Beiträge von Lilifee

    Liebe Annie,


    warum sollte ich nicht mehr an Dich denken? So schnell wird hier niemand vergessen. Ihr habt heute einen schweren Tag gehabt. Die ersten Geburtstage Deiner Kinder ohne den geliebten Papa und Nonno. Das war sicher sehr bedrückend. Interessant daß Dein Kleiner ihn sehen konnte, und ich glaube daß es so war. Warum sonst hätte er das sagen sollen. Dein Papa war bei euch, wenn auch unsichtbar. Um ihn sehen zu können braucht es vermutlich das unschuldige Herz und Gemüt eines kleinen Kindes. Wir Erwachsenen können das leider nicht mehr, aber nimm es als Zeichen von Deinem Papa. Durch die Augen Deines Kindes ist er sichtbar geworden.


    Die Geburtstagsvideos sind eine schöne Idee. Leider werden sie nun ohne Deinen Papa sein. Trotzdem ist er bei euch. Das ist jetzt noch kein Trost, ich weiß. Es wird sicher auch noch eine Weile dauern bis es ein Trost sein kann.


    Italiener sind allerdings absolute Familienmenschen. Meine Lieblingscousine ist mit einem verheiratet. Ein ganz lieber herzlicher Mensch. Andreas hat ihn auch sehr gemocht, und umgekehrt war es genauso. Und Dein Papa und Deine Mama waren auch ein Doppelpack. Gibt es also doch noch mehr Paare, denen so viel Zweisamkeit nicht zu viel ist. Andreas und ich haben uns keine Sekunde miteinander gelangweilt. Wir hatten uns auch immer was zu sagen. Und bei Deinen Eltern war es sicher genauso. Es ist ein großes Geschenk wenn man das erleben darf. Und ein umso größerer Verlust wenn es vorbei ist.


    Ich nehme Dich ganz fest in den Arm :24:

    Liebevolle Grüße

    Lilifee

    Liebe Puzzle,


    es ist gelungen und hat gemundet. Alleine zu essen ist für mich jetzt keine so große Herausforderung weil der Körper ja leider sein Recht verlangt. Für mich alleine zu kochen ist allerdings eine Herausforderung der ich mich längst nicht jeden Tag stelle. Mir hat es auch viel besser gefallen für UNS zu kochen und mit Andreas gemeinsam zu essen. Für ihn war mir nichts zu viel. Nur für mich alleine ist das anders, da siegt aber auch die Faulheit. Das muß ich ehrlich zugeben. Belegte Brote machen auch satt, und dann bleibt die Küche eben manchmal kalt in dem schönen Taunuswald. 8o


    Der frühe Tod der Mutter war für Deinen Partner ganz bestimmt ein traumatisches Erlebnis. Ob die Stiefmutter wirklich eine aus dem Märchen war oder nicht, ist vermutlich gar nicht so entscheidend. Dein Partner hat es so empfunden, und nur das zählt. So eine Erfahrung macht ja was mit einem. Und ob sein Vater das ausgleichen konnte ist offensichtlich fraglich. Es ist schön wenn man für seinen Vater Respekt, Wertschätzung und Dankbarkeit empfinden kann. Wenn aber Liebe gefehlt hat ist das sehr prägend, und nicht gerade positiv.


    Ich bin natürlich kein Psychologe, aber daß in seinem Erwachsenenleben die Arbeit im Vordergrund stand deutet schon darauf hin. Weil er offensichtlich nur im Beruf Erfolgserlebnisse und Wertschätzung gefunden hat, aber nicht im Privatleben. Hat sich Dein Partner im Elternhaus wertgeschätzt und geliebt gefühlt? Wurde ihm vermittelt daß er liebenswert ist, und damit meine ich wörtlich es wert zu sein geliebt zu werden? Möglicherweise nicht, und das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Bindungsfähigkeit.


    Es überrascht mich, daß Du von schwer auszuhaltenden narzisstischen Zügen schreibst. Dein Partner war ganz sicher ein Mensch mit zwei Gesichtern. Er war für Dich und Deine Belange da, hat Verantwortung übernommen und das alles freiwillig und wohl auch gerne. Du brauchtest um nichts betteln, er gab von sich aus. Hat selbst gesehen wo Hilfe und Verständnis gefragt waren, aber ohne Dich „klein zu machen“. Nur wenn es um ihn und seine Belange ging hat er geblockt. Das war natürlich für Dich nicht sehr schön, und gibt einem schon das Gefühl in mancher Hinsicht aus dem Leben des Partners ausgeschlossen zu sein. Damit umzugehen ist sicher nicht einfach, aber das ist nicht das Verhalten von Narzissten. Denen geht es nur um sich selbst und die eigenen Belange. Wünsche und Bedürfnisse von anderen Menschen zählen nichts. Narzissten sind auch nicht zu eigenen ehrlichen Emotionen fähig. Sie können allenfalls andere imitieren. So wie Du Deinen Partner schilderst konntest Du Dir, abgesehen von seiner Verschlossenheit in Bezug auf sich selbst, keinen besseren wünschen. Und so ist kein Narzisst. Ich kann mir nicht helfen, aber auf mich wirkt es so als ob das Leben Deines Partners von der Denkweise „ich bin es nicht wert geliebt zu werden, und daß etwas für mich getan wird“, geprägt war. Und entsprechend ist dann manchmal das Verhalten anderen gegenüber. Weil es solchen Menschen schwer fällt sich lieben zu lassen.


    Von dem Defi wußtest Du natürlich. Das läßt sich ja auch nur verheimlichen wenn man sich nicht zu nahe kommt. Aber von den Problemen wußtest Du nichts. Woher auch, wenn der Partner das mit sich abmacht. Sicher sollten Angehörige und ganz besonders Partner dieses und jenes wissen. Über den Umgang und mögliche psychische Probleme. Wie beim Diabetes auch. Aber das ist eben nur möglich so weit der andere das zuläßt. Und warum solltest Du Dir Sorgen machen wenn Dein Partner locker flockig damit umgeht, und Dir vermittelt keine Angst, ich habe alles im Griff.


    Die Angst meines Vaters war natürlich unbegründet, aber er hatte sie nun mal. Angst ist nicht immer rational. Er konnte aber ruhig und friedlich sterben weil er wußte, meine Mutter würde das gegebene Versprechen halten. Und für den Seelenfrieden meiner Mutter war es wichtig ihm diesen letzten Wunsch zu erfüllen. Das hat die Hausärztin zum Glück auch gleich verstanden, und gar nicht erst versucht es ihr auszureden. Sie hat es einfach getan, und dafür waren wir sehr dankbar.


    Warum Dein Partner diesen schweren Weg gewählt hat wird wohl für immer sein Geheimnis bleiben, und ganz sicher war das kein Spaziergang. Trotzdem ging es aus seiner Sicht nicht anders. Nur, war es wirklich so, oder dachte er das nur? Immer wieder Fragen …


    Du schreibst, bei Dir zuhause wäre er nicht gestorben. Hättest Du ihn gegen seinen Willen ins Krankenhaus bringen lassen können? Hätte er das zu gelassen? Vielleicht wäre er trotzdem gestorben, dann aber nicht so qualvoll, vielleicht aber auch (noch) nicht. Man muß aber wohl davon ausgehen, daß er es wieder versucht hätte. Es war seine Entscheidung …


    Ja, es war ein großes Glück Andreas zu begegnen. Da war von Anfang an eine große Vertrautheit. Es war auch kein Problem den anderen ins eigene Leben zu integrieren. Das ist ja nicht immer so einfach wenn man keine zwanzig mehr ist, schon länger alleine gelebt und vielleicht die eine oder andere Eigenart und Gewohnheit entwickelt hat. Aber das hat sich alles wie von selbst gefügt. Wir haben uns im August kennengelernt und waren ab Dezember unzertrennlich. Abgesehen von zwei Nächten die Andreas wegen einer OP im Krankenhaus verbringen mußte, waren wir immer zusammen. Für manche ist das vielleicht der blanke Horror weil zu viel Zweisamkeit, aber wir wollten es so. Es wäre uns auch nie in den Sinn gekommen ohne den Partner irgendwo hinzugehen. Uns gab es nur im Zweierpack. Und wir waren jeden Tag froh und dankbar uns gefunden zu haben.

    Ich werde nun auch versuchen, etwas zu finden… nämlich die Motivation, um diesen Tag sinnvoll zu gestalten


    Das ist ein hehres Ansinnen. Vielleicht sollte ich das auch mal versuchen. Aber meine Motivation läuft meistens fröhlich winkend an mir vorbei. :8::8: Am liebsten morgens wenn ich noch im Bett liege, denn dann komme ich noch nicht so gut hinterher.:S Vielleicht kann ich sie ja irgendwann mal überlisten. Aber nicht gleich morgen oder übermorgen …


    Alles Liebe

    Lilifee

    Kann Marokko sich auch gegen Mbappé & Co durchsetzen? Hoffentlich. Am Mittwochabend werden wir es wissen.


    Endspiel Marokko - Argentinien :?::?::?:   :8::8::8::8::8::8:


    Sieg Marokko und Messi beendet seine internationale Karriere unvollendet? :8::8::33::33:

    Ihr zwei Fußballfans 🤣ihr macht einen drauf... Linchen ist mit Deutschland ausgeschieden😎

    Man muß flexibel sein. Manchmal ist auch das Zweitbeste gut genug, oder sogar besser. Deutschland hat es definitiv nicht verdient, Marokko schon.