Liebes Linchen,
die Teddys sind sooooo süß. Die hätte Andreas sofort genommen, und ich auch.
daß Du so lieb und unermüdlich mein Wohnzimmer schmückst.
Liebes Linchen,
die Teddys sind sooooo süß. Die hätte Andreas sofort genommen, und ich auch.
daß Du so lieb und unermüdlich mein Wohnzimmer schmückst.
Lieber Robert,
wunderbar berührend geschrieben. Man spürt deutlich die unendliche Liebe zu Deiner Christie. Hab auch möglichst erträgliche Weihnachten und denk daran, morgen bist Du ihr wieder um einen Tag näher gekommen. ![]()
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Lilifee
Liebes Linchen,
auch Dir vielen Dank. Dein Elternhaus war auch ganz anders. Du warst bei der Wahl Deiner Eltern vorsichtiger als ich.
Wenn es wirklich im Leben Aufgaben zu erledigen gibt, war es vielleicht eine meiner Aufgaben mit dieser Lieblosigkeit umgehen zu lernen. Tja, das habe ich dann geschafft. Nicht wirklich gut, aber irgendwie. Hoffe aber, es reicht für die Versetzung. ![]()
Liebe Grüße
Lilifee
Liebe Annie,
danke für Dein Mitgefühl. Dein Elternhaus war ein ganz anderes. Und das sei Dir auch gegönnt. Das Gedicht kannte ich nicht, habe es aber gerade bei Google gelesen. Es ist wunderschön, und vor allem die Strophe über die kleinen Seelen und die letzte Strophe gefallen mir gut. Nun, meine Seele ist nicht gebrochen, aber etliche Kratzer und Schrammen hat sie schon bekommen. Das ist aber nicht nur bei mir so, sondern bei vielen anderen Menschen auch. Und bei manchen wurde die Seele wirklich gebrochen. Das ist mir dann doch erspart geblieben.
Ich drücke Dich auch ganz fest ![]()
Lilifee
PS: hattest Du eigentlich gesehen daß ich auf S.87 etwas für Dich geschrieben hatte?
Liebe habe ich vermisst, doch im Nachhinein betrachtet, habe ich sie doch erfahren. Sie zeigte sich nicht immer so, wie man sie leicht erkennt, aber sie war dennoch da. Sich zu fühlen, als wäre sie nicht da gewesen, das übersteigt meine Möglichkeiten….
Liebe Puzzle, ich möchte Dir mal einige Begebenheiten aus meinem Leben schildern. Es ist nur eine ganz klitzekleine Auswahl, aber vielleicht kannst Du mich dann wenigstens ein bißchen besser verstehen.
Meine Eltern hatten sehr lockere Handgelenke, und für mich waren sie noch um einiges lockerer als für meine Schwester. Meistens wurde nicht erst groß gefragt, was war los oder wer war das. Ruck zuck hatte ich rechts und links eine sitzen, und erst dann wurde -vielleicht- gefragt.
Ich
habe schon als Kind sehr gerne gelesen. Auf dem Gelände unserer
Grundschule war eine Bücherei, die von den Schülern kostenlos
genutzt werden durfte. Eines der Bücher hatte mir besonders gut
gefallen, und ich wollte es nach einiger Zeit nochmal lesen. Weil ich
den Titel nicht mehr wußte hatte ich aber keine große Hoffnung es
wieder zu finden. Trotzdem habe ich gestöbert und es tatsächlich
entdeckt. Selig und voller Freude kam ich nach Hause, und hatte
meiner Mutter, noch ganz erfüllt von meinem Glück 0ber die
erfolgreiche Suche, das Buch gezeigt. Sie hat es mir wortlos aus der
Hand genommen und mir erst mal rechts und links eine gescheuert. Weil
ich vergessen hatte irgendetwas wegzuräumen bevor ich in die
Bücherei gegangen bin. So war sie, und dieses Verhalten hat sich wie
ein roter Faden durch meine Kindheit und Jugend gezogen. Kaum war das
Kind mal glücklich gab es sofort einen Dämpfer. Nur ja nicht
übermütig werden. ![]()
Einmal, meine Schwester und ich gingen noch nicht in die Schule, hat sich meine Mutter auf den Boden gelegt während sie mit uns spielte. Sie sagte, so die Mutti ist nun tot, hat die Augen geschlossen und sich nicht mehr gerührt. Kannst Du Dir vorstellen wie erschrocken und verängstigt meine Schwester und ich waren? Uns sind die Tränen nur so gekullert, als wir sie am Arm gerüttelt und geschüttelt haben bis sie sich endlich wieder bewegt und die Augen geöffnet hat.
Vermittelt man einem Kind so Liebe, Vertrauen und Geborgenheit? Tut mir leid, aber ich vermag das auch im Nachhinein nicht zu erkennen.
Als ich ungefähr 17 war, sagte mein Vater völlig aus heiterem Himmel zu mir, warum bist Du eigentlich so dick. Guck Dir mal Deine Cousine an, wie schön schlank sie ist. Meine Cousine war sehr zierlich, das stimmt. Sie ist 1,62 und hatte Gr. 34. Ich bin 1,68 und hatte Gr. 38. Und mein Vater was das, was man einen stattlichen Mann nennt. Auch sehr liebevoll, oder?
Viele Jahre später, ich war schon lange erwachsen, sagte er dann, wir wissen ja daß wir viele Fehler bei Dir gemacht haben, aber wir haben Dich auch lieb. Nun ja, vermutlich haben sie wirklich geglaubt daß es so war. Trotzdem haben sie nie damit aufgehört immer wieder Gift zu verspritzen und äußerst nette Bemerkungen zu machen. Irgendwann hat mich das nicht mehr berührt, aber schön war es natürlich nicht.
Vor einigen Jahren ist dann auch meine Mutter gestorben. Mögen meine Eltern in Frieden ruhen, aber ich habe nach ihrem Tod nicht getrauert und sie noch nicht einen Tag lang vermißt. Möglich daß sie nicht anders sein konnten als sie es waren, daß sie nicht aus ihrer Haut herauskonnten. Für mich war es jedenfalls wie eine Befreiung.
Wenn
ich nun hier bei einigen von uns lese was für liebevolle Eltern sie
hatten, und wie behütet sie aufgewachsen sind, wird mir ganz anders.
Und ich frage mich warum ich in so eine Familie hinein geboren wurde.
Aber vermutlich gibt es auch dafür einen höheren oder tieferen
Grund, und ich hatte es wohl verdient. ![]()
Nun aber genug der inneren Nabelschau.
Dieser ständige, unerwartete Wechsel zwischen seinen „Persönlichkeiten“ verunsicherte mich.
Das kann ich sehr gut verstehen, denn genauso ginge es mir auch. Ich bin auch ein Fan von Beständigkeit, Sicherheit und Verläßlichkeit. Mit solchen Wesenssprüngen umzugehen würde mir auch sehr schwer fallen. Ich wäre ebenfalls irritiert, und würde mich fragen ob das an mir und meinem Verhalten liegt. Wenn Du das ausgehalten und sogar gemildert hast, muß Deine Liebe sehr groß gewesen sein. Manche Frau hätte bestimmt schon längst aufgegeben.
Vielleicht gab es nicht noch mehr zu lernen und wäre deshalb nur schwierig geworden?
Es
heißt ja, daß jeder in seinem Leben bestimmte Aufgaben erfüllen
und Dinge lernen muß. Wenn das geschehen ist darf man gehen. Damit
tue ich mir etwas schwer, wenn es denn so stimmt. Was ist wenn jemand
diese Ziele verfehlt? Lebt dieser Mensch dann ewig, oder muß er nach
seinem Tod wieder zurück auf die schnöde Erde? Quasi nachsitzen bis
das Klassenziel erreicht ist? Aber wenn es so ist, dann war es
vielleicht tatsächlich so, daß Dein Partner genug gelernt hat. Und
daß er seine Aufgaben, die er auch Dir gegenüber hatte, erfüllt
hat. Du konntest auf einmal verstehen. Und dann durfte er gehen, denn
es ging ja um sein Leben das sich erfüllt hat und nicht um Deines.
Das ist noch nicht fertig, denn es warten ja jetzt neue Aufgaben auf
Dich. Ich glaube aber schon, daß Dein Partner versucht Dich zu trösten. Aus dem Jenseits kann er vielleicht endlich so
sein, wie er schon auf der Erde gerne gewesen wäre. Und Dein Gefühl,
es ist in Ordnung so, ist ganz bestimmt richtig. Auch wenn Du
manchmal noch haderst. Warum soll es Dir auch besser gehen als mir? ![]()
Wenn
ich meinen Plausch mit dem Schicksal halte werde ich mal darüber
nachdenken, ob es sich mit Andreas` Leben nicht auch so verhält. Er
hatte alles erledigt und durfte auch gehen. Ob mir das nun gefallen
hat oder nicht. Auch hier gilt, es war sein Leben, nicht meines. Ich
bin noch da, also ist für mich möglicherweise doch noch etwas
vorgesehen. Oder muß ich nachsitzen? Hoffentlich nicht. ![]()
Auch die heutige Chance, nicht nur von mir zu erzählen, habe ich vertan….
Ach Puzzle, eben mußte ich doch mal herzhaft lachen. Und wieder verstehe ich Dich sehr gut. Ich habe keine Verpflichtungen mehr, kann nach Belieben vor mich hin gammeln, und mache mir ganz gewiß weder selbst- noch fremdbestimmten Streß. Wenn aber noch Familie da ist sieht das ja doch etwas anders aus.
Der
Austausch mit Dir ist mir sehr wichtig und wertvoll, und ich möchte
ihn gerne beibehalten. Tägliche Antworten sind aber generell kein
Muß. Keine von uns soll Knoten ins Hirn kriegen. Wir können auch
gerne jetzt einen break machen, und uns nach Neujahr wieder weiter
unterhalten. Vielleicht gehört es ja zu unseren Aufgaben sich
aneinander abzuarbeiten? Dann wird die Verbindung auch nach einigen
Tagen Pause nicht abreißen.![]()
Und zum Schluß werde ich doch nochmal salbungsvoll. Du kannst den vergangenen Tag nicht mehr ändern, und verpaßte Chancen sind für diesen Tag verpaßt. Du kannst aber an jedem weiteren Tag wieder neu versuchen diese Chancen doch noch zu ergreifen.
Frei nach Lilifee.
Ich wünsche Dir und Deiner Familie für alle Fälle schon mal schöne Weihnachten und einen guten Rutsch. Und bleib einfach die Puzzle, die Du bist.
Ich
schicke Dir eine ganz liebe Weihnachts![]()
Lilifee
Liebe Puzzle,
an
Alkohol bin ich nicht mehr so gewöhnt. Abgesehen von einer Zeit im
jugendlichen Alter habe ich auch nie sehr viel getrunken. In den
Jahren mit Andreas waren es immer zwei Gläser Sekt an Silvester. Ich
hoffe aber, daß sich ein eventueller Kater bei der überschaubaren
Menge Alkohol höchstens als kleines sanft schnurrendes Kätzchen
bemerkbar macht.
Schätzungsweise werde ich aber nur etwas besser
schlafen als sonst. ![]()
In Deiner Familie hat sich über die Jahre erstaunliches getan. Dein Vater hatte ganz offensichtlich eine ganz andere Einstellung zu Dir als Deine Mutter. Oder er ließ es zu mindestens so aussehen. Es heißt ja, daß sich manche Frauen unbewußt einen Partner suchen der dem Vater ähnlich ist. Soziale Isolation ist allerdings ein typischer Narzissten-Zug, der den Partner wunderbar abhängig macht. Allerdings hören echte Narzissten damit nicht auf, so lange es noch einen Kontakt gibt. Dein Partner hatte wahrlich etwas von Dr. Jekyll/Mr. Hyde. Hat Dich das angezogen? Bei der guten Seite Deines Partners wären aber viele Frauen schwach geworden, und das ist sehr verständlich.
Andreas war ein völlig anderer Mensch als mein Vater. Ich weiß nicht wie die beiden sich verstanden hätten. Wäre interessant gewesen das zu erleben. Aber sie haben sich nie kennengelernt. Mein Vater war ein Jahr bevor Andreas in mein Leben kam gestorben. Meine Mutter hat er noch kennengelernt, und sie mochte ihn sehr. Das war wie ein Ritterschlag von ihr. Sie war ein schwieriger unzufriedener Mensch, und es gab nur eine Handvoll Menschen die sie wirklich mochte. Ich gehörte definitiv nicht dazu. In unserer Familie, ich habe eine zwei Jahre jüngere Schwester, gab es auch keinen Klebstoff. Deine Mutter hat es geschafft eure Familie zusammenzuhalten und wieder zu vereinen. Auch über ihren Tod hinaus. Es muß schön gewesen sein so eine Mutter zu haben.
Würdest
Du sagen, daß Dein Partner Deinem Vater charakterlich ähnlich war?
Dein Vater hat die Beweggründe Deines Partners für seinen letzten
Schritt auf Anhieb verstanden. Das finde ich bemerkenswert. Und er
hat ja wohl auch recht mit seiner Einschätzung. Ja, Männer.
Manchmal könnte man sie …. ![]()
Eure Familie ist unglaublich zusammengewachsen als es mit Deiner Mutter langsam aber sicher zu Ende ging. Und auf einmal war nicht mehr Dein Vater sondern Du der Macher, der Kümmerer, der Organisator. Du mußt eine unglaublich große Last alleine getragen haben. Dein Vater hat Dich um Rat gefragt, er gab zu etwas nicht zu können. Er konnte auf einmal Schwäche zeigen und diese auch zugeben. Das war sicher etwas Neues für Dich.
Und dann mußtet ihr die schwerste aller Entscheidungen treffen. Für Deine Mutter. Das läßt allerdings zusammenrücken.
Ich habe oft gesagt: ich bin das Lieblingskind meiner Eltern und wenn sich meine Geschwister auch so fühlen, haben meine Eltern nicht viel falsch gemacht
Das
kann man ganz bestimmt so sagen. Eltern sind ja auch nur Menschen,
und haben wenn mehrere Kinder da sind oft einen Liebling. Auch wenn
ihnen das vielleicht gar nicht bewußt ist, und sie das rundheraus
abstreiten würden. „Wir behandeln doch alle Kinder gleich“ ,
sagen sie dann. Aber so ist es eben nicht immer. Deine Eltern müssen
nicht nur vieles sondern alles richtig gemacht haben. Bei meiner
Schwester und mir waren die Rollen seit unserer Kindheit klar
verteilt. Das Lieblingskind war nicht ich. ![]()
Deshalb
war und ist lieben dürfen und geliebt werden das Höchste für mich.
Ich hatte auch nie eine starke Schulter an die ich mich anlehnen
konnte. Es gab niemanden der gesagt hat, laß mal, ich kümmere mich
schon darum. Der Macher war immer ich. Auch bei Andreas. Aber er hat
mich genauso unendlich geliebt wie ich ihn.
Und für ihn habe ich
sehr gerne gemacht.
Jetzt bin wieder nur auf eine einzige Frage von dir eingegangen und schon wieder nur meine Belange… verflixt, das wollte ich doch ändern… *grml*…
Naja, vielleicht gibt es ja morgen eine neue Chance, mich zu bessern
In Abwandlung des Spruches „Neuer Morgen, neuer Tag, neues Glück“ könnte ich jetzt höchst salbungsvoll sagen, neuer Morgen, neuer Tag, neue Chance. Ich tue es aber nicht.
Hoffentlich hast Du die Einkäufe zufriedenstellend erledigt. Damit dem Festmahl nichts im Wege steht. Luftgulasch und Papierknödel, das habe ich noch nie gehört, klingt aber sehr lecker. Seit ich kein Auto mehr habe gehe ich nur noch virtuell in den Supermarkt, und ein sehr freundlicher Fahrer von Edeka bringt mir dann die Sachen bis in die Küche. Sozusagen als Highlight der Woche.
Der Mittwoch ist ja nun fast rum, und wenn Du das liest ist vermutlich schon Donnerstag. Deshalb wünsche ich Dir -ganz originell- einen angenehmen solchen.
Alles Liebe
Lilifee
Liebe Puzzle,
auf
Alfred Nobel und seinen Preis pfeife ich sowieso, wenn ich bedenke wer
diesen Preis schon bekommen hat. Da gab es für mein Empfinden schon
einige Fehlentscheidungen. ![]()
In Kategorien denke ich auch nicht. Ich hätte besser geschrieben, welche der drei Möglichkeiten trifft für mich am ehesten zu. Paßt das besser zu Deinem Bild von mir? Jede Trauer ist einzigartig, und jeder Weg zur Bewältigung auch. Deshalb gibt es natürlich auch einen Lilifee`schen Weg. Den kann nur ich gehen, so wie jeder seinen eigenen Weg finden und gehen muß.
Und
nein, Du irrst Dich nicht sondern hast es wieder genau erfaßt. Trotz
des verhaltenen Optimismus ist noch kein Friede eingekehrt. Ich
arbeite aber dran. Vielleicht werde ich mit dem Schicksal mal einen
netten Weihnachtsplausch halten. Ich habe ohnehin vor mich an
Heiligabend mit einer halben Flasche Rotwein sinnlos zu besaufen, und
dann plauscht es sich ja besonders gut. Mal sehen was dabei
herauskommt. ![]()
Eine Kolumne in der Zeitung zu schreiben kann ich mir (noch) nicht so gut vorstellen. Es stimmt, ich formuliere gerne, und etwas Humor habe ich sicher auch, aber beides nur wenn ich es will und nicht weil ich muß. Das Hirn zu einem bestimmten Termin ausquetschen müssen stelle ich mir nicht immer sehr ersprießlich vor. Ich glaube auch nicht daß mich der Chefredakteur danach fragen wird. Aber wer weiß, man soll ja nie „Nie“ sagen. Vielleicht tut sich ja doch ein Weg in diese Richtung auf.
Einen
Plan B habe ich meistens nicht gehabt. Drum bin ich auch nicht weich
gefallen wenn das Schicksal gelacht hat, sondern gnadenlos auf Beton
geknallt.
Wenn ich mich an Silvester mit der zweiten Hälfte der
Flasche Rotwein nochmal sinnlos besaufe, werde ich überlegen welchen
Plan B ich für das 4. Trauerjahr entwickeln kann. Schadet sicher nichts einen zu haben. Oder sollte ich erst mal mit einem Plan A beginnen? ![]()
Schau mal auf EBay, dort gibt es sicher auch Zepter
Ob
es Zepter auch bei Amazon gibt? Da kenne ich mich besser aus. Und für
einen erfolgreichen Plan A und B ist es sicher kein Fehler selbiges wieder
selbst in der Hand zu haben. ![]()
Das
sind ja tolle Neuigkeiten und Veränderungen die auf Dich warten.
Damit hattest Du ganz bestimmt nicht gerechnet. Es ist wirklich
erstaunlich was alles möglich ist. Ich wünsche Dir so sehr, daß
alles so wird wie geplant. Deine Tochter läßt sich bestimmt
überzeugen mit ins Boot zu steigen. Du schaffst das. Und wenn nicht
gleich, dann eben etwas später.
![]()
![]()
Eine Entwicklung, die ich für absolut unmöglich hielt. Vor 10 Jahren war ich aus tiefstem Herzen überzeugt, dass der Streit zwischen meinem Vater und mir erst endet, wenn einer von uns stirbt….
Das
wäre aber ganz schlimm gewesen. Der Übriggebliebene (vermutlich Du)
hätte sich doch ewig Vorwürfe gemacht. Hätte ich doch nur, aber
jetzt ist es zu spät. Das sind auch zwei ganz bittere Worte.
Hoffentlich müssen wir sie nie sagen. Hast Du eine Ahnung was Deinen
Vater zum Umdenken bewogen hat? Oder war es einfach das
Zusammenrücken nach dem Tod Deiner Mutter? Du schreibst, seit dem
Tod Deines Partners hat sich die Beziehung zu Deinem Vater verändert.
War er mit ihm nicht einverstanden? Jedenfalls ist es toll daß es so
ist, und daß sich dadurch Deine Sorgen auflösen. Du hast viel mehr
zu tragen als ich, und hast das so was von verdient. Ich wünsche
auch Deinem Sohn daß er seinen Traum verwirklichen kann. Und Du bist
ein Teil davon. ![]()
Deine
Zukunft sieht wirklich auf einmal ganz hell und leicht aus. Das freut
mich so sehr. Unerwartete Wendungen kann es wohl für jeden geben. Im
Guten wie im Schlechten. Und das nährt meinen vorsichtigen
Optimismus weiter. Wie es zu solchen Wendungen kommt weiß ich auch nicht.
Aber ich würde sie natürlich auch dankbar annehmen, vorausgesetzt
es ist eine Wendung zum Guten. Ich hoffe und wünsche Dir, daß Dein
Schicksal nicht wieder vom Stuhl fällt, sondern es diesmal ernst
meint.
![]()
Alles Liebe Lilifee
Liebe Annie,
wie geht es Dir? Vermutlich sehr bescheiden. Euch steht das erste Weihnachtsfest ohne den Papa, den Ehemann und den Nonno bevor, und das ist nicht einfach. Wie es bei euch und in euch aussieht kann ich mir sehr gut vorstellen. Es ist wohl noch kein Trost, aber er wird wieder bei euch sein, und vielleicht kann Dein Kleiner den Nonno wieder sehen.
Das wünsche ich ihm und euch so seht. ![]()
Ich drücke Dich ganz fest und nehme Dich in den Arm
![]()
Lilifee
Liebe Pia,
![]()
der Kleine ist ja süß- Danke für den netten Gruß.
Alles Liebe
Lilifee
Liebe Andrea,
schön mal wieder von Dir zu lesen. Ich hoffe es geht Dir zufriedenstellend und wünsche Dir auch ruhige und friedliche Weihnachten. ![]()
![]()
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Lilifee
Liebe Mena,
das hast Du aber auch sehr schön geschrieben. Genau so ist es.
Was wann irgendwie richtig ist, das entscheiden unsere Seele und unser Körper. Sowohl Seele als auch Körper haben das Zepter übernommen.
Dem ist nichts hinzu zu fügen. Hoffen wir trotzdem daß wir auch mal wieder das Zepter zurück bekommen.
Liebe Grüße
Lilifee
Liebe Steffi,
das stimmt. Wir wissen nicht wie lange das Leid dieser Frau gedauert hat bis die "Erlösung" kam, und ob die Ehe durchgängig schlecht war, oder nur in den letzten Jahren. Genauso wenig wissen wir (leider oder zum Glück?) nicht wie lange unser Leid noch dauern wird. Ich hoffe aber mit Dir, daß wir irgendwann Frieden schließen können. Und ganz zart und leise beginnt bei mir die Hoffnung zu keimen daß es so sein könnte ..
Liebe Grüße
Lilifee
Liebe Puzzle,
jetzt
enttäuschst Du mich aber. Zugegeben, der Handschuh war klein, eher
Kindergröße. Ich habe Dir widersprochen. Ätsch.
Zu dem was Du
heute geschrieben hast gibt es aber keinen Widerspruch. Du hast sehr
anschaulich beschrieben wie es Dir ergangen ist, und ich finde mich
problemlos darin wieder.
Mit dem auf die Beine kommen und sich wieder aufrappeln ist das so eine Sache. Manchen gelingt das ganz gut, und es dauert auch nicht so lange. Manche brauchen tun sich schwerer, brauchen länger. Und manche schaffen es nicht mehr. Zu welcher Kategorie gehöre ich? Zur ersten auf keinen Fall. Zur letzten hoffentlich auch nicht. Bleibt also noch die mittlere. Die bietet auch den Spielraum der zum Scherben weg kehren benötigt wird. Und ich denke, das sollte man auch sehr sorgfältig und mit Ruhe tun. Damit man sich später nicht an einer vergessenen oder übersehenen Scherbe schneidet.
Jetzt
habe ich meinen letzten Beitrag nochmal durchgelesen, auf der Suche
nach bittersüß. Und nun sage ich, nichts gefunden.
Ich klinge doch
schon verhalten optimistisch. Oder meine ich das nur? Sicher, ich
habe mich noch nicht ganz mit meinem Schicksal ausgesöhnt, bin
manchmal schon noch sehr wütend auf selbiges. Aber das Schicksal
soll sich mal nicht so anstellen. Es hat meine Wut ja
herausgefordert. Auch wenn das Schicksal das vermutlich anders sieht.
Und die überraschende Wendung in Deinem Leben hat mich wirklich aufgemuntert. Puzzle hat so viel mitgemacht, dachte ich. Aber es ist trotzdem möglich daß Licht und Wärme zurück kommen. Vielleicht anders als man es sich wünscht, aber es kommt. Ich schätze mal, so habe ich es jedenfalls herausgelesen, daß Du zu diesem Zeitpunkt nicht unbedingt damit gerechnet hast. Und dann begann ganz zaghaft die Hoffnung zu keimen, ob das bei mir auch so werden kann?
Den Begriff „Trauerarbeit“ müßte man wirklich mal definieren. Für mich bedeutet das in erster Linie die Trauer aushalten und den Verlust verarbeiten. Und da steckt das Wort „arbeiten“ drin. Folglich ist das auch Trauerarbeit, und die kann auch durch eher passives Verhalten im Alltag geleistet werden. Dann muß ich gar nicht besonders aktiv werden. Es sein denn ich möchte das.
Für mich sieht es immer nur hinterher so aus, als hätte ich ganz viel getan.
Ja, so ist es wohl. Man erkennt ja manches erst im Rückblick. Das gilt nicht nur für die Trauerbewältigung. Nur steckt man bei der ganz zäh und tief drin. Kommt kaum vom Fleck, so fühlt es jedenfalls an. Und doch, man geht immer weitere Schritte, auch wenn es manchmal nur kleine Trippelschritte sind. Und rückblickend erkennt man auf einmal, ich habe ja doch wieder eine Strecke zurückgelegt.
Der Schmerz ist immer noch da, und wird sich dauerhaft und häuslich bei mir einrichten. Die Verzweiflung ist aber lange nicht mehr so groß wie am Anfang, und die Hoffnungslosigkeit läßt gerade ein wenig nach. Die Sehnsucht nach meinem Andreas wird nicht mehr vergehen, aber vielleicht wird mir ja trotzdem das Geschenk zuteil, nochmal Wärme und Licht zu finden.
Übrigens hatte ich heute eine liebe und ausführliche Antwort des Chefredakteurs in meinen Mails. Durch verschiedene andere Artikel von ihm hatte ich den Eindruck, daß er mit seiner Familie im selben Ortsteil wohnt wie ich. Ich schrieb also am Schluß testhalber, „Liebe Grüße aus Taunusstein-Hahn“, und war gespannt ob er darauf eingehen würde. Und tatsächlich, er schrieb „mit Grüßen von Hahn zu Hahn“ und einem netten Zwinkersmiley.
Das
sind auch so kleine Lichter die aufmuntern. ![]()
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Danke für die guten Wünsche. Freude, Licht und Hoffnung sollen auch bei Dir wieder Einzug halten. Und vielleicht stehen sie ja schon vor Deiner Tür.
Laß
Dich auch ![]()
Lilifee
Somit hatte sie früher Leid und fühlt sich jetzt besser.
Wir fühlen jetzt Leid und hatten es frührer besser.
Liebe Steffi,
ich bin jetzt verblüfft, aber so kann man es tatsächlich sehen. Doch wer hat es nun insgesamt besser? Vermutlich diese Frau, denn sie hat ihr Leid hinter sich. Wir stecken mittendrin und wissen nicht wie lange es noch dauert. Aber ich bin trotzdem froh und dankbar daß ich diese Liebe mit meinem Andreas erleben durfte.
Auch wenn ich jetzt leiden muß. ![]()
Liebe Grüße
Lilifee
Handschuh zum Duell? eine Herausforderung?
Ich sitze hier schmunzelnd und tatsächlich fällt mir kein Spruch ein, den ich entgegen könnte. Also bliebt mir nur: *touchè*
Grüß
Dich auch liebe Puzzle. Es ist jetzt halb eins in der Nacht, und ich
fange an Dir zu schreiben. Mal sehen wann ich damit fertig bin. Ich
hoffe Du hast gut geschlafen, denn Du wirst einen neuen Handschuh
finden. ![]()
Mein
Tag war ruhig und friedlich. Und ich habe etwas getan, was ich noch
nie getan habe. Ganz spontan. In unserer Tageszeitung gibt es in der
Samstagsausgabe immer eine Glosse, die hauptsächlich von drei
Redakteuren geschrieben wird. Einer ist der Chefredakteur vom
Lokalteil, und seine Glossen, seine Schreibweise und sein manchmal
etwas schwarzer Humor gefallen mir sehr gut. Da freut sich das kleine
Teufelchen in mir wenn ich das lese, und ich gluckse nur so vor mich
hin. ![]()
Heute habe ich dem Chefredakteur über die Redaktion eine Mail geschickt, und hoffe daß sie an ihn weitergeleitet wird. Ich habe mich für seine Beiträge bedankt und geschrieben wie gut mir sein spezieller Humor gefällt. Das war mir schon länger ein Bedürfnis, und heute war die Zeit reif dafür.
Aber nun freue ich mich erst mal für Dich. Du siehst ganz unverhofft wieder Licht und hast Pläne. Das finde ich klasse, und ich wünsche Dir daß das Schicksal nicht wieder lacht. Oder wenn, dann nur freundlich und wohlwollend. Ich glaube Dir absolut daß es so ist. Dazu paßt auch der Spruch „wenn Du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her“. Mensch Puzzle, das klingt so ermutigend. Auch für mich und vielleicht noch andere die hier mitlesen. Hoffentlich lernt der Vogel hoch und weit zu fliegen.
Ja, das Schicksal hat mir auch etwas Gutes gegeben. Die wunderbaren Jahre mit Andreas. Aber es hat viel zu schnell wieder genommen, und deshalb grolle ich noch. Wie mein Weg weitergehen wird weiß ich auch nicht, aber es ist gut möglich daß ich mich mit dem Schicksal erst versöhnen muß bevor sich Neues auftut. Ich bemühe mich ja auch, aber das ist halt nicht so einfach.
Du gehst mir überhaupt nicht auf die Nerven, im Gegenteil. Du fütterst mein Hirn mit positiven Gedanken und Überlegungen. Und vielleicht bleibt ja doch was hängen. Mein Umgang mit dem Verlust von Andreas hat sich auch schon langsam und unmerklich verändert. Und daran ist eine gewisse Puzzle nicht ganz unschuldig. Möglicherweise fallen Hoffnung und Optimismus irgendwann über mich her, wenn ich überhaupt nicht damit rechne. Aber bis jetzt sage ich nur, Schnee im August.
Natürlich hinterläßt jeder Todesfall trauernde Angehörige, egal wie alt der Verstorbene geworden ist. Aber wir wissen ja alle daß das Leben endlich ist, und daß der Tod auf jeden von uns wartet. Das ist ja auch das Einzige was für jeden gewiß und für alle gleich ist. Von daher finde ich es schon normal daß der Tod irgendwann kommt, aber manchmal kommt er viel zu früh. Und das ist noch schwerer zu akzeptieren.
Eine Kristallkugel hätte ich auch gerne. Aber vielleicht ist es besser keine zu haben. Ich würde schon gerne wissen ob ich noch auf etwas Gutes hoffen darf, aber wenn es nicht so ist erfahre ich das noch früh genug.
Mir hat mein Gefühl immer gesagt, was der nächste Schritt ist… Was sagt dir denn dein Gefühl? Das wäre vielleicht die wichtigste Frage
Das ist eine sehr wichtige Frage. Leider sagt mir mein Gefühl überhaupt nichts. Oder bin ich vielleicht schwerhörig? Es heißt ja, das Schicksal schubst einen immer wieder in die richtige Richtung wenn man vom vorgesehenen Weg abkommt. Zur Not auch mit Gewalt. Mein Schicksal fällt aber nur lachend vom Stuhl und läßt mich taumeln. So fühlt es sich jedenfalls an. Ich weiß nicht welcher Weg der richtige ist, und ich beneide jeden der seine Weg kennt. Oder ihn zu kennen glaubt, denn das ist ja auch schon was. Vermutlich wird es darauf hinauslaufen daß ich meine restliche Lebenszeit nur noch absitze. Und es dem Schicksal überlasse ob es noch etwas mit mir vorhat. Vielleicht kommen Veränderungen tatsächlich von selbst. Immerhin schließe ich nicht mehr aus daß es so sein könnte.
Und ja, andere Sichtweisen zu erfahren erweitert den Horizont. Das finde ich auch sehr erstrebenswert, und bin froh daß Du auf einmal in mein Wohnzimmer geschneit kamst. Schon wieder Schnee …
für
die Horizonterweiterung und auch für die Reibungsmöglichkeit. Das
macht doch wieder etwas lebendiger. ![]()
Nun ist es kurz nach zwei, und ich werde mich allmählich Richtung Koje bewegen. Heute werde ich wohl etliche Anrufe bekommen, und da muß ich aufnahmefähig sein.
Hab einen schönen Tag und viel Freude beim Pläne schmieden.
Und alles Liebe
Lilifee
Vielleicht interessiert es euch, wie ich dazu stehe… wenn nicht, bitte weiterblättern
Du
weißt doch genau daß wir lesen und nicht weiterblättern. ![]()
![]()
Liebe Puzzle,
Deine Argumentation und die Beispiele sind schlüssig und nachvollziehbar. So weit so richtig. Aber das alles funktioniert doch nur wenn unsere Entscheidungen auch wirklich zum Tragen kommen, und wir nicht wieder von neuen Nackenschlägen ausgebremst werden.
Für manche machen die Nackenschläge weit mehr als 10% aus. Die Relation 10/90 stimmt nicht. Und das wollten wir ausdrücken. Niemand wird bestreiten daß es Entscheidungsmöglichkeiten und -freiheiten gibt. Aber in welchem Ausmaß? Das ist eben nicht für alle gleich.
Hoffe, es geht Dir halbwegs und Du bist nicht ins Trauerloch zurückgefallen. Ich werde mich jetzt mal zurückziehen und was essen. Später gucke ich noch mal vorbei.
Liebe Grüße
Lilifee