Posts by Maike

    Lieber Uwe,


    in deinem Wohnzimmer ist es wirklich sehr still geworden.

    Ich habe ein paar Tage Resturlaub und wollte eigentlich nach London fliegen,

    hatte dann aber keine Lust mehr. Statt dessen habe ich den Boden aufgeräumt, und

    habe viele alte Erinnerungsstücke von Max und meinen Sohn gefunden. Irgendwie

    hat es mich traurig gemacht.

    Die Welt dreht sich weiter Uwe, auch ohne Maximilian. Ja, was bringt die Zukunft,,

    meine Eltern verstorben, mein Mann verstorben, was erwarte ich, was erwartet mich?

    Vor Maximilians Tod habe ich nicht gewusst, wie endlich unser Leben ist.

    Ich habe meinem Mann, meinen Sohn, meinen Eltern und allen Menschen, die ich wirklich liebe das viel zu selten gesagt.

    Ich habe mich viel zu sehr über Kleinigkeiten aufgeregt, die einfach nur mein Ego befriedigt haben.

    Wann begann die Trauer, die mich begleitet? Nach seinem Tod, zu Beginn seiner Krankheit, noch weiter davor?

    Unser Leben ist endlich, aber unendlich sind unsere Erinnerungen.


    alles Liebe, auch an Rosie

    Maike

    Liebe Anja,


    ich glaube nicht, dass es eine Entscheidungssache ist, entweder man verliebt sich neu, oder

    auch nicht. Sich verlieben, ist keine bewusste Entscheidung.

    Natürlich möchte jeder von uns wieder glücklich sein, ich z.B. jogge, reite, reise gerne, beschäftige mich

    mich außer meiner Arbeit mit vielen Dingen. Da fühle ich mich schon glücklich, aber es ist nicht dieses tiefe ,

    Glück, dass ich vor Maximilians Tod hatte. Auch glaube ich nicht, dass jederTrauernde ein Leben lang

    unglücklich bleibt, bei mir hat das Glück noch einen faden Beigeschmack, es ist nicht mehr so wie es war.

    Es hilft mir, all meine Gefühle zu leben. Die Trauer, die Wut, das Unverständnis, ob ich dabei jemand auf die

    Nerven gehe, ist mir relativ egal.


    liebe Grüße

    Maike

    Liebe Anja,


    du schreibst:

    Heute ist wieder einer dieser Tage, wo ich mich nach dem Sinn meines Lebens frage

    das frage ich mich seit 3 Jahren, und noch immer kann ich sie nicht beantworten. Die Trauer wird ruhiger, aber sie begleitet

    mich jeden Tag, ist immer anwesend.

    Ich frage mich oft, was ist ein wünschenswertes Ziel für mich? Leider habe ich kein Ziel mehr.

    Seit dem Tod Maximilians kann ich keine Freude mehr empfinden, mein Leben fühlt sich leer an.


    alles Liebe

    Maike






    Lieber Engelbert,


    ich wünsche dir herzliches Beileid und ganz viel Kraft.

    Wir alle wissen, wie es sich anfühlt, wenn ein geliebter Mensch von uns geht.

    Es sind dir schrecklichsten Tage unseres Lebens.

    Hier im Forum kannst du alles schreiben was dich dich bedrückt, wir

    verstehen dich.


    eine liebe Umarmung

    Maike

    Liebe Karin,


    viele Angehörige von Verstorbenen klagen über Schuldgefühle, denn man kann

    die vermeintliche Schuld nicht wieder gut machen. Man kann die Verstorbenen nicht mehr ansprechen, obwohl wir noch

    so viel zu sagen haben.

    ich werde seit 3 Jahren von Schuldgefühlen gequält, obwohl ich weiß, dass ich alles gegeben habe, jeden Tag, jede Stunde.

    Für mich war das Schuldgefühl ein wesentliches Element in meinem Trauerprozesses: Hätte sein Tod verhindert werden können?

    Warum habe ich nicht dieses oder jenes getan?

    Du schreibst, Und damit gehe ich meinem Umfeld ziemlich auf die Nerven.

    Es wird Menschen geben, die mit deiner Trauer nicht gut umgehen können oder wollen.

    In der Gesellschaft werden Tod und Trauer immer noch tabuisiert es ist ein Thema über das

    man nicht gerne spricht, die Menschen haben Angst, sind unsicher, sie vergessen, dass unser Leben endlich ist.

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft.


    Liebe Grüße

    Maike







    .

    Liebe Karin,


    mein allerherzlichstes Beileid zum Verlust deiner Eltern, und ein leise Willkommen im Forum.

    Es ist kaum zu verkraften, in so kurzer Zeit beide Elternteile zu verlieren, aber der Tod, das Schicksal geht seine eigenen

    Wege.

    Einen geliebten Menschen zu verlieren, zieht einem den Boden unter den Füßen weg.

    Trauer bringt das ganze Leben ins Wanken, fordert einen heraus, und man ist nie wieder

    die gleiche Person wie vor einem solchen Verlust.

    Wir alle im Forum haben einen ähnliches Verlust erlebt.

    Du kannst alles, was dich bedrückt schreiben, es erleichtert ein bisschen.

    eine liebe Umarmung

    Maike

    Lieber Uwe,


    nun ist Weihnachten vorbei, und das neue Jahr kann kommen.

    Man kann sagen, dass Feiertage für mich keine besonders glücklichen Tage sind.

    Es sind Tage voller Erinnerungen, Erinnerungen an meine Eltern, an Maximilian, an meine Kindheit,

    eine Kindheit, die wunderschön war. Ich habe meine Eltern altern sehen, was mir

    sehr weh tat, ich habe meinen Mann sterben sehen, er lag in meinen Armen, begleitet

    von Freunden und Brüdern, die die letzen 20 Stunden bei ihm waren. Er lag auf

    der Intensivstation, versorgt von wunderbaren Pflegepersonal und wunderbaren Ärzten.

    Auch sie begleiteten ihn in seiner letzten Stunde.

    Nun fehlt es mir, was viele Jahre meines Lebens den Lichterglanz überstrahlte,

    die spürbare Liebe meiner Eltern, meines Mannes. Sie gaben mir die größten Geschenke meines Lebens,

    deren wahrer Wert sich erst nach ihrem Tod für mich erschloss: Aufmerksamkeit, Fürsorge, Geborgenheit.


    Maike

    Lieber Wintermute,


    aufrichtiges Beileid zum Verlust deiner Partnerin.

    Hier im Forum, kannst du über all deine Ängste, Gefühle, über deine Trauer schreiben.

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft und hoffe, dass das schreiben im Forum, dir ein bisschen

    helfen wird.


    liebe Grüße

    Maike

    Hallo Maik,


    herzliches Beileid zum Tode deiner Mutter,

    und ein leises willkommen im Forum. Hier kannst du alles schreiben was dich bedrückt. und

    ich hoffe, dass es dir ein wenig helfen wird.

    Ich wünsche dir ein erträgliches Weihnachtsfest .


    Liebe Grüße

    Maike

    Liebe Ursula,


    ja, die Rechnung vom Friedhofsamt war dein Trigger, Ich kann bestätigen, dass man als Trauernde sehr

    oft getriggert wird.

    Das können Fotos, Essen, Gerüche, Menschen dem/der Verstorbenen ähnlich sehen.

    Sie kommen oft, und wir können sie nicht ( kaum ) steuern.

    du schreibst:

    ,will aber meinen Angehörigen und Freunden nicht auf die Nerven gehen. Natürlich geht das Leben weiter,es fällt mir nur im Moment noch sehr schwer nach vorn zu schauen.

    Viele meiner Kollegen, Freunde sprechen von nach vorne schauen, aber meine Vergangenheit bestimmt wer ich bin

    Ich lebe im Hier und Jetzt und mein Fokus ist immer noch auf das Leben mit meinen Mann gerichtet. Ja,

    ich klebe noch an meiner Vergangenheit, aber ich denke, dass mein Potential sich weiter entwickeln wird.

    Dann kann ich vielleicht nach vorne schauen.

    Dein Mann ist vor 4 Wochen verstorben, und du hast alles Recht der Welt nur an dich zu denken


    Liebe Grüße

    Maike

    Liebe Netty,


    mein aufrichtiges Beileid zu deinem Verlust.

    Der Tod eines geliebten Menschen hinterlässt eine schmerzliche Lücke und

    wir glauben den Schmerz nicht ertragen zu können.

    Schreibe wann immer du möchtest, es hilft, wenn man sich alles von der Seele schreibt.


    Liebe Grüße

    Maike