Guten Morgen ihr Lieben,
Nun habe ich meinen ersten Geburtstag ohne meinen geliebten Mann auch rumgekriegt und die Trauerwellen haben mich weiterhin voll im Griff.
Morgen ist der Tag an dem er durch Corona hohes Fieber und Schüttelfrost bekam und wir beide glaubten das gibt sich schon wieder, in ein paar Tagen sind alle Symptome wieder vorbei. Ich durchlebe es als wäre es gestern gewesen. Ich möchte das Jahr zurück holen und alles anders machen, Wunschdenken, er kommt nie wieder. Mein inneres schreit immer noch es ist nicht wahr, du lebst nur in einem Alptraum. Ich leide wie Hund im Augenblick. Ich dachte nach fast einem Jahr könnte ich schon besser damit umgehen, dem ist nicht so, ich vermisse ihn jeden Tag mehr und kann mir immer noch nicht vorstellen wie das Leben weitergehen soll, obwohl ich ja schon fast ein Jahr ohne ihn überlebt habe. Ich gehe jetzt sogar 2 x in der Woche meiner ehrenamtlichen Tätigkeit nach, versuche jeden Tag beschäftigt zu sein damit die Trauer nicht zu übermächtig wird. Es ist für mich wie eine Flucht vor der Realität. Ich denke ihr versteht mich wenigstens.
Liebe Grüße Karin