Ich möchte noch sagen ,daß es für mich nie in Frage käme, die Urne meines Sohnes mit nach Hause zu nehmen. Ich bin aus einer Generation, wo der Friedhof ein Ort der Gedenkens ist. Selbst Urnen waren da noch eine Ausnahme. Wir sind als Kinder immer gerne zu Oma und Opa auf den Friedhof gegangen. Wir haben dann immer mit einer Harke um das Grab Muster geharkt. Das haben alle so gemacht und es war ein friedlicher Ort .Der Tod hatte eine andere Bedeutung als heute oder vielleicht, weil ich ein Kind war,habe ich es anders empfunden.Der Tod gehörte zum Leben dazu vor allem, wenn alte Leute starben.Meine Oma lag auch noch eine Weile in ihrem Bett und wir haben uns verabschiedet. Bestimmt spielt das bei mir jetzt eine Rolle, daß mein Sohn in einem Gemeinschaftsurnengrab beigesetzt wird. Ich möchte auch noch erwähnen, daß meine andere Tochter etwas Asche in einer kleinen Urne bekommt,Das war für mich auch erschreckend ,aber ich habe dem zugestimmt ,weil sie auch eine enge Beziehung zu ihm hatte und eine Seebestattung möchte. So verschieden zeigen sich die Menschen, wenn es um den Verlust , den Tod geht.