Beiträge von Elster

    Der allerschwerste Tag für eine Mama, die ihr Kind nie wieder wird umarmen können.

    Liebe, Sehnsucht und Vermissen. Das sind die ewigen Zeugen dafür, dass er wahrhaftig hier war.
    Auch er liebt dich weiter. Immer und immer weiter.

    Der Tod bedeutet gar nichts

    Ich bin nur nach nebenan entschwunden.

    Ich bin ich und du bist du.

    Und was wir für einander waren, das sind wir noch immer.

    Nenne mich bei meinem vertrauten Namen.

    Sprich über mich in der leichten Weise, wie Du es immer getan hast.

    Ändere nicht deinen Tonfall.

    Trage keinen Ernst und Trauer in dir.

    Lache wie wir immer gelacht haben über die kleinen Scherze,

    die wir gemeinsam genossen haben.

    Spiele, lächle, denke an mich, bete für mich.

    Lass meinem Namen immer das vertraute Wort sein, das er immer war.

    Sprich ihn unbekümmert aus, ohne die Spur eines Schattens auf ihm.

    Leben bedeutet all das, was es immer bedeutet hat.

    Es ist dasselbe, das es immer war.

    Da ist absolute und ungebrochene Kontinuität.

    Was ist der Tod anderes als ein unbedeutender Zwischenfall?

    Warum sollte ich denn aus dem Sinn sein, nur weil du mich nicht mehr sehen kannst?

    Ich warte einstweilen auf dich, irgendwo ganz nah, gleich um die Ecke.

    Alles ist gut.

    Henry Scott Holland

    Nicht mein Verlust. Oder wer weiß?

    Heute morgen. Der Zug in dem mein Mann sitzt bleibt stehen. "Personen im Gleis" heißt es.
    Dann: man wartet auf die Polizei und einen neuen Lokführer.

    Wieder eine Familie zerstört. Wahrscheinlich Eltern, die nie wieder heil werden... nicht wirklich. Ich vermute das, weil Senioren selten aufs Gleis gehen.

    Ein Lokführer, der seinen Beruf vielleicht nie wieder ausüben kann. Auch ein Leben im Chaos.

    Und wir wissen nicht, wer es war oder wie sein oder ihr Leben war. Vielleicht haben wir genau die eine Person verloren, die unser Leben zum positiven verändert hätte. Wir werden es nie erfahren.


    Ich bin sehr traurig. Weil es immer weitergehen wird. Weil echte Hilfe ein Luxusgut für Selbstzahler geworden ist. Weil die Scham und die Hemmschwellen gigantisch sind. Vielleicht nicht bei diesem Menschen von heute morgen. Aber sehr sehr oft.

    Ich wünsche dir, dort, auf dem Gleis, dass du gut ankommst und alle Liebe endlich spürst, die du hier nicht spüren konntest.

    So ist es recht. Auch ein Baum will mal gehalten werden. Ein sehr sehr schönes Foto. Was kannst du schön strahlen!

    Bei uns sieht es auch noch recht traurig aus. Es gibt zwar was zu kaufen, aber das sieht nicht sehr widerstandsfähig fähig aus. Es war ein kalter Winter und alles braucht noch ein wenig.

    Ich kann nur raten und da sein ....ein bisschen muss auch von ihm kommen

    Ganz genau! Da sein und bleiben. Die Entscheidung trifft er allein. Gerade bei gesundheitlichen Themen tut es einer Mama unglaublich weh, nichts tun zu können. Der Schutztrieb hört nie auf.

    Liebe Carmen,
    ich umarme dich einfach mal ganz fest. Einem erwachsenen Kind bei sehr schlechten Entscheidungen zuzusehen, verlangt einer Mutter alles ab.

    Liebe Dietlind, genauso ist es. Anders und tröstlich. Ich kann mich Wochen später noch deutlich an diese Besuche erinnern, an gewöhnliche Träume meistens schon nach dem Aufwachen nicht mehr.


    Liebe Grüße von Dieter

    Ich erinnere mich auch Jahre später noch. Deshalb schüttle ich für mich immer mit dem Kopf wenn ich höre oder lese, dass man "keine neuen Erinnerungen mehr" miteinander haben kann. Also ich kann schon. Ich erlaube mir es wahrzunehmen und als wahr zu akzeptieren. Wir haben dann etwas Neues zusammen erlebt. Ich schreibe bewusst "erlebt", denn wir beide leben ja. Nur halt zur Zeit noch auf einer (dieser) Ebene getrennt.

    Untergehen lassen... wow.... unfassbar!
    Solchen Müll hört man übrigens auch von Psychologen und Psychiatern. Was hab ich mir alles anhören müssen!
    So lange du kannst - ja, das so ein schrecklicher Punkt. Wem "vererbst" du einst diese Verantwortung? Liebe Carmen, wir Mamas sind sehr resilient im Normalfall. Du ja auch. Das beweist du täglich neu. Gerne immer mal in neue Richtungen denken. Aber niemals aufgeben!

    Zwei Stunden in die nächste Stadt ist weit. Er müsste einfach mal zu einem Gespräch, ohne Behandlung, bei einem spezialisierten Arzt. Aber natürlich kannst du ihn nicht zwingen.
    Immer und immer Sorgen.

    Wohnt ihr denn sehr ländlich? Bei uns gibt es Zahnärzte wie Sand am Meer. Es gibt welche, die auf Angstpatienten spezialisiert sind. Evtl mal die Krankenkasse fragen. 20 Pillen am Tag sind extrem zu viel. Und ein kaputter Zahn kann mehr anrichten als "nur" Schmerzen.
    Hoffentlich werdet ihr im Norden bald von eurer Winterstarre erlöst. Man ist es nicht mehr gewöhnt, dass Winter auch kalt sein können.

    Ich hab gefragt - über ein Stockwerk hinweg: ist mein Baby tot? Ein leichtes Nicken von einer jungen Sanitäterin, nicht älter als mein Kind. Dann nur noch Schwärze und mein Schreien.
    Ein Moment, der tief im Bewusstsein graviert ist. Für jede Mutter. Wie könnte es anders sein....

    Oh Dieter! Eure Minimini! Es tut mir sehr leid. Das glaub ich sofort, dass das sehr weh tut. Ach je. Ist doch egal, wie alt sie wurde. Sie fehlt!
    Lass dich mal ganz lieb umarmen....