Beiträge von Lilifee

    Liebes Linchen,


    danke, es war erträglich. Ich hatte einige Telefonate, Mails und SMS, das lenkt schon etwas ab. Auf dem Friedhof brechen leicht alle Dämme. Das so liebevoll geschmückte Grab zu sehen und Deine Mama zu vermissen ist schlimm. Zum Glück hast Du noch jemanden der Dich hält. Das fehlt mir leider. Aber damit muß ich umgehen.


    Bald ist Weihnachten ja überstanden. Bis zum nächsten Jahr....


    Ich wünsche Dir aber trotzdem noch einen möglichst ruhigen Feiertag.

    Lilifee



    Liebe Puzzle,


    danke für die guten Wünsche, aber mich hat weder ein schnurrendes Katerchen noch ein schnurrendes Kätzchen heimgesucht. Obwohl ich nichts Gutes mehr gewöhnt bin, ist die genossene Menge Rotwein spurlos an mir vorbeigezogen. 8o Ich habe noch nicht mal besser geschlafen als sonst, und das hat mich schon etwas enttäuscht. Nur das Einschlafen ging etwas schneller. Das kann aber auch daran gelegen haben daß ich erst um vier Uhr ins Bett gegangen bin. :S


    Das erste Weihnachten ohne Deine Mutter war bestimmt sehr bedrückend. Ihr seid aber kein komischer Haufen. Es ist doch nicht ungewöhnlich daß man die anderen nicht runter ziehen will, weil man selbst leidet. Auch wenn man weiß daß die anderen genauso leiden. Dadurch entsteht aber eine verkrampfte unnatürliche Atmosphäre. Ich kenne die Freundin Deines Vaters nicht, aber kann es vielleicht sein, daß sie einfach versucht hat gegen diese Atmosphäre anzureden oder sie wegzureden? Für manche Menschen ist es sehr schwer so eine Situation auszuhalten. Du schreibst, sie müßte sich das alles nicht antun. Offensichtlich sieht sie aber etwas in Deinem Vater daß es lohnenswert macht sich das anzutun. Und Dankbarkeit ist sicher nicht der schlechteste Weg mit ihr umzugehen.


    Die Sache mit Deiner Uhr ist schon unheimlich und Gänsehaut verursachend. Man hat ja schon gehört daß Uhren stehenbleiben wenn ein geliebter Mensch stirbt. Aber der Zeitpunkt als Deine Uhr stehenblieb ist schon ungewöhnlich. Ich kann sehr gut verstehen daß sich alles in Dir gegen eine neue Batterie sträubt, und daß Du die Uhr so weiterträgst. Wenn meine Uhr stehengeblieben wäre als Andreas gegangen ist, hätte ich es auch so gemacht. In diese Uhr käme nie wieder eine neue Batterie, aber ich hätte mir nach einiger Zeit eine andere gekauft, denn ganz ohne Uhr ist für mich nichts. Etwas ist allerdings seltsam wenn ich jetzt so darüber nachdenke. Batterien sind natürlich irgendwann leer, aber sollte das ausgerechnet genau in diesem Moment der Fall gewesen sein? Das wäre schon ein sehr sehr großer Zufall. Wenn die Uhr aber stehengeblieben ist obwohl die Batterie nicht leer war, warum ist sie dann nicht zu einem späteren Zeitpunkt wieder gegangen sondern steht heute noch?


    Es beruhigt mich daß Du mit dem Plan auch ein Problem hast. Niemand weiß ja ob es wirklich einen gibt oder nicht. Das eine läßt sich so wenig beweisen wie das andere. Dann kann man aber auch nicht sagen, daß in dieser Welt nichts umsonst geschieht. Manche sagen ja sogar, es gibt keine Zufälle. Alles was geschieht hat seinen Grund und resultiert aus Ursache und Wirkung. Da ist sicher was dran. Und ich glaube auch nicht daß den Menschen die Verantwortung für ihr Handeln abgenommen werden soll. Weißt Du was? Das wird mir zu kompliziert, dafür ist mein kleiner Menschenverstand nicht gemacht. Ich werde jetzt einfach aufhören darüber nachzudenken. :)


    Möglicherweise ist Optimismus die höchste Form des Schönredens wer weiß.

    Der Pessimist erkennt das, weist uns Optimisten darauf hin, wird dadurch aber auch nicht glücklich…


    Optimismus ist grundsätzlich nicht verkehrt. Ich finde aber, zu viel davon ist ungesund und schwer verdaulich. So wie zu viele Süßigkeiten. Über manche Menschen sagt man ja, sie wären Berufsoptimisten. Den Umgang mit ihnen stelle ich mir anstrengend vor. Für mein Empfinden ist es nicht immer möglich sich das Leben schön zu reden. Dafür bin ich wohl zu sehr Realist. Und Berufsoptimisten wollen genau das nicht wahrhaben. Wenn ich etwas als schlimm empfinde und dann kommt so jemand daher und sagt, stell Dich mal nicht so an. So schlimm ist es ja nun auch nicht, dann fühle ich mich doch etwas veralbert. Pessimisten sind genauso anstrengend, denn nur Schwarzsehen ist natürlich auch nicht das Gegebene, und glücklich sind sie ganz bestimmt nicht. Höchstens wenn sie mal recht behalten, und dann sagen können, siehst Du, ich habs Dir doch gesagt. Das ist ihnen bestimmt ein innerer Reichsparteitag. Mit realistischem Optimismus kann ich mich identifizieren. Nicht alles Schwarzsehen, Hoffnung für das Gute haben, aber trotzdem anerkennen daß es auch Schlimmes gibt, das sich beim besten Willen nicht schön reden läßt.


    Meine Trauer verbringe ich nicht mehr damit nach Erklärungen zu suchen, die mir eh niemand geben kann. Das habe ich aufgegeben, und ändern kann ich ja nichts mehr. Meine Trauer besteht nur noch darin um den Verlust von Andreas zu trauern. Nicht mehr und nicht weniger. Und genau deshalb wird die Trauer für den Rest meines Lebens bleiben. Der Verlust kann ja nicht mehr rückgängig gemacht werden. Wie rede ich mir also am besten schön, daß ich den Rest meines Lebens ohne meinen geliebten Andreas verbringen muß? Für Ideen und Anregungen wäre ich dankbar. :8::8:


    Deinen Vater wollte ich nicht beleidigen. Es tut mir leid daß Du es so aufgefaßt hast. Wahrscheinlich habe ich Deine Situation und Deine Kindheit zu sehr mit meiner und meinem Vater gleichgesetzt. :(


    Hab eine gute Nacht und noch einen möglichst angenehmen 2. Feiertag.


    Alles Liebe

    Lilifee

    Liebe Puzzle,


    es ist jetzt zwanzig nach sieben, und eure Festvorbereitungen sicher erledigt. Vielleicht schmeckt das Festessen auch schon?

    Zum Glück aber reagiert jeder anders auf eine solche Vergangenheit, das sieht man bei dir. Du hast sehr viel Einfühlungsvermögen und Mitgefühl entwickelt. Man möchte fast sagen: TROTZ dieser schrecklichen Ereignisse, doch ich wage zu behaupten: WEGEN dieser Ereignisse.

    vielleicht kann man auch sagen, trotz UND wegen. In einem Buch das ich mal gelesen habe sagte die Hauptfigur, es ist schon seltsam. Oft haben Menschen die nur wenig Liebe bekommen haben am meisten davon zu geben. Da habe ich mich sehr angesprochen gefühlt. Viele Menschen hatten eine sicher noch lieblosere Kindheit, und das kann allerdings sehr viel anrichten. Verletzungen und Narben sind unvermeidlich, das ist bei allen gleich. Der Umgang damit und die Auswirkungen auf das Erwachsenenleben sind aber so individuell wie die Menschen selbst.


    Du hattest auch keine einfache Kindheit, gehst aber auch anders damit um als es z.B. Dein Partner getan hat. Du hast auch großes Einfühlungsvermögen und bist ein liebevoller Mensch geworden. Sicher spielt auch das Ausmaß der Verletzungen eine Rolle, und ob das Kind im Umfeld Menschen hatte, die das Defizit ein wenig ausgleichen konnten. Wegen meiner Kindheit konnte ich auch mit dem Schicksal Frieden schließen. Wegen dem viel zu frühen Verlust von Andreas aber noch nicht so ganz. Ich werde aber später, bei zwei Gläsern Rotwein, versuchen dem Frieden einen großen Schritt näher zu kommen. Inwieweit das gelingt werde ich ja sehen. Und Du hast recht, Galgenhumor ist manchmal nötig um nicht ganz zu verzweifeln. Auch in anderen Situationen. Heilung und Frieden bringt er aber nicht.


    Ich denke auch daß die größeren Dinge vorherbestimmt sind, und daß es auch einen Grund gibt warum sie so bestimmt sind und nicht anders. Heute hat mich eine Frage gestreift, die mir so noch nicht gekommen ist.


    Es heißt ja daß es einen großen göttlichen Plan, und nicht nur für die gesamte Menschheit sondern für jeden einzelnen Menschen, gibt. Aber was beinhaltet dieser Plan alles? Ist genau geplant was jeder einzelne Mensch an jedem einzelnen Tag tut, oder auch nicht? Wenn das so sein sollte könnte niemand etwas für sein Tun. Andererseits hat Gott jedem Menschen einen freien Willen gegeben. Kollidiert es nun mit dem Plan wenn der Mensch seinen freien Willen ausübt? Dann wäre der Plan unvollkommen, und das wäre nicht göttlich. Oder ist die Ausübung des freien Willens eingepreist und genauso vorgesehen? Dann wäre es aber wieder so, daß niemand etwas anderes machen kann als es für ihn geplant ist. Und der freie Wille wäre nur eine Illusion. Oder ist es vielleicht so, daß der Plan nur die Rahmenbedingungen vorgibt, und es uns Menschen überlassen ist was wir daraus machen? So richtig kann ich mir das aber auch nicht vorstellen, denn so ein Plan wäre doch ziemlich nutzlos. Konntest Du mir halbwegs folgen? Würde mich echt interessieren wie Du darüber denkst. Und damit kein falscher Eindruck entsteht, die Rotweinflasche ist noch zu. Die öffne ich erst wenn ich den Text eingestellt habe. Sicher ist sicher. :):S:):S


    Jede Elterngeneration will die Fehler und Schwächen der eigenen Eltern nach Möglichkeit nicht wiederholen. Es heißt dann, bei meinen Kindern mache ich das aber ganz anders. Und sie machen es auch anders, und dafür andere Dinge falsch. Meine Lieblingscousine, die mit Gr. 34,:) hat zwei Töchter. Mit ihren Eltern hat sie sich sehr gut verstanden, hatte eine liebevolle und behütete Kindheit. Aber auch sie wollte anders machen. Einmal sagte sie zu mir, ich ertappe mich immer wieder dabei daß ich manchmal wie meine Mutter klinge, und meinen Kindern dasselbe sage was sie auch zu mir gesagt hat. Und das wollte ich doch nie tun. Als ihre ältere Tochter 14 war wollte sie lieber zu einer Jugendfreizeit fahren, als mit den Eltern Familienurlaub machen. Meine Cousine fand das überhaupt nicht toll, und hat mir ihr Leid geklagt. Da habe ich sie mal angesehen und milde lächelnd gefragt, hast Du wirklich ein so kurzes Gedächtnis? Erinnerst Du Dich nicht mehr daran, daß Du in diesem Alter auch mehr Freiheiten wolltest? Schluck. Sie kaute einen Moment darauf herum und sagt dann, Du hast ja recht. Und wieder war ihre Mutter in ihr durchgekommen, obwohl sie das doch gar nicht wollte. Der Perspektivwechsel war sehr hilfreich. Die Tochter durfte zu der Freizeit fahren, und meine Cousine und die Töchter haben ein sehr enges herzliches Verhältnis. Du siehst also, Du bist damit nicht alleine, aber das wußtest Du sicher. Ich habe keine Kinder, deshalb ist mir dieses Dilemma erspart geblieben. Wer weiß, was für eine Mutter ich geworden wäre. :(


    Tja, wofür war oder ist es gut daß ich so wurde wie ich bin? Kein ganz so schlechter Mensch zu sein ist ja nun immer gut. Vielleicht auch damit ich Andreas all meine Liebe, die vorher so richtig niemand wollte, geben konnte? Er hat sie aufgesogen wie ein Schwamm, aber das war umgekehrt genauso. Und ob es sonst noch zu etwas gut war oder ist müssen andere beurteilen.


    Dein Vater war wohl auch ein Mensch, der besser keine Kinder gehabt hätte. Eure ganze Familie hat gelitten, und das war natürlich auch sehr belastend. Mein Vater war nicht jähzornig, aber sehr bestimmend, um es mal so auszudrücken. Widerworte hat er nur sehr schlecht vertragen, und von meiner Mutter auch nie bekommen. Leider. Er war der geborene Anführer. Und das muß ich ihm lassen, was er geplant, angepackt und organisiert hat klappte wie am Schnürchen. Da konnten sich manche eine dicke Scheibe abschneiden. Und in späteren Jahren hat er von mir sogar so manche Widerworte geschluckt. Weil er merkte daß ich mich nicht mehr beeindrucken ließ. Manchmal habe ich mich aber schon gefragt was meine Eltern eigentlich aneinander gefunden haben. Hast Du Dich das auch schon mal gefragt? Aber Dein Vater hat die Kurve noch gekriegt, wenn auch spät, meiner nicht. ;(

    Doch wie sagt meine Ärztin immer? „Es ist unerheblich, ob sich jemand Schmerzen nur einbildet, sie tun genauso weh.“


    Recht hat sie. Alles Tun und Lassen auf dieser Erde steht in einem größeren Zusammenhang, ob wir das verstehen und anerkennen können, oder nicht. Deshalb ist es auch unerheblich, ob jeder das so sieht. Den Zusammenhang gibt es trotzdem. Das bildest Du Dir nicht ein. Und ich werde auch darüber nachdenken und forschen wenn ich bald mit dem Schicksal plausche.


    Dein Text wirkt keineswegs wie dummes Geschwafel und ist es auch nicht. Aber vielleicht habe ich wegen „dem Plan“ zu sehr geschwafelt. Die Flasche ist übrigens immer noch zu, wird aber demnächst geöffnet. Dann ist sie reif. Bin aber trotzdem erschrocken wie viel ich jetzt zusammengeschrieben habe. Hoffentlich sprengen wir nicht irgendwann den Server. :evil:


    Ich hoffe ihr habt einen schönen Abend.

    Lilifee

    Liebe Annie,


    das ist wirklich ein Zufall. An diesem Tag haben natürlich Millionen Menschen Geburtstag, aber daß Dein Papa und ich uns dieses Datum teilen ist schon erstaunlich. Danke für die Glückwünsche.


    Wir alle haben uns das Leben so nicht gewünscht und vorgestellt. Jetzt noch nicht. Wir wissen daß wir einmal sterben werden, aber wenn es passiert ist es für die trauernden Angehörigen immer zu früh. :33:  


    Hoffentlich konnte der Traum von Deinem Papa Dich ein wenig trösten.



    Offene Fragen gibt es immer, und viele bleiben für immer offen. Vielleicht ist das aber auch eine Gnade.


    Ich wünsche euch auch ruhige Weihnachten in der unsichtbaren Gegenwart Deines Papas, und daß Dein Kleiner den Nonno wieder sieht.


    <3:24::24:

    Lilifee

    Liebe Puzzle,


    Du hast letzte Nacht noch geschrieben. Hoffentlich konntest Du danach auch schlafen. Leider habe ich heute Knoten im Hirn, tut mir leid. :( Ich werde aber morgen Abend antworten. Dann hast Du ein wenig Pause, denn morgen gibt es bestimmt genug anderes für Dich zu tun. Habt einen schönen Weihnachtstag und -abend. Ich denke an euch.


    Weihnachtliche Grüße

    Lilifee

    Liebe Annie,


    hab Dank für die ausführliche Antwort und das Video. Gesungen sind die Worte noch eindringlicher, das stimmt. Als ich angefangen hatte Deinen Text zu lesen dachte ich, ich spinne. Du mußt das jetzt nicht glauben, aber weißt Du wann ich Geburtstag habe? Nein, natürlich nicht, es ist am 19. Dezember. Das Licht dieser Welt habe ich an einem 4. Advent erblickt, bin also ein Sonntagskind. Leider habe ich davon aber nie viel gemerkt.


    Ihr habt ja im Dezember einen wahren Feiermarathon. Wie hält man das denn aus? Und dann auch noch Familie satt. Aber bei euch war das ja was Gutes. Du schreibst so lieb über Deine Kindheit, wurdest von Deinen Eltern umsorgt und geliebt. In meiner Kindheit waren Ohrfeigen an der Tagesordnung. Auch in der Grundschule war man nicht zimperlich. Natürlich ist es ein Zeichen von Schwäche ein Kind zu schlagen. Aber darüber hat früher niemand nachgedacht. Die Generation meiner Eltern hat weitergegeben was sie auch empfangen hat. Ich erinnere mich, daß meine Oma väterlicherseits auch eine deutliche Handschrift hatte. Aber das ist lange vorbei, und heute ist es ja um einiges anders.


    Wie sich Deine Mama fühlt weiß ich allerdings. Sie hat ihren Seelenpartner verloren, und ich auch. Und nein, sie wird nicht mehr wie früher sein. Ein Stück von ihr hat Dein Papa mit in den Himmel genommen, und Trauer verändert einen Menschen. Dein Papa wollte ganz bestimmt noch bei euch bleiben, seine Enkel aufwachsen sehen und vor allem Deine Mama nicht alleine lassen. Er wollte noch nicht gehen, genauso wenig wie mein Andreas gehen wollte. Aber sie wurden nicht gefragt, und wie wir auch nicht. Beide waren glücklich und wurden geliebt. Ich bin aber überzeugt daß es ihnen da wo sie jetzt sind noch besser geht.


    Deine Mama und ich hatten das große Glück die beiden besten Männer der Welt zu haben. Und wie Du es schreibst, die Trauer über den Verlust ist umso größer. Mit dem Überwiegen ist das so eine Sache. Deine Mama weiß ja auch jetzt was sie an Deinem Papa hatte. Nur überdeckt die Trauer jetzt noch alles. Man lernt damit zu leben, die Trauer wird ruhiger, aber der Schmerz bleibt. Weil man sich so sehr geliebt hat und eins war. Und Dein Papa und Andreas waren es wert so geliebt und jetzt so betrauert zu werden. Für Dich ist das natürlich im Moment überhaupt kein Thema. Ich wünsche Dir aber trotzdem daß Du dieses Glück auch noch erleben darfst. Und dann hoffentlich auch länger als ich.


    Liebe Anni, ich drücke Dich wieder ganz fest, :24::24: und hoffe daß ihr die Feiertage halbwegs übersteht.


    Ich denke an euch

    Lilifee



    Liebes Linchen,


    auch Dir vielen Dank. Dein Elternhaus war auch ganz anders. Du warst bei der Wahl Deiner Eltern vorsichtiger als ich. :) Wenn es wirklich im Leben Aufgaben zu erledigen gibt, war es vielleicht eine meiner Aufgaben mit dieser Lieblosigkeit umgehen zu lernen. Tja, das habe ich dann geschafft. Nicht wirklich gut, aber irgendwie. Hoffe aber, es reicht für die Versetzung. :P


    Liebe Grüße

    Lilifee

    Liebe Annie,


    danke für Dein Mitgefühl. Dein Elternhaus war ein ganz anderes. Und das sei Dir auch gegönnt. Das Gedicht kannte ich nicht, habe es aber gerade bei Google gelesen. Es ist wunderschön, und vor allem die Strophe über die kleinen Seelen und die letzte Strophe gefallen mir gut. Nun, meine Seele ist nicht gebrochen, aber etliche Kratzer und Schrammen hat sie schon bekommen. Das ist aber nicht nur bei mir so, sondern bei vielen anderen Menschen auch. Und bei manchen wurde die Seele wirklich gebrochen. Das ist mir dann doch erspart geblieben.


    Ich drücke Dich auch ganz fest :24:

    Lilifee


    PS: hattest Du eigentlich gesehen daß ich auf S.87 etwas für Dich geschrieben hatte?

    Liebe habe ich vermisst, doch im Nachhinein betrachtet, habe ich sie doch erfahren. Sie zeigte sich nicht immer so, wie man sie leicht erkennt, aber sie war dennoch da. Sich zu fühlen, als wäre sie nicht da gewesen, das übersteigt meine Möglichkeiten….

    Liebe Puzzle, ich möchte Dir mal einige Begebenheiten aus meinem Leben schildern. Es ist nur eine ganz klitzekleine Auswahl, aber vielleicht kannst Du mich dann wenigstens ein bißchen besser verstehen.


    Meine Eltern hatten sehr lockere Handgelenke, und für mich waren sie noch um einiges lockerer als für meine Schwester. Meistens wurde nicht erst groß gefragt, was war los oder wer war das. Ruck zuck hatte ich rechts und links eine sitzen, und erst dann wurde -vielleicht- gefragt.


    Ich habe schon als Kind sehr gerne gelesen. Auf dem Gelände unserer Grundschule war eine Bücherei, die von den Schülern kostenlos genutzt werden durfte. Eines der Bücher hatte mir besonders gut gefallen, und ich wollte es nach einiger Zeit nochmal lesen. Weil ich den Titel nicht mehr wußte hatte ich aber keine große Hoffnung es wieder zu finden. Trotzdem habe ich gestöbert und es tatsächlich entdeckt. Selig und voller Freude kam ich nach Hause, und hatte meiner Mutter, noch ganz erfüllt von meinem Glück 0ber die erfolgreiche Suche, das Buch gezeigt. Sie hat es mir wortlos aus der Hand genommen und mir erst mal rechts und links eine gescheuert. Weil ich vergessen hatte irgendetwas wegzuräumen bevor ich in die Bücherei gegangen bin. So war sie, und dieses Verhalten hat sich wie ein roter Faden durch meine Kindheit und Jugend gezogen. Kaum war das Kind mal glücklich gab es sofort einen Dämpfer. Nur ja nicht übermütig werden. :(


    Einmal, meine Schwester und ich gingen noch nicht in die Schule, hat sich meine Mutter auf den Boden gelegt während sie mit uns spielte. Sie sagte, so die Mutti ist nun tot, hat die Augen geschlossen und sich nicht mehr gerührt. Kannst Du Dir vorstellen wie erschrocken und verängstigt meine Schwester und ich waren? Uns sind die Tränen nur so gekullert, als wir sie am Arm gerüttelt und geschüttelt haben bis sie sich endlich wieder bewegt und die Augen geöffnet hat.


    Vermittelt man einem Kind so Liebe, Vertrauen und Geborgenheit? Tut mir leid, aber ich vermag das auch im Nachhinein nicht zu erkennen.


    Als ich ungefähr 17 war, sagte mein Vater völlig aus heiterem Himmel zu mir, warum bist Du eigentlich so dick. Guck Dir mal Deine Cousine an, wie schön schlank sie ist. Meine Cousine war sehr zierlich, das stimmt. Sie ist 1,62 und hatte Gr. 34. Ich bin 1,68 und hatte Gr. 38. Und mein Vater was das, was man einen stattlichen Mann nennt. Auch sehr liebevoll, oder?


    Viele Jahre später, ich war schon lange erwachsen, sagte er dann, wir wissen ja daß wir viele Fehler bei Dir gemacht haben, aber wir haben Dich auch lieb. Nun ja, vermutlich haben sie wirklich geglaubt daß es so war. Trotzdem haben sie nie damit aufgehört immer wieder Gift zu verspritzen und äußerst nette Bemerkungen zu machen. Irgendwann hat mich das nicht mehr berührt, aber schön war es natürlich nicht.


    Vor einigen Jahren ist dann auch meine Mutter gestorben. Mögen meine Eltern in Frieden ruhen, aber ich habe nach ihrem Tod nicht getrauert und sie noch nicht einen Tag lang vermißt. Möglich daß sie nicht anders sein konnten als sie es waren, daß sie nicht aus ihrer Haut herauskonnten. Für mich war es jedenfalls wie eine Befreiung.


    Wenn ich nun hier bei einigen von uns lese was für liebevolle Eltern sie hatten, und wie behütet sie aufgewachsen sind, wird mir ganz anders. Und ich frage mich warum ich in so eine Familie hinein geboren wurde. Aber vermutlich gibt es auch dafür einen höheren oder tieferen Grund, und ich hatte es wohl verdient. :4:


    Nun aber genug der inneren Nabelschau.

    Dieser ständige, unerwartete Wechsel zwischen seinen „Persönlichkeiten“ verunsicherte mich.

    Das kann ich sehr gut verstehen, denn genauso ginge es mir auch. Ich bin auch ein Fan von Beständigkeit, Sicherheit und Verläßlichkeit. Mit solchen Wesenssprüngen umzugehen würde mir auch sehr schwer fallen. Ich wäre ebenfalls irritiert, und würde mich fragen ob das an mir und meinem Verhalten liegt. Wenn Du das ausgehalten und sogar gemildert hast, muß Deine Liebe sehr groß gewesen sein. Manche Frau hätte bestimmt schon längst aufgegeben.

    Vielleicht gab es nicht noch mehr zu lernen und wäre deshalb nur schwierig geworden?

    Es heißt ja, daß jeder in seinem Leben bestimmte Aufgaben erfüllen und Dinge lernen muß. Wenn das geschehen ist darf man gehen. Damit tue ich mir etwas schwer, wenn es denn so stimmt. Was ist wenn jemand diese Ziele verfehlt? Lebt dieser Mensch dann ewig, oder muß er nach seinem Tod wieder zurück auf die schnöde Erde? Quasi nachsitzen bis das Klassenziel erreicht ist? Aber wenn es so ist, dann war es vielleicht tatsächlich so, daß Dein Partner genug gelernt hat. Und daß er seine Aufgaben, die er auch Dir gegenüber hatte, erfüllt hat. Du konntest auf einmal verstehen. Und dann durfte er gehen, denn es ging ja um sein Leben das sich erfüllt hat und nicht um Deines. Das ist noch nicht fertig, denn es warten ja jetzt neue Aufgaben auf Dich. Ich glaube aber schon, daß Dein Partner versucht Dich zu trösten. Aus dem Jenseits kann er vielleicht endlich so sein, wie er schon auf der Erde gerne gewesen wäre. Und Dein Gefühl, es ist in Ordnung so, ist ganz bestimmt richtig. Auch wenn Du manchmal noch haderst. Warum soll es Dir auch besser gehen als mir? :P


    Wenn ich meinen Plausch mit dem Schicksal halte werde ich mal darüber nachdenken, ob es sich mit Andreas` Leben nicht auch so verhält. Er hatte alles erledigt und durfte auch gehen. Ob mir das nun gefallen hat oder nicht. Auch hier gilt, es war sein Leben, nicht meines. Ich bin noch da, also ist für mich möglicherweise doch noch etwas vorgesehen. Oder muß ich nachsitzen? Hoffentlich nicht. =O

    Auch die heutige Chance, nicht nur von mir zu erzählen, habe ich vertan….

    Ach Puzzle, eben mußte ich doch mal herzhaft lachen. Und wieder verstehe ich Dich sehr gut. Ich habe keine Verpflichtungen mehr, kann nach Belieben vor mich hin gammeln, und mache mir ganz gewiß weder selbst- noch fremdbestimmten Streß. Wenn aber noch Familie da ist sieht das ja doch etwas anders aus.


    Der Austausch mit Dir ist mir sehr wichtig und wertvoll, und ich möchte ihn gerne beibehalten. Tägliche Antworten sind aber generell kein Muß. Keine von uns soll Knoten ins Hirn kriegen. Wir können auch gerne jetzt einen break machen, und uns nach Neujahr wieder weiter unterhalten. Vielleicht gehört es ja zu unseren Aufgaben sich aneinander abzuarbeiten? Dann wird die Verbindung auch nach einigen Tagen Pause nicht abreißen.:S


    Und zum Schluß werde ich doch nochmal salbungsvoll. Du kannst den vergangenen Tag nicht mehr ändern, und verpaßte Chancen sind für diesen Tag verpaßt. Du kannst aber an jedem weiteren Tag wieder neu versuchen diese Chancen doch noch zu ergreifen.

    Frei nach Lilifee.


    Ich wünsche Dir und Deiner Familie für alle Fälle schon mal schöne Weihnachten und einen guten Rutsch. Und bleib einfach die Puzzle, die Du bist.


    Ich schicke Dir eine ganz liebe Weihnachts:24:

    Lilifee

    Liebe Puzzle,


    an Alkohol bin ich nicht mehr so gewöhnt. Abgesehen von einer Zeit im jugendlichen Alter habe ich auch nie sehr viel getrunken. In den Jahren mit Andreas waren es immer zwei Gläser Sekt an Silvester. Ich hoffe aber, daß sich ein eventueller Kater bei der überschaubaren Menge Alkohol höchstens als kleines sanft schnurrendes Kätzchen bemerkbar macht. :S Schätzungsweise werde ich aber nur etwas besser schlafen als sonst. :sleeping:


    In Deiner Familie hat sich über die Jahre erstaunliches getan. Dein Vater hatte ganz offensichtlich eine ganz andere Einstellung zu Dir als Deine Mutter. Oder er ließ es zu mindestens so aussehen. Es heißt ja, daß sich manche Frauen unbewußt einen Partner suchen der dem Vater ähnlich ist. Soziale Isolation ist allerdings ein typischer Narzissten-Zug, der den Partner wunderbar abhängig macht. Allerdings hören echte Narzissten damit nicht auf, so lange es noch einen Kontakt gibt. Dein Partner hatte wahrlich etwas von Dr. Jekyll/Mr. Hyde. Hat Dich das angezogen? Bei der guten Seite Deines Partners wären aber viele Frauen schwach geworden, und das ist sehr verständlich.


    Andreas war ein völlig anderer Mensch als mein Vater. Ich weiß nicht wie die beiden sich verstanden hätten. Wäre interessant gewesen das zu erleben. Aber sie haben sich nie kennengelernt. Mein Vater war ein Jahr bevor Andreas in mein Leben kam gestorben. Meine Mutter hat er noch kennengelernt, und sie mochte ihn sehr. Das war wie ein Ritterschlag von ihr. Sie war ein schwieriger unzufriedener Mensch, und es gab nur eine Handvoll Menschen die sie wirklich mochte. Ich gehörte definitiv nicht dazu. In unserer Familie, ich habe eine zwei Jahre jüngere Schwester, gab es auch keinen Klebstoff. Deine Mutter hat es geschafft eure Familie zusammenzuhalten und wieder zu vereinen. Auch über ihren Tod hinaus. Es muß schön gewesen sein so eine Mutter zu haben.


    Würdest Du sagen, daß Dein Partner Deinem Vater charakterlich ähnlich war? Dein Vater hat die Beweggründe Deines Partners für seinen letzten Schritt auf Anhieb verstanden. Das finde ich bemerkenswert. Und er hat ja wohl auch recht mit seiner Einschätzung. Ja, Männer. Manchmal könnte man sie …. :4:


    Eure Familie ist unglaublich zusammengewachsen als es mit Deiner Mutter langsam aber sicher zu Ende ging. Und auf einmal war nicht mehr Dein Vater sondern Du der Macher, der Kümmerer, der Organisator. Du mußt eine unglaublich große Last alleine getragen haben. Dein Vater hat Dich um Rat gefragt, er gab zu etwas nicht zu können. Er konnte auf einmal Schwäche zeigen und diese auch zugeben. Das war sicher etwas Neues für Dich.



    Und dann mußtet ihr die schwerste aller Entscheidungen treffen. Für Deine Mutter. Das läßt allerdings zusammenrücken.

    Ich habe oft gesagt: ich bin das Lieblingskind meiner Eltern und wenn sich meine Geschwister auch so fühlen, haben meine Eltern nicht viel falsch gemacht


    Das kann man ganz bestimmt so sagen. Eltern sind ja auch nur Menschen, und haben wenn mehrere Kinder da sind oft einen Liebling. Auch wenn ihnen das vielleicht gar nicht bewußt ist, und sie das rundheraus abstreiten würden. „Wir behandeln doch alle Kinder gleich“ , sagen sie dann. Aber so ist es eben nicht immer. Deine Eltern müssen nicht nur vieles sondern alles richtig gemacht haben. Bei meiner Schwester und mir waren die Rollen seit unserer Kindheit klar verteilt. Das Lieblingskind war nicht ich. :(


    Deshalb war und ist lieben dürfen und geliebt werden das Höchste für mich. Ich hatte auch nie eine starke Schulter an die ich mich anlehnen konnte. Es gab niemanden der gesagt hat, laß mal, ich kümmere mich schon darum. Der Macher war immer ich. Auch bei Andreas. Aber er hat mich genauso unendlich geliebt wie ich ihn. <3 Und für ihn habe ich sehr gerne gemacht.


    Jetzt bin wieder nur auf eine einzige Frage von dir eingegangen und schon wieder nur meine Belange… verflixt, das wollte ich doch ändern… *grml*…
    Naja, vielleicht gibt es ja morgen eine neue Chance, mich zu bessern

    In Abwandlung des Spruches „Neuer Morgen, neuer Tag, neues Glück“ könnte ich jetzt höchst salbungsvoll sagen, neuer Morgen, neuer Tag, neue Chance. Ich tue es aber nicht.


    Hoffentlich hast Du die Einkäufe zufriedenstellend erledigt. Damit dem Festmahl nichts im Wege steht. Luftgulasch und Papierknödel, das habe ich noch nie gehört, klingt aber sehr lecker. Seit ich kein Auto mehr habe gehe ich nur noch virtuell in den Supermarkt, und ein sehr freundlicher Fahrer von Edeka bringt mir dann die Sachen bis in die Küche. Sozusagen als Highlight der Woche.


    Der Mittwoch ist ja nun fast rum, und wenn Du das liest ist vermutlich schon Donnerstag. Deshalb wünsche ich Dir -ganz originell- einen angenehmen solchen.


    Alles Liebe

    Lilifee


    Liebe Puzzle,


    auf Alfred Nobel und seinen Preis pfeife ich sowieso, wenn ich bedenke wer diesen Preis schon bekommen hat. Da gab es für mein Empfinden schon einige Fehlentscheidungen. :(


    In Kategorien denke ich auch nicht. Ich hätte besser geschrieben, welche der drei Möglichkeiten trifft für mich am ehesten zu. Paßt das besser zu Deinem Bild von mir? Jede Trauer ist einzigartig, und jeder Weg zur Bewältigung auch. Deshalb gibt es natürlich auch einen Lilifee`schen Weg. Den kann nur ich gehen, so wie jeder seinen eigenen Weg finden und gehen muß.


    Und nein, Du irrst Dich nicht sondern hast es wieder genau erfaßt. Trotz des verhaltenen Optimismus ist noch kein Friede eingekehrt. Ich arbeite aber dran. Vielleicht werde ich mit dem Schicksal mal einen netten Weihnachtsplausch halten. Ich habe ohnehin vor mich an Heiligabend mit einer halben Flasche Rotwein sinnlos zu besaufen, und dann plauscht es sich ja besonders gut. Mal sehen was dabei herauskommt. :P


    Eine Kolumne in der Zeitung zu schreiben kann ich mir (noch) nicht so gut vorstellen. Es stimmt, ich formuliere gerne, und etwas Humor habe ich sicher auch, aber beides nur wenn ich es will und nicht weil ich muß. Das Hirn zu einem bestimmten Termin ausquetschen müssen stelle ich mir nicht immer sehr ersprießlich vor. Ich glaube auch nicht daß mich der Chefredakteur danach fragen wird. Aber wer weiß, man soll ja nie „Nie“ sagen. Vielleicht tut sich ja doch ein Weg in diese Richtung auf.


    Einen Plan B habe ich meistens nicht gehabt. Drum bin ich auch nicht weich gefallen wenn das Schicksal gelacht hat, sondern gnadenlos auf Beton geknallt. :13:Wenn ich mich an Silvester mit der zweiten Hälfte der Flasche Rotwein nochmal sinnlos besaufe, werde ich überlegen welchen Plan B ich für das 4. Trauerjahr entwickeln kann. Schadet sicher nichts einen zu haben. Oder sollte ich erst mal mit einem Plan A beginnen? ;)

    Schau mal auf EBay, dort gibt es sicher auch Zepter

    Ob es Zepter auch bei Amazon gibt? Da kenne ich mich besser aus. Und für einen erfolgreichen Plan A und B ist es sicher kein Fehler selbiges wieder selbst in der Hand zu haben. :S


    Das sind ja tolle Neuigkeiten und Veränderungen die auf Dich warten. Damit hattest Du ganz bestimmt nicht gerechnet. Es ist wirklich erstaunlich was alles möglich ist. Ich wünsche Dir so sehr, daß alles so wird wie geplant. Deine Tochter läßt sich bestimmt überzeugen mit ins Boot zu steigen. Du schaffst das. Und wenn nicht gleich, dann eben etwas später. :8::8:

    Eine Entwicklung, die ich für absolut unmöglich hielt. Vor 10 Jahren war ich aus tiefstem Herzen überzeugt, dass der Streit zwischen meinem Vater und mir erst endet, wenn einer von uns stirbt….


    Das wäre aber ganz schlimm gewesen. Der Übriggebliebene (vermutlich Du) hätte sich doch ewig Vorwürfe gemacht. Hätte ich doch nur, aber jetzt ist es zu spät. Das sind auch zwei ganz bittere Worte. Hoffentlich müssen wir sie nie sagen. Hast Du eine Ahnung was Deinen Vater zum Umdenken bewogen hat? Oder war es einfach das Zusammenrücken nach dem Tod Deiner Mutter? Du schreibst, seit dem Tod Deines Partners hat sich die Beziehung zu Deinem Vater verändert. War er mit ihm nicht einverstanden? Jedenfalls ist es toll daß es so ist, und daß sich dadurch Deine Sorgen auflösen. Du hast viel mehr zu tragen als ich, und hast das so was von verdient. Ich wünsche auch Deinem Sohn daß er seinen Traum verwirklichen kann. Und Du bist ein Teil davon. :28:


    Deine Zukunft sieht wirklich auf einmal ganz hell und leicht aus. Das freut mich so sehr. Unerwartete Wendungen kann es wohl für jeden geben. Im Guten wie im Schlechten. Und das nährt meinen vorsichtigen Optimismus weiter. Wie es zu solchen Wendungen kommt weiß ich auch nicht. Aber ich würde sie natürlich auch dankbar annehmen, vorausgesetzt es ist eine Wendung zum Guten. Ich hoffe und wünsche Dir, daß Dein Schicksal nicht wieder vom Stuhl fällt, sondern es diesmal ernst meint. :/ :)


    Alles Liebe Lilifee