Posts by Julia W.

    Hallo ihr lieben Mitmenschen ,

    Ich möchte mich für eure Beiträge bedanken . Wir befinden uns auf unserer Lieblingsinsel Mallorca ( Cala millor ) ein typischer Touristen Ort , aber halt sehr schön und sehr gut für Familien geeignet . Mein Mann und ich haben sie sehr ins Herz geschlossen.

    Ich versuche mal zu beschreiben wie es mir gerade geht. Es ist ein Gefühl , als ob man grad in zwei Welten lebt . In der einen ist man grad im Urlaub, genießt das Meer , das gute Essen , in gewisser Weise eine Leichtigkeit .. kein Stress, kein Alltag .. man ist gefühlt raus aus allem.( Corona schränkt nur leicht ein ) Raus aus der Realität. Und dann im nächsten Moment , vor allem wenn mein Sohn grad schläft ( Mittagsschlaf und abends ) und ich die Ruhe und den Ausblick aufs Meer genieße , da kommt sie zurück , die Trauer , die Realität , der Schmerz , die Unglaubwürdigkeit, die Endgültigkeit, die Gedanken. Da steht man wieder da , völlig sprachlos und überwältig von den Gefühlen . Es fühlt sich erneut ganz surreal an. Auf der einen Seite habe ich meine Mutter ganz ganz klar vor Augen , ihre Art , ihre Bewegung, ihr Lachen , ihre Stimme , ihr Gesicht ... wir sind dort im Urlaub wo wir 2014 mit der gesamten Familie waren, das heißt , meine Eltern , meine Schwester mit Freund , mein Bruder mit Frau , mein Mann und ich, und die Silberhochzeit meiner Eltern gefeiert haben. Gestern liefen wir durch die Stadt ,Lokale, Orte , auch hier ist alles mit Erinnerungen bestückt . Wie wir uns gemeinsam am Strand sonnten , im Meer schwammen, erzählten und Cocktails gönnten. Vor allem der Abend , als die Silberhochzeit war . Wir ( die Kinder ) organisierten gemeinsam mit dem Hotel einen schönen Tisch beim Abendessen , Sekt Empfang für uns , weiter in einer anderen Bar , alles geschmückt . Unser Geschenk an unsere Eltern ... so ein schöner Abend . Und da packt sie einen , die Trauer . Alles das kommt nie wieder. Meine Mutter wird keinen Urlaub mehr erleben, sei es mit meinem Papa oder mit uns , obwohl wir das alles noch geplant hatten, noch darüber geredet , nächstes Jahr , ja da fliegen wir wieder zusammen. Gestern da hatte ich einen sehr schlechten Nachmittag / Abend ich musste sehr stark weinen. Alles spielte sich wieder ab . Es war trotz Urlaub und Ortswechsel schwierig die Trauer in den Griff zu bekommen. Ich versuche weiterhin unseren ersten Urlaub als Familie zu genießen , mit Höhen und Tiefen. Die Gedanken an meine Mama sind weiterhin ständig an Bord , und das Gefühl sie nicht mehr wieder zu bekommen , da kann ich weiterhin nicht mit umgehen . Ihr nichts von alle dem zu erzählen was wir mit meinem Sohn hier erleben. Keine Fotos schicken,kein Telefonat, wie wir es immer gemacht haben wenn wir im Urlaub waren . Ich vermisse das alles so unendlich , ich vermisse meine Mutter so unendlich . Ich vermisse die bedingungslose Liebe von ihr. Es ist weiterhin eine Qual und bleibt völlig absurd. Manchmal überkommt mich die Realität und da sitzt man dann da und denkt , das kann doch echt nicht wahr sein. Meine Mama ?!!! Tot ?!!!? Das geht doch nicht !!!!!!!!
    Ich vermisse auch dieses Wort Mama ! Es fehlt mir , zu sagen ich rufe Mama jetzt an , oder ich treffe mich mit Mama . Ich habe das Wort Mama nur noch im Kopf nicht mehr im realen Leben. Das fühlt sich so verdammt falsch an . Letztens da saß ich bei einer Freundin , wie sie eine WhatsApp Nachricht bekam , da stand nur „ Mama „ wie bei mir . Ich schaute mein Handy an und stellte mir vor wie es damals war , wenn eine Nachricht von ihr kam. Wie auf dem Display stand „ Mama „ Aber es kommt keine mehr , auch im Adressbuch im Handy ist sie nicht mehr da . Pure Verzweiflung macht sich immer immer breit .
    im Herzen da liebe ich sie so unendlich Meine Mama !!! Wir liebten uns so sehr .

    Ja ich weiß selber nicht was genau in ihm vorgeht . Wir reden halt garnicht mehr darüber . Aber ich weiß das er es nicht verdrängt ...er trauert irgendwie für sich selbst . Ich will ja auch nicht zu meinem Papa fahren und mich ausweinen, das wäre zu viel für ihn. Ich will ihn sehen und einen Hauch von Normalität erhaschen, einen Kaffee trinken nur kurz. Ich weiß das er nie so der Besuchsmensch war und ist. Aber das ich so rein garnicht mehr in mein Elternhaus komme schmerzt. Nur dort fühle ich mich meiner Mama nah

    Hey ihr Lieben, ein paar Tage habe ich hier nur mitgelesen.. wir hatten viel um die Ohren die letzten Tage .. morgen da fliegen wir in den Urlaub. Das erste mal als Familie mit unserem kleinen Räuber . Ja, und was soll ich sagen. Die Vorfreude hält sich in Grenzen.. klar ist irgendwo eine Freude vorhanden , aber so gedämpft , ein hin und her an Gedanken und Gefühlen. Gedanken wie , „ wie kann ich bloß in den Urlaub fliegen , wenn meine Mutter es nie wieder kann?!?“ ja ich weiß , totaler blödsinn, dass würde mir meine Mutter auch sagen. Aber es ist nun mal so. Es erinnert mich daran, dass meine Mutter und ich noch darüber redeten, dass wir nächstes Jahr alle zusammen in den Urlaub fliegen würden. Wie schön das wäre . Wir sind immer mit der gesamten Familie in den Urlaub geflogen. Zum Teil 3 - 4 Familien zusammen, da kamen schon mal bis zu 16 Personen zusammen. Es war immer super schön ! All das wollten wir auch machen . Und dann kommt wieder die Erkenntnis das es nie mehr geht. Einige Fragen hätte ich an sie gehabt , was die Vorbereitung angeht für einen Urlaub mit Kleinkind . Es geht alles nicht. Sie wollte mit meinem Papa und einem befreundeten Paar im August in den Urlaub fliegen, sie waren kurz vor der Buchung , und dann kam der Infarkt . Es ist weiterhin unfassbar , dass meine so geliebte Mama gestorben ist . Das Gefühl , dass sie Vergangenheit ist fühlt sich so schlimm an . Es kommt nichts mehr mit ihr . Kein Gespräch , keine Unternehmung , einfach nichts mehr . Gestern da war es wieder so schlimm. Ich weinte beim Auto fahren . Es kam so über mich . Es tut mir alles so leid für sie , für meinen Vater . In den letzten Wochen ist mein Vater auch nicht so einfach . Wenn ich ihn spontan besuchen will , hat er ständig eine Ausrede . Immer sagt er , er wäre gleich unterwegs. Er geht besuchen richtig aus dem Weg. Es ist schlimm. Meine Mama tot ? Der Verstand will es nicht wahr haben. Ich habe mir selbst gesagt, dass wenn es nach dem Urlaub nicht besser wird mit der so intensiven Trauer ich mir Hilfe holen werde. Weiterhin habe ich das Gefühl es nicht auszuhalten . Weiterhin begleiten mich träume . Schlimme Träume . Die Bilder wie sie auf der its lag gehen mir nicht aus dem Kopf. Es war schlimm. In Worten kann ich nicht beschreiben wie sehr ich meine Mama liebe ! Dieser wunderbare Mensch fehlt mir jede Sekunde meines Lebens. Die Sehnsucht sie zurück haben zu wollen hört nicht auf.

    Ich fand es auch schrecklich , z.b. Als wir den handyvertrag meiner Mama kündigten... das ist wie ein auslöschen eines Lebens , nach und nach wird es gelöscht . Der Mensch verschwindet langsam ... aber niemals in unseren Gedanken und Gefühlen, und das macht es so wirr .. gefühlt ist der geliebte Mensch doch noch da , so lebendig , aktuelle Themen bestehen noch und dann kündigt man alles ? Das ist unbegreiflich .
    mir würde es glaub ich auch gut tun mal im realen Leben mit Menschen in Kontakt zu kommend die gleiches durchmachen.
    Ich bin auch müde ..

    die eine erholsame Nacht , vielleicht träumen wir etwas schönes von unseren lieben Eltern .

    Ich habe das Gefühl ich muss aufgeben.. aufgeben mir den Kopf zu zertrümmern mit Gedanken, warum das alles passiert ist . Ich gehe ein daran.. aber ich bin kein Mensch der aufgibt , war ich noch nie ..ich hab dann das Gefühl , dass ich meine Mutter aufgebe .. das macht mir alles so schwer . Der Kopf hört nicht auf .. ich weiß ja was passiert ist, aber ich verstehe es nicht !

    und die Sehnsucht ist so groß !! Die Sehnsucht meine geliebte Mama zurück zu bekommen treibt einen so in die Trauer , es ist furchtbar .. ich immer wieder stelle ich mir vor wenn sie da wäre .. ich weiß genau was sie wann sagt , wie sie lacht , mich drückt ... immer so herzlich.
    aber es wird nie mehr so sein.

    Hallo Melanie84, deinen Zustand des erschöpft sein kann ich gut nachvollziehen. Der wird doch wohl immer wieder begleiten. Das spüre ich auch immer wieder, und dann kommen Momente wo man meint , gleich sinkt man zu Boden, die Beine können einen nicht mehr tragen, die Trauer auf den Schultern ist so schwer , aber man bekommt sie nicht runter . Es ist wie ein Rucksack voll Steine , mal etwas leichter , und mal so schwer , dass man diesen kaum tragen / ertragen kann. Am liebsten würde man ihn weg schmeißen , um sich wieder besser zu fühlen, aber er hängt fest, richtig verbissen. Ich verstehe dich zu 100 Prozent . Vor ein paar Tagen war der 1. Geburtstag meines Sohnes ... ich steckte in den Vorbereitungen und war teils gut abgelenkt ... dann war die ganze Familie da , und ich realisierte wieder neu das meine Mama einfach nicht kommt . Es war sehr sehr hart, ich kämpfte den Nachmittag und Abend ständig mit Tränen ... aber mein Sohn sollte natürlich auch einen schönen Tag bekommen. Aber es ist alles immer wieder ein Schlag ins Gesicht . In den letzten Tagen habe ich sehr mit intensiven Gedanken zu kämpfen, dass meine Mutter nur so ein kurzes Leben hatte , und in ihrem einzigen Leben was man ja nur hat so vieles nicht erleben kann. Das Oma sein , was sie geliebt hat , alt zu werden, gemeinsam mit meinem Papa alt werden, weitere Urlaube erleben. Sie wollten jetzt im August weg fliegen. Nichts , einfach nichts wird sie mehr erleben. Das macht mich fertig . Es tut mir so leid für sie . Das ist ein ganz fieses Gefühl , diese Klarheit über diese Endgültigkeit... kann man nur sehr schlecht beschreiben, aber ich bin sicher du und alle hier wissen was ich meine ... was würde ich tun um sie bei mir zu haben zu drücken , küssen mit ihr reden , ihre Stimme hören... es ist so bitter ..

    ich wünsche dir weiterhin alles gute , und hoffe dein Rucksack wird evtl . Mal etwas leichter , auch wenn nur kurz.

    Dann schließe ich mich mal An .
    Manchmal wünschte ich mir richtige Treffen mit gleich Betroffenen um einfach zu reden dabei ein Kaffee oder Tee trinken und sich einfach auszutauschen . Ich könnte mir vorstellen, dass es gut helfen könnte. Also junge Frauen und Mütter wie wir ... Die plötzlich und unerwartet ein Elternteil verloren haben.
    Trauergruppen sind ja sehr individuell, auch wenn jeder einen Verlust verarbeiten muss , ich hoffe man versteht mich nicht falsch.

    Hallo Silvia,

    Ja wie du schreibst „ ich traue der Ruhe nicht „ so kannst du es auch sehen. Ich hatte Tage da ging es mir so wie dir , ich konnte Dinge erledigen und es fühlte sich was leichter an. Und dann kommt die Keule irgendwann wieder , und hämmert auf dich ein. Es kommen immer wieder Tage , da reißt es einen den Boden unter den Füßen weg und man steht wieder am Anfang . Ich hab das Gefühl daran muss man sich gewöhnen und es so hinnehmen , man kommt eh nicht drum rum. Auch jetzt noch bei mir nach 6 1/2 Monaten . Ich kann dich sehr verstehen, für mich fühlt es sich auch falsch an den Sommer zu genießen , naja ich kann bisher auch nicht wirklich behaupten , dass ich ihn genießen kann oder mich wie früher daran freue , denn es ist halt nichts mehr wie es war . Meine Mutter liebte die Jahreszeit , ich erinner mich wie wir letztes Jahr zusammen uns etwas sonnten , ich mit dicker Kugel . Und so geht es ständig , egal was man macht die geliebten Menschen schwirren dabei im Kopf herum. Und es schmerzt . Ich habe soeben unser Fotoalbum weitergeführt und Bilder eingeklebt , und zu sehen , dass keine weiteren Bilder mit meiner Mama vorhanden sind tut dermaßen weh . Mir liefen die Tränen. Es gibt einfach nichts was tröstet ... man muss es aushalten .
    auch dir wünsche ich einen guten Tag wo der Schmerz etwas in den Hintergrund rückt .

    Kann deine Zeilen so verstehen. Auch ich habe mir früher immer gedacht , hoffentlich passiert meinen Eltern nichts . Wenn man sowas schon mal gesehen hat. Aber immer nur bei anderen. Und Zack , von jetzt auf gleich steckt man selbst drin. Muss dieses schwere Schicksal mitschleppen. Auch ich sehe und höre meine Mutter im Kopf . Heute wieder ganz ganz klar und das macht es heute sehr sehr schwierig. Ich kämpfe schon den ganzen Vormittag mit einem Kloß im Hals und Tränen in den Augen. Diese Nacht habe ich erneut fürchterlich geträumt . Das rennt einem auch noch nach . Ich denke wir haben immer noch keine Taktik mit dem Verlust umzugehen und versuchen uns durch solche Gedanken wie du beschreibst damit irgendwie umzugehen und uns zu schützen.
    es übersteigt auch alles , es ist ein Schmerz der nicht zu beschreiben ist.
    ich wünsche dir heute einen Tag an dem du es gut aushalten kannst.

    So lieb von dir Andrea . Meine Mama hieß auch Andrea . ☺️ ja es ist wirklich schwer . Deine Zeilen sind wirklich lieb ! Ich danke dir dafür !! Ich versuche deine letzten Zeilen anzunehmen und Kraft daraus zu schöpfen, die ich dir auch von Herzen wünsche . Wir tragen alle ein sehr schweres plötzliches Schicksal . Ich bin im Moment so beschäftigt mit allem , würde unter euren Beiträgen gern mehr schreiben. Der Kopf ist so voll ...

    Am Montag wird mein Sohn 1 Jahr alt . Die Vorbereitungen laufen , so dass wir ihm einen schönen Nachmittag schenken können im Kreise der Familie . Die Familie die es nur noch ohne meine Mama gibt . Ich bin wieder so extrem schockiert , fassungslos ... ist das wirklich wahr ? Sie erlebt den ersten Geburtstag ihres erstgeborenen Enkel nicht ?!?!!! Das ist wahr ? Ich glaub das nicht !! Eigentlich sollten wir zusammen einkaufen gehen und alles vorbereiten , wie wir es ja schon damals besprochen hatten und uns den Sommer diesen Jahres mit meinem Sohn vorstellten ... mir Fließen immer wieder die Tränen , der Schmerz ist widerlich und erbarmungslos ... keine Rücksicht nimmt dieser Schmerz , diese Sehnsucht sie hier haben zu wollen , bei uns .. VERDAMMT NOCHMAL BEI UNS WO SIE EINFACH HINGEHÖRT !! Ich bin sprachlos , meine Gedanken sind wirr. Das darf doch so nicht sein.

    Liebe Andrea , es tut mir wahnsinnig leid was deiner Mutter passiert ist. Ich kann eins zu eins nachvollziehen was du durch machst. Auch bei mir nahm ein Herzinfarkt meine Mutter , auch trotz sofortige Hilfe erst durch uns ( wir waren dabei als es passierte ) , und dann durch das Krankenhaus konnte sie nicht mehr gerettet werden. Evtl . Hast du meine Geschichte gelesen . Im Detail vergingen knapp 3 Wochen bis sie starb. Dieses plötzliche verlieren der eigentlich gesunden Mama macht der Verstand nicht mit . Der Kopf kommt nicht damit klar wie von jetzt auf gleich jemand auch noch so junges sterben kann. Ohne Ankündigung?!?!Das ist schon mal das erste . Und dann das verstehen dieser Endgültigkeit ist einfach zu groß

    ,dasS es im Kopf je ankommen könnte . Man kann es sich nicht vorstellen das es so bleibt . Weil , gefühlt war Mama ja gestern noch da , alles ist so präsent , Themen die man noch besprochen hat. Man fragt sich wie es weiter gehen soll. Das ist ein so unbeschreibliches fieses Gefühl , diese Machtlosigkeit, das hinnehmen und verstehen müssen , was man garnicht kann. Meine Mutter und ich hatten genau wie du und Melanie84 ein so inniges Verhältnis . Man kann es mit Worten nicht annähernd beschreiben welche Liebe wir füreinander empfunden haben. Das fühlt man einfach , dafür gibt es keine Worte . Auch meine Mutter war ganz ganz frisch zweifache Oma , zum einem von meinem Sohn und der Sohn meines Bruders . Meinen Sohn durfte sie nur 4,5 Monate kennen lernen und den Sohn meines Bruders bis 6 Wochen. Wenn ich daran denke dann wird mir schlecht . Es ist ein Schlag in den Magen mit voller Wucht . Ich denke ich brauche nicht beschreiben was das für mich bedeutet. Verzweiflung Wut völlige Erschöpfung darüber , dass sie so bestraft wurde die Kinder nicht aufwachsen zu sehen , und die Kinder so einen wunderbaren Menschen nicht kennenlernen dürfen wie meine Mutter es war und wunderbare Oma ! Ob ich damit klar komme? NEIN ! Jeden Tag stehe ich auf und bin immer wieder aufs Neue erschüttert und denke das kann doch nicht wahr sein ! Ich erschrecke mich immer wieder aufs Neue . Ich träume viel ... mal schön mal unschön. Man ist durchweg 24 Stunden damit beschäftigt , egal was man macht . Es gibt Tage da verzweifelt man daran das man das Gefühl hat nicht mehr weiter machen zu können. Das ist kaum auszuhalten . Ich habe eine enge Familie und sehr enge Freunde die mich auffangen .aber die Familie wie sie war gibt es auch nicht mehr , ein ganz wichtiger Anker fehlt . Wir sehen uns alles oft und treffen uns aber es ist nichts mehr wie es war. Auch mein Mann unterstützt mich wo er kann. Er leidet aber auch darunter . Ich kann dir keine Tipps geben. Ich bin nicht mehr der Mensch der jeden Tag gut gelaunt lebensfröhlich und locker leicht durchs Leben geht . Ich kann keine Musik mehr hören. Meine Gedanken kreisen ... diesen Zustand auszuhalten ist genauso schwierig . Ich habe Hoffnung das es sich irgendwann mal ändert . Aber zur Zeit ist es so . Von Tag zu Tag .
    der erste Geburtstag meines Sohnes rückt nöher und ich merke wie schlecht es mir damit geht . Da wird einem alles wieder so bewusst . Nicht mal den ersten Geburtstag erlebt sie , es ist zum verzweifeln . Nein , Hilfe habe ich mir noch nicht geholt aber ich bin oft kurz davor , ich halte es jetzt über ein halbes Jahr aus , und wirklich besser ist es nicht. Tränen fließen fast jeden Tag.
    Isabel L.K.  
    es war echt eine Überwindung den Laden zu betreten , allein Schon auf den Parkplatz zu fahren da hatte ich den dicken Kloß im Hals . Ich musste mich zusammen reißen auch im Laden . Alle Bilder alles war wir gemeinsam in den Laden erlebt haben habe ich eins zu eins dort gesehen. Im Kopf hörte ich ihr Lachen wenn sie aus der Umkleidekabine kam. Ich wusste auch in welcher sie zuletzt war . Meine Schwester und ich haben es gemeinsam durch gezogen, vor dem Laden sagten wir noch. „ Mama , du bist dabei , mit uns im Herzen „ wir sahen Kleidung und sagten uns gegenseitig , „ das hätte Mama auch gefallen „ wir haben auch gelacht , und unser Shopping war sehr sehr erfolgreich . Wir gingen mit vollen Tüten aus dem Laden. Und das tat soo gut !!! Für uns war es ein Zeichen von Mama , wir sollten weiter in dem Laden einkaufen !!! Sie beschenkte uns mit schönen Sachen .
    ja es ist trotzdem weiterhin unfassbar !! Nichts beschreibt diese Gefühle , weil man sie so vermisst und unendlich liebt!
    Ich wünsche dir Andrea und Melanie einfach viel Kraft und Geduld mit euch selbst .

    Hallo Melanie , erst mal möchte ich dir für deinen Beitrag zu der Geschichte meiner Mutter danken .
    alles was du schreibst , ja das fühle ich seit über einem halben Jahr . Auch wie du beschreibst , dass du nie wieder mit ihr bei WhatsApp schreiben kannst. Für mich war es damals ein Schlag , als meine Mutter unsere Familien Gruppe verlassen hat. Als der Satz im Chat Verlauf da stand „ Mama hat die Gruppe verlassen „ da bin ich zusammen gebrochen . Es sind solche kleinen Dinge , die einen immer wieder jeden Tag aufs Neue fertig machen . Ich suche weiterhin nach Antworten , die ist jedoch niemals bekommen werde . Genauso wie du. Warum musste das passieren, es war doch alles perfekt. Ja , das wird man nie in seinem Leben verstehen. Ich wache jeden Tag aufs Neue auf und denke „das kann doch alles nicht wahr sein!“ aber es ist wahr . Unsere geliebten Mütter , die besten die wir hatten kommen einfach nicht mehr zurück . Es zerreißt einen innerlich . Diese Endgültigkeit kann man nicht verstehen. Auch nach über 6 Monaten , kommt es mir so surreal vor sie nie wieder in den Arm zu nehmen, sie zu küssen , zu spüren , sie einfach bei sich zu haben. Weiterhin schaue ich meinen Sohn an und denke , welch wunderbare Person , seine Oma er nie kennen lernen wird. Und sie ihn nicht aufwachsen sieht . Ganze 4,5 Monate durfte sie nur Oma sein, das hat sie erfüllt ! Und dann passiert sowas aus dem nichts . Damit soll man klar kommen? Ich weiß weiterhin nicht wie . Manchmal da realisiert man das so extrem das man einbricht . Gleich fahre ich mit meiner Schwester nach takko , ein Laden den ich gern mit meiner Mutter besucht habe , es wird heute das erste mal sein und ich habe jetzt schon einen Kloß im Hals . Da werden viele Bilder hochkommen , wie wir immer mit Spaß uns Sachen anprobiert haben... du wirst wissen was ich meine. Meine Schwester und ich fahren bewusst dorthin. Wenn man so Kind stirbt wie unsere Mütter , ich denke das man es nie annehmen kann. Ich hoffe weiterhin das es irgendwann besser wird , aber der Gedanke das das Leben unserer Mütter so kurz war bringt einen immer wieder an den Wahnsinn, weil es so unfair ist.
    Ich wünsche dir immer wieder hellere Stunden am Tag wo man es besser aushält . Ansonsten viel Kraft für die dunkleren Stunden und Tage die du durchmachst „ musst“ es tut mir furchtbar leid für dich !