Beiträge von CHRISTINE B

    Liebe Carmen. Ich lese gerade ,daß das Konzert in der Wuhlheide ist.Da war ich mal bei David Gerrit. Ich konnte aber das Konzert nicht genießen ,da ich auf auf den Sitzreihen ohne Lehne saß und das 3 Stunden .Vielleicht habt in einen Platz mit Stühlen.Das gibt es auch .Bestimmt macht es dir aber nichts aus mit dem Sitzen ,sonst würdest du das ja nicht machen.

    Bei Nürnberg denke ich immer an Lebkuchen. Ich war mit Silvio mal in Garmisch Partenkirchen im Urlaub und da sind wir durch Nürnberg auf dem Rückweg gefahren. Ist ein schönes Städtchen.

    Lieber Dieter. Jetzt bin ich in deinem Herzens- Haus " hängengeblieben .Das passiert manchmal.So wie ich dich kenne, bist du aber nicht böse. Einen schönen Sonntag wünsche ich dir. Christine.

    Liebe Carmen. Danke für deine Anteilnahme. Ob ich zu der Zeit, wo du in Berlin bist kommen kann, ist ungewiss .Ich bin ja trotz des kleinen Erfolges von gestern noch immer nicht gut zu Fuß. Spontan melde ich mich aber nochmal vorher. Ich wünsche dir einen angenehmen Arbeitstag. Liebe Grüße von Christine.

    Liebe Linchen. Du hast glaube ich recht. Ich habe von meinem Papa allerhand geerbt. Und ich möchte auch noch einmal an dieser Stelle sagen.Wenn man trotz des Verlustes wieder ins Leben zurückfindet, hat das nichts mit mangelnder Trauer zu tun.Ich sehe für mich einen Sinn darin ,nicht das aufzugeben, wofür ich immer gelebt habe ,für mich und meine Familie. Und Silvio würde das auf keinen Fall gut finden. Ich glaube, er würde uns um Verzeihung bitten, daß wir so eine schwere Zeit durchmachen mussten. Ich war heute wieder auf dem Friedhof. Da werde ich immer hingehen und heute konnte ich das erste Mal ein Stück ohne Stock gehen. Ich habe in Gedanken gehört ,wie er sagte, na endlich hast du es geschafft, liebes Muddelchen. Liebe Linchen. Vielen Dank nochmal für das ,was du mir geschrieben hast. Es hat mir gutgetan. Liebe Grüße von Christine

    Ich möchte noch etwas ergänzen. Als meine Schwester nach 50 Ehejahren starb,sah ihr Mann keinen Sinn mehr im Leben. Er starb im Jahr darauf in völliger Einsamkeit. Sie hatten alles gemeinsam gemacht stündlich, täglich jahrein, jahraus.Die Kinder und Enkelkinder großgezogen. Sie hatten ein schönes Gartenhaus. Nie ging einer ohne den anderen irgendwo hin. Von heute auf morgen war er alleine, Kinder und Enkelkinder lebten weit weg ihr eigenes Leben. Da bricht mit einem Mal alles zusammen. Das verkraftet nicht jeder. Da unterscheiden sich die Menschen. Als meine Mutter mit 60 Jahren starb, war mein Vater auch alleine. Aber jetzt kommt der Unterschied. Er hatte seine Hobbys, denen er immer auch zu Lebzeiten meiner Mutter nachging .Er ging zum Billardspielen,er malte wunderschöne Bilder, er war totaler Sportfan.Er saß so lange am Fernseher, bis ihm die Augen zufielen. Er hatte einen kleinen Garten, wo er eine Burg gebaut hatte. Mein Vater hat noch 14 Jahre alleine gelebt. Ich glaube, das hat ihn am Leben gehalten. Und so meine ich das mit "seinen Weg gehen."

    Lieber Dieter. Genauso meinte ich es. Du warst jeden Tag mit Ursel zusammen. Dann ist ganz plötzlich der geliebte Mensch weg. Vor allem, weil ihr euch doch so gut verstanden habt. Mit meinem Sohn ist das in erster Linie deshalb schwer, weil er doch noch soviel vorhatte. Da geht es nicht um mich. Es tut mir um ihn leid. Aber wir haben auch etwas gemeinsam. Wir trauern um einen Menschen, den wir sehr lieben und ohne den wir nun unser Leben meistern müssen. Da gibt es keine Alternative. Das wird uns ein Leben lang begleiten, denn die Liebe bleibt immer bestehen. Nochmals liebe Grüße.

    Lieber Dieter. Einen Weg gefunden zu haben hat nichts damit zu tun,daß man nicht mehr traurig ist,daß man nicht mehr weint,daß man nicht mehr einsam ist und vieles mehr. Ich habe heute eine Bekannte getroffen , die auch nicht wusste, daß mein Sohn nicht mehr lebt. Ich habe im Supermarkt geweint ,sie hat mich umarmt. Sie hat auch einen Sohn verloren. Dann haben wir beide geweint. Ich meinte mit Weg gefunden, dass wir morgens aufstehen, den Haushalt machen ,mal spazieren gehen, mit Menschen reden ,vielleicht auch was kochen und so weiter. Am Anfang war doch so vieles nicht möglich. Ich habe damals auch die starken Schmerzen beim Gehen bekommen. Heute weiß ich ,daß der Tod meines Sohnes damit etwas zu tun hatte. Nun nach eineinhalb Jahren geht mein Leben in den gewohnten Bahnen weiter und das meine ich mit Weg gehen. Ich habe Menschen kennengelernt, die vor Kummer gestorben sind, die das Alleinsein nicht ertragen haben. Ich fahre nicht mehr weg, weil es ohne meinen Sohn keine Freude macht.Ich fahre mit der S-Bahn ins Berliner Umland. Das ist mein Weg.Es ist auch gar nicht schlimm so.Meinen Sohn kann keiner ersetzen. Vielleicht bin ich dir zu nahe getreten. Es war nicht meine Absicht. Liebe Grüße von Christine.

    Lieber Dieter. Ich sehe gern mal ein Foto. Man kann es zoomen und schon sieht man, daß du ganz gesund isst. Dein Gast ist so goldig und es ist ein großer Schatz ,

    daß du ihn hast.Vieles ist nun anders ohne deine Ursel. Ich erlaube mir aber zu sagen , dass du deinen Weg gefunden hast. Das entnehme ich dem,was du immer schreibst. Und das Frühstück am Schreibtisch gehört zu dem neuen Weg. So verstehe ich das.Ich wünsche dir alles Gute. Christine ( die mit der einfach nicht heilenden Hüfte )

    Guten Tag. Ich wollte nur mal anmerken, daß ich jetzt immer aufpassen muss wegen Bille und Billi. Das ist ja auch ein besonderer Zufall. Aber ich kann es jetzt auseinanderhalten. Ich möchte mich dem Gesagten anschließen. Man kann hier zu jeder Zeit über alles sprechen. Ich habe das seit nunmehr eineinhalb Jahren erlebt. Gerade die Unterschiede in der Trauerarbeit machen so ein Forum wertvoll. Ich habe gemerkt, daß ich meinen Weg jetzt gefunden habe. Dabei wurde ich von den vielen Beiträgen motiviert, mal mehr,mal weniger. Unser aller Schicksal ist ein sehr sensibles Gebiet. Das macht man letztendlich immer mit sich ganz alleine aus. Keiner kann dem anderen sagen ,wie er zu trauern hat. Was mir aber immer gutgetan hat, das waren immer ein paar motivierenden Worte, daß ich auf dem richtigen Weg bin,auch ein paar lobende Worte. Ich wollte immer mal das Forum verlassen. Da habe ich aber gemerkt, dass mir etwas fehlen würde. Und ich denke ,das ist Beweis genug für den Sinn dieses Gedankenaustausches.Liebe Grüße von Christine.

    Liebe Carmen. So finde ich das für dich das beste. Wir Hinterbliebenen müssen auch an uns denken, dein Lars wird immer in deinem Herzen bleiben. Lass es nicht zu,dass ein Friedhof zum Problem wird. Ich habe zu Hause hier immer von Silvio den kleinen Altar. Das tut mir gut,das kann mir keiner nehmen. Auf dem Friedhof ist seine Urne. Da gehe ich und meine Töchter regelmäßig hin.Dann fahren wir wieder nach Hause. Der kleine Altar hier ist aber immer bei mir. Da verweile ich .Ich schlafe auch in dem Zimmer. Wenn du dann einmal im Monat mit einem Blumenstrauß zu seinem Grab fährst, das kann dir keiner nehmen. Die Blumen verwelken .Aber du hast deinen Sohn besucht.Und nur das zählt. Liebe Grüße von Christine.

    Liebe Carmen. Nimm es nicht so schwer. Du kannst den Menschen nicht ändern. Du solltest es vielleicht anders organisieren. Vielleicht an dem Tag einen schönen Blumenstrauß und sonst nichts .Wenn der verwelkt ist ,kann sie ihn entfernen. Du bist doch die Klügere .Streitigkeiten um das Grab ist doch eines Menschen unwürdig. Ansonsten hast du doch mit ihr nichts zu tun Ganz liebe Grüße von Christine.

    Liebe Bille.Ich möchte noch etwas sagen. Das was Kerstin geschrieben hat, ist meiner Meinung nach ein sehr gutes Beispiel, wie der Mensch trauert. Vielleicht gibt es dir ein paar Anregungen. Ich habe ein kleines Urnengrab für meinen Sohn .Ein paar Meter weiter ist sein Cousin beerdigt. Da waren wir öfters, um ein paar Blumen hinzubringen. Deshalb habe ich den Friedhof gewählt. Ich habe dann immer gesagt, jetzt können sie beide abends gemeinsam ihr Bierchen trinken gehen. Kerstin schreibt auch ,dass sie jetzt viel für ihren Mann macht.Ich habe auch heute noch einen kleinen Altar. Da gehe ich ja immer vorbei.So lebt er mit mir in Gedanken in der Erinnerung. Mir hilft das sehr. Ich habe auch schon mal geschimpft mit ihm. Er hat immer viel geraucht, nicht gesund gelebt. Ich habe dann gesagt ,was ihm entgangen ist in letzter Zeit. ( Meine neue Hüfte jetzt eine neue Wohnung und so weiter)So ist er irgendwie immer bei mir. Ich komme damit zurecht. Was anderes scheint mir nicht machbar. Ich muss und möchte ja auch noch leben .Und mein Sohn wäre totunglücklich,wäre ich daran zerbrochen. Ganz liebe Grüße nochmals von Christine.

    Liebe Bille. Ich schließe mich dem an ,was Dir die anderen geschrieben haben. Ich möchte nur sagen, daß ich meinen Sohn vor eineinhalb Jahren verloren habe. Ich habe mit ihm gegen Abend noch telefoniert, er hatte Nachtschicht. Und am nächsten Morgen klingelten meine beiden Töchter an der Tür, ich dachte erst , es wäre etwas mit ihren Kindern passiert .Dann kam der schreckliche Satz, " Mutti, du musst jetzt ganz stark sein..,Silvio ist........."...Ich wiederhole den Satz nicht mehr.Ich habe geweint, wie ich noch nie in meinem Leben geweint habe. Jetzt habe ich meinen Weg gefunden ,mit dem schmerzlichen Verlust umzugehen .Er war nicht nur mein Sohn, er war mein bester Freund in Freud und Leid.Es gibt für alle einen Weg, im Forum kannst du darüber lesen. Auch für dich gibt es einen Weg,nicht heute, nicht morgen, aber es gibt ihn.Du wirst ihn finden, damit du irgendwann damit leben kannst. Dabei wünsche ich dir von Herzen alles Liebe und Gute. Mit Gruß Christine.

    Liebe M22.Wie oft hat man solch traurige Beiträge hier im Forum gelesen. Aber eines Tages wurde es anders. Da las man vom Neuanfang, vom Alltag, von Ritualen zu Ehren der Verstorbenen und auch von ganz anderen Dingen des täglichen Lebens. Ob Dieter mit seinen Eichhörnchen, Linchen mit ihren Kätzchen, Carmen mit den Zähnen ihres Sohnes oder auch ich mit meiner leidlichen Hüfte. Ich will damit sagen, daß das Leben auch für dich wieder weitergehen wird. Der Verlust unserer Lieben lebt dabei immer in uns mit. Ich war gestern wieder auf dem Friedhof beim Grab meines Sohnes. Die Sonne schien, ein Eichhörnchen huschte zwischen den Gräbern umher,ein Mann beweinte am Grab den Tod seines Kindes. Und doch war alles friedlich und ich hatte wieder den Gedanken, dass so das Leben ist und man damit leben kann.Natürlich ist es nicht mehr so wie früher, Aber wir ,die Hinterbliebenen haben ein Recht auf ein Leben, daß auch wieder mit schönen Dingen verbunden ist. Das mag für dich jetzt kein Trost sein. Du gehst zur Zeit durch ein tiefes Tal.Nimm dir die Zeit, es geht aber irgendwann wieder aufwärts. So liest man es auch im Forum. So eine Haushaltsauflösung ist keine schöne Sache. Das ist aber sehr individuell. Ich habe die Wohnung mit allem was drin war,außer ein paar Andenken, seinen Freunden hinterlassen. Ich konnte das nicht selbst machen, das hätte mir sehr wehgetan. So habe ich die Wohnung immer noch in Erinnerung, wie sie war als er dort gelebt hat. Aber das ist sehr individuell. Da kann man sich aber Hilfe holen. Ich hoffe, ich habe dir ein ganz klein wenig Hoffnung gemacht für die Zukunft. Eins möchte ich noch sagen. Der Mensch kann sehr viel ertragen und leisten,wenn er muss. Ich wünsche dir alles Gute auf deinem Weg. Liebe Grüße von Christine.

    Liebe Lilifee. Ich mag deinen Humor, wenn man es so nennen darf. Das mit dem Grabstein ist köstlich. In einem gebe ich dir recht. Das Rauchen führt nicht zwangsläufig zum Tode. Bei mir war es ein Arzt, der mich überzeugt hat, damit aufzuhören. Ich hatte ja schon Herzprobleme.Und da ich gern lebe, ging ich das Risiko nicht ein.Ist eigentlich ganz einfach. Ich vermisse aber nichts. Ich wünsche dir auch eine angenehme Woche.

    Liebe Lilifee. Ich möchte dir noch sagen, daß meine beiden Töchter und ich auch gesagt haben ,wer weiß,was ihm erspart geblieben ist. Natürlich weiß man das nicht. Aber es gibt genügend Beispiele, wo sich Menschen viele Jahre mit einer schlimmen Krankheit quälen. Mein Sohn war auch nicht gesund.Er quälte sich schon länger mit mehreren Symptomen diverser Krankheiten herum. Es ist natürlich nur ein schwacher Trost. Wir alle wünschten uns,dass wir hier in diesem Forum nicht wären. Ich musste ein wenig schmunzeln, wie du das mit der Zigarette beschreibst.Ich habe viele Jahre geraucht und gern geraucht. Ich sage mir immer,mein Zigarettchen hat mir über manche schwere Zeit geholfen. Da ist einfach so.Erst, als ich merkte, daß es meiner Gesundheit sehr schadet , habe ich aufgehört. Es hat funktioniert. Der Mensch gewöhnt sich an alles, auch ans Nichtrauchen. Ich wünsche dir einen angenehmen Sonntag. Christine.