Beiträge von Lilifee

    Ja, man muß Prioritäten setzen. Auch bei der Fahnengröße. :):( Der Stern wirkt auf dem Bild so als wäre er aufgestickt. Ist aber vermutlich gedruckt. Mal sehen was das Überraschungsteam aus Marokko noch zustande bringt. Spanien rauskegeln war schon eine reife Leistung. Alleine dafür gönne ich ihnen die WM-Krone. Aber auch weil es mir gefällt wenn nicht immer nur die Etablierten gewinnen, sondern auch mal die vermeintlich Schwächeren.


    Deine Schildkröten sind wirklich noch junge Hüpfer. Mein Schwager hat zwei griechische Landschildkröten. Die sind schon über 60 Jahre alt und schnarchen zur Zeit auch friedlich. Ab und zu werden sie mit Wasser besprüht damit sie nicht austrocknen. :8: Und seltsame Ernährungsgewohnheiten haben sie. Beide fressen nur Romanasalat, und die eine zusätzlich noch Tomaten und die andere Bananen. Etwas einseitig, aber es reicht offensichtlich.

    Alphorn habe ich nur im Fernsehen gehört und gesehen. War aber sehr imposant. Vor allem mit entsprechender Kulisse. Also Trachtenbuschen, Berge, blauer Himmel und Sonnenschein. Und dann die langen Hörner. Für die braucht es allerdings viel Lungenvolumen.


    Klavierunterricht hatte ich auch mal einige Jahre lang. Aus Faulheit habe ich aber damit aufgehört, und das ist gefühlt hundert Jahre her. Du kannst immerhin spielen. Ich müßte zwar nicht mehr bei null, aber vielleicht bei zwei oder drei anfangen wenn ich nochmal Ambitionen hätte. Habe ich aber nicht, auch wenn ich es schon oft bereut habe damals aufgehört zu haben.


    Hoffe, Du hast das Ausscheiden der Nati inzwischen verdaut und die Schildkröten schlafen friedlich weiter. :P Jetzt bin ich mal gespannt wer diese WM gewinnt. Ich würde es Marokko sehr gönnen. Das wäre doch mal was. :8::8:


    Gut`s Nächtle

    Lilifee

    Liebe Puzzle,


    ich hoffe das Frühstück hat gemundet. Heißt das, Du hast auf nüchternen Magen geschrieben??? Respekt. Essen muß ich nach dem Aufstehen nicht gleich, aber ohne Kaffee geht gar nicht. Weder denken noch tun. :(


    Was Du über Deine Mutter schreibst macht ihre Entscheidung allerdings verständlich. Es ist schon schlimm was manche Menschen ertragen müssen. Es gab quasi die Wahl zwischen Pest und Cholera. Was ist besser? Zynische Frage, ich weiß. Aber so war wohl die Situation. Und warum sollte ihr noch mehr Leid zugemutet werden. Für Deinen Vater war das sicher kaum auszuhalten. Wie hilflos und ohnmächtig muß er sich gefühlt haben. Und das über eine längere Zeit. Bei Licht besehen hätte er gar nicht mehr tun können als er mit Sicherheit getan hat. Für Dich war es natürlich auch nicht besser, aber Du hast es inzwischen akzeptiert. Ich wünsche Deinem Vater daß er das auch noch kann. Es mindert nicht die Trauer, aber zusätzliche Schuldgefühle machen es ja noch schwerer.

    Das Schicksal hat entschieden. Gut entschieden. Gnädig entschieden. Noch mehr Leid war für meine Mutter nicht vorgesehen… ich bin dankbar.

    Nach Andreas Tod war ich so sauer auf das Schicksal. Weil es uns nur so wenig gemeinsame Zeit gegönnt hat. Aber mittlerweile kann ich das anders sehen. Für Andreas. Er war immer so bescheiden und geduldig. Ich habe nie gehört daß er wegen seinem Diabetes, den er über 25 Jahre lang ertragen mußte, gehadert oder gejammert hat. Ein Jahr bevor wir uns kennengelernt haben ist er, allerdings durch eigenes Verschulden, in ein diabetisches Koma gefallen. Nach der Trennung von seiner Familie hatte er eine Phase in der ihm das alleine leben noch schwerer gefallen ist als sonst, und er hat einige Tage lang nur noch sehr unregelmäßig Insulin gespritzt.


    Seine Mutter hat ihm aus der Ferne das Leben gerettet. Nachdem Andreas telefonisch nicht erreichbar war obwohl er es hätte sein müssen hat sie zum Bruder gesagt, da stimmt was nicht. Mutterinstinkt? Es hat ihr keine Ruhe gelassen, und sie hat dann mitten in der Nacht seine Vermieterin, die auch in dem Haus wohnt in dem Andreas seine Wohnung hatte, alarmiert. Eine ganz liebe Frau, ich habe sie auch kennengelernt, und sie ist zum Glück gleich gucken gegangen. Sie hat Andreas reglos und voll bekleidet auf seinem Bett liegen sehen, und sofort den Rettungsdienst gerufen. Als Andreas zwei Tage später wieder bei Bewußtsein war wurde ihm im Krankenhaus gesagt, es war kurz vor zwölf. Sein Blutzucker war so hoch daß die Meßgeräte keinen Wert mehr angezeigt haben. Erstaunlicherweise hat er das Koma ohne Schäden überstanden. Er war noch nicht dran.


    Aber vor drei Jahren war es soweit. Da war er leider dran. Vorher hatte sich schon abgezeichnet daß es so langsam doch Folgeschäden geben würde. Der Augenarzt hatte bei einer Kontrolluntersuchung festgestellt daß im Augenhintergrund Ablagerungen vorhanden sind, und die können zur Erblindung führen. Keine schönen Aussichten. Und im urologischen Bereich gab es auch erste Probleme. Ja, für Andreas hat das Schicksal gnädig entschieden. Das kann ich inzwischen sagen. Besser wäre es natürlich gewesen er hätte keinen Diabetes gehabt, aber das lag ja nicht in seiner Hand. Und gegen die Selbstzerstörung der Bauchspeicheldrüse ist die Medizin auch heute noch machtlos.


    Warum ist nur so viel Leid in der Welt? Deine Familie hat auch ihren Anteil bekommen. Der Krieg, die Flucht und all die üblen Begleitumstände. Man kann es sich gar nicht vorstellen was die Menschen damals aushalten mußten. Zusammenhalt war da nicht nur wichtig, sondern auch überlebenswichtig. Und es gibt Menschen, die sind einfach nicht für das alleine leben gemacht. Dein Vater ist so ein Mensch, und Andreas war es auch. Er mußte es zwar nach der Trennung und hat es auch irgendwie hinbekommen, mehr schlecht als recht, aber es war nie sein Wunsch so zu leben. Deshalb bin ich froh und dankbar daß er seine letzten Jahre anders verbringen konnte.


    Und der Spruch wegen der Zeit. Als ich die Antwort abgeschickt hatte dachte ich auf einmal, lernen mit dem Verlust zu leben ist auch eine Art Heilung. Nicht das was man eigentlich unter Heilung versteht und erhofft, aber trotzdem eine. Vielleicht muß man auch dafür schon dankbar sein.


    Die Anleitung zum Leben hat mir auch gut gefallen. Habe gleich gedacht, die stelle ich für Dich ein. Und so einfach sie ist, es stimmt. Wie Du schreibst, Werte haben und danach leben. Viel mehr kann man nicht tun. Auch wenn das Leben keine Generalprobe ist, und es oft genug keine zweite Chance gibt. Damit hast Du absolut recht. Und Fehler gehören leider auch dazu.


    Und ganz von selbst ergibt es sich jetzt daß ich langsam müde werde, und demnächst ganz zwanglos ins Bettchen husche. :19:


    Ich wünsche Dir eine gute Nacht gehabt zu haben wenn Du meinen neuen Sermon liest.


    Alles Liebe

    Lilifee

    Alphorn spielen stelle ich mir allerdings schwierig vor. Sie haben ja keine Löcher wie die Flöten oder Ventile wie "normale" Trompeten. Wenn Du das auch kannst bist Du sehr sehr vielseitig.

    Liebes Linchen,


    man muß auch die kleinen Freuden zu würdigen wissen. Es ist schön daß Dein Papa das kann. Ich bin ja nicht schadenfroh, aber das Ergebnis gefällt mir auch. Und Elfmeterschießen haben Andreas und ich sehr gerne gesehen. Dann haben wir uns gemütlich auf dem Sofa zurückgelehnt und gesagt, so Jungs, nun macht mal ...

    Und was hat es da schon für Dramen gegeben. Herzzerreißend.

    Liebe Puzzle,


    aber gerne doch. Die lieben Worte sind auch angebracht. Deinen Vater kann ich sehr gut verstehen. Nach 58 gemeinsamen Jahren weiß der arme Mann doch überhaupt nicht mehr wie alleine leben geht. Kein Wunder daß er wieder jemanden an seiner Seite haben will. Männer tendieren ja schneller dazu als Frauen. Habe ich mal gelesen, und da ist was dran. Männer kommen mit dem Alleine sein schlechter klar als Frauen. Und das hat nicht nur mit dem Haushalt zu tun. Allerdings sind die meist überstürzt eingegangenen neuen Beziehungen genau deshalb meistens nicht von Dauer.


    Natürlich macht Dein Vater sich auch große Vorwürfe, wie wir alle. Vor allem wenn die Möglichkeit besteht daß ein früherer Arztbesuch etwas hätte ändern können. Du schreibst daß Deine Mutter Angst vor der Diagnose Krebs hatte. Auch das ist verständlich, denn das würde ja niemand freuen. Trotzdem ist es eine Einstellung die ich so nicht teilen kann. Krebs wäre ja nicht von selbst wieder verschwunden, und vor allem hätte ich für meinen Partner weiterleben wollen. Aber das ist vielleicht auch leichter gesagt als getan. Ich war ja nie in so einer Situation.


    Du machst es aber genau richtig für Deinen Vater. Es hilft tatsächlich nichts immer wieder zu sagen, Du kannst nichts dafür. Das hast Du selbst erlebt und wir anderen auch. Diese Erkenntnis kann nur aus einem selbst kommen. Und Du führst ihn langsam und mit Geduld Stück für Stück zu dieser Erkenntnis. Das kostet sicher manchmal Nerven, ist aber der einzige Weg.

    Zeit… vielleicht heilt sie ja doch, wie es das alte Sprichwort sagt… anders als Ringelblumensalbe oder Arnikatinktur, aber doch eine Form von Heilung…

    Die Zeit heilt alle Wunden, aber sie ist keine Ringelblumensalbe. ^^ Das ist echt Puzzle. Herrlich. Es gibt aber auch einen etwas anderen Spruch. Der gefällt mir besser weil er zutreffender ist:




    Ja Betriebsanleitungen. „Fahrtrichtungsanzeiger“ ist ein typisch deutsches Bürokratiewort. Zum Glück hat jemand die griffigere Bezeichnung Blinker erfunden. Sonst hätten wir schon alleine von diesem Wort Knoten in der Zunge. :S


    Du suchst eine Anleitung für das Leben? Hier ist sie:


                             


    Ganz einfach oder?


    Ich wünsche Dir auch eine angenehme Woche. Und daß diese Anleitung immer ausreichen möge.

    Lilifee

    Ist auch recht. Wir müssen es eh nehmen wie es kommt. Denn wie sagt der Kölner? Et kütt wie et kütt. Und zum Glück kann noch niemand an der Wetterschraube drehen.

    Lieber King,


    gibt es eigentlich auch Länder oder Orte mit denen Du nichts zu tun hast? :/ Du kannst wirklich sagen, die Welt ist ein Dorf. Weit herumgekommen und äußerst sprachbegabt. Beneidenswert.


    Ja, Dortmund. Die Dortmunder sind seit einigen Jahren das neue Frankfurt. Nicht die Diva vom Main, sondern die Diva vom Ruhrpott. Sie haben doch Qualität auf dem Platz, wie es immer so schön heißt. Aber sie sind launisch und ohne Disziplin. Wie eine Diva eben. Seit der Kloppo aus Dortmund weg ist bringen sie nicht mehr viel zustande und schlagen sich selbst. Offensichtlich sind sie mittlerweile so untrainierbar wie die Hertha. Nix mehr mit erster Bayernverfolger.


    Und die Wölfe? Scheinen sich nach schwierigen Zeiten wieder zu berappeln. Mal sehen, was da noch geht. Dafür hat Leverkusen leider schwach angefangen und dann stark nachgelassen. Den sicher nicht sehr geliebten Titel "Vizekusen" haben sie schon seit einer Weile verloren. Du schriebst ja daß Leverkusen Dein deutscher? Herzensverein ist. Und das zeichnet den echten Fan aus. Auch dann noch zu einer Mannschaft halten wenn es nicht so gut läuft. Das untere Tabellenende ist in der BL nicht nur insgesamt spannender als das obere, es bleibt oft auch spannend bis zum letzten Spieltag. Und was lernen wir daraus? Die Letzten werden in dem Fall zwar nicht die Ersten sein, aber auch sie können für Spannung sorgen und mitreißen. Und Letzte braucht es eben auch.

    Was den Prozess betrifft: Man muss sich mal vorstellen dass es bis dahin 7 Jahre gebraucht hat.

    Was denn, das ist doch noch z. z. (deutsche Abkürzung für ziemlich zügig. Allerdings wird die für gewöhnlich in etwas anderem Zusammenhang gebraucht). Da hat es bei anderen Prozessen schon deutlich länger gedauert. Besser, man denkt nicht so genau darüber nach. Ist denn Revision zugelassen?


    LG

    Lilifee

    Ich liebe Deine Fotos ! ♥️


    Danke für ein bisschen 'Frieden' ♥️♥️♥️♥️♥️♥️♥️♥️

    ❄❄❄❄❄❄❄❄

    ich auch, und ich sage auch immer wieder :2: für Deine wunderschönen Fotos. Ron hat es wunderbar poetisch ausgedrückt.

    Bin aber trotzdem froh daß es bei uns NICHT so aussieht. :) Es gibt Plätze und Orte für Schnee, aber bei uns ist keiner. 8o

    Lieber King,


    dafür ist es am Tabellenende meistens umso spannender. Man kann halt nicht immer alles haben. :(:P


    Kölsch ist schon herzig, und der Spruch "et kütt wie et kütt" ist so wahr. Den verstehe auch ich, aber sonst? Bayerisch und sächsisch sind auch schöne Dialekte. Das Schwäbsche gefällt mir auch gut, klingt so gemütlich. Aber Deine vielfältigen Kenntnisse sind schon bewundernswert. Respekt.


    Ich hoffe trotzdem daß Blatter und Konsorten doch irgendwann ihren gerechten Lohn bekommen. Und wenn nicht in dieser Welt, dann eben in der nächsten.


    Aber jetzt konzentrieren wir uns auf die Schweiz. :8::8::8:


    LG Lilifee

    Liebe Renate,


    hier ist jeder willkommen und darf schreiben was ihn bewegt. Annie ist auch mein lieber Gast, und jeder der möchte darf ihr hier schreiben. Was sollte ich denn mit einem Wohnzimmer in das niemand kommen will? Das wäre doch ganz traurig und einsam. Einsam will ich aber nicht sein. Ich brauche euch.


    :2::2::2: daß ihr da seid.

    Liebe Annie,


    es ist schön wieder von Dir zu hören, und vielleicht gibt es ja einen Grund warum es Dich immer wieder hierher zieht. Ehrfürchtig brauchst Du aber nicht sein. Was euch widerfahren ist war doch nicht viel besser, sondern genauso unmenschlich. Ihr mußtet und müßt auch sehr viel aushalten. Ihr habt Fragen die euch quälen, und auf die es vielleicht nie eine Antwort geben wird.


    Und ihr steht noch ziemlich am Anfang, eure Trauer ist noch frisch. Da kannst Du Deinen Kindern auch kaum vermitteln, daß man Vertrauen ins Leben haben kann, und daß alles einen Sinn hat. Laß Dir Zeit damit. Deine Kinder sind noch so klein. Was sie jetzt miterleben ist der Umgang mit dem Verlust eines geliebten Menschen. Daß das Leben endlich ist. Daß es verdammt weh tut wenn jemand stirbt. Aber eben auch, das Leben muß weitergehen und es geht weiter. Das ist auch eine wertvolle Erfahrung für das spätere Leben. So traurig es ist.


    Ich habe mir schon gedacht, daß es nicht gerade aufheiternd für Dich ist hier mitzulesen. Aber Trauer ist nun mal so, und manchmal nur schwer auszuhalten. Deshalb reagieren ja viele Menschen genervt wenn der Trauernde nicht bald wieder „normal“ wird. Weil es das eigene Wohlbefinden stört. Auch das muß man aushalten. Aber Du kannst hoffentlich auch lesen, daß der Schmerz irgendwann ruhiger wird. Das dauert natürlich, aber man lernt tatsächlich damit zu leben. Was jetzt nicht heißt daß die Trauer ganz verschwindet, und irgendwann wieder Friede, Freude, Eierkuchen ist, als wäre nichts gewesen. Das wird wohl nicht mehr so sein. Aber man kann weiterleben, muß es ja auch, selbst wenn man (noch) nicht viel Sinn darin sieht.


    Trotzdem gibt es einen, auch davon bin ich überzeugt. Er ist für uns nur nicht immer erkennbar. Ich werde mir den Sinn von Andreas erklären lassen wenn ich endlich bei ihm bin. Er kennt ihn nämlich inzwischen.


    Und was mein Wohnzimmer betrifft, hier ist auch Platz für alle Gefühle, und sie dürfen ganz offen geäußert werden. Damit ziehst Du niemanden runter. Wir wissen doch alle wie es ist. Und Du hast Dir ein gutes Versprechen gegeben. Hör auf Deine Gefühle und sei hier wenn und weil Du es möchtest. Sichtbar oder unsichtbar. So wie es für Dich richtig ist.


    Ich drücke Dich ganz sanft <3:24:<3

    Lilifee