Posts by Tereschkowa

    Liebe Ros, auch ich bin in Gedanken bei Deiner Mama und Dir.

    Deiner Mama sende ich einen Vogelschwarm, der ihr Glück bringen soll

    ... das Leben knurre ich so drohend an, wie ich kann ...

    Fühle Dich umarmt,

    Tereschkowa

    Mir fehlen inzwischen die Worte, um zu formulieren, wie es mir eigentlich geht.

    Ich tue alles, um irgendwie wieder ins Leben hineinzufinden, aber es klappt einfach nicht.

    Das was ich da lebe ist nicht mehr mein Leben.

    Und ich habe nicht den blassesten Schimmer, was ich machen soll, um das zu ändern.

    Liebe Gabi,

    danke für die Worte, die Du findest dieses Nicht-Formulierbarkeit zu beschreiben.

    dass es von alleine soweit besser wird, dass ich auch wirklich weiterleben möchte (vorstellen kann ich mir das allerdings nicht)

    Ich kann mir weder vorstellen weiterleben zu wollen, noch kann ich mir vorstellen sterben zu wollen.

    Nebel. Nichts als amorpher Nebel...


    Gestern fand ich den Lebensbericht einer Frau, die über ihre Trauer und ihr neues Leben berichtet.

    Diese möchte ich Euch nicht vorenthalten, denn sie hat das geschafft: Ein neues Leben

    https://www.rainbowmerlin.com/…-die-trauer-erlebt-1.html


    Herzlichst,

    Tereschkowa


    PS: Liebe Gabi, soll ich den Text verschieben in meinen Thread? Er ist egozentrisch und lange geworden. Bitte sag es...

    Liebe Adi,

    ich kann alles nachempfinden.

    Danke für Deine Sätze.

    Mir fehlen mittlerweile ständig die Worte für dieses Grauen, diese Kälte und dieses Erstarren.


    Kann mich nur immer und immer wiederholen:

    Wer immer es sich ausgedacht hat Menschen mit Empfindungen auszustatten und sie dann

    mit einer solchen Grausamkeit diesen - ohne jegliches Mitspracherecht - auszuliefern,

    kann nur von Sinnen oder charakterlich vollkommen verwahrlost gewesen sein.

    Wahrscheinlich beides.

    Gerade auf die Empfindsamsten am meiste einzuprügeln ... das ist barbarisch.

    Sonst nichts.

    (Nein. Ich bin nicht dankbar. Nein, ich bin nicht demütig.

    Und sich zu trauen in meiner Gegenwart das Wort Schicksal in den Mund zu nehmen ist nicht nur geschmacklos, sondern dummdreist.)


    Ich schicke Dir Kraft und hoffentlich Schlaf,

    herzlichst,

    Tereschkowa

    lange zeit erklärte ich jedem menschen, dass ich KEINEN schönen tag haben werde und nein, auch KEIN schönes wo-ende...." ich habe dafür aber inzwischen keine kraft mehr.... alles wieder zu erklären

    Liebe Bine, (liebe Adi),

    ja. Ja. Ja.

    Danke für Deine Worte.

    Ich habe auch lange gebraucht bis ich das verstanden habe:

    Es kostet mehr Kraft zu zeigen wie es einem geht als zu schauspielern.

    Mit mir völlig fremden Menschen komme ich daher mittlerweile besser zurecht als mit Personen, die ich kenne bzw. kannte.

    Es ist schon sehr traurig, dass Trauer im doppelten Sinne einsam macht.

    (Ich nenne es gedanklich das "Marlene-Haushofer-Gefühl" aus "Die Wand".)


    Ich weiß, dass es gesellschaftspolitisch besser wäre offen mit Trauer umzugehen, denn sonst ändert sich nie etwas.

    Allerdings fehlt mir zum politisch sein mittlerweile die Kraft ... das war am Anfang der Trauer besser.


    Herzlichst,

    Tereschkowa

    Da würde wirklich nur helfen, man bekäme irgendwie eine sich selbst bewegende Roroberpuppe hin, die man wie Dorit kleidet und drin da spricht ein mp3-player die ganzen alten Videotexte, ist aber eine schwierige und auch nicht ganz kostenfreie Aufgabe, aber ich werde mal ein wenig recherchieren.

    Lieber Matthias,


    schau mal das:

    Eugenia Kuyda gilt als die Erfinderin der Chat-Bots.

    Als Ihr Freund bei einem Unfall starb bildete sie ihn als künstliche Intelligenz an Hand von

    ihrer beiden existierenden SMS und Chat-Dialogen nach....


    https://www.spiegel.de/spiegel…et-den-tod-a-1132067.html


    Herzlichst,

    Tereschkowa

    Zur weiblichen Unterstützung hole ich mir Starman und Tereschkowa und Medina, dann ist es fast ausgeglichen.

    Liebe Ros, (lieber Uwe) ich komme selbstverständlich mit. Und im Nicht-Nettsein bin ich mindestens so gut wie Uwe.

    Sei umarmt,

    Tereschkowa

    Geht es euch auch so, dass ihr den Tod eurer/eures Liebsten immer noch nicht fassen könnt?

    Liebe Kohlrabenschwarz,

    ja. Ja. Ja.

    Es bleibt für mich auch nach wie vor die Frage:

    Wozu auch?

    Hätte es irgendeinen Vorteil es zur Gänze fassen zu können oder es zu realisieren?

    Mir fiel bisher keiner ein.

    Im Gegenteil:

    Die Momente in denen ich drohe es zu realisieren sind die allerschlimmsten.

    Daher tue ich sicherlich nichts, um das auch noch zu forcieren.


    Zu den Sachen:

    Bei mir ist immer noch alles so unverändert wie möglich. (Und das ist vieles unter der Kategorie: Absurdes und Absonderliches.)

    Seit über einem Jahr lasse ich nur noch unbedingt notwendige Menschen wie Gasableser, Schornsteinfeger etc... ins Haus und

    diese überwache und verfolge ich bei jedem Schritt....


    Doch ich rede mit niemandem mehr darüber, die/der das nicht selbst erlebt hat.

    Wozu auch?


    Zitat Uwe: Wir sind frei, denn wir trauern.


    Fühle Dich morgen gedanklich begleitet.

    Ich wünsche Dir Kraft.

    Herzlichst,

    Tereschkowa

    als ich das Gedicht gepostet habe, wollte ich die letzte Strophe eigentlich weglassen, weil sie für mich zu optimistisch klingt, nur der Respekt vor Herrn Frieds Gedicht bewog mich dazu es in ganzer Länge zu schreiben.

    Liebe Gabi,

    meiner Einschätzung nach - ich habe wirklich viel von und auch über Erich Fried gelesen - fände es Fried vollkommen in Ordnung

    wenn Du die letzte Strophe aus den von Dir genannten Gründen weg lässt.


    Nein, ich glaube auch nicht mehr "das am Ende alles gut wird" und das bringt mich oft sehr zur Verzweiflung.

    Denn ich hatte ein Mal die Vorstellung, dass ich im Alter auf mein Leben zurück schaue und denke:

    "Trotz Krisen, Irrungen und Wirrungen - es war ein gutes Leben." (Ich weiß, das ist eine kitschige und kindische Vorstellung.)


    Mich treibt es zur Verzweiflung, dass ich selbst wenn es "wieder besser" werde sollte, niemals mehr diese Vorstellung haben

    werde. Denn ich werde dem was passiert ist, wie es passiert ist , wann es passiert ist und was daraufhin folgte niemals

    versöhnlich gegenüber stehen. Leider auch mir nicht.

    Ich werde mir nie verzeihen können so versagt zu haben.

    Vielleicht konnte ich unter den gegeben Umständen auch nur versagen. Ja, vielleicht.

    Ein Mensch kann nur was er kann. Ich konnte nicht.

    Aber genau deshalb werde ich wohl niemals mit einem versöhnlichen Blick zurück auf mein Leben sehen können.

    Diese Feststellung raubt mir oft vor Verzweiflung dem Atem und ich möchte es nicht wahr haben, weil

    ich es nicht ertrage. Ich kämpfe tagtäglich.

    Mit allem was mir zur Verfügung steht gegen diese Gedanken an.

    Es ist der schlimmste, einsamste und kälteste Kampf meines bisherigen Lebens.


    Für mich persönlich stimme ich Kornblume an einem Punkt zu:

    Es muss eine Resthoffnung da sein, sonst würde ich nicht kämpfen.

    Ich frage mich das sehr, sehr oft:

    Worum kämpfe ich eigentlich?

    Den Kampf um Glück, Liebe und Zufriedenheit habe ich ohnehin längst verloren.

    (Unbeschwertheit, Vertrauen ins Leben, Sinn, berufliche Erfolge etc... erwähne ich nicht mehr.. Denn um das, was ich früher "Lebensqualität" genannt hätte geht es mir schon lange nicht mehr.)

    Es klingt fast noch kindischer und profan:

    Ich kämpfe um ein wenig Frieden in meinem Kopf und meinem Herz,

    Denn so unversöhnlich und unversöhnt möchte ich nicht sterben.

    Aber vielleicht nehme ich mich auch damit zu wichtig...


    Sei umarmt, liebe Gabi, ich verstehe Dich.

    Und Erich Fried würde Dich sicher auch verstehen.

    Tereschkowa.

    Ein ganzer, ganzer Mensch ist plötzlich einfach weg. Das allein ist schon nicht zu begreifen, es ist unheimlich, unwirklich, nicht zu verstehen, aber mit ihm fehlt plötzlich auch ein ganzes, ganzes Leben.

    Liebe Sturm,

    ja.

    Dass Menschen sterben wissen wir alle theoretisch schon fast immer.

    ABER: Was es bedeutet bzw. dass es NICHT zu verstehen oder zu begreifen ist, das wissen wir erst jetzt.


    Für mich ist und bleibt der Tod ein Verbrechen.

    Wer immer sich ausgedacht hat liebesfähigen Wesen diese Art von Trennung durch den Tod anzutun

    hat nichts begriffen oder bei seinem Konzept sehr, sehr schlampig gearbeitet.

    (Ich weiß... Dankbarkeit und Demut für das Leben und die Liebe sollte ich empfinden... das schaffe ich zumindest jetzt nicht.

    Ich bin wütend.)

    Herzlichst,

    Tereschkowa

    ″Du mußt jetzt nach vorne

    schauen haben mir zu keiner Zeit geholfen.


    Meine Lieben,

    "nach vorne schauen" wird zu 100% überschätzt.


    Diejenigen, die es sagen meinen eigentlich nur: "Sieh nicht zurück", denn sie glauben das Grauen läge hinter uns.

    Diejenigen, die trauern (die meisten und zumindest ich) empfinden jedoch ein noch größeres Grauen, wenn sie nach vorne schauen.

    Denn dort ist: NICHTS.

    Der Blick zurück tröstet trotz Schmerzen noch immer eher als ins NICHTS zu starren.


    Doch dies scheint mir eine der schwerst zu vermittelnden Unterschiede im Lebensgefühl von Trauernden und Nichttrauernden

    zu sein.

    Trauer ist keine Krise, bei der jeder Schritt sich davon zu entfernen "hilft". Das verwechseln die Menschen, denen die Erfahrung

    fehlt.

    Zugegebenermaßen war das zu Beginn meiner Trauer auch mein Missverständnis, weil ich auch "nur" Krisenerfahrung

    hatte. Es gibt etwas, das nicht wieder "gut" wird. Es bleibt was es ist: Endgültig.

    Den Umstand der Endgültigkeit und der Unwiederbringlichkeit tatsächlich in vollem Ausmaß zu begreifen wehrt sich in mir

    nach wie vor alles.

    Ich WILL nicht begreifen.

    Wozu?

    Denn mir fehlen die Gründe warum ich "begreifen, akzeptieren, realisieren" sollte.


    Mir selbst zu liebe ist mir leider zu egal.

    Und es gibt kein konkretes Lebewesen das davon sonst einen Nutzen hätte, wenn ich daran "arbeite", dass

    sich MEIN Leben für MICH wieder "besser" anfühlt.

    (bzw. für meine "Mitmenschen bzw. Lebewesen im Allgemeinen" das ist mir zu dürftig bzw. dazu bin ich zu empathielos)

    Puh, bitte entschuldigt.

    "Mut machen" ist etwas anderes. Aber vielleicht wird ja auch "Mut machen" überschätzt...

    Herzlichst,

    Tereschkowa


    PS: Seit Tagen habe ich die Liedzeile von "Die Sterne" im Kopf:

    "Es hat keinen Sinn zu warten bis es besser wird. Das bisschen besser wär das Warten nicht wert."

    Liebe Adi,

    danke für Deine Gastfreundschaft.

    Ich verschiebe meinen Beitrag zum Teil in meinen Thread,

    denn er ist - mal wieder- düsterer ausgefallen als ich es wollte.


    Liebe alle,

    "nach vorne schauen" wird zu 100% überschätzt.


    Diejenigen, die es sagen meinen eigentlich nur: "Sieh nicht zurück", denn sie glauben das Grauen läge hinter uns.

    Diejenigen, die trauern (die meisten und zumindest ich) empfinden jedoch ein noch größeres Grauen, wenn sie nach vorne schauen.

    Denn dort ist: NICHTS.

    Der Blick zurück tröstet trotz Schmerzen noch immer eher als ins NICHTS zu starren.


    Wer möchte kann in meinem Thread weiter lesen.... zu düster geworden.

    Als ich mir die Gerichtsmitarbeiterin eben so vorstellte, musste ich sogar schmunzeln. Tut mir leid, das mein Kopfkino diese Situation nicht dramatisch darstellen wollte.

    Liebe Markiin,

    nein, nein, das Schlimme ist ja vielleicht, dass ich auch (vollkommen unpassend) lachen musste als die Frau sich in die Hand schnitt...

    nicht aus Schadensfreude, sondern wegen der ständigen Slapstick-Situationen in die mich meine Gedankenlosigkeit bringt...

    Herzlichst,

    Tereschkowa

    Meine Lieben,

    Dabei habe ich, lebenstüchtig wie ich bin, alles im Griff.

    Das kann ich leider nicht behaupten ...




    Da ich oft ungeplant zum Friedhof fahre habe ich mir angewöhnt immer eine Klinge zum Rosen oder Schnittblumen

    abschneiden in der Handtasche zu haben.

    Vergangene Woche musste ich zu Handelsgericht und bei der Sicherheitskontrolle am Eingang bei dem man mittlerweile

    sogar seinen Gürtel ausziehen muss, vergaß ich alles was ich in meiner Handtasche so mit mir herum trage ... die Mitarbeiterin

    schnitt sich sogar noch in den Finger.

    Allerdings war die Mitarbeiterin im Gericht selbst sehr nett zu mir.

    Als sie das oben abgebildete Formular in meine Hand meinte sie:

    "Oh, wollten Sie bewaffnet zu uns kommen?"

    Als ich ihr dann die ganze Geschichte erzählte, sagte sie nur: "In Damenhandtaschen fasst man eben nicht einfach so hinein."

    Das ist nur eine von sehr, sehr vielen Pannen und Gedankenlosigkeiten, die mir gerade passieren, weil ich so abwesend bin ... leider auch schwerwiegendere.

    Momentan wünsche ich mir, dass man Trauernde zeitweiligen vom juridischen Vertrauensgrundsatz befreien könnte.

    Herzlichst,

    Tereschkowa

    "Hier muss ich nicht sein, hier möcht ich nichtmal fehlen." Peter Licht


    Räume räumen



    Der Raum ist voll, doch keiner ist da

    Das hier erreicht mich

    Erreicht mich nicht

    So viele Sekunden hat mein Tag nicht

    Die ich bräuchte, um mein 'nein' zu sagen

    Meine neine. nein, nein, nein

    Meine neine. nein, nein

    Nein, nein, nein

    Nein, nein

    Nein

    Nein, nein, nein, nein

    Nein, nein

    Nein

    Nein, nein

    Der Raum ist voll, doch keiner ist da

    Wer stört, fliegt

    Raus, raus, raus

    Stören und fliegen und Räume räumen

    Hier muss ich nicht sein, hier möcht ich nichtmal fehlen

    Lieber draußen auf den Wegen im Septemberregen

    Der warme Regen

    Der warme Regen

    Nein, nein, nein

    Nein, nein

    Nein

    Nein, nein, nein, nein

    Nein, nein

    Nein

    Nein, nein

    Ich glaube wen immer ich sehe müsste glücklich sein

    Wir mögen das Land, wir akkupunktieren den Boden

    Wir massieren die Straßen, wir cremen die Häuser

    Wir wischen die Städte, wir kühlen die Motoren

    Wir mögen das Land, wir akkupunktieren den Boden

    Mit großen Stahlstangen

    Mit großen Stahlstangen

    Wir salben den Beton, wir verbinden die Drähte

    Wir trösten die Maschinen, wir besprechen die Membranen

    Der Infrastruktur legen wir die Hände auf

    Mit großen Händen

    Mit großen Händen

    Und dann dein Bild in den Wolken und der Wind von oben

    Du da - Ich hier

    Mit großen Herzen

    Mit großen Herzen

    Ja, Ja, Ja

    Ja, Ja

    Ja

    Ja, Ja, Ja, Ja

    Ja, Ja

    Ja

    Ja, Ja, Ja, Ja

    Ja, Ja

    (Ja, Ja, Ja, Ja

    Ja, Ja

    Ja...)

    Lass uns glücklich sein

    Oder verschwunden sein

    Lass uns kleiner werden

    Am Horizont

    Was anderes sehe ich nicht

    Am Horizont

    Lass uns weiter gehen

    Als unsere Augen sehen

    Was anderes sehe ich nicht

    Als in weiter Ferne lauter Licht

    In weiter Ferne lauter Licht

    In weiter Ferne lauter Licht