Beiträge von Trommlerin

    Liebe Carmen,

    kurier die Influenza richtig aus, damit ist nicht zu spaßen, nicht dass sich noch eine Lungenentzündung drauf setzt.

    Weiterhin gute Besserung wünscht Dieter

    Lieber Dieter,

    ja, eine schwere Zeit. Vor drei Jahren habe ich meinen Mann in die Rehaklinik gefahren, so voller Hoffnung, dass er dort gesund wird. Er ist nie wieder nach Hause gekommen. ich denke wir bleiben noch ein bisschen hier. Ich finde es so rührend, wie du dich um die Eichhörnchen kümmerst. So nette, kleine Geschöpfe. Ich freue mich, wenn ich eins sehe. Wir werden diese Tage überstehen.

    Ganz liebe Weihnachtsgrüße

    Dietlind

    Liebe Dietlind, die Liebe zu Tieren und zu Eichhörnchen speziell hat Ursel und mich von Anfang an verbunden. Wir haben uns gemeinsam über jedes Hörnchen das den Weg zu uns gefunden hat gefreut und gemeinsam getrauert als unsere geliebte Trommlerin starb. Ich bin sicher, die sitzt jetzt auf Ursels Schulter und futtert eine Pekannuss, das war ihre Lieblingsspeise.

    Liebe Christine,


    mein Alleinesein heute ist selbstgewählt. Ich fühle mich nicht einsam, verbringe den Tag so wie meisten in diesem Jahr. Bestimmt ist Ursel auch hier, nur nicht physisch. Ein Geschenk habe ich auch bekommen. Eichhörnchen Minimini, die in dem Taubennetz gefangen war hat wieder vollstes Vertrauen zu mir. Sie kommt sogar wieder zu mir wenn ich sie rufe. Morgen bin ich bei Sandra und ihrem Mann eingeladen zum Weihnachtsessen, das ist die einzige Einladung die ich angenommen habe. Das sind unsere engsten Freunde. Sandra pflegt kranke und verwaiste Eichhörnchen, sie hat vor fünf Jahren die Trommlerin wieder aufgepäppelt.

    Auf den Frühling freue ich mich auch, das kann ich kaum erwarten.


    Liebe Christine, einen schönen Abend wünsche ich Dir mit Deinen Kindern und Enkeln.

    Trommlerin Danke, lieber Dieter! Siehst du denn jetzt auch noch das ein oder andere Eichhörnchen ums Haus? 🐿️

    Möge dir die Erinnerung an letztes Jahr zwischendurch auch mal leichter werden! 🙏

    Oh ja, die halten jetzt zwar Winterruhe, kommen aber jeden Tag zum Futtern. Die Paarungszeit hat auch schon begonnen, Ende Januar kommen die ersten Babys zur Welt.

    Oh weh, liebe Mayatochter, auch Dir gute Besserung und angenehmere Weihnachtsfeiertage. Lass Dich von Deinen Männern verwöhnen.


    Liebe Grüße von Dieter

    Guten Morgen Ihr Lieben,


    jetzt ist er da, der Heilige Abend. Heute vor einem Jahr gegen acht Uhr morgens wurde Ursel nach 7 Monaten Krankenhaus als "stabil" nach Hause gebracht.

    Sie ging als klar denkende Frau in die Klinik und als sie zurück kam wusste sie nicht mal mehr dass sie hier wohnt. Die letzten 10 Tage ihres Lebens verbrachte sie mehr oder weniger in geistiger Umnachtung. In den Krankenhäusern müsste viel mehr gegen das "Krankenhaus-Delir" gemacht werden, es betrifft viele ältere Menschen. Vielleicht war es für sie sogar zum Schluss ein Segen, da grübel ich jetzt seit einem Jahr drüber nach. Aber es ist wie es ist, sie ist nicht mehr hier und sie fehlt mir jeden Tag mehr. In diesem Jahr ist kein Tag vergangen an dem ich nicht um sie geweint habe.

    Ich würde jetzt am liebsten die nächsten 10 Tage verschlafen, bin aber schon froh wenn ich nachts 5 Stunden schaffe. Es ist nicht so dass ich keine lieben Menschen um mich habe, habe aber fast alle Einladungen abgelehnt.

    Ich bin einfach von einem Jahr Trauer erschöpft und in dieser Zeit am liebsten allein.


    Allen Trauernden in diesem Forum wünsche ich eine erträgliche Weihnachtszeit.

    Ich war heute bei Freunden eingeladen, da war auch eine Frau deren Mann vor 13 Jahren gegangen ist. Die bekommt heute noch feuchte Augen wenn sie von ihm spricht. Das hört wahrscheinlich nie auf.


    Liebe Grüße von Dieter

    Liebe Christine,


    ich hab' auch so ein Ritual. Ich erzähle Ursel jeden Abend wie mein Tag war, manchmal auch ein bisschen Tratsch. So bleibt eine Verbindung, da hast Du recht. Das ist mir sehr wichtig.

    Danke liebe Elster,


    das Durchhalten bezieh' ich jetzt auch auf das viertelgeöffnete Fenster - wir haben schlappe 7,1° Grad minus - die Hörnchen haben auch bei diesen Temperaturen Hunger. Ich sitze eingehüllt in Ursels Schmusedecke am PC und langsam werden die Taschentücher knapp, mich hat ein grippaler Infekt erwischt.

    Ich habe festgestellt dass Ursel mich durch ihr Bild an ihrem kleinen Altar "beobachtet". Dieses Foto ist genial, wo ich im Zimmer auch stehe, sie schaut mir immer in die Augen.


    Liebe Grüße an Dich und Dein Feechen!

    Liebe Greteline,


    ich weine auch jeden Tag, und das wird auch noch lange so bleiben. Bei mir wird's in 43 Tagen ein Jahr. Das ist doch ganz normal.

    Ich hab' heute im Lieferwagen ein Büchlein mit Trauergedichten gefunden....meine Chefin hat vor kurzem ihre Mutter verloren.

    Da las ich eins was ganz gut auf uns passt.


    Ich vergehe vor Kummer.

    Ich versinke in meinem Schmerz.

    In mir ist nur Dunkelheit.

    Blind bin ich geworden

    vor lauter Tränen.

    Wann werde ich

    wieder aufstehen?

    Wann werde ich lernen,

    mit dem Schmerz zu leben?

    Diesem bohrenden Schmerz,

    der immer ein Teil von mir sein wird.

    So, wie du es gewesen bist.


    Liebe Grüße von Dieter

    Liebe Lilifee,


    dieses Gedicht spiegelt die Realität wider, aber die Leere kann ich nicht als tröstlich empfinden. Ich verstehe was sie damit sagen will. Ich empfinde die Aussicht auf ein Wiedersehen "drüben" als tröstlich. Wie Du schon sagtest, der Verlust des Lieblingsmenschen ist die größte Katastrophe die einem passieren kann.


    Liebe Grüße von Dieter

    Ich verbinde diese Jahreszeit mit der letzten Etappe auf Ursels Leidensweg. Vor allem die Erinnerung an die immer stärker werdenden Auswirkungen ihres Delirs in der Geriatrie verstärken meine Traurigkeit. 6 verschiedene Stationen in 7 Monaten verkraftete ihr Gehirn nicht wirklich. Zuletzt noch eine Gehirnerschütterung bei einem Sturz aus einem angeblich gesicherten Bett in der Nacht, als sie nach mir suchte und rief. Ich konnte ja nicht da sein, und trotzdem habe ich Schuldgefühle. Das verbinde ich mit dem beginnenden Winter.