Wir haben gemeinsam gekämpft, gehofft und nun verloren - seit dem 01.11.2018 ist nun nur noch tiefer Schmerz

  • Liebe Nanimaus,

    ein herzliches Willkommen hier bei uns.

    Du hast dich schon 2 Tage nach dem Tod deines Mannes hier angemeldet. Das ist schnell!


    Die Urnenbeisetzung, ja diese Akte machen Angst. Und doch ist es wichtig, dass sie so gestaltet werden, wie es für dich passt.


    Wenn die Schwiegermutter ein großes Essen für ihre Familie geben will, dann kann sie das auch zu einem anderen Zeitpunkt machen, oder ihr teilt die Kosten auf. In manchen Gasthäusern gibt es mehrere Räume, die einzeln gemietet werden können. Dann hätte sie, was sie braucht und du was du brauchst.

    Es ist immer schwer, es allen recht zu machen und erste Priorität hast du. Und es ist wichtig, dass du auf dich selbst achtest. Was ich dir sagen möchte ist nur, dass es vielleicht einen Kompromiss gibt.


    Ich wünsche dir und deinem Sohn Eddi und natürlich auch deinem anderen Sohn, all das, was ihr für euch braucht.

    Und ich wünsche euch auch, dass ihr jeden Moment für den Moment nehmen könnt - Weihnachten - das dauert noch ein bisschen. Schritt für Schritt. So wie Beppo Straßenkehrer zu Momo sagt:


    und so wünsche ich dir für heute einen Schritt und einen Besenstrich.


    Sei lieb gegrüßt

    Astrid.

  • Liebe nanimaus


    Habe mit Astrid gesprochen, Sie wird sich morgen Dienstag um die Angelegenheit (Verschiebung des Threads) kümmern.


    Einen erträglichen Montag wünsche ich Dir.

    Liebe Grüsse

    Thomas

  • Liebe Tigerlily, vielen Dank für dein Mitgefühl und deine lieben Worte. Auch von mir mein Beileid zum Verlust deines großartigen Mannes. Ich denke, wir sind im gleichen Alter und die Schmerzen sind unerträglich. Im Moment muss ich noch oranisatorisches erledigen. Aber wie ich schon geschrieben habe, die Angst vor Weihnachten und der Geburtstag meines Mannes nach Weihnachten, erstickt mich.
    Traurige Grüße Uta

  • Liebe nanimaus


    Es gibt soviel zu erledigen am Anfang, von Amt zu Amt zu Amt.

    Es ist schrecklich und raubt die Kräfte die man dringend für sich selber und seine Lieben benötigt. So habe ich es empfunden.


    Ich schicke Dir viel Kraft und Zuversicht, dass du dies alles schaffst und noch etwas übrigbleibt für DICH selber.

    Pass auf Dich auf. :30:


    Einen erträglichen Abend

    Thomas

  • Hallo liebe nanimaus,

    ich sende dir viel Kraft und auch Engel die dich beschützen und dir die Kraft für die Zeit die euch jetzt bevorsteht...der Gang durch das tiefe dunkle Tal wird euch noch viel viel Kraft kosten...aber diese Engel werden euch begleiten und den Schmerz lindern....:24::24:


    Unbekannterweise drücke ich dich ganz dolle... wenn du fragen hast schreibe hier...es gibt immer wieder viele liebe Menschen hier die dir und auch mir schon damals geholfen haben....:30::30:


    Ich wünsche einen ruhigen Abend mit nicht allzu traurigen Gedanken...

    Bulli2014

  • Lieber Thomas, vielen Dank für deine Zeilen. Gerade jetzt, ist es ein Glück, dass ich bei euch im Forum sein darf. War heute bei der Friehofsverwaltung, um den Vertrag abzuschließen. Habe nur geweint, war für ein furchtbarer Gang.


    Zum Glück habe ich gute Freunde, die mich zurzeit etwas auffangen. Sie wollen mich unterstützen, aber es sind Wege, die nur ich allein regeln kann. Das hast du ja auch alles durch.


    Auch für dich einen erträglichen Abend

    Uta

  • Hallo Bulli 2014, auch an dich vielen Dank für dein Mitgefühl. Fragen sind viele vorhanden, aber für diese Fragen gab und gibt es keine Antwort. Die Engel sind toll,


    Ich bin wirklich froh, dass ich im Forum soviel Mitgefühl und gleiche Schicksale finden konnte. Den Schmerz, welchen wir alle empfinden, kann kein anderer nachvollziehen.


    Liebe Grüße

    Uta

  • Ja Uta, viel hat sich bei dir auch nicht geändert. Immer noch Tränen, immer noch Schmerz und das wird uns beides auch noch ne Weile begleiten. Doch du hast sehr Recht, es gibt Sachen die man alleine regeln muss, aber dann ist es wichtig dass im Hintergrund jemand ist der uns auffängt wenn wir zu fallen drohen. Bei mir sind das vor allem meine Mädels, die auf mich aufpassen. Das müssen sie aber auch, weil sie es meinem Josef versprochen haben als er Angst hatte mich alleine zu lassen...

  • Liebe Uta,

    Ich kann deine Angst sooo gut verstehen. Auch ich habe große Angst vor der Beisetzung am 01.12. Diese wird im Friedwald sein. Einen "Grabvertrag" habe ich abgeschlossen- wie absurd.!!!!!!

    Ich weiss nicht wie ich das alles organisieren soll, dass es auch allen recht ist ...Man will ja alles richtig machen. Aber was ist richtig? Bin so leer.

    Die Zukunftsangst und die Panik kommt am Abend bei mir am stärksten durch.

    Ich freue mich für dich dass du Freunde an deiner Seite hast, die für sich da sind.


    Sei lieb gegrüsst ud umarmt von elfenfee

  • Liebe Elfenfee, vielen lieben Dank für deine Worte. War zurzeit immer nur stille Mitleserin, da ich im Moment wieder in der tief traurigen Phase bin. Die persönlichen Beileidsbekundungen der Mitmenschen reißen die tiefe Wunde immer wieder auf. Weiß im Moment nichts mehr so richtig mit mir anzufangen. Muss aber für meinen Sohn mit Down Syndrom "stark" sein.


    Eine Beerdigung im Friedwald klingt gut. Wie läuft das ganze bei euch dann ab? Meine Frage tut mir selbst mit weh, aber mein Interesse an deinem Leidensweg ist mir sehr wichtig. Sind Menschen an deiner Seite, die dir bei allen organisatorischen Dingen helfen können und dir Trost spenden?


    Wichtig ist vielleicht auch zu wissen, dass man es nie allen recht machen kann. Diese Erfahrung mache ich auch gerade, dies schmerzt noch mehr.

    Die Menschen sind aber so, so lange es ihnen gut geht.


    Sei umarmt von Uta

  • Liebe Uta,

    Ich bin auch noch nicht so gut im schreiben. Mir fehlen die Worte. Diese schrecklichen Seelenqualen, wie du sie auch treffend nennst, sind so schlimm, eigentlich gar nicht auszuhalten.


    Leider hab ich nicht wirklich Menschen die für mich da sind. Aber ich tu mich auch schwer, Hilfen anzunehmen und zu fordern. Viele wissen wahrscheinlich auch nicht, wie sie mit mir umgehen sollen und melden sich daher nicht.

    War letzte Woche für ein paar Tage bei meinen Eltern. Ich wohne ca. 170km von meiner Familie entfernt. Meine Eltern scheinen überfordert mit meiner Trauer. Sie meinen es nur gut, klar, aber diese klugen Ratschläge kann ich einfach nicht ertragen. Wie: "Silvie hätte nicht gewollt dass du so traurig bist" oder " du kannst dich doch nicht die ganze Zeit so vergraben, du musst dich ablenken..." Meine Mutter ist auch sehr traurig und kann es nicht ertragen,dass ich so leide.

    Jetzt sitze ich hier alleine in der Wohnung und weiss nichts anzufangen. Kriege einen Heulkrampf nach dem anderen. Stöbere im Forum und bin froh hier sog. Leidensgsgenossen zu finden. Das gibt etwas Trost.


    Habe eine liebe Bekannte mit der ich heute telefonieren werde. Sie hat schon einige Beerdigungen ganz individuell gestaltet, abgestimmt, organisiert und begleitet. Mal sehen wie sie mir da helfen kann. Ich habe eine so furchtbare Angst. Könnte schreien.


    Beruflich habe ich immer wieder mir Menschen mit verschiedensten Behinderungen, Krankheiten zu tun. Ich finde du darfst auch Eddi gegenüber Schwäche zeigen. Diese Menschen sind sowieso sehr sensibel und ich glaube Eddi weiss ganz genau wie es dir geht. Ihr könnt euch gegenseitig Trost geben.


    Herzliche Umarmung von elfenfee und liebe Grüße an Eddi.

  • Liebe Elfenfee, schön, dass wir uns autauschen können. Auch ich arbeite mit jungen Menschen aus der Förderschule G bis hin zur Fachhochschulreife. Diese Jugendlichen haben psychische und geistige Behinderungen. Diese Arbeit erfüllt mich und gibt mir sicher wieder Kraft.


    Ja, es ist wirklich so, dass mein Eddi meinen Schmerz richtig versteht und ein großer Trost ist.


    Wie du schreibst, versuchen deine Eltern, dir mit gut gemeinten Sprüchen wieder Lebensmut zuzusprechen. Ist sicher alles richtig, aber es tröstet nicht wirklich.

    Vielleicht hilft es dir, wenn du mal versuchst eine Kollegin oder einen Kollegen um Hilfe zu bitten oder einfach mal anzurufst. Oftmals sind diese in unserer Situation total hilflos und froh, wenn du den ersten Schritt machst.


    Ich habe durch meine Kollegin immer einen engen Kontakt zur Arbeit, bin noch bis 27.11.2018 krank. Wir telefonieren fast täglich und glaube mir, es befreit für einen Moment.


    Mein großer Sohn lebt mit seiner Familie in Mittelschweden, auch er versucht am Telefon (Skypen möchte ich jetzt nicht.) mir immer wieder Mut zu machen. Letztendlich hat er hat ja auch seinen geliebten Papa verloren. Meine Kinder kommen am Samstag aus Schweden und bleiben bis Mittwoch, so dass ich am 19.11., 10:00 Uhr meine gesamte Familie zur Urnenbeisetzung da habe. Die Trauerfeier dauert in der Redehalle ca 1 Stunde. Es werden viele Freunde, Schulfreunde und Kollegen da sein. Jedoch glaube ich, wird man in dieser schrecklichen Situation niemanden wirklich wahr nehmen können.


    Der Schmerz sitzt so tief und die Vorstellung nun allein, ohne meinen Werni, durchs Leben gehen zu müssen, ist grausam.


    Liebe Grüße und auch von mir eine herzliche Umarmung

    Uta

  • Liebe Uta, ich wünsche dir für die Urnenbeisetztung all das, was du für dich brauchst. Und dass dich der Besuch deiner Familie ein bisschen stärkt.

    Lg. Astrid.