Mein Sohn ist plötzlich verstorben.

  • An alle, die mich kennen und hier noch lesen. Ich habe heute mal alle meine Beiträge in meinem Herzenshaus gelesen. Es ist für mich nicht unangenehm , denn ich entdecke ,daß ich einen Weg gefunden habe ,mit dem Tod meines Sohnes zu leben. Wir sind alle hier im Forum Hinterbliebene ,das vereint uns .Nur die Wege ,die jeder von uns geht, sind unterschiedlich. Das zu erkennen und wertschätzen ist meiner Meinung nach sehr wichtig. Jeder noch so individuelle Weg hat seine Berechtigung. In ein Trauerforum zu gehen ,ist ein Weg .Ich habe wertvolle Anregungen bekommen. Ich konnte mich mitteilen, wenn mich die Last zu erdrücken drohte.Manchmal habe ich mir gewünscht, daß jemand von euch in der Tür steht. Ich habe aber lernen müssen, daß die Hauptlast immer auf uns ruht.Damit fertig zu werden ist unser Los und das nimmt einem keiner ab.Es ist nun im September ein Jahr her,seit mein lieber Junge starb. Es kommen wieder schmerzliche Tage , dessen bin ich mir bewusst .Aber ich kann dem nicht davonlaufen. Ich werde denken, wie ich es immer gemacht habe ,daß ich das Glück hatte, so einen lieben Sohn zu haben. Ich weiß, daß das nicht selbstverständlich ist. Und wenn ich dann wieder auf den Friedhof gehe, ist das etwas ,was ich für ihn und mich wollte, ein Ort es Gedenkens.Das Leben geht für mich weiter. Ich bin 81 Jahre. Manchmal ist das sehr unwirklich. Das Leben kommt mir jetzt so kurz vor. Vielleicht auch deshalb, weil es ganz plötzlich vorbei sein kann. Ganz liebe Grüße von Christine.

  • Ich liebe auch den Wald.Er hat so etwas von Geborgenheit. Das Rauschen der Bäume, der Geruch ,das Knacken von Gehölz...... Bei mir hängt das mit meiner Kindheit zusammen. Meine Mutti fuhr nach dem Krieg oft mit mir in den Wald ,um Heidelbeeren zu pflücken. Die hat sie dann verkauft. Wir waren sehr arm und da war das zusätzlich zum Lohn meines Vaters etwas Geld.

  • Ich habe aber lernen müssen, daß die Hauptlast immer auf uns ruht.Damit fertig zu werden ist unser Los und das nimmt einem keiner ab.Es ist nun im September ein Jahr her,seit mein lieber Junge starb. Es kommen wieder schmerzliche Tage , dessen bin ich mir bewusst .Aber ich kann dem nicht davonlaufen. Ich werde denken, wie ich es immer gemacht habe ,daß ich das Glück hatte, so einen lieben Sohn zu haben. Ich weiß, daß das nicht selbstverständlich ist. Und wenn ich dann wieder auf den Friedhof gehe, ist das etwas ,was ich für ihn und mich wollte, ein Ort es Gedenkens.Das Leben geht für mich weiter. Ich bin 81 Jahre. Manchmal ist das sehr unwirklich. Das Leben kommt mir jetzt so kurz vor. Vielleicht auch deshalb, weil es ganz plötzlich vorbei sein kann. Ganz liebe Grüße von Christine.

    Ja, diesen ganz tiefen inneren Trauerschmerz kann einen niemand abnehmen.
    Dennoch sind wir "hier". Und ja, dass wir alle Hinterbliebene sind vereint uns.

    Meine Eltern haben beide Rasenhockey gespielt .

    Da haben sie sich auch kennengelernt. Mein Vater ist mit mir an der Hand zum Fußballplatz gegangen ans andere Ende der Stadt. Das war ein weiter Weg.Aber es war gesund das Laufen. Meine eine Tochter war Leistungssportlerin im Handball.Nach der Wende Nationalmannschaft. Mein Vater hat im Alter dann immer Sport im Fernsehen geguckt. Das war seine Lieblingsbeschäftigung. Da hat man ihn dann gefunden friedlich eingeschlafen. Trotz schweren Asthmas ist er 74 geworden. Sport ist für mich immer etwas Schönes geblieben. Ich war auch ziemlich sportlich.Leichtathletik,weil ich groß bin. 🙂

    Sport soll Freude bereiten finde ich.
    Das liest sich rund.


    In jugendlichen Jahren habe ich übrigens auch Landhockey gespielt. Im Club.
    Fussball schaue ich zwar (auch) sehr gerne - habe es aber kaum selber gespielt.
    Bin da auch gar nicht mal wirklich gut.

    Auch wenn wir beim Schülerturnier tatsächlich gewonnen haben.
    Und ich eins der Tore geschossen habe.
    Lange her.

    Landhockey lag mir.
    In der Summe war ich aber dennoch nie eine Sportskanone.
    War auch immer der lockere Typ.
    Wirklich Gewichtsprobleme hatte ich früher auch nicht.
    Vielleicht komme ich da auch mal wieder hin.

    Schön dass du weiterhin schlank bist, liebe Christine.

    Und ich hoffe weiterhin dass es mit deiner Hüfte immer besser geht.
    Das ist wirklich nicht einfach.


    LG
    Simon

  • Lieber Simon. Ich habe neulich an dich gedacht,weil ich feststellte,daß wir uns schon länger nicht geschrieben haben. Als ich nun meine ganzen Beiträge las ,da fiel mir das auf. Im Nachhinein musste ich auch etwas lächeln, weil ich doch den Namen Simon gut finde und ich dich auf das Buch hingewiesen hatte. Du weißt " Sturz ins Leere". Irgendwie ist die Zeit sehr schnell vergangen seit dem Tod meines Sohnes. Manchmal ist mir,als hätte ich nur einen bösen Traum gehabt. Ich denke, es wird immer so bleiben, obwohl das Leben weitergeht. Danke, daß du mich nicht vergessen hast. Das sind die kleinen Freuden auf unserem Weg ins Leben..Meine Hüfte macht mir immer noch Probleme. Ich glaube , ich habe noch nicht realisiert, daß es nun ein Teil von mir ist.Es fühlt sich immer noch wie ein Fremdkörper an. Ganz liebe Grüße von Christine.

  • Beitrag von CHRISTINE B ()

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  • Beitrag von CHRISTINE B ()

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  • Liebe Linchen .Ich lese oft im Forum. Mir wird dann immer bewusst, daß wir alle unsere kleinen und größeren Sorgen haben. Vergleichen möchte ich nichts. Sorgen sind immer unangenehme und schmerzliche Dinge, die das Leben für uns bereit hält. Ich hatte zum Beispiel heute früh einen furchtbaren Drehschwindel. Das machte mir große Angst. Ich hatte das schon einmal. Ich nehme an , das es etwas mit Stress zu tun hat. Oftmals sind es mehrere Sachen , die dann zusammengekommen sind. Meine Nerven sind derzeit nicht die stabilsten. Das ist auch kein Wunder, habe ich doch seit dem Tod meines Sohnes noch nicht zur Ruhe gefunden. Die Hüftgelenkprothese ist mein größtes Problem. Ich arbeite jeden Tag daran, nicht zu verzagen. Mir hat mal ein Arzt etwas gesagt, was ich nie vergessen habe.---" Beim Menschen ist alles im Fluss.Eins greift ins andere. Wird das Fliessen durch etwas unterbrochen, erkrankt der Mensch .psychisch wie physisch."Ich glaube, du verstehst das. Nun muss man Wege finden , damit alles wieder in Ordnung kommt. Und das ist das Schwere im Leben. In meinem Fall heißt das,Geduld, zu haben. Es muss ja mal besser werden. Mein Silvio kann mir nicht mehr helfen. Das ist sehr traurig. Das ist mein Schicksal. Ich habe mich gefreut, daß du an mich gedacht hast. Das ist so ein kleines Beispiel, was es bedeutet, wenn man seine innere Balance wieder finden muss und einem jemand dabei hilft. Liebe Grüße von Christine.

  • Liebe Christine,


    ja da hast Du recht absolut.


    Es ist auch nicht schön wenn man vergleicht.

    Es ist alles eine Last wenn man körperlich gesundheitlich nicht so kann wie man eigentlich gerne möchte.

    Heute war es auch sehr schwül also bei uns jedenfalls ich weiß nicht wie es bei Euch war.

    Es ist hier noch warm aber sehr schwül.

    Eben vorhin kam ein richtiger Guss runter, dummerweise hat Simba es wieder aufs Dach geschafft.:rolleyes:=O


    Da das Dach dann natürlich klatschnass war er ebenfalls ist er klar noch heftiger gerutscht.


    Wir haben Ihn mit Müh und Not übers Schlafzimmer Dachfenster reinholen können.

    Meine Güte das war ne Aktion.

    Der sah natürlich aus die Pfötchen waren aber richtig dreckig.


    Gab erst mal Pfötchenwaschen.

    Er ist jetzt nicht gerade Wasserscheu aber das mag er dann auch nicht wirklich.:rolleyes:


    Tja da musste er durch.


    Ach so ja deswegen schrieb ich das mit Schwül so was kann auch zu Schwindel beitragen diese Wetterveränderung.

    Dagegen gibt es aber gute Tropfen.

    Im Alter kommt das Papa hat das auch.

    Seit er diese Tropfen nimmt ist das okay.


    Vlg. Linchen