Beiträge von Luise

    Liebe Tery,


    nein das Futter habe nicht gewechselt. Ist immer noch das gleiche, dass die Züchterin auch gefüttert hatte.


    Sie hatte auch schon mal einige "wenig - fressen - Tage, aber da hat sie teilweise ihre Milchzähne verloren.


    Und sie neigt ansonsten nicht zum Überfressen, lässt manchmal noch Reste im Napf. Auch mit Leckerlis ist sie dann nicht zu ködern.

    Scheint aber gesund zu sein. Tobt und geht auch Gassi.


    LG Luise

    Liebe Ingrid,

    Liebe Gabi,


    es ist so schön von euch zu hören. Fühle mich dann einfach besser. Leider können wir uns nur virtuell austauschen, aber ich möchte nicht mehr darauf verzichten.


    Hier lasse ich meinen Gefühlen freien Lauf, weil ich weiss, es geht euch ähnlich und ihr versteht meine Verzweiflung. Ihr habt auch denselben Leidensdruck.


    Ingrid, in der Reha wird man versuchen dir zu helfen und dich unterstützen, mit deinem Verlust zu leben... einfach noch ein wenig zu leben...mit deinen Erinnerungen an früher weniger zu leiden... vielleicht sogar beim Erinnern leise, ganz leise, etwas glücklich zu sein.

    Das wünsche ich dir und uns.


    Gabi, ja es tut weh, die anderen zu hören und zu sehen. Aber ich wäre lieber etwas mehr unter Mitmenschen... bin wohl zuviel allein... verstehe aber, was du meinst.

    Manchmal wird es mir dann plötzlich auch zu viel, wenn ich mal Besuch habe und das 5.Rad am Wagen bin.

    Trotzdem geht es mir besser, wenn ich weiss, jemand kommt oder ich kann irgendwo hin.


    Wie es zukünftig weiter gehen wird, macht mir Angst. Bei mir muss sich was ändern. So kann ich nicht und will ich nicht. Es ist ja schon fast ein Warten auf meinen Tod.


    Denke manchmal: wenn es gar nicht mehr geht, ist es d i e Lösung, aber wie bewerkstelligen? Und was wird dann mit Amy?

    Ich bin fast 65 Jahre alt... krank... lebensschwach... allein... Was soll denn noch lebenswertes kommen? Mir graust vor dem Gedanken womöglich 80 zu werden... im Heim zu "verrecken"... ohne Ansprache... ohne Zuwendung... ohne Liebe. Nur als Belastung empfunden zu werden....dieser Gedanke macht mich fertig.

    Wie werde ich mich dann fühlen, wie unglücklich kann ich noch werden? Ist eine Steigerung eigentlich noch möglich?


    Ich will es nicht wissen, aber habe totale Angst... Lebensangst... keine Todesangst...


    LG Luise

    Meine Lieben,


    es ist mal wieder WE. Dementsprechend bin ich total nieder gedrückt,obwohl heute Morgen jemand bei mir war.


    Er hat einige handwerkliche Arbeiten für mich erledigt. Hat allerdings 50 Euro gekostet.


    Kann ich mir nicht oft leisten, bin aber trotzdem froh, dass ich ihn gefunden habe ( Zeitungsanzeige).


    Richtige Handwerker sind kaum zu bekommen für kleinere Sachen und wenn, dann noch teurer.


    Nun muss ich diesen Monat - April - sehen, dass ich finanziell über die Runden komme.

    Das auch noch zu all dem, was mich sonst belastet. Es wird schon werden.... muss ja.


    Amy frisst nicht. Schon die letzten Tage nur wenig und heute bis jetzt - ca. 17 Uhr -

    noch gar nichts. Ist aber normal gut drauf.

    Was kann das sein liebe Hundebesitzer?

    Mache mir Sorgen.


    Nun steht noch ein langer Abend bevor. Hoffentlich geht er einigermaßen vorbei.

    Mir brennen die Augen vom Weinen und ich kann nicht mehr. Mir schnürt es den Hals zu...vor ungesagten Worten... vor Einsamkeit... vor Traurigkeit... vermisse Heinz täglich mehr... warum nur, warum er?


    Alle Nachbarn sind zu zweit oder mehr... fahren Rad zusammen... sitzen auf dem Balkon zusammen... einkaufen zusammen... wissen nichts von meinem Schmerz... habe Balkontür geschlossen... kann das Leben der anderen nicht hören.


    Vor einem Jahr war es noch schön, trotz allem... wir waren eins... konnten reden... konnten uns berühren... konnten einfach zusammen sein.


    Alles vorbei... Nie wieder...


    LG Luise

    Liebe Gabi,


    guten Morgen.


    Ja, ich habe auf der Seite gesurft und sie mir auch abgespeichert. Bin aber bis jetzt nicht fündig geworden.


    Melde mich später, weil gleich kommt jemand um mir einen Schrank im Keller aufzubauen.


    LG Luise & Amy

    Liebe Tery,


    genau so ist es.


    Wir sind verlorene Seelen... auf der Suche nach unseren Seelenmenschen, die wir verloren haben.


    Keiner sucht mehr nach uns. Keiner bemerkt, wie weh die leeren Stühle tun. Sie nehmen sie einfach fort, ohne daran zu denken, dass man sich ja auch dazusetzen könnte.


    Und das Schlimme ist, genau so habe ich früher auch gehandelt... nicht bemerkt, wie einsam viele sind.


    Eine traurige und nachdenkliche Nacht beginnt.


    LG Luise

    Liebe Wagi,

    du hast manchmal zu viele Menschen um dich... ich zu wenige...

    Für uns beide belastend.

    Dabei vermissen wir nur einen, aber der würde uns glücklich machen, wenn er nur da wäre.

    Alles Liebe und eine feste Umarmung.

    Luise & Amy

    Meine Lieben,


    heute ist mal wieder Freitag, der Tag der Tage... 4 Monate...


    Habe mich mit Beschäftigungen versucht abzulenken... einkaufen für WE... Insektenschutzrahmen bestellt... Friseur gewesen...angefertigten Ring ( aus unseren Eheringen ) von Juwelier abgeholt.


    Danach sogar Eiscafe aufgesucht... draussen in der Sonne gesessen... allein an einem Tisch... total besch... gefühlt... Eis stehen lassen und geflüchtet... zu viele gut gelaunte Menschen zu zweit oder in Gruppe... tat zu weh....

    Die leeren Stühle an meinem Tisch wurden nach und nach zu anderen Tischen gestellt....bis ich alleine an einem Tisch sass... nur ich und der Tisch. Es war fürchterlich!!!


    Da bin ich lieber zu Hause... auch allein am Tisch... aber nicht einsam mitten unter Menschen.


    Wird es nun immer so sein? Das kann ich nicht ertragen.


    Was war ich doch früher für eine glückliche Frau. War nie allein, auch wenn ich irgendwo allein war. Es war anders. Ich wusste, Heinz wartet auf mich und ich werde geliebt. Alles vorbei.

    Hatte Familie- viele

    tot- hatte Freunde-die noch leben sind weit weg oder zu krank... sind auch depressiv...einer auch dement... kann ich nicht mit meinem Kummer belasten.

    Bleiben nur mein Neffe mit Frau und Kind, meine Freundin und einige Bekannte, die ich aber wohl schon telefonisch zu sehr belastet habe. Kann denen ja nicht immer wieder was vorweinen. Manche haben es auch nicht leicht im Leben.

    LG Luise

    Liebe Ingrid,


    Die ersten Tage in einer Reha sind immer nicht so gut. Es dauert, bis man die Örtlichkeiten und Räume kennt, ausserdem sind alle "Neuankömmlinge" erst mal unsicher.

    Aber dann lernt man sich beim Essen und den Anwendungen kennen und findet Anschluss.


    Ich denke an dich und vergiss nicht, wir hier sind ja auch noch da.


    LG Luise

    Lieber Uwe,


    bei dir ist ja immer einiges los, das tut mir leid für dich.


    Manchmal denke ich, dass deine Rosi ihre Hände im Spiel hat, damit du nicht auf "dumme" Gedanken kommst. Sie will nicht, dass du schon jetzt zu ihr kommst, wie du es eigentlich beschlossen hast. Sie wartet auf jeden Fall und schickt dir deshalb soviel an Aufgaben.


    Also, pass gut auf dich auf und lass dich nicht zu stark Einvernehmen. Nimm Prinz und gehe in deine geliebte Natur, da bist du nah an Rosi und kannst mit ihr alleine sein... ohne irgendwelche fremden Trauertanten.... die sind nicht gut für dich.


    Ich umarme dich und Rosi, die ich durch deine Schilderungen, Gedichte und Lieder ( die ich irgendwann anhören werde, wenn ich soweit bin) lieb gewonnen habe.


    LG Luise

    Liebe Astrid,


    vielen Dank für deine Anregungen.


    An all das habe ich auch schon gedacht..


    Aber ich muss mich erst einmal neu sortieren und mehr Selbstvertrauen entwickeln... mich an das Alleinsein gewöhnen... körperlich wieder etwas fitter werden, um solche Aktivitäten machen zu können.


    Heinz ist jetzt seit 4 Monaten nicht mehr bei mir und es ist vielleicht noch zu früh.

    Ich habe noch einige Baustellen, die ich erledigen muss, dafür brauche ich Mut und Kraft.


    Wenn ich relativ gut drauf bin, kann ich aktiv sein... aber es gibt Zeiten, an denen ich nichts schaffe und nur in Starre und Trauer falle.

    Das sind die dunklen Tage, die noch überwiegen.


    Mit Amy kann ich ja leider keine weiten Gassirunden gehen, schaffe ich nicht. Dadurch ist sie wohl auch schon ängstlich gegenüber plötzlich entgegenkommenden Menschen mit Hunden. Aber ich übe mit ihr. Je öfter am Tag, desto besser klappt es. Das bemerke ich schon. Da mein Darm fast wieder in Ordnung ist, kann ich öfter mit ihr raus.


    Wie du merkst, bin ich heute ganz gut drauf, vermute, weil gleich jemand kommt, um mit mir den Hausnotruf zu besprechen, ist eine Abwechslung für mich.

    Ausserdem kommt heute Nachmittag nach ihrer Arbeit meine Freundin zu Besuch. Dann bin ich nicht allein und kann mal reden... nicht nur schreiben.


    LG Luise

    Liebe Gabi & Mäuschen,


    Die Internetseite werde ich mir mal anschauen, obwohl ich schon viel in dieser Richtung gesurft habe, kenne ich die Seite noch nicht.


    Bin heute in einem Sanitätshaus gewesen, um nach einem Rollator zu schauen, der gut in meinen Kofferraum passt und den ich leicht zusammenklappen kann.


    Dann bin ich etwas mobiler, mein Kassenrollator ist schwer und nicht klein zusammenfaltbar. Ausserdem muss ich immer die Rücksitze umklappen, damit er ins Auto passt. Das ist auf die Dauer zu anstrengend für mich. Da bleib ich lieber zu Hause.


    Muss sehen, dass ich ein Rezept bekomme, dann muss ich nur den Differenzbetrag- ca 160 € -zuzahlen.

    Das würde mir schon helfen.


    Am liebsten hätte ich ein Elektromobil. Damit könnte ich mit Amy durch den Park und auch gut zum Friedhof.

    Auch für die Fußgängerzone ist es, geeignet, könnte im Sommer in den Cafés draussen sitzen und Menschen sehen.


    Aber vielleicht wird es mal damit etwas.


    LG Luise & Amy

    Liebe Astrid,


    Aber die jeweils 2 Stunden an den 2 Sonntagen im Monat reichen mir nicht.

    Ausserdem hat mich schon eine Trauernde auf zwischendurch, privates Treffen und Unternehmungen angesprochen. Im Prinzip möchte ich das ja auch, bin im Moment nur "gebranntes Kind".

    LG Luise

    Lieber Uwe,


    Die Selbstzweifel kommen aus mir selbst heraus, weil ich keine sozialen Kontakte, ausser den wenigen, die ich schon Jahrzehnte habe, neu schließen kann.


    Ich muss raus aus meinem Schneckenhaus, sonst gehe ich ein. Heinz wusste es immer, wenn ich keine Menschen um mich habe, werde ich seelisch krank.


    Er brauchte es nicht. Er genügte sich selbst, ja er "ruhte" sozusagen in sich selbst. Er war zufrieden mit unsrer Zweisamkeit.


    Auch ich war glücklich mit uns beiden, brauchte aber den Kontakt und Austausch mehr als mein Mann.


    Ich war ja das letzte Jahr sowieso unser Kontakt zur Außenwelt, er konnte nicht mehr viel unternehmen durch seine Krankheit. Seine Abwechslung bestand aus Arztbesuchen, Krankenhausaufenthalten und meinen Schilderungen vom Alltagsgeschehen.


    Und das fehlt mir ungemein. Wenn ich nach Hause kam von Erledigungen, habe ich ihm immer jede Kleinigkeit berichtet.


    LG Luise

    Meine Lieben, alle,


    ich weiss, was ich an euch habe... ihr seit mein Halt... meine Seilschaft... und trotzdem bin ich im realen Leben allein...


    Die Tage und Nächte sind so lang ohne Menschen, die bei mir sind... ich kann mich fast schon nicht mehr "unterhalten", mir fehlt die Übung für Smalltalk.


    Vor Nachbarn laufe ich schon weg... oder ich "hänge" mich an Menschen, die mir eigentlich nicht gut tun... nur aus Einsamkeit.


    Astrid

    ich war schon 2x in einem Trauercafe, es findet immer am 1. und 3. Sonntag in meiner Nachbarstadt statt (mit dem Auto von mir aus gut zu erreichen, vor allen Dingen kann ich vor der Tür parken)


    Aber nach meiner Erfahrung mit einer Trauergruppe hier, bin ich mit Kontakten vorsichtig geworden. Ich ziehe anscheinend Menschen mit psychischen Problemen anderer Art an und bin dann sozusagen "die Starke", brauche aber selber Hilfe.


    Ich wurde von einer Frau sehr bedrängt, ja eigentlich gemobbt, mit Telefonaten und Mails, so dass ich leider auch zu den anderen aus Gruppe den Kontakt abbrechen musste bzw. sie haben mich aus ihren privaten Treffen ausgeschlossen.


    Das hat mich tief getroffen, da ich eigentlich die Initiative zu diesen Treffen angeregt hatte und auch den Schlüssel zu den uns zur Verfügung gestellten Raum von der Trauerhilfe erhalten hatte.


    Das hat mich noch mehr verunsichert und nachdenklich gestimmt. Ich bin mir keiner Schuld bewusst. Fühle mich missverstanden.


    Es ist alles so schwer und ich weiss einfach nicht weiter. Meine Freundin meint, dass es nicht an mir liegen kann. Aber langsam zweifle ich an meinen sozialen Fähigkeiten.


    LG Luise

    Liebe Leo,


    ja es sind einsame Hilferufe.... niemand hört sie oder nimmt sie wahr.


    Ich muss aus meiner Isolation raus... habe es nur mit meiner Behinderung so schwer... sie ist leider auch sichtbar.


    Und Menschen können so gemein und verletzend sein... und momentan bin ich extrem empfindlich.


    Ich weine schon wieder... diesmal aus Selbstmitleid... das Leben ist für mich ein hohes Gebirge, dass anscheinend jeden Tag höher wird... langsam unüberwindbar. Vor allem ohne Unterstützung einer Seilschaft.


    LG Luise