Posts by Tereschkowa

    Liebe Helga,

    ich erlaube mir Dir auch meine herzlichsten Glückwünsche zu Deinem Geburtstag zu überbringen.

    Möge das ehemals "Schöne" nicht zum "noch schwerer" werden an diesem Deinem Tag.

    Frieden und Verbundenheit im Herzen mit Deinem Liebsten sollst Du empfinden dürfen.

    Herzlichst,

    Tereschkowa

    Mir fehlen Menschen...richtige Menschen... die ich lieben kann und die mich lieben.

    Ein Hund erleichtert, aber reicht nicht aus.


    Eure traurige Luise,

    verzeiht meine negativen Worte.

    Liebe traurige Luise, liebe alle,

    es gibt nichts zu verzeihen, denn Deine Worte sind nicht negativ.

    Im Gegenteil.

    Du wünscht und vermisst - negativ ist man erst dann, wenn man nichts mehr vermisst und wünscht....


    Mir geht es sehr ähnlich wie Dir.

    Ich ertappte mich am Wochenende bei einem Gedanken für den ich mich irgendwie schäme,

    aber gleichzeitig enthält er eine erschütternde Wahrheit.

    Ich las einen Artikel darüber, welche Ängste Menschen hatten, die beim Attentat

    in Wien ihre Angehörigen nicht sofort erreichten... ich wurde plötzlich sehr traurig und gleichzeitig

    schäme ich mich dafür: Es gab in meinen Leben keinen Menschen, um den ich mich zu diesem Zeitpunkt fürchtete.


    Nicht dass es mir egal ist, aber es gibt bei mir nur einen abstrakten und theoretischen Grund,

    dass ich allen Menschen Gesundheit und Unversehrtheit wünsche.

    Der Unterschied zwischen flüchtig Bekannten und gänzlich

    Unbekannten ist dabei eigentlich sehr klein - ähnlich wie bei der Diskussion um die Ängste beim Virus.

    Natürlich macht es mich betroffener, wenn ich jemandes Namen kenne als wenn nicht ... aber es gibt

    keinen Menschen dessen Beeinträchtigung von Gesundheit und Unversehrtheit ich mich tatsächlich mehr ängstigt

    als bei anderen.

    (Das klingt wirklich negativ - doch ich bitte die Personen, die nun versucht sind zu werten... der Unterschied,

    ob man noch Familie oder wirklich enge Freunde hat oder nicht macht keinen Unterschied bei der Schwere der Trauer.

    Aber bei der von mir angesprochenen Fragestellung vielleicht schon...)


    Luise, fühle Dich von mir zu 100% in diesen von Dir angesprochenen Ängsten verstanden.

    Ich hoffe das hilft ein wenig?

    Dank des Forums fühle ich mich nicht unsichtbar.


    Herzlichst,

    Tery

    unsere welt mag keine traurigen menschen.... es darf nur positiv gedacht werden.... chakka..... erfolg in jeder lebenslage....

    Liebe Bine, liebe Gastgeberin Renate und Ihr anderen Lieben,

    ich fürchte mich vor Menschen, die sich vor Tränen fürchten.

    Am allermeisten vor denen, die sich vor ihren eigenen Tränen fürchten.

    Auch: Chakka.

    Tereschkowa

    Liebe*r M.B.,


    herzlichen Dank für die Wünsche: Wir bemühen uns redlich darum stark zu sein und zu bleiben.


    Ihr Anliegen ein Konzept für eine gerechtere Verteilung von Hinterbliebenengeld

    entwicklen zu wollen ist eine politisch ehrenhafte Angelegenheit und

    sicherlich auch dringend notwendig.

    Ich und wahrscheinlich auch andere Forumsmitglieder unterstütze/n grundsätzlich gerne alles was Trauernden

    ihre Situation erleichtern könnte.

    Allerdings prinzipiell nicht ohne Näheres über Ihr Fachgebiet, die Hochschule an der Sie Ihre Bachelorarbeit

    planen und Ihren Klarnamen zu kennen.


    Bitte verzeihen Sie meine Vehemenz, doch wir im Forum sind es gewöhnt mit Anfragen vorsichtig

    umzugehen - noch dazu wenn es sich um Anfragen zur finanziellen Situation einzelner Mitglieder

    handelt.

    Mit Interesse erwarte ich Ihre Antwort.


    Mit freundlichen Grüßen,

    Tereschkowa

    Liebe Gabi,

    danke für Deine Gedanken.

    Und ich darf mit meiner Seele zusammen trauern und das Leben nicht schön finden, solange es nötig ist.

    Ja!

    Danke ganz besonders für diesen Satz.

    Er steht dort: klar, nahezu bescheiden. Verständlich.

    Doch um diesen Satz nicht nur sachlich zu verstehen, sondern ihn zur Gänze zu begreifen sind Du,

    ich und viele andere hier durch sehr viele verzweifelte Kämpfe gegen ihn gegangen.

    Ich zumindest werde mich wohl noch öfter wider besseren Wissens gegen diesen Satz auflehnen.

    Doch es ist eigentlich der einzige Zustand in dem ich mich eins mit meiner Seele fühle.

    Danke dafür.

    Als ich in einem Geschäft stand und

    - wie oft - plötzlich kein klares Wort mehr heraus brachte, zur Entschuldigung dann stammelte,

    dass mein Lebensgefährte verstorben sei, sagte die Frau zu mir:

    "Sie brauchen sich nicht zu entschuldigen.

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.

    Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie brauchen."

    Sofort war jeglicher Druck in der Situation weg.


    Unsere Seelen trauern.


    Und wir sollten die Seelen dabei nicht stören und schon gar nicht gegen sie kämpfen.

    Alles Liebe Dir,

    Tereschkowa

    Liebe Kikiro,

    das berührt mich sehr!

    Es ist bewundernswert und ich denke auch sehr gut, dass Du das geschafft hast.

    Manche Tränen sind so heilsam, denn sie lösen diese Schwere im Herzen auf.

    Auch wenn es nicht das richtige Wort ist: Ich freue mich so sehr mit Dir und Deiner Schwester - wenn ich darf.

    Herzlichst,

    Tereschkowa

    Liebe Ange,

    danke für die ausführliche Antwort.

    Es geht mir leider öfter so, dass ich einen Text im Forum lese und mir dann nicht sicher

    bin, ob darüber bereits geschrieben wurde ... und mittlerweile ist das Forum so groß

    geworden, dass es nicht einfach ist das heraus zu finden.

    Vor allem auch, weil es bei mir Phasen gab in denen ich nicht nur zu erschöpft war um zu

    schreiben, sondern auch um zu lesen ... dann habe ich immer Sorge etwas nicht richtig in Erinnerung zu haben.


    Das "Andenken pflegen" ist eines der hochgradig komplexen Themen nach dem Tod eines Menschen.

    In vielen Fällen ist es ein unglaublicher Machtkampf, der in allen Facetten und Details manchmal offen,

    machmal versteckt - mal bewußt, mal unbewußt geführt wird.

    (Dazu wollte ich schon immer mal etwas in meinen Wohnzimmer schreiben... kam aber noch nicht dazu.)


    Ist die Stadt der Tochter weit von Dir entfernt?

    So doof das klingen mag:

    Ihre eigentlich Dich verärgernde Eigenschaft alles zu organisieren anstatt es selbst zu machen,

    scheint mir in diesem Fall für Dich gut zu sein.

    Viel schwieriger wäre es, wenn sie selbst Interesse hätte das Grab mit ihren Andenken und nach ihren

    Vorstellungen zu gestalten. Dann würde unter Umständen ein "Machkampf" über Geschmacksvorstellungen

    entstehen ...


    Ich finde es eine tolle Idee, dass Du in Gedanken schon planst und Dich bereits "freust" liebevolle

    Andenken aussuchst, um sie zum Grab zu bringen.

    Wie ich Dir schon mal schrieb - das sind die kleinen Schritte... so mache ich es bei

    allem, was mir fehlt oder was ich machen möchte, aber mich davor fürchte.

    Ganz kleine und vorsichtige Schritte und langsam erweitern ...


    Kann man am Grab Pflanzen in den Boden einpflanzen oder müssen alle in Töpfen sein?

    Denn einen etwaigen Pflanzplan zu erstellen wäre auch gut.

    Mir fiel das nur gerade eine, weil Jürgens Lieblingsfarbe blau ist.

    Es gibt gerade bei den Frühblühern so wunderschöne blaue Blumen.

    Ein richtiges Hamburggrab zu gestalten ist eine sehr coole Vorstellung!

    (Bei Blühpflanzen ist blau auch meine Lieblingsfarbe, nicht zuletzt, weil Hummeln Farben erkennen können

    und blaue Blüten bevorzugen. Ich war ganz stolz als ich endlich die Hummelblühfolge für die ganze

    Saison mit Blau-Blühern geschlossen hatte. Vorn März bis Oktober...)


    Herzlichst,

    Tereschkowa

    Liebe Ange,

    danke für Deinen Text.

    Es braucht Dir überhaupt nicht leid zu tun, wenn Du wenig schreibst.

    Jede und jeder von uns hat solche Phasen - wichtig ist nur sich deshalb nicht selbst Druck zu machen,

    sonst wird der "Einstieg" immer schwerer... das weiß ich aus eigener Erfahrung.

    Oft wollte ich etwas schreiben, hatte dann aber Angst, dass mir schon am nächsten Tag die Kraft fehlt

    alleine nur auf Kommentare in meinem Wohnzimmer zu reagieren....


    Für mich ist das mit der Grabpflege auch ganz wichtig, daher verstehe ich Dich sehr gut.

    Du hast sicher schon ein Mal darüber geschrieben - bitte verzeih daher schon im voraus meine Vergesslichkeit -

    würde die Tochter von Jürgen Dir die Grabpflege überlassen so bald Du es schaffst zum Friedhof zu gehen?


    Herzlichst,

    Tereschkowa


    PS: Hamburgmotiv ist richtig cool!

    ,Nebendarsteller, in einer Hauptrolle sind die, die noch ein Leben haben...oder hab ich ein Leben, sehs nur nicht, ist DAS mein Leben...

    Ich habe in Gegensatz zu vielen anderen ein schönes Leben, mir fehlt an nichts...außer an Liebe, Geborgenheit, Nähe Wärme...also eigentlich habe ich die wichtigsten Dinge im Leben nicht....somit kein schönes Leben...

    Liebe Renate,

    danke für die Erklärung was Wischi Waschi Gedanken sind. (Übrigens ein lustiges Wort.)

    Ich verstehe genau was Du meinst.

    Auch dass, das Notwendige oft nicht das Wichtige ist. Auch wenn es so tut...

    Nebendarsteller ist auch ein präzises Bild.

    Nebendarsteller im Film der anderen ist ja auch ok, so lange man in seinem eigenen Film Hauptdarsteller ist.

    Aber was wenn man im eigenen Film kein Hauptdarsteller mehr sein mag, weil die Regie den anderen

    Hauptdarsteller auf unerklärlichen Gründen entlassen hat?


    Ich weiß es nicht. Ich suche nach Möglichkeiten.


    Was Du beschreibst, ist das, was ich in einem Text ein Mal als Potjomkin-Leben bezeichnete...

    und genau das, was dem eigenen sozialen Umfeld am wenigsten zu vermittelbar scheint:

    Denn "von außen" (ganz außen!) betrachtet wirkt es fast so als würde ich wieder funktionieren,

    zumindest die "Richtung stimmt" glauben die meisten....

    wann immer ich sagte oder sage,

    aber "ich habe irgendwie kein Leben, denn der Kern ist leer" oder wenn ich sage "ich komme mir vor als würde ich mein Leben simulieren"

    ernte ich Unverständnis. Das ist von den anderen nicht bösartig gemeint, sondern einfach Unwissenheit.

    Mir ging etwas verloren von dem ich selbst nicht wußte, dass ich es besass...


    Das ist für mich ein ganz schwieriger Punkt geworden:

    Denn ich habe mir abgewöhnt darüber zu sprechen, sondern ich "simuliere" halt vor mich hin ...

    aber innerlich werde ich dadurch noch einsamer als vorher als man es mir noch anmerkte.

    Denn zu der Zeit war ich noch eins mit mir - ich wirkte von Außen so verzweifelt und traurig wie ich es innerlich war.

    Das ist nun anders und ich fühle mich mir selbst oft sehr fremd.

    Daher ist es für mich wichtig oft genug Ruhe und Zeit für mich zu haben, damit ich in dieser Zeit wieder Eins mit mir

    sein kann. (Im Forum zu lesen und zu schreiben hilft mir auch sehr, um mich mir selbst wieder zu näheren bzw. mich zu erden.)

    Es ist nicht so, dass ich mich bewusst für "simulieren" entschieden hätte, sondern ich tue es automatisch weil es für mich und auch für andere

    leichter ist durch die gerade vorherrschende Situation zu kommen.... das hat ja auch Vorteile...unbestritten.

    Doch der Nachteil ist die Selbstentfremdung.

    Diese macht noch einsamer.

    Denn mit sich selbst geht dann wirklich die letzte Person verloren, die man an seiner Seite wähnt und braucht.


    So. schon wieder egozentrisch, liebe Renate.

    Ich kann es gerne in mein Wohnzimmer verschieben. Ein Wort genügt.

    Herzlichst,

    Tereschkowa

    Liebe Renate,

    gute Besserung.

    Ich denke es war eine gute Entscheidung zum Arzt zu gehen.

    Denn gerade wenn die Psyche bereits so voller Schmerzen ist, dann verschlimmern körperliche Schmerzen alles noch...

    Der Kopf voll, mit unnötigen, wischi, waschi Gedanken, das geht so nicht, da muss was dagegen gemacht werden...ja...

    Was sind denn für Dich Wischi Waschi Gedanken?

    Also welche Kategorie an Themen?

    Denn wenn ich mir das vorstellen kann, dann kann ich mir vielleicht einen Tip überlegen.

    Nur wenn Du magst natürlich.

    Herzlichst,

    Tereschkowa

    Ach, Uwe ... Sternderl schaun ...


    Ludwig Hirsch






    Auffe schaun,

    Sternderl schaun.

    Wast wos, wir picken uns an raus,

    Irgend an.

    Wie wär's mit dem da über uns,

    Dem frechen klan?

    Und wann ma's woll'n

    So richtig woll'n

    Wirst sehn, dann schickt er uns a Grinsen

    Und blinzelt uns in Bauch.

    Das tut gut, tut so gut, das tut gut!

    Auffe schaun,

    Sternderl schaun.

    Du, unser Stern blinzelt ganz schön

    Auf uns zwa.

    Es druckt uns ganz sche aneinand,

    Merkst es a?

    Soll ma sie wehr'n?

    Gegen einen Stern?

    Waßt was, wir machen eam die Freud wir zwa;

    Na und außerdem,

    Tut das gut, das tut gut, tut so gut.

    Dann hat ein Hahn versucht den Morgen einzukrähen.

    Hab ihn erwischt und ihm den Kragen umgedreht.

    Komm lass uns

    Weiterschaun,

    Sternderl schaun.

    Du, wann mir irgendwann einmal

    Des Augerl bricht,

    Dann flutsch ich rauf zu unserm Stern

    Und wart auf dich!

    Waßt was i glaub,

    Ganz ehrlich glaub.

    I glaub da oben gibt's keine Tränen

    Und wenn nur die vor Freud,

    Und das tut gut, tut so gut, das tut gut

    Das tut gut

    Tut so gut

    Mh so gut

    Ich füge Hyperlinks zu ausführlichen Informationen der drei genannten Sender bei.

    Lieber Nelson,

    ganz herzlichen Dank für diese links... ein fürwahr großes Thema!

    Vieles dazu wird schnell - zu schnell - dahin gesagt im heutigen Sumpf der Vielstimmigkeit,

    die sich darauf beschränkt aus einer persönlichen Befindlichkeit heraus eine Meinung zu haben und zu formulieren.


    Zu diesem Thema braucht es zunächst eine Haltung - dann erst ist ein souveräner Meinungsbildungsprozess möglich.

    Mich beschäftigt dieses Thema schon sehr lange und ringe nach wie vor mit mir selbst um zumindest der Hauch einer

    Haltung zu erlangen...

    Danke,

    Tereschkowa

    Liebe Kerstin,

    am Montag werden wir alle guten Mächte aktivieren und mit Dir und Baxter zum Tierarzt schicken!

    Verstehe Dich.... das Tierarzt ist auch unter den schlimmen eine der noch schlimmer auszuhaltenden Aktivitäten.

    Herzlichst,

    Tereschkowa