Das war nicht rein irdisch dort. Da wurde ich durch etwas Größeres durch die schweren Monate und Aufgaben getragen. Sonst könnte ich das doch selber immer wieder überall herstellen, solch eine Fülle und solch einen Frieden.
Wenn ich denke, April bis August dein Sterben, Mutti, Frühling, Sommer, soviel Innigkeit bei aller Schwere, soviel Stütze zwischen allen gegenseitig, soviel gemeinsame Liebe.
Da kam mir vieles zur Hilfe, was sonst gar nicht so einfach da ist.
Weiter nach deinem Tod, Herbst, Winter, Neujahr, viel Trauer und Verlust, aber auch viel Liebe und Innigkeit, besonders auch mit Pape.
Papes Tod, die unerträgliche Trauer, aber in eurer Wohnung war ich immer in Liebe und Licht gebadet.
Und bin im Sommer ausgezogen.
Und nun wird es allmählich wieder Herbst.
Und bald ist dein 1. Todestag, Mutti, und die Zeit ist trotzdem vorbeigerauscht wie nichts.
Doch, ihr müsst das gesandt haben und Jesus, Gott, anders kann das doch gar nicht sein. Das war so viel Licht. Und auch die Innigkeit mit den Freundinnen und Geschwistern. Soviel Liebe.
Dann, als der Frühling wiederkam, da zog I. unten aus dem Haus aus, das ja verkauft werden soll und auch eure Wohnung wurde immer leerer. Und verlor trotzdem nie ihre Wirkung.
Bis zuletzt nicht. Alles war gemacht und empfing mich. In solcher Liebe.
Und als ich dann endgültig auszog, kreiste hoch am Himmel einer deiner geliebten Turmfalken, Mutti, zum Gruß.