Posts by Thomas S.

    The Mountain Poem


    If the mountain seems too big today then climb a hill instead

    if the morning brings you sadness it’s okay to stay in bed
    if the day ahead weighs heavy and your plans feel like a curse
    there’s no shame in re-arranging don’t make yourself feel worse
    if a shower stings like needles and a bath feels like you’ll drown
    if you haven’t washed your hair for days don’t throw away your crown
    a day is not a lifetime a rest is not defeat
    don’t think of it as failure just a quiet kind retreat
    it’s okay to take a moment from an anxious fractured mind
    the world will not stop turning while you get realigned
    the mountain will still be there when you want to try again
    so climb it in your own time and love yourself til then

    (Laura Ding-Edwards)



    Wenn dir der Berg heute zu groß erscheint, dann besteige stattdessen einen Hügel

    Wenn der Morgen dich traurig macht, dann ist es in Ordnung, im Bett zu bleiben

    Wenn der vor dir liegende Tag schwer wiegt und sich deine Pläne wie ein Fluch anfühlen,

    dann ist es keine Schande, sich neu zu organisieren

    Wenn eine Dusche wie Nadelstiche sticht und ein Bad sich anfühlt, als würdest du ertrinken

    Wenn du dir tagelang nicht die Haare gewaschen hast, wirf deine Krone nicht weg

    Ein Tag ist kein Leben, eine Pause ist keine Niederlage

    Betrachte es nicht als Versagen, sondern als einen ruhigen Rückzug

    Es ist in Ordnung, sich eine Auszeit von einem ängstlichen, gebrochenen Geist zu nehmen

    Die Welt wird nicht aufhören, sich zu drehen, während du dich neu ausrichtest

    Der Berg wird immer noch da sein, wenn du es wieder versuchen willst

    Also besteige ihn in deiner eigenen Zeit und liebe dich bis dahin


    (Eigene Übersetzung)

    Guten Morgen liebe Forumsmitglieder,


    ich möchte euch heute morgen gerne mit zwei Zitaten begrüßen, die für mich (neben einigen anderen) zu einer Art Leitlinie in meinem Leben geworden sind.

    Vielleicht kennt ihr sie ja, vielleicht aber auch nicht. Sie dürfen zum Nachdenken anregen, müssen aber nicht. Es spielt auch keine Rolle, ob sie tatsächlich von den Menschen stammen, die darunter stehen, denn der Inhalt ist das Wesentliche. Und jeder Mensch darf ganz allein für sich entscheiden, wie er damit umgehen möchte. Es gibt hier kein richtig oder falsch, kein gut oder böse, denn letztlich sind es nur Meinungen, keine Gebote oder Dogmen.


    Wenn jeder alles von dem anderen wüsste, es würde jeder gerne und leicht verzeihen. Es gebe keinen Stolz mehr, keinen Hochmut!
    (Hafis)


    Jeder, den du triffst, kämpft einen Kampf, von dem du nichts weißt. Sei freundlich. Immer."
    (Robin Williams)


    Jeder Mensch ist ein einzigartiges Individuum, geprägt durch seine Geburt, seine Eltern, seine Sozialisation, seine Erfahrungen, seine Werte, seine Glaubenssätze, sein Denken, seine Handlungen, seine Gefühle…

    Für mich ist „ICH verstehe DICH“ daher einer der problematischsten Sätze, die man zu einem anderen Menschen sagen kann. Können wir wirklich das Leben bzw. die Lebens- und Gefühlssituation eines anderen Menschen verstehen? Ich glaube nicht, denn wir sehen ihn immer nur aus unserer ganz eigenen subjektiven Sicht und vergleichen und bewerten ihn automatisch und unbewusst aufgrund unserer eigenen Erfahrungen. Nicht umsonst beginnen solche und andere Sätze meistens mit „ich“.


    Solche Sätze mögen gut gemeint sein, bestimmt sollen sie auch trösten, aufmuntern, Empathie zeigen…

    Aber sie können im Anderen eine Reaktion erzeugen, mit der wir nicht gerechnet haben und die wir dann als persönlichen Angriff werten.


    Wir sollten nicht vergessen, dass wir hier in diesem Forum nur rein schriftlich miteinander kommunizieren können. Damit wird das Risiko, eine Nachricht falsch zu verstehen, dramatisch hoch. Vor allem dann, wenn es sich um den Austausch von unterschiedlichen Standpunkten handelt.


    Auch wenn es uns vielleicht nicht immer danach ist, schenkt jedem ein Lächeln. Immer. Und seid nicht enttäuscht, wenn es manchmal nicht erwidert wird.

    Ich wünsche euch allen von ganzem Herzen ein friedvolles und sonniges Wochenende.
    Thomas

    Das Blau der Ferne klärt sich schon

    Vergeistigt und gelichtet

    Zu jenem süßen Zauberton,

    Den nur September dichtet.

    Der reife Sommer über Nacht

    Will sich zum Feste färben,

    Da alles in Vollendung lacht

    Und willig ist zu sterben.

    Entreiß dich, Seele nun der Zeit,

    Entreiß dich deiner Sorgen

    Und mache dich zum Flug bereit

    In den ersehnten Morgen.


    Hermann Hesse

    Ich möchte diese Birke sein

    Die du so liebst:

    Hundert Arme hätt ich um dich zu schützen

    Hundert grüne und sanfte Hände

    Um dich zu streicheln!

    Ich hätte die besten Vögel der Welt

    Um dich bei Tagesanbruch zu wecken

    Und am Abend zu trösten

    In den Stunden des Sommers könnt ich dich

    Unter Blumenblättern aus Sonne verschütten

    In meinen Schatten hüllte ich zur Nacht

    Deine ängstlichen Träume …

    Ich wollte ich wär diese Birke

    Ivan Goll

    Was die Erde mir geliehen,

    Fordert sie schon jetzt zurück.

    Naht sich, mir vom Leib zu ziehen

    Sanft entwindend Stück für Stück.

    Um so mehr, als ich gelitten,

    Um so schöner ward die Welt.

    Seltsam, daß, was ich erstritten,

    Sachte aus der Hand mir fällt.

    Um so leichter, als ich werde,

    Um so schwerer trag' ich mich.

    Kannst du mich, du feuchte Erde,

    Nicht entbehren? Frag ich dich.

    "Nein ich kann dich nicht entbehren,

    Muß aus dir ein' andern bauen,

    Muß mit dir ein' andern nähren,

    Soll sich auch die Welt anschauen.

    Doch getröste dich in Ruh'.

    Auch der andre, der bist du."


    Peter Rosegger

    Jeder Mensch trauert auf seine Art und Weise. Manche möchten darüber reden, manche nicht, manche schreiben, manche nicht. Jeden Monat sterben alleine in Deutschland zwischen 80.000 und 90.000 Menschen, manche der Angehörigen dieser Toten finden den Weg zu uns, andere besuchen Trauercafés, wieder andere bleiben alleine oder im Kreis ihres sozialen Umfeldes mit ihrer Trauer. Insofern finde ich eine Zahl von 130 Besuchern in unserem Forum nicht besonders hoch, das bewegt sich in einem normalen Rahmen.


    Die Hemmschwelle, sich in einem Forum wie diesem anzumelden und dann gar selbst etwas zu schreiben, darf gerade bei Trauernden nicht unterschätzt werden. Daher ist es aus meiner Sicht normal, dass es viele stille Mitleser gibt, die vielleicht in unseren Worten Trost für sich finden. Und es ist dann schön, wenn diese Menschen sich vielleicht dann nach einer Weile hier anmelden und irgendwann den Mut fassen, hier auch etwas zu schreiben.

    Generell ist das Internet immer ein offener Raum, in dem man genau überlegen sollte, welche privaten Informationen man preisgeben möchte und welche man lieber für sich behält. Ich bin mir aber sicher, dass wir uns alle hier in einem sicheren Umfeld bewegen und keine Angst zu haben brauchen. Betrüger gibt es überall, daher unsere Bitte, verdächtige Benutzer zu melden. Wir kontrollieren täglich und schauen uns neue Benutzer genau an, aber es kann schon auch mal vorkommen, dass jemand für ein paar Stunden durchs Raster fällt.

    Ich denke dein, wenn mir der Sonne Schimmer

    vom Meere strahlt;

    Ich denke dein, wenn sich des Mondes Flimmer

    In Quellen malt.

    Ich sehe dich, wenn auf dem fernen Wege

    Der Staub sich hebt;

    In tiefer Nacht, wenn auf dem schmalen Stege

    Der Wandrer bebt.

    Ich höre dich, wenn dort mit dumpfem Rauschen

    Die Welle steigt.

    Im stillen Haine geh’ ich oft zu lauschen,

    Wenn alles schweigt.

    Ich bin bei dir; du seist auch noch so ferne,

    Du bist mir nah!

    Die Sonne sinkt, bald leuchten mir die Sterne.

    O, wärst du da!

    Johann Wolfgang von Goethe

    Wenn einer starb, den du geliebt hienieden,

    So trag' hinaus zur Einsamkeit dein Wehe,

    Daß ernst und still es sich mit dir ergehe

    Im Wald, am Meer, auf Steigen längst gemieden.

    Da fühlst du bald, daß jener, der geschieden,

    Lebendig dir im Herze auferstehe,

    In Luft und Schatten spürst du seine Nähe,

    Und aus den Thränen blüht ein tiefer Frieden.

    Ja, schöner muß der Tote dich begleiten,

    Ums Haupt der Schmerzverklärung lichten Schein,

    Und treuer -- denn du hast ihn alle Zeiten.

    Das Herz hat auch sein Ostern, wo der Stein

    Vom Grabe springt, dem wir den Staub nur weihten;

    Und was du ewig liebst, ist ewig dein.

    Emanuel Geibel

    Da ich SPAM (sowohl Nachrichten auch als Accounts) so schnell wie möglich lösche, bleiben manchmal Antworten auf die Nachrichten der gelöschten Account sozusagen im Raum stehen und können irritierend wirken. Daher meine Bitte, SPAM-Accounts nicht antworten, denn diese loggen sich meist nur einmal ein, posten ihren SPAM und verschwinden dann wieder.

    SPAM über den Meldebutton melden, Isabel oder ich lösche den Account dann, wenn er in der Zwischenzeit nicht ohnehin schon gelöscht wurde.


    Danke euch
    Thomas

    Es werden hier immer wieder Accounts angelegt, die im Forum nichts zu suchen haben, meist aus englischsprachigen Ländern. Wenn euch so ein Account auffällt, bitte einfach eine kurze Meldung über den Meldebutton absetzen. Bitte nicht auf Beiträge dieser Accounts antworten, denn auch gutgemeinte Hinweise nutzen hier nichts.


    In der Regel schaue ich jeden Tag nach, ob solche Accounts angelegt wurden und entferne dann sowohl die Beiträge als auch die Accounts selbst. Bis wir einen besseren Sicherheitsalgorithmus zur Accountverifizierung haben, werde ich alles Verdächtige so schnell wie möglich entfernen.


    Liebe Grüße

    Thomas


    Wenn einer geht ins bessere Land, entsteht wohl eine Lücke in der Welt, kleiner oder größer, je nach des Menschen Stand und Bedeutung, aber schnell ist die Lücke zugewachsen in der Welt, schneller noch als das Gras wächst auf dem Grabe.

    Nur die Lücken in den Herzen wachsen nicht zu; wenn sie aufhören zu bluten, blüht ein freundlicher Gedanke auf, schöner, als je Rosen geblüht auf einem Grabe.

    Jeremias Gotthelf

    Aus!


    Einmal müssen zwei auseinandergehn;

    einmal will einer den andern nicht mehr verstehn – –

    einmal gabelt sich jeder Weg – und jeder geht allein –

    wer ist daran schuld?


    Es gibt keine Schuld. Es gibt nur den Ablauf der Zeit.

    Solche Straßen schneiden sich in der Unendlichkeit.

    Jedes trägt den andern mit sich herum –

    etwas bleibt immer zurück.


    Einmal hat es euch zusammengespült,

    ihr habt euch erhitzt, seid zusammengeschmolzen, und dann erkühlt –

    Ihr wart euer Kind. Jede Hälfte sinkt nun herab –:

    ein neuer Mensch.


    Jeder geht seinem kleinen Schicksal zu.

    Leben ist Wandlung. Jedes Ich sucht ein Du.

    Jeder sucht seine Zukunft. Und geht nun mit stockendem Fuß,

    vorwärtsgerissen vom Willen, ohne Erklärung und ohne Gruß

    in ein fernes Land.

    Kurt Tucholsky

    Wer Schmetterlinge lachen hört

    Der weiß, wie Wolken schmecken

    Der wird im Mondschein

    Ungestört von Furcht

    Die Nacht entdecken

    Der wird zur Pflanze, wenn er will

    Zum Tier, zum Narr, zum Weisen

    Und kann in einer Stunde

    Durchs ganze Weltall reisen

    Er weiß, dass er nichts weiß

    Wie alle andern auch nichts wissen

    Nur weiß er, was die anderen

    Und er noch lernen müssen


    Wer in sich fremde Ufer spürt

    Und Mut hat sich zu recken

    Der wird allmählich ungestört

    Von Furcht sich selbst entdecken

    Abwärts zu den Gipfeln

    Seiner selbst blickt er hinauf

    Den Kampf mit seiner Unterwelt

    Nimmt er gelassen auf


    Wer Schmetterlinge lachen hört

    Der weiß wie Wolken schmecken

    Der wird im Mondschein

    Ungestört von Furcht

    Die Nacht entdecken

    Der mit sich selbst in Frieden lebt

    Der wird genauso sterben

    Und ist selbst dann lebendiger

    Als alle seine Erben


    Carlo Karges, Lutz Rahn

    Liebe Sylvia,


    Es gibt nicht den einen Weg, um mit Trauer umzugehen und auch nicht jedes Trauerritual ist für jeden Menschen geeignet. Ein erster Schritt ist es, sich die Frage zu stellen: „Was brauche ich?“ Das erfordert ein genaues Hinhören auf die eigenen, individuellen Bedürfnisse. Diese können oft unterschiedlicher nicht sein, denn was für den einen passt, geht für den anderen gar nicht. Durch Ausprobieren merkt man schnell, ob es ein „Wohlfühl-„ oder „Geht-gar-nicht-Ritual“ wird. Manchmal ändern sich auch im Laufe der Zeit die Bedürfnisse und man findet ein neues Zeremoniell, das besser passt.


    Ein paar Beispiele für Rituale:

    Briefe an den/die Verstorbene(n) schreiben (diese kann man dann auch in einem kleinen persönlichen Ritual an einem Wohlfühlort verbrennen)

    Ein Trauertagebuch führen

    Eine Schatzkiste der Erinnerungen gestalten

    Eine Gedenkecke einrichten

    Ein Trauerlicht anzünden und Erinnerungen festhalten, sich bewusst zurückerinnern

    Lieblingsdinge wiederholen

    Bedeutsame Orte besuchen, die eine gemeinsame Historie haben

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