Am 06.07.2018 um 22.53 Uhr verstarb meine unendlich geliebte Frau "Rosi"

  • Rätsel

    Es kostet nichts und bringt viel ein.
    Es bereichert den Empfänger,
    ohne den Geber ärmer zu machen.
    Es ist kurz wie ein Blitz,
    aber die Erinnerung daran ist oft unvergänglich.
    Keiner ist so reich, daß er darauf verzichten könnte,
    keiner so arm, daß er es sich nicht leisten könnte.
    Es bedeutet für den Müden Erholung,
    für den Mutlosen Ermunterung,
    für den Traurigen Aufheiterung
    und es ist das beste Mittel gegen Ärger.
    Man kann es weder kaufen,
    noch erbitten,
    noch leihen,
    noch stehlen,
    denn es bekommt erst dann seinen Wert,
    wenn es verschenkt wird.
    Denn niemand braucht es so bitternötig,
    wie derjenige, der es für andere nicht mehr übrig hat.
    Was das ist?
    Ein Lächeln!


    Phil Bosmans

    (1922 - 2012), belgischer Ordenspriester, Telefonseelsorger und Schriftsteller (›der moderne

  • Lieber Uwe,


    das ist wahrlich ein gewaltiger Schritt den Du jetzt vollzogen hast. All dieTiere die Dir und Rosi so sehr ans Herz gewachsen sind nun zwar in gute Hände wie Du schreibst,abgegeben zu haben, das muss weh tun.


    Du hast ja bereits vor ein paar Tagen schon geschrieben das es in der letzten Zeit schwer für Dich war die Tiere zu versorgen , jetzt lese ich das es Dir nur noch unter Tränen möglich gewesen ist in die Ställe zu gehen, da kommen mir die Tränen . Es ist gut das Du Dich so entschieden hast, auch wenn die Tiere Dir mit Sicherheit fehlen werden, Deine Rosi versteht diesen Schritt , da bin ich sicher.


    Viele liebe Umarmungen von Gabi :30::30::30::30:

  • Liebe Gabi,


    danke für deine Worte.


    Es war ja erst der Anfang.


    Die Arbeit macht mir NICHTS aus.


    Noch sind 75% der Tiere da.


    Die Tiere sind Rosi.


    Die Hälfte von Rosi.


    Die letzte lebende Verbindung.


    Tiere, die Rosi noch kannten.


    Ein Teil ihres Lebens.


    Noch von ihr berührt.


    So ist es.


    Ich gebe ja nicht auf, sondern habe nicht mehr die notwendige Ruhe.


    Ruhe, die für diese schönen Tiere wichtig ist.


    Der Einklang ist abhanden gekommen.


    Das spüren diese Lebewesen.


    Besonders die Esel und Ponys.


    Je mehr ich mich bemühe, desto verkrampfter verhalte ich mich.


    Sie gehören in eine unverkrampfte seelisch ausgeglichene Umgebung.


    Ich liebe die Tiere zwar, die Inbrunst bis zum 06.07.2018., die ist aber abhanden gekommen.


    Ich kann es leider nicht besser formulieren.


    Hoffe aber, dass DU mich verstehst.


    Liebe Grüsse,

    Uwe.

  • Lieber Uwe,


    ich verstehe Dich sehr gut, es ist richtig das die Türe Unruhe oder ein verkrampftes Verhalten spüren, Pony`s und Esel sind ja sehr sensible Tiere. ach, Uwe wenn ich die passende Umgebung und Zeit hätte würde ich so gerne Esel und Ponys von Dir übernehmen. Mick hat oft gesagt , wenn es nach Dir ginge lebten Wir auf dem Land und Du hättest alles was Du liebst, Esel,Ponys, Ziegen,Schafe , Enten,Gänse .....


    Deine übrigen Tiere kommen ja auch in gute Hände, trotzdem bleibt es traurig, denn sie waren ein großer Teil Eures Lebens, Deine Rosi hat einige noch berührt, diese abzugeben stell ich ganz besonders schwer vor . Du bist nicht nur ein guter Vater, liebenswerter Dickkopf und Rebell, nein Du bist auch selbstlos, in dem Du es schaffst dies nun los zu lassen, so sehr es weh tut.Du willst das Beste für Deine Tiere an Dich denkst Du zwar auch aber nachrangig .


    LG Gabi

  • Lieber Uwe,


    es wäre vermessen, wenn ich sagen würde, dass ich mir vorstellen kann, wie schmerzhaft für Dich die Trennung von den Tieren ist. Aber ahnen kann ich es schon. Offenbar tust Du das, was der von Dir zitierte Phil Bosmans "loslassen" nennst. Das ist verdammt schwer, aber damit sagst Du "Ja zum Fluss des Lebens", wie er es formuliert.


    Was mich angeht, glaube ich, dass ich noch nicht so weit bin. Weiß auch nicht, ob ich es schaffe, dahin zu kommen. Immerhin aber bin ich zumindest im Kopf so weit, einzusehen, dass es so nicht weiter gehen kann. Deswegen habe ich beschlossen, mich zu zwingen, von der Grübelei "Hätte doch" und "Wäre doch" wegzukommen und stattdessen mehr die Frage zu stellen "Was geht denn noch?" Wie gesagt, alles bisher lediglich im Kopf. Ich hoffe, dass ich es hinkriege.


    Dir wünsche ich die Kraft und "den Mut, Ja zu sagen zum Neuen." Wenn wir nicht untergehen wollen, bleibt uns allen ja auch gar nichts anderes

    Liebe Grüße

    Frank

  • Lieber Uwe,

    ich bewundere natürlich Deine Einstellung zu dieser Entscheidung, aber ich weine auch mit Dir. Sehr sogar...

    Als Kind (und noch darüber hinaus) hatte ich auch einen Esel, Otto, den hatte ich vor dem Schlachten gerettet.

    Es war allerdings kein Poitou oder Katalan, sondern ein gewöhnlicher Hausesel. Sagt man das überhaupt noch so?


    Eine ganze Tiefkühltruhe voll mit Schneebällen ist unterwegs - so viel Kraft wie Du heute verbraucht hast...

    Aufgelöst,

    Tereschkowa

  • Liebe Tereschkowa,


    komisch.


    Der erste Esel von uns hiess auch Otto, ein gewöhnlicher Hausesel.


    16 Jahre alt.


    Weidete bei uns auf der Forellen-Zuchtanlage.


    Dann gesellten sich nach und nach zwei weitere Esel hinzu.


    Nur Rosi weiss, woher sie kamen.


    Das war der Anfang unserer gemeinsamen Tier-Liebe.


    Da ein Schaf, da eine Ziege, da ein Pony, dann gingen wir systhematisch vor.


    Tiere, die als Haustiere vom AUSSTERBEN bedroht sind.


    Ein schönes und dankbares Hobby.


    Liebe Tereschkowa, erlaube mir einige der KRAFT-SCHNEEBÄLLE zu verschenken.



    Liebe Grüße,

    Uwe



  • Warst nie im Zug, der sich nur auf alten Schienen bewegt
    Du hast den Zug neu gebaut und neue Strecken gelegt
    Hast deine Liebe geliebt und nicht dem Falschen geschenkt,
    Der sie nur ohne Bedacht in einen Abgrund lenkt
    Hast nie die Lippen bewegt, nur um dich reden zu hören
    Oder geschwiegen um nicht die falsche Ruhe zu stören
    Hast nie aus Angst vor dem Echo der Anderen geschwiegen
    Wenn ein Unrecht geschah bist du nicht leise geblieben
    Dann hast du alles verloren und auf die Trümmer geschaut,
    Dir aus den Trümmern und Mut ein neues Leben gebaut
    Aus der dramatischen Nachricht Konfetti gestanzt,
    Sie in den Himmel geworfen und darin getanzt

    Du bist ein Mensch unter Menschen
    Ooh
    Du bist ein Mensch unter Menschen
    Ooh
    Ein Mensch unter Menschen

    Du hast vor Freude geweint, gegen die Trauer gelacht
    Du hast das Glück deiner Freunde zu deinem gemacht
    Du hast das Tempo bestimmt, nie auf die Uhren geschaut,
    Dich nicht in Frage gestellt und deinem Schicksal vertraut
    Nicht auf Kommando gelacht und auf Befehl funktioniert,
    Dich nicht als Sieger gesehen nur weil ein Anderer verliert

    Du bist ein Mensch unter Menschen
    Ooh
    Du bist ein Mensch unter Menschen
    Ooh
    Ein Mensch unter Menschen

    Du hast dich niemals gesucht, aber trotzdem gefunden
    Du warst dein eigener Freund in den einsamen Stunden
    Du hast den kleinen Moment so wie den Großen geliebt,
    Nie eine Chance verpasst nur weil es andere gibt

    Du bist ein Mensch unter Menschen
    Ooh
    Du bist ein Mensch unter Menschen
    Ooh
    Du bist ein Mensch unter Menschen

    Ein Mensch unter Menschen

  • Lieber Uwe,

    habe schon bei Gabi herum geprahlt... heute gibt es Schneebälle für alle - soviel Ihr wollt und so viel Ihr braucht.

    (Auch zum Verschenken...)


    Das ist ist ja toll, dass Ihr auch einen Otto hattet! Mein Otto wurde sehr, sehr alt.

    Als Kind hatten wir alle möglichen Tiere auch Pferde ... ich habe alles gerettet und mein gesamtes Taschengeld investiert, um Kaninchen

    vor Schlachten zu retten (und meine Eltern im Hintergrundwahrscheinlich das zehnfache um diese dann zu sterilisieren, weil im Freilaufgehege ...)

    Mit System vor dem Aussterben bedrohte Rassen zu retten ist beeindruckend.

    (Anders als mein sentimentales Retten - was ich bis heute tue...)

    Habt Ihr beide Tiere bereits geliebt oder hat Rosi Deine Tierliebe entfacht oder umgekehrt?

    Liebe Grüße,

    Tereschkowa

  • Liebe Tereschkowa,


    mit meiner Tierliebe habe ich meine Eltern häufig an den Rand des Wahnsinns getrieben.


    War früher in der Waldjugend.


    Sammelte alle Tiere, die ich finden konnte.


    Zog Bussarde, Habichte, Sperber und andere Jungvögel gross.


    Immer unter Aufsicht einer Vogelauffangstation, die zu meinem Ärger, die Tiere dann auswilderten.


    Igel, Bilche, Haselmäuse,Eichhörnchen und sogar Waschbären waren vor mir nicht sicher.


    Mein erstes Aquarium als Kind, besetzt mit Molchen.


    Im Alter dann erste Nachzuchten von seltenen afrikanischen Barschen.


    Mehrere nachweisbare Erstnachzuchten, Anfang 70er-Jahre, in Deutschland von Tropheus-Varianten, Lamprologus, Julidochromis usw.usw.


    Natürlich auch Pferde. Ausbildung bis S-Springen.


    Versorgte Military-Pferde von sehr bekannten Reitern.


    Hunde jeglicher Rasse waren Wegbegleiter.


    Tiere waren und sind mein Leben.


    Daher war auch mein Berufswunsch Tiermedizin.


    Aaaaaaaber, dann kam mein Sohn.


    Also, da der NC für Wartezeit sorgte, umgedacht und in die Gartengestaltung gegangen.


    Unsere Gärten wurden immer für Tier und Mensch gestaltet.


    Artenvielfalt war die Devise.


    Artenvielfalt Pflanzen = Artenvielfalt der Insekten gewährleistet.


    Tiere immer ein roter Faden in meinem und Rosis Leben gewesen.


    Rosi liebte Gänse.


    Unsere Gänse starben immer hier, in einem hohen Alter.



    LG.,

    Uwe

  • Ach so,


    die Detektei BERTHA & ELISABETH arbeiten sehr präzise.


    Kamen heute bei mir vorbei, wie üblich ihr Auto rückwärts an meinen Lieblings-Sandpfosten gesetzt.


    Klingelten an meiner Tür und wollten einige Sachen von mir mit zur Deponie nehmen.


    Ich sagte, habe einige Sachen in der Garage.


    War ein Fehler.


    Beide tauchten nach 10 Minuten bei mir in der Küche auf.


    ELISABETH fuchtelte mit einem Farbeimer vor mir rum.


    Jedenfalls wurde ich überführt.


    Farbeimer, gelbe Farbe und auch noch Leuchtfarbe.


    Sage nur: "Meine Freundin die Bank."


    Sie hatten sich das ja schon gedacht, aber noch keine Beweise gehabt.


    Lange Rede kurzer Sinn.


    Zur Bestechung gab ich Ihnen etwas oder mehr oder viel mehr Birnen-Schnaps.


    Das Verfahren wurde dann eingestellt.


    Beide sagten: "Verfahren eingestellt, Täter nicht zu ermitteln."


    Das Auto steht jetzt immer noch bei mir auf dem Hof.


    Musste zu ihrer Sicherheit die Autoschlüssel einziehen.


    Sie verliessen nach zwei Stunden, sich gegenseitig abstützend, das Haus.


    Irrten noch zwanzig Minuten auf dem Hof umher, dann kehrte Ruhe ein.


    Der Farbeimer steht auf dem Autodach.


    Eher gesagt, liegt auf dem Autodach.


    Deckel liegt seitlich, die neue Dachlackierung sieht interessant aus.


    Habe aus dem Keller für den morgigen Tag schon zwei neue Flaschen hervorgekramt.


    Sind schon zwei lustige Damen.


    Bei anderen Leuten unbestechlich, bei mir schnell herzensgut.


    Liebe Grüße,

    Uwe & Prinz


  • Wo fliegen all meine Gedanken hin?
    Millionen Fragen wissen nicht wohin...
    was macht das alles noch für einen Sinn, wenn unsere Zeit zerfliegt?
    Die Zeiger meiner Uhr dreh'n sich viel zu schnell,
    sie wirbeln mich herum wie ein Karussell.
    War'n wir ein Rädchen nur
    im Uhrwerk der Natur?
    Du fehlst mir so...
    Ein Labyrinth, das in das nächste führt;
    das alle Zukunftspläne rückdatiert.
    Die Kompassnadel die im Kreis rotiert
    - mein Herz schlägt alles aus.
    Weiß nicht wo ich bin, finde kein zurück.
    Wo auf dieser Welt liegt jetzt unser Glück?
    Wo hält der Globus an?
    Wie spät ist irgendwann?

    Du fehlst mir so.
    Du fehlst mir so.
    Du fehlst mir so.
    Du fehlst mir so...
    Wo ist das Licht das durch den Nebel dringt;
    den Stein vom Herzen sanft ins Rollen bringt?
    Der Fixstern der den Schmerz verschlingt, wenn diese Nacht vergeht?
    Zwischen dir und mir gab es kein "Vielleicht",
    gab es keine Nacht die der anderen gleicht.
    Wann komm ich bei dir an?
    Wie spät ist irgendwann?
    Du fehlst mir so.
    Du fehlst mir so.
    Du fehlst mir so.
    Du fehlst mir so...

  • Als ich heute durch die ersten leeren Ställe ging


    und an die Stalldecken schaute durchfuhr mich ein


    wahnsinniger Schreck.


    Ich schaute auf die unbewohnten, wartenden Schwalbennester.


    Wartend auf ihre rückkehrenden Besitzer.


    Die Besitzer, auf die sich Rosi immer so gefreut hatte.


    Begleiter des Sommers.


    Rosi sagte mir häufig: "Hör mal Schatz, sie erzählen sich was


    auf der Strom-Freileitung des Hofes."


    Sie sassen dort morgens und abends, ein intensives Gezwitscher.


    Paare die sich unterhielten, gegenseitig fütterten und mit vielen "Liebkosungen" beschäftigt waren.


    Rosi lachte immer so glücklich und konnte sich nicht daran satt sehen.



    Jetzt meine Angst.


    Wenn die Ställe leer sind und die Miste weg.


    Werden die Schwalben hier weiter wohnen ??


    Werden auch sie gehen ??


    Keine Mischung mehr von Lachen und Schwalbengezwitscher.


    Lachen sowieso nicht mehr.


    Und Schwalben-Gezwitscher ??????


    Und die Fledermäuse ????


    Und brüten die Schleiereulen hier weiter ???



    Ein schrecklicher Gedanke.


    Plötzlich durch diese Erinnerung wieder in einem Loch.



    LG., Uwe & Prinz