kann kann uns davon abhalten, unseren erleuchteten Geist vollauf zu entfalten. Das bedeutet es , eins zu sein mit unserem Karma, wie es sich eben manifestiert.

      Genau hier, genau jetzt.

      Viele halten Dogen Zenji für einen der wichtigsten Lehrer des Soto-Zen überhaupt. Seine Schriften sind von großer Tiefe und wunderbarer Schönheit . Hier ein kleiner Auszug aus dem Text mit dem Titel Tsuki ("Der Mond") der auch in das
      "Shobogenzo. Die Schatzkammer des wahren Dharma-Auges eingegangen ist.

      Soheit ist der Mond im Wasser.
      Wasser-Soheit, Mond-Soheit, Soheit
      innen, innere Soheit. "So" heißt
      nicht "wie etwas". "So " bedeutet
      "wie es ist".

      Buchauszug ENDE


      dies schreibt Claudia / Amitola als "So"..."wie es/ sie ist"....
      als mein Karma lebend....
      mmmh... vielleicht auch als "Schreibfehler " ... mal darüber meditierend ^^
      denn wie ja hier geschrieben steht...
      "So" ist wie ALLES individuell ...

      also...

      für KAT-ZEN ist vermutlich der Mond oder bei anderen ja LA LUNA ..KÄSE
      in meinem "So-Sein" winterliches Schneechaos ringsherum"

      grüßt euch alle in IHREM " So-Sein"
      Claudia Amitola

      die auch jeder anders wahr- nimmt ;)
      Liebe Amitola,

      ich hab' keine Ahnung, wie dein Satz bei der Nebelfrau hineingeraten ist, sollte eigentlich technisch gar nicht möglich sein. Ist das wichtig?

      Das mit dem "So" ist so eine Sache. Ist der Mond nun ein Erd-Trabant oder ein Stück romantische Stimmung oder ein Käse? Wer sieht den Mond richtig: der Mensch oder die Katze? (Ich glaube nicht, dass die Katze ihn überhaupt sieht). Die Quantenphysik meint ja, dass es den Mond gar nicht gibt, wenn man ihn nicht sieht. Ich bin da anderer Meinung. Auf jeden Fall gehört zur So-heit auch eine Bewusst-heit, zum Außen ein Innen, das wahrnimmt. Wenn der Mond nur "so" ist, dann ist er höchstens virtuell vorhanden, zum Menschen- oder Katzenmond braucht er einen Menschen oder eine Katze. Komisch, dass man bei der Quantenphysik immer auf eine Katze stößt (Schrödinger). Wenn nun das Bewusstsein leer ist, ist auch der Mond leer und kann beruhigt ein Käse sein.

      Ich wollte so einen Käse nie wieder schreiben, nun ist es doch passiert.

      LG
      von REALEN , SCH. rutschigen , durch blö... Schneeräumer, EIS -.GLATTEN Straßen die ich einfach mit Schlawunsch überqueren MUSS, um auf die REALE Wiese zu kommen. wie wäre es mit

      ALL-es ist ALL-ES ???? :rolleyes: :D

      lieber , realer oder nicht realer ? Dieter <3

      von einer realen oder nicht realen ? Amitola geschrieben ;)
      schon außen vor gelesen

      wenn es jetzt ein TON -Studio - Forum wäre....
      würdest Du,
      lieber Dieter <3 und ALLE hier <3
      mein immer noch herzliches LACHEN hören....
      und
      das ist doch einfach toll....
      einmal am Tag HERZLICH lachen

      DANKE dir dafür ...für diese Begrifflichkeit der Realität ...mir machend
      allerdings
      jetzt setzt doch wieder mein MIND ein
      Es muss doch nicht immer schmerzhaft auf die REALITÄT aufmerksam gemacht werden.
      Wie wärs ?
      Sind wir
      gleichzeitig
      real und nicht real ,,, ewige Dualität ?
      aber

      hinter der DUALITÄT steht zumindest im tibetischen Buddhismus
      sehr verkürzt wiedergebend...
      das SEIN in GLEICHZEITIGER Gegenwart , Vergangenheit und Zukunft
      Telefon klingelt
      ganz REAL bei mir
      Tschau... erwarte für MICH wichtige Anrufe
      deine/ eure Amitola
      Liebe Amitola,

      es ist nicht das Schmerzhafte, das Realität bringt, sondern das unmittelbar Überzeugende. Das kann Schmerz sein, aber auch Freude und Liebe. Der Frischverliebte fragt nicht viel nach Realität, er IST sie.

      Real - nicht real. Was ist "real"? Ist nur Materie real, Seele und Geist nicht? Vielleicht sind wir am realsten, wenn wir nicht real sind. Je widersprüchlicher eine Wahrheit ist, desto wahrer ist sie.

      Gleichzeitigkeit von Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft: Nicht Gleichzeitigkeit, sondern Zeitlosigkeit. Das Sein braucht keine Zeit. Wenn wir auf die Welt kommen, bleibt ein Teil von uns (der beste) in der Zeitlosigkeit. Wir werden eigentlich gar nicht geboren, wir bleiben im wesentlichen in der Zeitlosigkeit.

      Nösel, nösel. Ich hör' lieber auf. Schönen Abend noch und gute Nacht!