Posts by Kohlrabenschwarz

    Liebe Markiin, das finde ich ehrlich gesagt sehr schäbig von deinen Schwiegereltern!

    Jemanden in dieser Situation plötzlich hängen zu lassen, ist unmenschlich. Sie hätten dir zumindest eine Zeitlang Unterschlupf gewähren können.

    Ich denke, es liegt ja auch in deinem Interesse, so schnell wie möglich was eigenes zu finden, aber so hättest du dich in Ruhe auf die Suche machen können.

    In so einer schwierigen, schlimmen Zeit sollte man zusammenhalten!

    Ich wünsche dir von Herzen, dass sich schnell etwas für dich findet und ich schicke dir ein großes Kraftpaket!!!

    Leider wurde der Trauerspaziergang wegen Erkrankung der Trauerbegleiterin abgesagt.

    Heute ist wieder ein Heultag. Die Sonntage mit meinem Mann waren schön und gemütlich, ich fühlte mich geborgen.

    Jetzt versuche ich nur, sie irgendwie zu überstehen.


    Mit meinem Herzen
    Schrieb ich in den Sand


    Dein Name bleibt


    Auch wenn die Winde tausend Tänze tanzen
    Und wilder Wirbel zu zerstören droht
    Was nicht in mir zerstörbar ist.


    Dein Name bleibt


    Auch wenn’s im Muschelgang des Herzens

    Flüsternd raunt

    Warum?


    Auch wenn das Silberrad des Lebens
    Wie ungefragt
    Und selbstverständlich weiterläuft –
    Roulette des Seins?



    Du lebst in meinen Träumen fort
    Ganz wie ein Blütenbaum
    Voll duftender Erinnerung
    Denn Du warst gestern
    Du wirst morgen sein


    Dein Name bleibt –


    In mir die Atemwunde
    Weil ich in mir Dich nicht vergessen kann.


    (Drutmar Cremer)


    Oh liebe kleine Frau,

    dein Verlust tut mir schrecklich leid.

    Dein Mann ist erst vor kurzem gestorben, alles ist noch ganz frisch und du bist aufgewühlt.

    Wie gut, dass du uns gefunden hast. Wir alle hier haben unseren geliebten Partner verloren, die einen nach langem Leidensweg, die anderen ganz plötzlich und ohne möglichen Abschied. Wir alle trauern und können gut verstehen, wie es jetzt in dir aussieht.

    Die Trauer verändert sich und verläuft in mehreren Phasen, sie ist bei jedem Menschen unterschiedlich.

    Gib dir Zeit, die vor allem braucht es, um den Tod zu verkraften.

    Du hättest mit Sicherheit nicht mehr für deinen Mann tun können. Diese Gedanken, hätte ich doch... die kennt jeder hier.

    Ich hoffe, dass du durch Familie und/oder Freunde viel Unterstützung bekommst. Man braucht jetzt liebe, verständnisvolle Menschen um sich.

    Wir sind auf jeden Fall für dich da, das Schreiben und der Austausch mit anderen Trauernden tut gut.

    Ganz liebe Grüße

    Sabine

    Liebe Brigitte,

    mein Beileid zu deinem schlimmen Verlust!

    Gut, dass du zu uns gefunden hast. Wir alle haben unseren geliebten Partner verloren und können gut verstehen, was du durchmachst.

    Wie Kornblume schon schrieb, ist Trauer Schwerstarbeit für Körper und Seele.

    Kein Wunder, dass du im Ausnahmezustand bist.

    Ich hoffe, du hast Familie und gute Freunde, die dir zur Seite stehen und dich unterstützen.

    Leider kann dir niemand die Trauer abnehmen, aber es tut doch gut, wenn man liebe Menschen um sich hat.

    Mein Mann ist vor 4 Monaten mit nur 59 Jahren gestorben und ich vermisse ihn unendlich.

    Dieses Vermissen wird wohl für immer bleiben, aber ich hoffe, dass der damit verbundene Schmerz mit der Zeit milder wird und sich besser ertragen lässt.

    Ich habe mir Hilfe in Form einer Psychotherapeutin geholt und nehme auch Angebote von kirchlichen Trauercafés, Trauerspaziergängen usw. an.

    Vielleicht ist das auch was für dich? Der Austausch mit anderen Trauernden tut einfach gut.

    Ich wünsche dir viel seelische Kraft und Unterstützung

    Sei lieb gegrüßt

    Sabine

    Hallo ihr Lieben,
    die Tage vergehen, der Kummer bleibt.

    Ich zwinge mich dazu, am Leben teilzunehmen, mit Freundinnen etwas zu unternehmen, Einladungen anzunehmen.

    Es bereitet mir keine richtige Freude. Ich denke immer, ach, mit Jens wäre das so schön gewesen.

    Aber ich habe Angst, dass ich nicht mehr auf die Füße komme, wenn ich erst mal richtig am Boden liege.

    Ich hoffe darauf, dass ich mich mit der Zeit dran gewöhne und irgendwann auch ein bisschen Freude zurückkehrt.

    Meine Kinder sollen sich keine Sorgen um mich machen müssen. Sie haben ihren eigenen Schmerz.

    Am kommenden Sonntag will ich an einem geführten Trauerspaziergang unter Leitung einer Trauerbegleiterin teilnehmen.

    Ich denke, es tut gut, sich mit anderen Trauernden auszutauschen.


    Liebe Markiin, du bist ja mitten in den Umzugsvorbereitungen, dafür wünsche ich dir ganz viel Kraft und Unterstützung!!


    Seid alle ganz lieb gegrüßt

    Sabine

    Liebe Markiin,

    wie schön, dass du noch auf die PC Daten zugreifen kannst und ein Video von deinem lieben Mann gefunden hast.

    Ich glaube, dass nur Leute, die selbst so einen Verlust erlitten haben, uns wirklich verstehen können.

    Ich gebe zu, mir ist es vorher auch so gegangen, ich hatte großes Mitleid, aber wie furchtbar dieser Schmerz und die Verzweiflung sind, weiß ich erst jetzt.

    Vielleicht ist der menschliche Verstand nicht dafür gemacht, die Endgültigkeit des Todes wirklich zu begreifen.

    Ja, ich weiß, dass mein Mann tot ist und nicht zurückkommt, aber ich glaube nicht, dass ich es schon tatsächlich akzeptiert und begriffen habe.

    Es ist einfach zu schrecklich und meine Seele schützt sich gegen diese Vorstellung.

    Ich habe in einem Buch gelesen, dass der Schock und das nicht akzeptieren wollen, ein Schutzmechanismus des Verstandes sind.

    Der Schutzmechanismus bewirkt, dass der Verlust nur ganz allmählich in vielen kleinen Schritten begriffen wird, weil man sonst komplett zusammenbrechen würde.

    Ich habe Whatsapp-Sprachnachrichten von meinem Mann gefunden, die hüte ich wie einen Schatz.

    Liebe Lilifee,

    ich kann dich nicht trösten, dir nur sagen, du bist nicht alleine mit deinem Schmerz. Es ging mir heute genauso.

    Schon im Büro habe ich geheult, dann beim Gassigehen mit dem Hund und auch jetzt laufen die Augen wieder über.

    Schaue ich in den Spiegel, kommt es mir vor, als sei ich in den letzten 4 Monaten schlagartig gealtert.

    Immer mehr wird mir bewusst, wieviele "nie wieder"es gibt und dass ich meinen lieben Mann nicht mehr finden kann, selbst wenn ich bis ans Ende der Welt gehen würde.

    Teilweise fühle ich mich vom Schicksal verraten und betrogen, noch nie habe ich so viele Paare in meinem Alter wahrgenommen, wie jetzt,

    wo ich unfreiwillig alleine bin.

    Der seelische Schmerz krampft in der Brust, meistens muss ich mich zusammenkrümmen, weil er mich so überwältigt.

    Ich schicke dir einen lieben Gruß und drücke dich sanft.

    Sabine

    In der letzten Woche hatte ich meinen ersten Termin bei einer Psychotherapeutin.

    Schon nach wenigen Worten haben sich die Tränenschleusen geöffnet und ich habe eine Stunde durchgeheult.

    So geht es mir immer, wenn ich über den Tod meines Mannes spreche.

    Hinterher bin ich dermaßen erschöpft, dass ich am liebsten ins Bett gehen würde.

    Die Therapeutin war durch meine Geschichte auch sehr mitgenommen und brauchte ein Taschentuch. Das ist mir lieber, als wenn jemand keine Gefühlsregung zeigt.

    Das Trauern kostet so viel Kraft. Im Moment habe ich nach der Arbeit keine Energie mehr, zu Hause bleibt viel liegen.

    Mir fehlt momentan total der Antrieb, ich hoffe, dass ich durch die Therapie wieder auf die Beine komme.

    Ich vermisse meinen lieben Mann so unendlich und weiß nicht, wie ich ohne ihn jemals wieder glücklich sein soll.

    Alles, was mir früher Freude bereitet hat, ist schal geworden ohne ihn.

    Liebe Claudia,

    mein tiefempfundenes Beileid zu deinem Verlust!

    Unser Leben hat sich auf den Kopf gestellt, nichts mehr ist, wie es mal war. Auch bei dir kam der Tod wohl ganz plötzlich.

    Darauf kann einen nichts und niemand wirklich vorbereiten, aber dass man sich nicht verabschieden konnte, ist hart.

    Das hängt mir auch unheimlich nach, denn man wurde der Chance beraubt, den Liebsten nochmal zu umarmen, ihn zu streicheln und ihm zu sagen, wie sehr man ihn liebt. Manches hätte man vielleicht anders gemacht, hätte man gewusst, dass der Tod kommt.

    Du hast Recht, unser Umfeld geht anders mit dem Tod um, auch unsere Kinder trauern anders. Sie haben den größten Teil ihres Lebens noch vor sich,

    Partner, die ihnen zur Seite stehen und sie trösten. Da fällt es leichter, nach vorne zu schauen.

    Ich lebe auch in einem Haus, was jetzt still und leer wirkt. Ich weiß noch nicht, ob ich hier bleiben werde.

    Alles ist mit Erinnerungen verbunden, das schmerzt so furchtbar.

    Ich habe das Gefühl, mit jedem Teil, was ich verändere oder weggebe, verliere ich meinen Mann noch mehr.

    Das kann ich kaum ertragen, also bleibt erst mal alles wie bisher.

    Ich denke, dir wird es ebenso gehen.

    Auch ich bin stiller und nachdenklicher geworden.

    Ich wünsche dir viel Kraft und seelische Stärke, um den Alltag zu bewältigen.

    Fühle dich gedrückt,

    Sabine

    Liebe Lilifee,

    mein aufrichtiges Beileid zu deinem Verlust!

    Gut, dass du hier ins Forum gefunden hast. Wir können dich gut verstehen und nachfühlen, wie es dir geht.

    Das Leben hat sich urplötzlich gedreht und uns ausgespuckt. Mit dem geliebten Partner ist ein großer Teil der Vergangenheit und unsere Zukunft gestorben.

    Auch mein Mann und ich haben uns schon auf die Pension gefreut, hatten Pläne für schöne Reisen, wollten Enkelkinder gemeinsam erleben, gemeinsam alt werden und immer füreinander da sein...

    Alles mit einem Schlag vorbei. Es ist schwer, dem Leben noch einen Sinn abzugewinnen.

    Aber ich denke, unsere Liebsten würden wollen, dass wir uns nicht aufgeben, auch wenn es unendlich schwer ist.

    Es gibt mir Trost und Hoffnung, wenn ich von Betroffenen lese, die ihr Leben mit der Zeit neu gestalten konnten. Anders als vorher, aber trotzdem lebenswert.

    Ich wünsche dir und uns von Herzen, dass der Hoffnungsfunke nie erlischt.

    Sei lieb umarmt und gegrüßt

    Sabine

    Liebe Evaa, heute war dein erster Arbeitstag, ich hoffe, du hast ihn gut überstanden.

    Du schreibst, dass die Firma/deine Kolleginnen/Kollegen sehr lieb sind, das freut mich für dich!

    Ich gehe seit Anfang Januar wieder ins Büro und habe zum Glück sehr liebe Kolleginnen, die mich einfach in den Arm nehmen, wenn ich weinen muss.

    Das kommt bei mir immer wieder vor. An manchen Tagen bin ich schon beim Aufstehen weinerlich und das setzt sich dann im Arbeitsalltag fort.

    Ich wünsche dir, dass dich auch ganz oft jemand in den Arm nimmt!

    Es ist ganz normal, dass du jetzt nur nimmst, denn du brauchst jetzt auch viel.

    Alles Liebe

    Sabine

    Ich war heute bei meiner Tochter, wir haben ihren Geburtstag gefeiert.

    Das Nachhausekommen im Dunkeln ist für mich nach wie vor ganz furchtbar. Schon auf den letzten Metern bekomme ich Herzrasen, Beklemmungen und die Erinnerung an den schrecklichen Abend vor 3 Monaten legt sich wie eine schwere schwarze Decke auf mich.

    Damals bin ich auch nach einem schönen Tag nach Hause gekommen und habe meinen Mann verblutet aufgefunden.

    Jetzt sitze ich hier wieder mit Herzschmerzen, weine und schaue auf die Fotos aus unserer gemeinsamen schönen Zeit, wie aus einem anderen Leben.

    All you need ist love...

    Diesen Song von den Beatles haben wir heute im Valentinsgottesdienst gesungen.

    Meine Pfarrerin hat nicht nur alle Paare gesegnet, sondern auch Hinterbliebene wie uns und ihre verstorbenen Liebsten.

    Danke Robert!

    Liebe Evaa,

    mein tiefempfundenes Beileid zu deinen Verlust!

    Schreibe dir deinen Kummer von der Seele, wir hören zu und stehen dir bei!

    Auch bei dir ist der Tod so plötzlich gekommen, du stehst ganz sicher noch unter Schock.

    Ich konnte in der ersten Zeit auch nicht so weinen wie später, am ersten Tag überhaupt nicht,

    Ich habe gestöhnt, geschrien und gejammert, aber es kamen keine Tränen.

    Alles Liebe für dich,

    Sabine

    Liebe Markiin, du musst tun, was dir gut gut.

    Ich gebe vorerst auch nur sehr wenige Sachen von meinem Mann weg, an Leute die ich kenne. Da sind die Sachen nicht aus der Welt.

    Seinen Sessel habe ich ausgetauscht, da war sein Blut dran. Das hat mich so belastet, immer da drauf zu schauen.

    Jetzt habe ich mir einen gebrauchten Stressless-Sessel dahin gestellt.

    Die Bettwäsche habe ich abgezogen, aber nicht gewaschen, weil sein Geruch noch da ist.

    Drücke dich!

    Lieber Dieter,

    ich kann gut nachvollziehen, wie du dich fühlst.

    Auch ich gehe wieder arbeiten und denke, es tut mir gut, weil ich weniger Zeit zum Grübeln habe.

    Aber das Nachhausekommen ins leere Haus ist so schwer. Mein Hund freut sich, aber das ist was anderes.

    Die Umarmung und der Kuss, das Reden über den Tag, das Teilen von Eindrücken und Gefühlen, all das fehlt mir ganz furchtbar.

    Wenn ich abends noch beim Chor war, hat mir mein Mann oft eine Whatsapp geschrieben, dass er mit dem Zubettgehen für einen Gutenachtkuss noch wartet.

    Mir bricht das Herz, wenn ich das lese, weil es für immer vorbei ist.

    Ich sitze da und schaue mir Karten und Geschenkanhänger von meinem Mann an, darauf steht immer "für meine geliebte Frau".

    Der Gedanke, dass er mir nie wieder so etwas schreiben wird, ist unerträglich.

    Mir fehlt mein liebster Mensch, der mich so geliebt hat, wie ich bin, Anteil an allem genommen hat, aufrichtig um mich besorgt war, alles mit mir geteilt hat.

    Ich habe Kinder und ich weiß, dass sie mich lieben. Aber sie leben ihr eigenes Leben und ich weiß, sie wünschen sich, dass ich stark bin, damit sie sich nicht um mich sorgen müssen.

    Mein Mann und ich waren nach fast 40 gemeinsamen Jahren so vertraut, bei ihm konnte ich mich fallen lassen, das geht nun nicht mehr.

    Diese Vertrautheit und die Umarmungen, ja die fehlen auch mir am meisten.

    Ich wünsche uns, dass der Schmerz, den wir empfinden, mit der Zeit milder wird.

    Und ich wünsche dir einen Menschen, der dich ab und zu in den Arm nimmt!

    Liebe Ela,

    es tut mir unendlich leid für dich, sei willkommen in unserer Mitte!

    Es tut gut, mit anderen Trauernden zu sprechen und sich auszutauschen. Wir haben alle unseren geliebten Partner verloren und wissen, was du jetzt durchmachst.

    Besonders wenn der Tod so plötzlich, unerwartet und viel zu früh kommt, ist man fassungslos und kann es kaum begreifen.

    Das du darüber nachdenkst, ob du es nicht hättest verhindern können, ist ganz normal.

    Mein Mann ist vor 3 Monaten plötzlich verstorben, als ich nicht zu Hause war und ich habe Tag und Nacht gegrübelt, ob ich ihm hätte helfen können.

    Wir wissen es nicht und niemand kann vorhersagen, was in den nächsten Minuten oder Stunden geschieht.

    Fühl dich von uns ganz ganz lieb umarmt und schreibe dir deinen Kummer von der Seele, wir sind für dich da!

    Herzlichst

    Sabine