Habe meine Frau verloren.

      Lieber Christoph <3

      Du hast Recht mit dem Glück
      Du hast Recht in vielen Deiner Worte

      Ja, es gibt Menschen, die wirklich nicht können. Aber ich sträube mich dagegen es als absolut anzusehen, dass sie es auch nie werden können. Denn das ist für mich mit aufgeben verbunden.... Manchmal ist es so, dass man vielleicht jemanden aufhelfen kann, wenn diese Person nicht selber aufstehen kann... um dann vielleicht mal selber aufstehen... oder stehen zu können.

      Ich habe mal ein interessantes Buch gelesen, das mir jetzt nicht mehr einfällt aber da geht es darum aus vermeintlichen Schwächen Stärken zu ziehen.
      lieber Christoph, <3
      MEINER Meinung nach habt ihr , dein Schulfreund und du ... und eigentlich ALLE Menschen Recht...

      Ich bin z. B. der Meinung , dass der Mensch ALLES kann...

      Er kann malen , singen , gut Mathematik usw...usw.
      Es kommt tatsächlich nicht auf das WOLLEN an, sondern wie man "ich WILL" interpretiert...oder ICH bin GUT in ( s. o.)
      Wollen , bzw. der Wille ist unermesslich vielfältig, ebenso die Facetten des Könnens ,,,

      WIR , die Menschen , die Gesellschaft, wir BESTIMMEN , was ein "GUTES" Wollen ist, ein "GUTES" Können ist ....
      Wir ALLE sind konditioniert von Werten , die eine Gesellschaft aufstellt...

      Was nützt es dir in der Wildnis, wenn du eine Algebra Aufgabe gut lösen kannst?
      Höchstens , dass du den Lauf der Sterne besser berechnen kannst und wie die Sonne in welchem Winkel auf den Boden fällt, um dich besser zu orientieren.....
      elementar aber MUSST du ÜBERLEBEN.
      UND du WILLST ja überleben... Du brauchst Wasser und etwas zu essen und eine Behausung für die kalten Zeiten....
      Haaaach ..... man könnte wieder Seiten füllen....

      Sorry oder nicht sorry,
      auch wieder hierist es meine Ansicht....Der letztendliche positive Weg in und "durch" die Trauer...ist
      LIEBE IST....
      und LIEBE IST ???? Jeder interpretiert sie wie ALLES ... verschieden....FÜHLT sie verschieden...

      Auch schon oft geschrieben
      Wohltuender Fakt für mich... Ich gehe jetzt mit meinem Hund raus
      Bis später in dieser wunderschönen Runde
      deine/eure Claudia/Amitola
      Lieber Christop ,

      Wenn man etwas will kommt es auch zu einem , ohne das man lapidar gesagt es erzwingen muss und es kommt alles wie es kommen muss und wie man es selbst beeinflusst , Glück ist meiner Meinung nach das was uns andere höhere Wesen die über uns wachen zukommen lassen , du kannst darum bitten un es auch wollen und sie werden Dir helfen , nur keiner sollte etwas erzwingen , sorry aber das ist meine Einstellung . Und wer gescheit redet das kannst du abhaken , denn jeder ist ein individium .

      lg Petra :005: :005:
      Lieber Christoph, ich verstehe dich nur zu gut. Neid kommt bei mir auf, wenn ich Pärchen in meinem Alter sehe, denke immer:Warum ich und nicht die,warum musste mein Geliebter sterben? Ich war vor meiner Beziehung 8 Jahre alleine, habe einfach niemanden gefunden, mit dem ich mir ein Zusammenleben, ein wirkliches
      Miteinander vorstellen konnte. Dann finde ich meinen Seelenpartner und nach 2 Jahren stirbt er. ;(

      Dann ist man alleine unter Menschen, die lachen, fröhlich sind, über banale Dinge reden... ich denke mir oft:war ich früher auch so oberflächlich?
      Nun wenn ich zurückdenke war ich auf jeden Fall unverschämt glücklich.....angekommen...

      Ich bin über 50ig, die Frauen in meiner Familie neigen dazu, steinalt zu werden...noch 30 Jahre alleine?

      Ich tue mir momentan schwer ,mit Leuten zu reden, smalltlak oder flirten, glaube aber, dass man nach so einem Verlust vermutlich eine völlig andere Art der Beziehung braucht, jemanden mit Tiefgang.

      Heute bin ich sehr stolz auf mich, denn ich habe mich von jemandem auf einen Kaffee einladen lassen (ist sonst nicht meine Art) und siehe da, da wurde ein langes, interessantes Gespräch daraus . Da habe ich mich endlich wieder mal wie ein normaler Mensch gefühlt. Vielleicht gibt es da draussen noch mehr Menschen mit Tiefgang, wir müssen sie nur wahrnehmen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Angie64“ ()

      Das Buch hiess:

      The undefeated mind: On the science of constructing an indestructible self (Alex Lickerman)

      Legions of self-help authors rightly urge personal development as the key to happiness, but they typically fail to focus on its most
      important objective: hardiness.

      Though that which doesn't kill us can make us stronger, as Nietzsche tells us, few authors today offer any insight into just how to springboard from adversity to strength.

      It doesn't just happen automatically, and it takes practice. New scientific research suggests that resilience isn't something with which
      only a fortunate few of us have been born, but rather something we can all take specific action to develop.

      To build strength out of adversity, we need a catalyst. What we need, according to Dr. Alex Lickerman, is wisdom―wisdom that adversity has the potential to teach us.

      Lickerman's underlying premise is that our ability to control what happens to us in life may be limited, but we have the ability to establish a life-state to surmount the suffering life brings us.
      The Undefeated Mind distills the wisdom we need to create true resilience into nine core principles, including:

      --A new definition of victory and its relevance to happiness

      --The concept of the changing of poison into medicine

      --A way to view prayer as a vow we make to ourselves.

      --A method of setting expectations that enhances our ability to endure disappointment and minimizes the likelihood of quitting

      --An approach to taking personal responsibility and moral action that enhances resilience

      --A process to managing pain―both physical and emotional―that enables us to push
      through obstacles that might otherwise prevent us from attaining out
      goals

      --A method of leveraging our relationships with others that helps us manifest our strongest selves

      Through stories of patients who have used these principles to overcome suffering caused by unemployment, unwanted weight gain, addiction,
      rejection, chronic pain, retirement, illness, loss, and even death, Dr. Lickerman shows how we too can make these principles function within our
      own lives, enabling us to develop for ourselves the resilience we need to achieve indestructible happiness. At its core, The Undefeated
      Mind urges us to stop hoping for easy lives and focus instead on cultivating the inner strength we need to enjoy the difficult lives we
      all have.


      Vielleicht interessiert es Dich und vielleicht könnte es Dir weiterhelfen und ich hoffe Du kannst englisch.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „3Schwestern“ ()

      Hallo
      ich bin nicht mehr neidisch..Weil ich denke,man sieht nur die Fassade .
      Und wenn es auch hinter der Fassade ok ist,gönne ich dem anderen sein Glück.
      Meins würde ja auch nicht grösser,wenn Seins kleiner waere.
      Aber ich bin keine Heilige.Gefühle wie Wut sind mir in Verbindung mit seinem Tod sehr vertraut.
      einen guten Tag Monika
      Liebe Angie64,

      Ich kann Dich gut verstehen. Mir geht es beim Smalltalk genauso. Fällt mir sehr schwer, mich bei bestimmten Themen "normal" zu unterhalten. Bei Themen wie Politik, Sport ist es etwas leichter.
      Ich kann auch nicht mit, wenn sich Leute über "Kleinigkeiten" beschweren. Ich denke mir, die Leute haben sonst keine Sorgen.

      Ich hoffe, dass sich das mit der Zeit normalisiert.
      Ich hatte das Glück, jemanden zu finden, der genau zu mir passte.
      Ob mir das nochmals passiert, da hab ich momentan meine Zweifel.
      Ich werde es jedenfalls versuchen.

      LG Christoph
      Hallo Monika,

      Ich bin auch nicht neidisch in dem Sinne, dass ich jemanden etwas nicht gönne.
      Nein, wenns nach mir geht, soll jeder glücklich sein.
      Ich weiss, dass vieles nur Fassade ist (bei Scheidungsraten von 40% ist das klar ...).
      Nur ist das für mich ein schwacher Trost.
      Ich habe das Gefühl, dass die Trauer bei mir etwas abnimmt - ich kann nicht mehr so oft weinen.
      Und Gefühle wie Neid, Wut stärker werden. Eine Entwicklung, die mir eigentlich nicht gefällt.

      Aber die Hoffnung auf bessere Zeiten ist auch noch da, zum Glück ...

      LG Christoph

      3Schwestern schrieb:

      Lieber Christoph <3

      Du hast Recht mit dem Glück
      Du hast Recht in vielen Deiner Worte

      Ja, es gibt Menschen, die wirklich nicht können. Aber ich sträube mich dagegen es als absolut anzusehen, dass sie es auch nie werden können. Denn das ist für mich mit aufgeben verbunden.... Manchmal ist es so, dass man vielleicht jemanden aufhelfen kann, wenn diese Person nicht selber aufstehen kann... um dann vielleicht mal selber aufstehen... oder stehen zu können.

      Ich habe mal ein interessantes Buch gelesen, das mir jetzt nicht mehr einfällt aber da geht es darum aus vermeintlichen Schwächen Stärken zu ziehen.


      Als absolut sehe ich es auch nicht. Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte.
      Jeder kann im Rahmen seiner Möglichkeiten lernen.
      Aber ich sträube mich dagegen, zu glauben, dass man immer alles selbst im Griff hat.
      Hat man meines Erachtens nicht. Weder konnte ich meinen Schicksals-Schlag beeinflussen/verhindern,
      noch hab ich bei (einigen) positiven Erlebnissen viel selbst dazu beigetragen.
      Meine Seelenpartnerin ist mir quasi über den Weg gelaufen, ich musste mich nicht sehr anstrengen, sie zu erobern ;)
      Das war reines Glück/Zufall/Schicksal.

      LG Christoph
      Hallo, lieber <3 Christoph! <3

      Folgendes bewegt mich gerade,
      ich denke es resultiert aus einem natürlichen Schritt in der Trauer.
      Leider fließen heute die Worte bei mir nicht gut daher möchte ich auch nichts weiter dazu schreiben.

      chris068 schrieb:

      Ich habe das Gefühl, dass die Trauer bei mir etwas abnimmt - ich kann nicht mehr so oft weinen.
      Und Gefühle wie Neid, Wut stärker werden. Eine Entwicklung, die mir eigentlich nicht gefällt.


      Vermutlich können unsere Fachfrauen das gut erklären.

      Wünsche einen ausgeglichenen Sonntag,
      Anna90

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Anna90“ ()

      Die Trauer wird sanfter. Die Leere Zuhause bleibt. Habe das Gefühl ich gleite unaufhaltsam von einer Phase der Unerträglichkeit in einen Zustand, der nicht schön ist aber eine gewisse Stabilität bietet. Man beginnt sich langsam mit seinem Schicksal anzufreunden.
      Schlafen kann ich weiterhin nicht.
      lieber Christoph, <3

      das konnte ich wirklich nicht "liken" weil ich es einfach .... mmmhhh, so nicht dich hingebend in das Gefühl, sondern so ultimativ für mich klingend, resignierend annehmend fand... auch das nicht schlafen können.

      Schlafentzug ist ja eine Folter, die angewandt wird... und die du dir MEINER Meinung nach, jetzt selber "gibst"....
      Meiner Meinung nach zu lange schon...
      Jaaah, hier die Fachfrauen fragen oder den Arzt DEINES Vertrauens....?!?

      Ganz spontan viel mir beim lesen deines Beitrages ein...
      VIELLEICHT DOCH NOCH NICHT DAS SCHLAFZIMMER ??????
      Horche doch da einmal hinein....

      ALLES liebe dir wünschend
      deine Claudia / Amitola
      Hallo,

      Nein, ich gebs mir nicht selber. Warum sollte ich das tun ?
      Ich empfinde es auch nicht als Folter.
      Die Schlafprobleme sind wirklich nebensächlich. Fühle mich tagsüber relativ frisch.
      Habe diesbezüglich mit Arzt und einigen Betroffenen gesprochen, viele Tipps eingeholt und vieles probiert. Bis jetzt hat nichts wirklich gewirkt. Werde vorerst im Schlafzimmer bleiben. Fühl mich dort meiner Frau näher. Heute Nach hab ich auch besser geschlafen.

      Was ist eigentlich schlimm daran, wenn man sich mit dem Schicksal anfreundet ?

      LG Christoph
      Lieber Christoph ,

      Es ist sogar gesund wenn man sein schiksal / kismet dasein wie auch immer es jeder nennt annimmt , denn dann ist das leben leichter und man kommt zur ruhe . Ich glaube nicht das das jemand nicht gut findet im Gegenteil wir kämpfen doch alle ums überleben und ich bin der Meinung das das nur funktioniert wenn man das leben annimmt und akzeptiert .
      Lg Petra
      Entschuldigung , lieber Christoph, <3

      es stimmt tatsächlich immer mehr für mich...
      Besser ist es , sehr, sehr , sehr hineinfühlend in mich, und dann erst schreibend . Die Worte mit Bedacht wählend.

      Nein, du gibst es dir nicht selber....

      Was ich damit meinte, und jetzt hoffe "besser vermitteln zu können" , ... es ist die Lebenssituation in der du bist, die du "dir gibst"....
      Ich habe einfach deine Worte falsch interpretiert. Das kommt durch das "nur schreiben" und sich sooooo wenig kennend...

      GUT, dass du dich mit deinem Arzt und deine Freunden so intensiv damit auseinander setzt... Zwischenmenschlicher Kontakt ist eh das Beste für einen jeden....

      Schön, das du besser geschlafen hast....
      und weil du es jetzt so für mich !!!! auf den Punkt gebracht hast....

      Ja mit dem Schicksal sich ANFREUNDEN .... das ist das Beste , was wir ALLE machen können....

      Einen guten Tag dir sehr wünschend
      deine Claudia / Amitola