Posts by Maike

    Liebe Pia,


    auch nach 3 Jahren habe ich immer noch nicht begriffen, verstanden,

    dass mein Mann verstorben ist, und nie mehr zurück kommt, auch habe ich immer noch nicht

    Stabilität und Halt im Leben gefunden.

    In den 3 Jahren ging es mir nicht immer gleich schlecht, es gibt auch Lichtblicke,

    aber die Traurigkeit kommt immer wieder auf leisen Sohlen zurück.

    Ich lebe nun ein Leben, dass ich nie wollte. Ich liebe meinen Mann noch immer,

    und kann ihn nicht vergessen.

    Ich muss, Trauer und Schmerz im Leben integrieren, um wieder

    funktionierendes Leben zu haben. Das Leben soll wieder schön werden, wenn auch anders,

    das wünsche ich mir.


    Liebe Grüsse

    Maike

    Liebe Carmen,


    lese deine Threads immer still mit, möchte dir aber zu deiner OP

    alles Gute wünschen, Ich drück die Daumen, dass alles so wird, wie du es dir vorstellst.


    liebe Grüsse

    Maike

    Liebe Lazybones,


    nach 5 Wochen hatte ich noch Weinkrämpfe und war nicht in der Lage

    zu denken,

    diese paar Wochen, was ist das, da wollte ich noch Nachsterben

    Mann kann Trauer nich ein und ausschalten.Versuche

    Tag für Tag zu überstehen, einen Tag nach dem anderen.

    Ich persönlich habe meinen Mann endlose Briefe geschrieben, es hat ein

    bisschen geholfen.

    Ja, die angeblichen Freunde, fast alle im Forum, haben einige verloren.

    Mir sind zwei verblieben.

    Deine starke Trauer ist völlig normal.


    eine liebe Umarmung

    Maike

    Liebe Sonnenstrahl,


    grade bei schweren persönlichen Krisen zeigt sich,

    wer Freund ist oder nur etwas von dir möchte, man sollte vorsichtig sein, wenn man neue

    neue Menschen kennen lernt.

    Trauernde kann man leicht ausnutzen, da wir extrem dünnhäutig sind.


    eine liebe Umarmung

    Maike

    Liebe Sonnenschein,<3


    im zweiten Trauerjahr wurde mir endgültig klar, dass mein Mann nicht mehr zurück kommt,

    Ich musste lernen, es zu akzeptiere.n.

    Dieses nie mehr riss mir den Boden unter den Füßen weg, ich bin in ein tiefes Loch gefallen.


    auch eine liebe Umarmung

    Maike

    ja, das zweite Trauerjahr war auch bei mir wesentlichst schlimmer ( gefühlt ) als das erste.

    Ganz allmählich begriff ich, es wird so bleiben, ich muss lernen, mit der Trauer zu leben.

    Auch wurde mir klar, dass meine Trauer im öffentlichen Leben keinenPlatz hat. Erst im

    zweiten Trauerjahr , merkte ich, dass mehrere Freude ( auch sehr enge ) ,Arroganz und fehlendes Reflektionsvermögen.

    haben, was mir sehr weh tat. Eine ehemalige gute Freundin verglich ihre Scheidung mit meinen Verlust,

    mir blieb buchstäblich die Spucke weg.

    in ihrer Intensität war mein zweites Trauerjahr schlimmer als das erste Jahr.


    liebe Grüße

    Maike

    ja Julia, Trauer kommt in Wellen und spült dich weg, es fühlt sich an, als wäre man in ein Tsunami geraten.

    Sie lassen sich nicht vorhersagen, sie kommen plötzlich, aber gehen auch wieder.

    Lebe deine Trauer, denn in unserer Gesellschaft haben wir verlernt mit Trauer umzugehen,


    liebe Grüße

    Maike

    Liebe Julia,


    willkommen im Forum und herzliches Beileid dass du deine große

    Liebe verloren hast.

    Versuche zu schreiben was dich bedrückt, du kannst über alles reden.

    Alle in diesem Forum haben einen lieben Menschen verloren, wir wissen wie du dich fühlst.


    liebe Grüße

    Maike

    Liebe Anja, Pia,


    ich kann eure Gefühle nachvollziehen, denn auch meine Eltern sind verstorben, mein Vater 8 Monate

    vor Maximilian.

    Der Tod der Eltern zerreißt einen.

    Die Einsamkeit, die emotionale Nacktheit, die Else Lasker-Schüler in ihrem Gedicht beschreibt, wird von

    vielen so empfunden.


    Ich fühle mein nacktes Lebe


    Es stößt sich ab vom Mutterland

    So nackt war nie mein Leben,

    So in die Zeit gegeben,

    Als ob ich abgeblüht

    Hinter des Tages Ende

    Zwischen weiten Nächten stände,


    Alleine.


    Erst nach seinem Tod fühlte ich, wie wichtig er mir war.


    Liebe Grüße

    Maike

    Liebe Ruth,



    die Endgültigkeit des Todes, macht den den Verlust noch unerträglicher.

    Als Max verstorben war, hatte ich eine Phase der Depression und Trauer,

    ich wollte auch nicht mehr leben.

    Nachts lief ich durchs Haus, bekam Panikattacken, fühlte mich unsagbar alleine.

    Ich funktionierte, aber ohne Motivation, schob gewisse Tätigkeiten, wie Behörden

    kontaktieren tagelang vor mir her, hatte auch jegliches Interesse am Weltgeschehen

    verloren.

    In meinem Leben heute, bin ich gleichgültiger und auch ungeduldiger geworden.

    Ich verstehe dich voll ganz Ruth


    L. G.

    Maike

    Liebe RoundAn,


    auch von mir ein trauriges Willkommen im Forum.

    Mein Mann ist an einem Aortenaneurysma verstorben. Nach 3 Monaten

    im Koma hat sein Körper aufgegeben.

    Das tragische ist, dass wir nicht wissen warum sie perforiert ist, bei der OP

    stellte sich raus, dass seine Aorta weder verkalkt, noch sonst wie erkrankt

    war. Der Professor sagte mir, das dieses ganz selten sei, mein Mann war der erste Fall den

    er sehe, er kenne es nur aus der Literatur.

    Da fragt man sich, warum wir.



    Liebe Grüße

    Maike

    Liebe Danaflute,


    herzliches Beileid zu deinem Verlust und ein liebes Willkommen im Forum.

    Auch du hast leider die Erfahrung müssen, dass viele unserer ach so lieben Kollegen/innen, Freunde,

    sich nicht einmal bemühen, nachzufragen wie es uns geht.

    Hilfe habe ich von Leuten bekommen, die ich zum großen Teil nicht so gut kannte. Sie haben

    angerufen, haben mich eingeladenen, haben mir Essen gebracht, wofür ich bis heute dankbar bin.

    Ich denke, viele von uns im Forum haben das erleben müssen.


    liebe Grüße

    Maike

    Hallo ihr Lieben,


    mit der Bank meines Mannes hatte ich großes Glück, denn auch wir hatten keine Verfügungsberechtigungen,

    und dazu kam, dass wir verschiedene Banken hatten

    Als ich Maximilians Konto auflöste, bekam ich mitten in der Bank einen Weinkrampf.

    Die Sachbearbeiterin nahm mich mit in ihr Büro, bot mir Kaffee und Wasser an.

    Sie ließ mich einfach weinen, nahm mich kurz in den Arm und wartete, bis ich mich beruhigt hatte.

    Sie erfasste meine Stimmungslage sofort, mir tat das unglaublich gut


    Maike

    Liebe Sonnenschein,

    Ich versuche es so zu machen,

    einen Tag nach dem anderen. Jeder Weg ist okay. Einfach nur ein Tag nach dem anderen.“

    Und manchmal geht sogar nur eine Minute nach der anderen.

    Vor allem mußte ich lernen, die Verlustreaktion zu ertragen , um den Schmerz und die Einsamkeit auszuhalten,

    Gefühlsmischung aus Fassungslosigkeit, Verzweiflung und Ohnmacht beherrschen mich - mehr oder weniger,

    aber ich habe dazu gelernt,

    wir müssen unseren Verstorbenen nicht loslassen, sondern sollten die Erinnerung an ihn vielmehr bewahren

    und mit ihm verbunden bleiben.

    Oft fällt es mir schwer zu akzeptieren, aber Trauer läßt nun mal nicht abkürzen.

    Die Sehnsucht nach meinem Mann ist unvermindert stark.



    Liebe Grüße

    Maike