Meine Lebensliebe ist gestorben

  • Liebe Wagi,ja so ist es und ich verstehe dich so gut.Natürlich gönnt man den anderen das gute Leben,aber dann,alleine,da fressen mich die Gedanken und die Sehnsucht auf,warum,warum...dieses nie mehr macht einen anderen Menschen aus mir,aus uns...ich bin mir so halbiert ganz fremd...einen Gruss für dich,liebe Wagi,ich würde dich gerne in den Arm nehmen.....Adi

  • Einerseits war es ja schön, aber sie hat natürlich auch von ihrer Familie erzählt.

    Liebe Wagi,

    ich verstehe Dich voll und ganz!

    Aber ich bin mir nicht sicher, ob ich es so "natürlich" finde, dass Deine Freundin von ihrem Vorruhestands-Tagesablauf erzählt.

    Ich weiß, wenn ich das nun hier erläutere bricht gleich wieder eine Diskussion los...

    Ich empfinde es nicht als überzogenen Vorstellung oder Empfindlichkeit von Freundinnen erwarten zu können, dass sie solche Dinge

    gerade nicht in Deiner Gegenwart erzählen.

    Ein Treffen mit Trauernden ist eben anders als sich wie davor zu treffen und jeder erzählt hals so was sie/er gerade macht und welche Probleme sie/er so hat... natürlich ist das einseitig und egozentrisch, doch Du bist in einer akuten Ausnahmesituation.

    Zuhören geht immer, man muss nicht immer von sich erzählen als Freundin einer Trauerenden.


    Ich weiß ich bin unduldsam, aber ich sehe halt die unnötigen Verletzungen, die ständig durch unbedachte Äußerungen passieren.

    Ganz, ganz herzlich,

    Tereschkowa

  • Liebe Wagi,Liebe Adi, wie gut ich Euch verstehe. Mich kotzt auch dass Leben ohne meinen Liebsten an. Bin erst seit Donnerstag wieder daheim. und schon wieder im Trauerloch gefangen. Ich schaffe es, glaube ich mittlerweile , nicht ohne ihn weiter zu leben. Es erscheint mir alles so nutz und sinnlos. Bin in meiner Einsamkeit gefangen und halte dass nicht mehr aus.

    Drücke Euch mit meiner letzten Kraft

    Lg Ingrid

  • Liebe Ingrid,die letzte Kraft für uns,du bist so gut für uns,aber deine letzte Kraft nehmen wir nicht an, die brauchst du und ich schicke dir Kraft mit einer Umarmung,hoffentlich kannst du sie annehmen,LG Adi

  • Ihr Lieben,


    ich kann Euch so gut verstehen. mich kotzt das Leben das Wir uns nicht ausgesuch haben ebenso an wie Euch. Viel Kraft habe ich nicht zu bieten, aber liebevolle Gedanken schicke ich Euch und Umarmungen.



    LG Gabi & Mäuschen

  • Liebe Wagi, ich würde es Dir so gerne sagen. Aber ich weiss es selbst nicht. Es zerreißt mich innerlich genauso. Seit ich wieder in der Wohnung bin, weine ich eigentlich ununterbrochen. Für was war die Klinik gut? Wo sind nur unsere Liebsten? Warum müssen wir so leiden? Warum nur??????

    Fühl Dich gedrückt

    Lg Ingrid

  • Ihr Lieben,so ist es bei mir auch,funktionieren,die Umwelt ist erleichtert...23 Wochen und3Tage ist mein Mann tot,für die meisten Menschen um mich muss es jetzt endlich wieder gut sein.

    Und ich, wenn ich daheim bin,alleine,totenstill in der Wohnung,dann kommt die tiefste Verzweiflung,das nicht verstehen,nicht glauben,wo bist,mein Schatz,warum,warum,die Sehnsucht ist unbeschreiblich und ich weiß nicht wie aushalten...euch bessere Stunden,Adi






    .

  • Liebe Wagi,und wie ich dich verstehe,unser Sohn und unsere Enkelkinder,das größte Glück für meinen Mann und mich,und ich liebe sie von Herzen und bin froh dass ich sie habe,aber wie weh das tut dass er sie nun nicht mehr begleiten kann,nichts auf der Welt kann mir diesen Schmerz nehmen und eigentlich verstärkt das mein Elend und der einzige,der mich trösten könnte ist mein Mann, und die Sehnsucht nach ihm....unerträglich,morgen sind es 24 Wochen,liebe Wagi,ich fühle dein Leid MIT dir,Adi mit liebem Abendgruss

  • Heute musste ich mir bei einem Spaziergang gleich dreimal anhören, du hast doch deine Kinder und Enkel noch.

    Ich bin es leid, mich erklären zu müssen, das das eine mit dem anderen nicht vergleichbar ist.

    Ihr versteht was ich meine.

    Wie Recht Du hast die verstehen das nicht das das ganz was anderes ist wenn einen das liebste fehlt das ist unser Ehepartner man hat doch da eine ganz andere Verbindung mit allen . Auch wenn sie sagen geh nur in die Arbeit das lenkt ab das ist der gleiche Schwachsinn

    Im diesen Sinne EUCH allen liebe viele Grüße von den sehr traurigen Gego

  • Liebe Wagi, liebe Adi, lieber Gego,

    ich fühle mit Euch. Mich schleudert es auch ...

    Ich werde es nie verstehen, warum Menschen glauben bewerten zu müssen wo sie doch genau wissen, dass ihnen selbst die Erfahrung fehlt.

    Es gibt so viel anderes was, das man zu uns sagen kann oder zuhören, wäre eine echte Alternative.

    Ich sehe ja nur ganz selten Menschen, aber mir ging es am Sonntag nach dem ich am Samstag nach langer Zeit mal wieder jemanden traf

    bedeutend schlechter als zu vor. Es kam die Frage: "Ob ich denn jetzt nicht einfach, sagen könnten "Es ist zwar nicht, wie ich es mir vorgestellt hätte, aber es ist halt nicht und sollte dann so nicht sein. Und fertig, nächster Schritt, weiter machen ..."; ... meine Arbeit würde mich doch "geistig beleben"

    Bevor nun in Deinem Thread eine Diskussion beginnt, liebe Wagi:

    Wir alle haben mittlerweile Verständnis für fast jede Art von Unsicherheit und Unvermögen entwickelt und wir wissen wie schwer es für

    diejenigen ist uns zu treffen.

    ABER:

    Auch was man versteht kann Schmerzen verursachen und es hilft sich darüber im Forum auszutauschen, da wir die anderen Personen

    nicht verletzten möchten (oder uns Diskussionen) ersparen möchten.

    Trauer macht nicht automatische "bessere" Menschen aus uns. Warum sollte es?

    Schlechtere wäre meiner Ansicht nach zwar nicht gewollt, aber gerechtfertigt...

    Ich wünsche Euch eine schlafreiche Nacht,

    Tereschkowa

  • Ihr Lieben alle,

    Mir Geht es auch wie Euch.immer bekomme ich gesagt, denke an Deine Kinder und Enkel. Meine Kinder sagen, Du hast doch uns. Das ist nicht das gleiche. Ich lebe alleine , ohne meinen Liebsten. Auch jetzt sitze ich hier alleine nach der Arbeit. Wo sind meine Kinder? Bei ihren Partnern!!!!In der Arbeit bekam ich heute gesagt, ichvwürde auf Fragen bezüglich meiner Trauer nicht mehr antworten, sonst würde ich nach Hause geschickt. Was ist das für eine Welt?? Du kannst mit keinem Reden. Passiert dann etwas, heisst es, hätten wir nur zugehört. Dann ist es zu spät. Fühle mich total alleine mit meiner Trauer. Muss 8 Stunden tun als wenn alles in Ordnung wäre. Das fällt mir so unendlich schwer und ich weiss nicht ob ich dass durchhalte. Auch ich würde mich nicht behandeln lassen, wenn ich ernsthaft krank würde. Was soll ich noch in diesem für mich freudlosen Leben ohne meine Liebe???Ich bin nicht nur Mutter und Oma. Ich bin eine Witwe, die die Liebe ihres Lebens vermisst und krank ist vor Sehnsucht, Einsamkeit und Traurigkeit.

    Das können Sie nicht verstehen und ich rechtfertige mich nicht mehr dafür. Es sind meine Gefühle und basta!!!!!

    Ich denke, ich schreibe Euch aus der Seele

    Lg Ingrid

  • Kennt jemand von Euch

    Sertralin Aurobindo 50mg?

    Ist ein Antidepressiva

    Ich kann nämlich irgendwie nicht mehr. Bin die ganzen Tage nur noch am Heulen.

    Wieder nur noch Herzrasen und Beklemmung. Auch keine Lust mehr zum Weitermachen. Kurz : ganz unten, ohne Perpektive

    Lg Ingrid

  • Liebe Ingrid,bitte bespricht dich mit deinem Arzt,nur er kann dir da raten.Diese Tiefpunkte,die immer wieder kommen,scheinbar jeder noch schlimmer,die sind so grausam und höhlen uns aus,in den Momenten kann ich auch nur weinen.Vielleicht hilft es dir ein wenig wenn du weisst,wir sind da.Wie du,auch gebrochen und verzweifelt,aber da.Schreibe,weine,hadere,alles darfst du und sollst du,der Mensch braucht ein Ventil für das Unerträgliche ,sonst brechen wir.Ich lege meinen Arm um dich,Adi

  • Heute musste ich mir bei einem Spaziergang gleich dreimal anhören, du hast doch deine Kinder und Enkel noch.

    Ich bin es leid, mich erklären zu müssen, das das eine mit dem anderen nicht vergleichbar ist.

    Liebe Wagi und ihr lieben alle hier,

    es ist nicht zu vergleichen! Vielleicht mögt ihr diesen Menschen einmal den Vergleich mit dem allein sein erzählen, den ich hier vor einiger Zeit geschrieben habe.

    Ich saß auf einer Bank am See und genoss die Ruhe. Niemand, der etwas wollte von mir - niemand, der erzählte - einfach nur Ruhe und Zeit mit mir. Das war sehr erholsam. Und dann seid ihr mir eingefallen und ich stellte fest: NUR weil ich WEIß, dass zu Hause mein Mann und meine Kinder sind, kann ich das Allein sein genießen. Weil ich weiß, dass ich nicht WIRKLICH alleine bin. Als ich nach Hause kam, da durfte ich auch das Zusammensein wieder genießen.


    Kinder und Enkel ersetzen den Partner nicht. Unsere Partner sind ja keine Kinder, die wir ins Leben begleiten und die bestimmt einen sehr wichtigen Teil in unserem Leben einnehmen. Doch wir waren oder sind bemüht, sie zur Selbständigkeit zu erziehen. Unsere Partner sind selbständig und wir haben uns gemeinsam für ein Leben miteinander entschieden. Gehen durch Höhen und Tiefen, die wir (besonders die Tiefen) nicht so mit unseren Kindern teilen.


    Natürlich halten auch die Kinder ein Stück weit im Leben, weil sie Verbindung zum Leben sind. Doch es ist nicht vergleichbar. Es ist eine andere Qualität.


    Und so verstehe ich euch sehr gut.


    Liebe Ingrid20 , hat das dein Arbeitgeber oder Kollegen gesagt, dass du nach Hause geschickt wirst? Du bist im Verkauf tätig, habe ich das richtig in Erinnerung? Auch wenn es unheimliche Kraft kostet, meinst du nicht, es gäbe die Möglichkeit, dich um eine andere Stelle umzusehen?

    Ich finde das nicht nur grenzwertig, sondern übergriffig. Nimm an, du wärst eine Frau, die gerade ein Kind bekommen hätte, du würdest ebenso viel davon erzählen. Nur weil es sich um eine "freudige" Geschichte handelt, darf man das immer wieder erzählen. Sogar das Schwere der Geburt, denn es endet ja mit was Schönem (Grrrrr) entschuldige, ärgere mich gerade maßlos über diese Ungerechtigkeit!

    Ich frage dich sicher nicht zum Ersten mal: Hast du eine Trauerbegleitung? Vielleicht wäre da auch ein Gespräch mit deinem Arbeitgeber möglich. Eine Erklärung, wie und was Trauer ist, kann den "nichtwissenden" manchmal einen großen Schubs geben. Und das AHA kann vieles ändern.


    Was die Antidepressiva angeht - hast du die von einem Psychiater verschrieben bekommen? Ich kenne mich mit den Medikamenten leider nicht so wirklich aus und kann dir dazu nichts sagen. Wichtig finde ich vor allem, dass sie von einem Fachmann (hier immer kritisch sein) verschrieben werden. Fachmann ist hier der Psychiater und nicht der Hausarzt.


    Und jetzt noch eine Idee von meiner Seite:

    Erstelle eine Liste mit dem, was du früher gern getan hast, gemocht hast, dir wohl getan hat.

    Ganz kleine Dinge, die im Alltag wenig Aufwand sind.

    Bei mir steht auf der Liste:


    Badewanne

    Tee

    warme Schokolade

    Eis

    Spaziergang

    See

    lesen

    schreiben

    Suppe

    Wein

    reden

    schwimmen

    Freunde

    Sonne

    Wärme

    ...


    Und vielleicht steht dann etwas auf der List, das die Mühe wert ist, weil du ein klitze kleines bisschen Lust verspürst.


    Ich wünsche euch allen heute einen der leichteren Tage!

    Tut euch nach Möglichkeit etwas Gutes.

    Und noch eine Idee, die ich gerade hatte, stelle ich euch hier als Geschichte ein:


    Die Geschichte einer alten weisen Frau und die Glücksbohnen

    Eine sehr alte, weise Frau verließ ihr Haus nie, ohne vorher eine Handvoll Bohnen einzustecken.

    Sie tat dies nicht, um unterwegs die Bohnen zu kauen.

    Nein, sie nahm die Bohnen mit, um so die schönen Momente des Lebens besser zählen zu können.

    Für jede Kleinigkeit, die sie tagsüber erlebte – zum Beispiel einen fröhlichen Schwatz auf der Straße, ein köstlich duftendes Brot, einen Moment der Stille, das Lachen eines Menschen, eine Berührung des Herzens, einen schattigen Platz in der Mittagshitze, das Zwitschern eines Vogels – für alles, was die Sinne und das Herz erfreut, ließ sie eine Bohne von der rechten in die linke Jackentasche wandern.

    Manchmal waren es auch zwei oder drei Bohnen, die auf einmal den Platz wechselten.

    Abends saß die weise Frau zu Hause am Kamin und betrachtete sie die Glücksbohnen aus der linken Jackentasche. Sie zelebrierte diese Minuten. Sie erinnerte sich an die Momente, in denen die Bohne die Tasche gewechselt hat. So führte sie sich vor Augen, wie viel Schönes ihr an diesem Tag widerfahren war, und freute sich noch einmal darüber.

    Sogar an den Abenden, an denen sie nur eine einzige Bohne zählte, war jeder Tag für sie ein glücklicher Tag – es hatte sich gelohnt, ihn zu leben.

    Verfasser unbekannt



    Es muss nicht darum gehen, dass sich dieser Tag gelohnt hat. In eurer schweren Situation kann es schon reichen, dass ihr den Blick AUCH auf die Momente lenkt, die leichter sind. In denen ihr wieder ein bisschen Hoffnung spüren dürft oder in denen der Kummer ein bisschen zur Seite tritt. In denen der Schmerz nicht wie ein Stachel da ist, sondern ein Moment, in dem ihr spüren, sehen, hören oder riechen dürft, dass es auch noch was anderes gibt.


    Ich wünsche euch einen leichteren Tab mit wenigstens einer Bohne, die die Jackentasche wechseln darf.


    Lg. Astrid.

  • Liebe Astrid, ich danke Dir. Mein Marktleiter rief mich gestern zu sich, um mir dass mitzuteilen. Warum finde ich keine Kraft zum Weiterleben?? Gerade heute morgen ist es wieder ganz schlimm.

    Astrid, er fehlt mir so sehr und ich kann damit nicht umgehen. Möchte nur noch, dass der Schmerz aufhört.Es tut so weh .

    Habe auch im Haushalt keinen Antrieb mehr. Seit er tot ist, ist es mir egal ob geputzt ist oder nicht. Das ist doch nicht normal. Ist das noch Trauer oder schon Depression?

    Lg Ingrid

  • Liebe Ingrid,dieser Schmerz,diese Sehnsucht,auch ich kenne das und in der Früh ist das so schlimm,alleine aufwachen,die Gewissheit,er kommt wirklich nie wieder,das ist jeden Tag aufs Neue wie ein Schock.Und alles kostet so viel Kraft,das tägliche Leben scheint so sinnlos,putzen,einkaufen,kochen....für wen?Mir geht's da wie dir....ich hoffe nur,dass du in deiner Arbeit mehr Verständnis bekommst,oder wäre eine Auszeit für dich möglich?Für diesen Tag viel Kraft und ein paar Augenblicke,die gut tun,Adi

  • Liebe Adi, ich danke Dir f ü r Deine lieben Worte. Kann mir aus finanziellen Aspekten keine Auszeit nehmen. Gekocht habe seit 7 Monaten nicht. Für was? Für wen?? Ich esse doch fast nichts mehr. Ein Stück trocken Brot am Abend reicht mir. Das meinte ich damit. Das ist doch nicht normal, dass ich für gar nichts Interresse habe? Ichblebe nicht mehr, existiere nur noch. Habe Magenprobleme, ständig Übelkeit und Weinkrämpfen wenn ich nur an meinen Mann denke. So, jetzt habe ich soviel gejammert heute😭

    Fühle Dich gedrückt und Sorry

    Lg Ingrid