Posts by Luise

    Meine Lieben,


    es wird gefühlt immer schlimmer. Bin schon den 2. Tag nur im Haus... ausser Gassigehen bzw. Gassistehen (momentan laufe ich sehr schlecht).

    Mir geht es nicht gut ... Migräne... Durchfall... zitterige Beine... Sehstörungen wohl Aura-Migräne... hoffentlich nicht wieder Vorboten.

    Und diese verflixte Angst vor dem totalen Kranksein... allein... hilflos... was wird mit Amy?


    Ich kann einfach nicht mehr.


    Psychotherapie ist bei der letzten Therapeutin aus persönlichen familiären Gründen beendet. Finde keine neue... sind alle ausgebucht, noch nicht mal auf Warteliste.


    Ich weiss nicht weiter...keine Möglichkeit... bin zur Zeit nicht mobil... Auto zwar wieder aus der Werkstatt, aber ich fahre nicht... nur zum Einkaufen und zum Arzt und Krankengymnastik. Parken kann ich nur in unmittelbarer Nähe und das ist schwer, obwohl ich immer sehr früh vor den Terminen fahre, damit ich auf einen freien Platz warten kann. Nur mit Taxi kann ich mir nicht leisten, bekomme selten Taxischein.


    Trotz meiner Behinderung wird mir das Merkzweichen aG immer noch verwehrt... habe aber keine Kraft mehr zu kämpfen...brauche alle zum Alltag bewältigen.


    Mein Neffe hat mir heute ein Päckchen geschickt... habe mich sehr gefreut... gefüllt mit Süssigkeiten und "Gemälden" von meiner kleinen Grossnichte.


    Aber mit meiner Einsamkeit und Krankheiten will ich ihn nicht zu sehr belasten... er kann es nicht ändern...

    wohnt entfernt und muss viel arbeiten.


    Nie habe ich gedacht, dass ich im Alter noch kränker und einsamer werden kann und kaum soziale Kontakte habe.


    Mir fehlt nicht nur mein Mann sondern alle meine verstorbenen Angehörigen und Freunde... ich bin die letzte... Schei...!


    Dankbar bin ich für meine älteste Freundin, aber ich vereinnahme sie zu viel... telefonisch und persönlich.


    Das alles macht mich fertig... wenn ich wenigstens körperlich besser zurecht käme... aber die Hoffnung kann ich aufgeben.


    Heute eine tief verzweifelte

    Luise

    Liebe Coco,


    jede Umarmung hilft mir ein bisschen weiter.


    Diese Angst von der du schreibst, ist auch meine größte... allein... hilflos zu sein. Das ist meine alles bestimmende Sorge... und die kann niemand nehmen... nur ich selbst.


    Mein Mann hat stets zu mir gesagt : denke nicht immer was passieren kann... lebe

    im Jetzt. Diese seine Einstellung vermisse ich. Er war so pragmatisch und realistisch.

    Er war mein Gegengewicht...ich bin nicht mehr in der Waage.


    LG Luise

    Liebe Blaumeise,


    ich habe früher = früher als alles noch gut war, viel und gerne gestrickt... habe noch viele Wollvorräte. Aber ich finde nicht mehr die Ruhe und Konzentration. Das fehlt mir sehr.


    Ich glaube es wird erst wieder gehen, wenn ich es im Innern verarbeitet habe, dass Heinz nur noch gefühlt mir über die Schulter schaut.


    Auch mein liebstes Hobby - lesen - kann ich nicht mehr.


    Solange beides nicht geht, bin ich nicht ich selbst. Werde ich es je wieder sein?


    Die angefangenen Strickereien und Bücher musste ich alle vernichten. Die Erinnerungen ( strickend und lesend am Bett vom Heinz) konnte ich nicht ertragen.


    Nur ein Paar angefangene Socken -
    die letzten in der Palliativstation -sind noch tief vergraben in meiner Truhenbank. Es tut so weh sie zu sehen.


    Deshalb kann ich momentan nicht mitstricken.


    LG Luise

    Alle meine Lieben,


    schön das ihr in meinem Wohnzimmer seit, dann bin ich nicht so allein. Ihr seid herzlich willkommen und bleibt solange wie ihr euch hier wohl fühlt.


    Aber die Gastgeberin ist nun müde geht ins Bett. Schlaft alle so gut, wie es euch möglich ist. Bis morgen.


    LG Luise ♥

    Liebe Sverja,


    ja, es humpeln auch andere, aber ich musste mich mal bemitleiden;)

    Nehme seit Jahren blutverdünnende undHerzmedis, trotzdem hatte ich Anfang des Jahres den 2. Schlaganfall und diesen Sommer noch eine TIA.

    Aber es erwischt einige immer

    wieder ( genetisch bei mir).


    LG Luise ♥

    Guten Morgen meine Lieben,


    bin gerade ganz verstört aufgestanden. Habe von meinem Mann geträumt und bin wie betäubt.


    Es ist mir wieder bewusst, dass ich immer alleine sein werde...humpelnd ins Bad... alles tut weh... aber das Schlimmste ist diese Gewissheit. Und es wird natürlich bedingt durch mein Alter... Krankheit... täglich beschwerlicher werden. Morgens befällt mich diese Angst... vor dem 3. Schlaganfall... nicht mehr sprechen zu können... dahinzuvegetieren... ohne Liebe womöglich noch jahrelang... alleine.


    Es ist niemand mehr da, alle haben sich "abgeseilt"... ich habe alle begleitet... ich bin so wütend... sie alle haben es sich leicht gemacht... ich war noch bei ihnen... sie waren nicht alleine.


    Warum bin ich die Letzte?
    Was habe ich getan?


    LG Luise

    Meine Lieben,


    ich bin erstaunt darüber, was meine Worte über meine Angst bei euch ausgelöst haben. Wir alle sind miteinander dadurch verbunden... dachte, ich bin allein damit.


    Ihr wirkt so stark - trotz derTrauer - bekommt alles geregelt und habt noch Kraft andere zu trösten und den Kummer mitzutragen.


    Manchmal kann ich auch die Gedanken verdrängen, aber bei Schmerzen... Luftnot... Alleinsein trifft es mich immer besonders und ich falle tief in ein Loch.


    Bekomme Herzrasen und Panikattacken, denke es wäre schön nicht mehr hier zu sein... einfach nicht mehr denken... keine Angst... nur Ruhe... und vielleicht wieder mit Heinz zusammen... geliebt... beschützt... für immer.


    Einfach wie früher... mein Zuhause... mein Glück.


    LG Luise

    Meine Lieben,


    es ist 23 Uhr und ich bin wieder mal unten.


    Neben meiner Trauer... Krankheiten... Behinderung... Angststörung machen mich die Nachrichten- Sendungen fertig.


    Die Welt gerät ins Trudeln und viele Menschen ignorieren es. Ich beneide sie!


    Eigentlich sollte mir das alles egal sein, weil meine Welt nicht mehr besteht.


    Aber anscheinend ist noch Lebenswille in mir. Deshalb empfinde ich Angst.


    Mir fehlt mein Mann in dieser Sch.. zeit besonders. Nur er konnte mich auf den Boden der Realität... Vernunft... zurückbringen.


    Ich bin nicht fähig zum Alleinleben. Nach aussen hin setze ich eine Maske auf, so dass es nur meine Freundin merkt. Aber sie kann mich nicht verstehen, weil sie total mit sich im Reinen ist. Sie macht sich nur Sorgen, wenn es angebracht ist und sie persönlich die Situation ändern kann.


    Auch sie beneide ich darum.


    Wie kommt ihr mit euren Ängsten zurecht?


    LG Luise

    Meine Lieben,


    mein Mann ist Ende November 2 Jahre nicht mehr bei mir...nach 46 Jahren zusammen vermisse ich ihn noch täglich.


    Obwohl er sehr krank war und ich nach wie vor dankbar bin, dass er nicht mehr leiden muss, bin ich traurig.


    Er war und ist mein Leben, wie kann ich dann nicht mehr trauern? Den Rest meines Daseins wird das so sein und das ist richtig so!


    Egal was noch kommen wird.


    ER IST MEIN MANN.


    LG Luise

    Liebe Monika,


    ich bin Ende November 2 Jahre alleine... gefühlt sehr lang und dennoch kurz.


    Ich kann mich nicht damit abfinden.


    Manche Tage fällt es mir nicht so schwer... dann wieder meine ich zu zerbrechen.


    LG Luise

    Liebe Monika,


    das kann ich gut nachempfinden...es

    geht mir ähnlich.


    Wenigstens sind wir mit diesen Problemen ( Alter, Corona, Krankheiten) nicht allein.

    Aber das ist mir kein Trost, beneide

    andere Menschen, die noch nicht alleine sind. Soweit ist es nun schon mit mir!


    LG Luise