Posts by Nasch

    das ist ein grosses Problem in der Trauer, in meiner Trauerarbeit, das man von Familie, Freunden im Stich gelassen wird, oder mit Worten und Verhalten sehr verletzt wird. Ein Gefühl der Ohnmacht, Verzweiflung, Einsamkeit..

    Hallo Ron,

    auch ich hab manchmal das Gefühl, ich muss mich gleich übergeben, einen wahnsinnigen Würgereiz und Übelkeit..

    Zu meiner Trauer kommen auch viele Kränkungen, Verletzungen in meiner Familie dazu....das zieht mir noch mehr den Boden unter den Füssen weg. Ich darf nicht über meinen Schatz reden und meine Trauerarbeit ist Zeitverschwendung.

    Mir fehlt die Liebe und das Verständnis meiner Mama, obwohl ich nicht immer an ihrem Rockzipfel hing, ich wusste, ich kann jederzeit mit ihr reden, manchmal nur einmal in der Woche, aber sie war einfach da, wenn ich reden musste...

    mich erinnert auch jede Kleinigkeit an Chris und Mama, ob zuhause, im Garten, beim Autofahrn, Einkaufen, bei Gesprächen.....als wären sie immer mit dabei....

    geträumt hab ich nur sehr wenig von ihnen, aber oft wache ich nachts auf und bin hellwach!

    Einen "realen" Traum hatte ich als mein Mann im Sterben lag und er sich im Traum von mir verabschiedete. Er hat mit mir gesprochen.

    und in einem anderen Traum hab ich ihn gedrückt und gerochen.

    Von Mama hab ich geträumt, als der Streit mit Papa war, da stand sie neben mir im Traum ganz klar.

    eine Nachos tüte liegt neben mir, hab sie immer geliebt, jetzt ess ich nur noch weil ich zu faul zum kochen bin, wenn ich alleine bin

    danke fürs Frühstück.....alleine ess ich kaum was und es schmeckt auch nicht wirklich...

    Mit anderen Leute zusammen ist es oft anstrengend, dann bin ich wieder froh zuhause, da kann ich wieder weinen und meine Trauer zulassen. Ablenkung ist für mich wichtig, aber auch das Alleinsein mit der Trauer, Reden mit Schatz und Mama..

    bin heute auch alleine und sitz schon wieder vor dem doofen Laptop...Rasenmähen, mit dem Gedanken hab ich auch schon gespielt!

    aber erst nachmittag, solang es nicht mehr regnet heute und das Gras etwas abtrocknet.

    Hab schon Schmutzwäsche sortiert und die Maschine eingeschaltet, Kaffee gemacht, die Einfahrt gekehrt.....was man halt so sinnloses Zeugs macht! In Gedanken bei meinen Lieben, ständig....Ans Grab sollte ich auch fahren, das Wasser aus den Blumentöpfen schütten, bestimmt sind die schönen Blumen schon alle ersoffen!!!! Mein kleines Rosenstöckchen sieht schon sehr mitgenommen aus..

    Ich hab mich mit Mama immer so auf das fertige Grab gefreut, den schönen Engel. Jetzt fällt es mir schwer, ans Grab zu gehen und Mama konnte den Grabstein nicht mehr sehen. Sie hat mich viel zu früh und zu schnell verlassen!

    ich habe anfangs viel Auszeit gebraucht. Tage wo ich nichts getan hab, ausser geschlafen, gegessen, Tv...und geweint.

    Danach hatte ich wieder Energie um einige Aufgaben zu bewältigen. Dann wieder einen oder mehrere Tage nur geschlafen und immer viel und oft geweint. Trauerarbeit gemacht, mit Fotos, Videos, Gespräche, Spaziergänge und mit einer Freundin und Trauerbegleiter viel geredet über die letzten Wochen, Tage und Stunden, immer und immer wieder...

    @Tigerlilly, der Sinn des Lebens beschäftigt mich auch schon ein Leben lang.. habe ihn immer wieder verloren, wieder gefunden, wieder verloren.....und seit letztem Jahr gänzlich verloren. Aber ich habe eine 21jährige Tochter, ich muss......Wenn ich eine schwere Krankheit hätte, möchte ich am liebsten nicht kämpfen, sondern nur abwarten bis es vorbei ist! Aber ich muss für meine Tochter......

    und eigentlich hab ich null Bock....ich mach meine Aufgaben, weil es sein muss.....alles ist nur ein muss...

    Liebe Nessi,

    was du beschreibst ist anscheinend völlig normal. Auch meine 21-jährige Tochter hat grosse Verlustängste. Sie hat letztes Jahr ihren Papa und Oma verloren. Nun hat sie Angst auch mich, ihren Freund und später ihre Kinder zu verlieren.

    Gedanken, das das Leben jetzt sinnlos ist, habe ich auch, wünsche mir auch manchmal bei meinem Schatz und Mama zu sein. Aber das kann ich auch meiner Tochter nicht antun.

    Veränderungen in meiner Person habe ich auch festgestellt. Ich fühle mich manchmal fremd, kenne mich selbst nicht mehr....

    Richtige Hilfe? Ich mache Trauerwanderungen mit und habe Gespräche mit einem Seelsorger. Soviel ich weiss, gibt es in LA Trauergruppen für verwaiste Eltern ?!

    Liebe Grüsse

    ohje, du arme....

    und ich hatte schon ein schlechtes Gewissen wegen meiner Tochter. Aber sie soll ihren Spass haben, versuche so wenig wie möglich über meine Trauer zu reden, sie nicht überfordern. Nur dieser Muttertag, da war ich schon enttäuscht..

    Du bist keine schlechte Tochter, du machst so viel für deine Mutter....aber du musst wirklich mehr auf dich achten, deine Mama ist nicht fair zu dir und überfordert dich. Ich denke, jeder würde dir raten, den Kontakt zu ihr etwas einzugrenzen..

    ja, innerlich kaputt.......ich bin zweimal mitgestorben, mit meinem Schatz und dann mit Mama....zusehen müssen bis zum letzten Atemzug....man stirbt innerlich mit und muss dann doch weiterleben, wie ein Körper ohne Inhalt, wie ein Zombie ohne Leben....

    man wird wieder zurück geschubst ins Leben, doch innen ist soviel tot....

    Meine Familie gibt es nicht mehr. Meine Tochter hat ihren Partner, Freunde, Job, Schule, schiebt ihre Trauer um Papa weg, will ihr Leben geniessen, Spass haben....eine traurige Mama ist belastend für sie.

    Meine Elternfamilie gibt es auch nicht mehr seit Mamas Tod, Papa tröstest sich mit einer anderen mir unbekannten Frau, meine Schwester war sehr verletzend als mein Mann starb.

    Mein Mann hatte nie wirklich Familie...

    Es bleiben mir nur noch wenige "Freunde", ab und zu für ein Telefonat oder einen Spaziergang....

    und eigentlich hab ich mich auch von vielen zurückgezogen..

    es geht mir auch so....dachte nach dem 1. Jahr wirds leichter, aber eher das Gegenteil. Leider kam bei mir ja noch ein 2. schlimmer Verlust dazu...vllt ist das der Grund... und die bösen Familiengeschichten und Enttäuschungen, macht alles noch viel schlimmer.

    Warum kann man sich nicht gegenseitig etwas Halt geben und trösten? So wenig Mitgefühl von anderen und die, die sich zurück ziehen...

    das belastet mich zusätzlich.. Trauer macht einsam und die Einsamkeit ist schwer für mich!

    auch mein Vater benützt diese Worte " es ist vorbei, da brauchen wir nicht mehr drüber reden". Ich habe mir abgewöhnt über meinen Schatz zu sprechen. Mein Vater tröstest sich schon nach 3 Monaten mit einer anderen Frau. Das ist nicht meine Art der Trauerbewältigung, damit komm ich nicht klar...