Beiträge von Trommlerin

    Danke liebe Elster,


    das Durchhalten bezieh' ich jetzt auch auf das viertelgeöffnete Fenster - wir haben schlappe 7,1° Grad minus - die Hörnchen haben auch bei diesen Temperaturen Hunger. Ich sitze eingehüllt in Ursels Schmusedecke am PC und langsam werden die Taschentücher knapp, mich hat ein grippaler Infekt erwischt.

    Ich habe festgestellt dass Ursel mich durch ihr Bild an ihrem kleinen Altar "beobachtet". Dieses Foto ist genial, wo ich im Zimmer auch stehe, sie schaut mir immer in die Augen.


    Liebe Grüße an Dich und Dein Feechen!

    Liebe Greteline,


    ich weine auch jeden Tag, und das wird auch noch lange so bleiben. Bei mir wird's in 43 Tagen ein Jahr. Das ist doch ganz normal.

    Ich hab' heute im Lieferwagen ein Büchlein mit Trauergedichten gefunden....meine Chefin hat vor kurzem ihre Mutter verloren.

    Da las ich eins was ganz gut auf uns passt.


    Ich vergehe vor Kummer.

    Ich versinke in meinem Schmerz.

    In mir ist nur Dunkelheit.

    Blind bin ich geworden

    vor lauter Tränen.

    Wann werde ich

    wieder aufstehen?

    Wann werde ich lernen,

    mit dem Schmerz zu leben?

    Diesem bohrenden Schmerz,

    der immer ein Teil von mir sein wird.

    So, wie du es gewesen bist.


    Liebe Grüße von Dieter

    Liebe Lilifee,


    dieses Gedicht spiegelt die Realität wider, aber die Leere kann ich nicht als tröstlich empfinden. Ich verstehe was sie damit sagen will. Ich empfinde die Aussicht auf ein Wiedersehen "drüben" als tröstlich. Wie Du schon sagtest, der Verlust des Lieblingsmenschen ist die größte Katastrophe die einem passieren kann.


    Liebe Grüße von Dieter

    Ich verbinde diese Jahreszeit mit der letzten Etappe auf Ursels Leidensweg. Vor allem die Erinnerung an die immer stärker werdenden Auswirkungen ihres Delirs in der Geriatrie verstärken meine Traurigkeit. 6 verschiedene Stationen in 7 Monaten verkraftete ihr Gehirn nicht wirklich. Zuletzt noch eine Gehirnerschütterung bei einem Sturz aus einem angeblich gesicherten Bett in der Nacht, als sie nach mir suchte und rief. Ich konnte ja nicht da sein, und trotzdem habe ich Schuldgefühle. Das verbinde ich mit dem beginnenden Winter.

    Wenn morgen ohne mich beginnt,

    Und ich es nicht mehr sehen kann,

    Wenn die Sonne aufgeht und deine Augen

    Meinetwegen in Tränen schwimmen,

    Dann Wünsche ich mir so sehr, dass du nie mehr

    So weinst wie heute,

    Wenn du an die vielen Dinge denkst,

    Die wir nicht mehr sagen konnten.


    Ich weiß, wie sehr du mich liebst,

    So sehr, wie ich dich liebe,

    Und jedes Mal, wenn du an mich denkst,

    Weiß ich, dass du mich auch vermisst.

    Doch wenn morgen ohne mich beginnt,

    Versuche zu verstehen,

    Dass ein Engel kam, mich beim Namen rief,

    Mich bei der Hand nahm

    Und mir sagte, weit oben im Himmel

    Sei ein Platz für mich bereit.

    Und dass ich alle zurücklassen müsse,

    Die ich so sehr liebte.


    Das ist der Anfang eines Gedichts von David M. Romano und gefunden hab' ich das in dem Buch "Blick in die Ewigkeit" von Dr. med. Eben Alexander.


    Ich finde, es passt wunderbar zum heutigen Volkstrauertag.

    Da hat Ulrich recht - Du kannst das und Du machst das gut. Da darf man auch weinen, Du hast zum ersten Mal alleine bei Globus eingekauft, etwas was Ulrich gern gemacht hat. Als ich zum ersten Mal meine Schuhe geputzt hab' - Ursel hat das geliebt - flossen die Tränen in Strömen. In den ersten Wochen nach Ursel's Weggang hat es immer wieder mal nach Schuhcreme gerochen, in der Wohnung, im Biergarten oder beim Spazierengehen. Das war ihre Art mit mir zu kommunizieren.

    Ulrich ist stolz auf Dich weil Du so tapfer bist.

    Liebe Babjaga,


    dieses Delier hat der Teufel gemacht. Ursel bekam das nach 5 Wochen im Krankenhaus und das ist bis zu ihrem Tod immer schlimmer geworden. Zum Schluss dachte sie, sie würde im Krankenhaus wohnen und ich hätte mir eine eigene Wohnung genommen. Gegen das Delier wird in der Klinik viel zu wenig unternommen. Das ist nicht nur für den Patienten eine große Belastung, auch für die Angehörigen. Ich kann mir vorstellen dass es bei Ursel ohne das Delier anders gelaufen wäre.


    Liebe Grüße von Dieter

    Danke, liebe Lilifee und liebe Linchen. Am 11. November letztes Jahr kam Ursel auf die Geriatrie-Station zum Aufpäppeln. 43 Tage Hölle für sie. Daran muss ich jetzt immer öfter denken. Dort wurde sie mal gefragt worauf sie sich am meisten freut wenn sie nach Hause darf. Auf die Eichhörnchen, hat sie gesagt. Die hat sie leider nicht mehr gesehen, weil sie das Bett nicht mehr verlassen konnte. Dafür trösten sie mich jetzt.


    Liebe Grüße von Dieter

    Zu dieser Zeit vor einem Jahr hatte der Sterbeprozess bei Ursel schon begonnen. Alle haben es gewusst, die Ärzte und die Pfleger, nur ich nicht. Mir wurde kein Wort darüber gesagt. Ob es Ursel selbst wusste oder ahnte, ich weiß es nicht. Hätte sie mir auch ganz bestimmt nicht gesagt. Nachdem Ursel gegangen war, hab' ich mich umfassend informiert, und plötzlich passte alles zusammen. Die klassischen Symptome, nachlassender Appetit, kaum Durst, das "Kaffeesatz-Erbrechen" und, und und...und ich versuchte sie immer zu Bewegung und Muskeltraining zu animieren. Jetzt mache ich mir Vorwürfe, wir hätten die letzte Zeit schöner verbringen können.

    Liebe Toni.2025,


    Du hast offensichtlich klassische Panikattacken. Ich hatte das vor 35 Jahren und konnte die mit Psychotherapie wegbringen. Sprich doch mit Deinem Hausarzt dass er Dich zu einem/einer Psychotherapeute/in überweist. Vielleicht kann der/die seine Beziehungen spielen lassen dass Du zeitnah einen Termin bekommst.Eine akute Attacke geht mit bestimmten Medikamenten wie Tavor schnell vorbei. Ist aber nichts auf Dauer. Die Psychotherapie deswegen wird von der Krankenkasse bezahlt.

    Ich hab' hier im Forum von anderen Trauernden gelesen, die die gleichen Probleme haben.


    Ich wünsch' Dir alles Gute, liebe Grüße von Dieter

    Liebe Greteline,


    die Träne bedeutet mit Sicherheit letzteres. Er hätte doch überhaupt keinen Grund Dich nicht mehr zu lieben. Unsere Liebsten lieben uns auch im Jenseits.

    Dein Traum könnte ein echter Kontakt seinerseits gewesen sein. Weine aus Freude, weil er Dich besucht hat.

    Liebe Fliegerin,

    natürlich sind unsere Liebsten immer um uns, manchmal kann man sie fast körperlich spüren.

    Und sie tun alles was in ihrer Macht steht um uns zu beschützen.


    Liebe Grüße von Dieter

    Liebe Christine,


    es gibt mittlerweile zigtausende Berichte von wiederbelebten klinisch toten Menschen, die weitgehend übereinstimmend von einem Austritt ihrer Seele/Bewusstsein aus dem Körper erzählen. Wie Lilifee schreibt forschen mittlerweile Ärzte wie Dr. Raymond A. Moody oder Bernard Jakoby an diesem Phänomen. Es gibt Operationen am Gehirn, bei denen der Mensch auf 16° heruntergekühlt und das Gehirn blutleer gemacht wird, also komplett ausgeschaltet wird. Auch diese Patienten berichten vom Austritt aus dem Körper, was beweist dass unser Bewusstsein nicht im Gehirn verankert ist, sondern eigenständig weiterlebt. Diese Menschen sehen ihren toten Körper liegen und wollen manchmal gar nicht wiederbelebt werden, weil das was sie außerhalb erleben so extrem schön ist.

    Natürlich wird das Phänomen Medium vielfach aus Geschäftemacherei missbraucht, was aber nicht heißt dass es nicht auch seriöse gibt.

    Wie Elster so schön schreibt, die Wellenlänge zwischen Sender und Empfänger muss stimmen.


    Ganz liebe Grüße nach Berlin

    Hallo Ihr Lieben,


    ich habe vor gut 50 Jahren eine Ausbildung zum Erzieher gemacht, in dem Beruf aber nur ein Jahr gearbeitet weil ich ein Angebot bekam als Tourneeleiter für eine Konzertagentur zu arbeiten. Ein Angebot das ich nicht ablehnen konnte als Fan von Rockmusik. Nach dieser Zeit arbeitete ich dann als Taxifahrer. Ich hatte über lange Jahre eine Stammkundin. Als ich dann in Rente ging blieb ein loser Kontakt mit dieser Frau über WhatsApp oder gelegentlichen Telefonaten.

    Vor ein paar Wochen bekam ich eine WhatsApp-Nachricht in der sie mir von einer merkwürdigen Begebenheit erzählte. Sie war zu einer Veranstaltung eines sehr bekannten Mediums - er heißt Paul Meek - eingeladen. Dieser Paul Meek stellt in seinen Veranstaltungen Kontakte zu Verstorbenen her deren Angehörige anwesend sind. Meine Stammkundin, die von Ursels Fortgehen wusste, überlegte ob sie mich dazu einladen sollte, verwarf diesen Gedanken aber wieder weil sie dem Ganzen skeptisch gegenüber war. Sie war dann an diesem Abend erstaunt was das Medium den anwesenden Angehörigen übermitteln konnte.

    Am Schluss fragte Paul Meek: " wer ist Peters? " und wiederholte die Frage nochmal. Es meldete sich niemand. Ich heiße Dieter Peters, ich habe bei der Heirat Ursels Namen angenommen.

    Ich habe dann mit meiner früheren Kundin telefoniert und sie versicherte mir dass es keine Gästelisten oder irgend etwas gab wodurch Namen oder Ereignisse bekannt waren. Eine Geschäftsfrau aus dem Ort bei Nürnberg wo sie wohnt war vor zwei Jahren schon einmal bei einer Veranstaltung von Paul Meek. Damals stellte der den Kontakt zu ihrem verstorbenen Sohn her, der sich angeblich von einem Aussichtsturm gestürzt hatte. Ihr Sohn versicherte seiner Mutter es wäre kein Suizid sondern ein Unfall gewesen. Die Mutter schaltete daraufhin einen Anwalt ein, der herausfand dass das Geländer damals defekt war. Die Behörden stellten den Vorfall als Suizid hin um ihre Schuld zu vertuschen.

    Ich habe inzwischen sehr viel über Nahtod- und Nachtodkontakte gelesen und bin sicher dass mich meine Ursel über Paul Meek grüßen wollte.