Liebe Bille,
nachdem meine Frau Ursel gestorben war, ist mir der Boden unter den Füßen komplett weggebrochen. Wut, Schmerz und Verzweiflung haben sich ständig abgewechselt. Wut auf das Krankenhaus, der fürchterliche Verlustschmerz und die tiefe Verzweiflung meine geliebte Ursel nie mehr wiedersehen zu können.
Die ersten vier Monate waren wie ein schwarzes Loch, das meine ganze Kraft eingesaugt hat. Ich war mehr oder weniger nur spazieren um zuhause nicht verrückt zu werden. Das Zuhause das einmal UNSER Zuhause war. Dann überlegte ich mir dass das nicht ewig so weiter gehen kann und begann wieder zu arbeiten. Das hat mir sehr gut getan, ein paar Stunden unter anderen Menschen zu sein. Meine Chefin war heilfroh mich wieder zu haben, was für mich natürlich auch eine positive Bestätigung war. So kam ich Schritt für Schritt ins Leben zurück. Die Liebe zu Eichhörnchen, die mich täglich in meiner Wohnung besuchen und hier futtern, hat
mir auch geholfen. Ursels Weggang ist jetzt fast eineinhalb Jahre her. Ich weine täglich um sie, aber manchmal auch mit einem Lächeln bei den Gedanken an sie.
Es kommen immer wieder heftige Trauerwellen die mich überrollen, aber ich weiß mittlerweile dass sie ganz oft bei mir ist. Sie hilft mir in so manchen Situationen zu überleben und die Zuversicht nicht zu verlieren.
Die ??? würden Deinem Mann bestimmt nicht gefallen, der möchte dass es Dir gut geht und passt auf Dich auf.
Liebe Grüße von Dieter