Dankeschön, liebe Lilifee! Heute dürfen die Eichhörnchen ihre Osternüsse suchen.
Beiträge von Trommlerin
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So, jetzt hat auch meine Hausärztin begriffen dass man auch ein gutes Jahr nach dem Tod der geliebten Ehefrau noch in tiefer Trauer sein kann und deshalb ein paar Blutwerte nicht so toll sind. Keine Überweisungen von Dr.Pontius zu Dr. Pilatus.
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Das war ja ein unschönes Vorstellungsgespräch. Kannst Du mit Deiner Ausbildung auch in Kindergärten arbeiten, da wird doch immer gesucht, meine ich gelesen zu haben. Es gibt auch die evangelische Fachakademie für Sozialpädagogik, wo die Erzieher ausgebildet werden. Die haben auch Musikunterricht.
Ich wünsch' Dir ganz arg dass Du bald was findest, zumindest ein weiteres Jahr wo Du jetzt arbeitest.
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Liebe Turicum,
ja, an den Wochenenden ist es manchmal besonders schlimm. Vielleicht wäre es was für Dich, die Hunde von anderen Menschen, die wenig Zeit haben oder nicht mehr so gut zu Fuß sind, auszuführen. Da gibt's so eine App, die heißt " nebenan.de ", da werden immer mal Hundesitter gesucht oder Du kannst Dich da selber anbieten mit den Hunden Gassi zu gehen. Oft gibt's da auch eine kleine Bezahlung dafür. Das wäre dann auch in Deiner Nähe.
Gut dass Du die Unterlagen abgeschickt hast.
Liebe Grüße von Dieter
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Liebe Beate,
einige Wochen nachdem meine Frau Ursel gestorben war, roch es in der Wohnung intensiv nach Schuhcreme, obwohl ich nicht die Schuhe geputzt hatte. Auch bei meinen Spaziergängen war ich immer wieder mal in einer Wolke Schuhcremeduft. Die Lieblingsbeschäftigung meiner Ursel im Haushalt war Schuhe putzen, das hat sie geliebt. Das ging einige Wochen lang, aber jetzt schon lange nicht mehr.
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Ein schönes Bild. Man spürt sofort die Herzlichkeit zwischen den dreien.
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Liebe Christine, ich fahre Essen für Kindergärten aus. Das hatte ich unterbrochen als Ursel ins Krankenhaus kam. Nach ihrem Weggang hab' ich dann noch 4 Monate gebraucht um wieder arbeiten zu gehen. Meine Chefin ist sehr froh mich wieder zu haben, ich bin absolut zuverlässig. Zum Schlafen nehme ich etwas verschreibungspflichtiges, ich kann sehr gut damit umgehen. Ich bin jetzt 73, da gönne ich mir das an Tagen, an denen das Sandmännchen nicht so pünktlich kommt. Ja, unser aller Leben hat sich verändert. An ganz schlimmen Tagen empfinde ich das als nicht enden wollenden Albtraum.
Liebe Grüße von Dieter
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Liebe Christine, auch ich habe große Schlafprobleme. Ab und zu nehm' ich dann was zum Einschlafen, mehr als 5 Stunden sind aber nie drin. Ich stehe um 4:00 auf und setz' mich an den PC. Seit Ursel ins Krankenhaus kam ist das so. Früher haben wir jeden Tag ein Nachmittagsschläfchen gehalten, das geht jetzt gar nicht mehr. Solange ich trotzdem fit für die Arbeit bin ist das okay für mich. Albert Einstein hat nie mehr als 4 Stunden geschlafen, hab' ich mal gelesen.
Liebe Grüße von Dieter
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Dieses hübsche Hörnchenmädel besucht mich seit einigen Tagen. Sie ist vom vorigen Jahr, hat aber schon den ersten Wurf Babys.
Im letzten Herbst kam sie ziemlich dünn abends zum Futtern, wenn die anderen weg waren. Ich hab' nicht gedacht dass sie durch den Winter kommt.
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Gute Fahrt!
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Liebe Elster, Christine und Cathrin,
Ursel ist deine große Liebe. Daran wird sich in unserem Leben nichts mehr ändern. Was andere sagen hat keinerlei Wert.
Ja, liebe Christine, so ist es und daran wird sichauch nichts ändern.
Nicht Betroffene können unseren Verlust und was es mit uns macht nicht erahnen. Sie haben Angst, mit dem Thema Trauer konfrontiert zu werden, wissen nicht, wie sie mit Dir umgehen sollen, wollen, dass es Dir (und auch ihnen) wieder besser geht.
Liebe Cathrin, das kann ich nachvollziehen. Ich hatte in meinem Leben noch nicht viel Kontakte zu Trauernden und ich kann mir vorstellen dass ich dann auch nicht viel wirklich tröstendes beigetragen habe. Das muss ich gestehen, den Tod hab' ich meistens verdrängt.
Alledings gehört zur Wahrheit, dass es eine Zeit, die individuell verschieden lang ist, dauert, bis man selbst verstanden hat, dass man nicht traurig sein muss, während man trauert.
Daran, liebe Elster, muss ich noch arbeiten. Manchmal gelingt mir das schon ein bisschen.
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Gute Bekannte haben mir geraten endlich mit Ursel abzuschließen. Abschließen? So wie man ein Buch zuklappt wenn man es fertig gelesen hat?
Dann würde es mir besser gehen, haben sie gesagt. Ich will aber gar nicht mit Ursel abschließen, mit der Liebe meines Lebens. Wie soll das überhaupt gehen, mit Ursel abzuschließen? Herz und Hirn löschen, wie man eine Festplatte löscht? Und überhaupt, so schlecht geht's mir doch gar nicht. Ich bin weder suizidgefährdet noch depressiv. Ich trauere um meine geliebte Gefährtin.
Bestimmt haben sie es gut gemeint, aber mit solchen Ratschlägen will ich nicht mehr konfrontiert werden.
Liebe Grüße von Dieter
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Liebe Elster,
ich hätte nicht gedacht wie mich diese Annonce aufwühlen würde. So eine Wut hatte ich vor einem Jahr - aber was ist schon ein Jahr, wenn man sein Liebstes verloren hat.
Ursel ist im Frieden, das ist ein großer Trost. Es tut mir immer noch so leid was sie durchmachen musste in der Klinik. Vieles war so überflüssig, in immer wieder neuen Abteilungen immer wieder die gleichen Untersuchungen, da weiß man irgendwann nicht mehr wo man eigentlich ist.
Im Frieden bin ich jedenfalls noch nicht, das hab' ich jetzt gemerkt. Es war verschüttet, und ich hoffe das es irgendwann dort bleibt.
Trost gibt mir immer wieder Dein Augustinus-Zitat.
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Das nützt meiner Ursel jetzt auch nichts mehr. Dieses Delir bekam sie schon nach ein paar Wochen im Klinikum und es ist nichts, aber auch gar nichts dagegen getan worden. Im Gegenteil, sie ist von mancher Pfleger/in ausgelacht worden. Dieses Delir hat sie über Monate gequält.
Ein Delir können ältere Menschen bekommen wenn sie über längere Zeit im Krankenhaus sind.
In mir steigt die totale Wut wieder auf, die ich damals auf das Krankenhaus hatte.
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Liebe Lilifee,
geht's Dir gut?
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Liebe Christine,
die Unsterblichkeit der Seele ist durch Sterbeforscher wie Elisabeth Kübler-Ross, Dr. Raymond Moody, Bernard Jakoby und einigen anderen keine Glaubenssache mehr, sondern eine Wissenschaft. Das Bewusstsein - die Seele - verlässt den Körper am Zeitpunkt des Todes und geht zurück ins Jenseits - oder wie man es nennen will. Durch die Aufarbeitung von hunderttausenden Nahtoderlebnissen von Menschen, die nach Nulllinien von Herz und Hirn wiederbelebt wurden und danach von ihren Erlebnissen an der Grenze zum Jenseits berichteten ist längst die Theorie der Schulmedizin widerlegt. Halluzinationen, Ausschüttung von Endorphinen usw können bei Herz- und Hirntod nicht funktionieren. Wenn wir schlafen wird unser Bewusstsein durchlässiger, deshalb ist es für unsere Vorausgegangenen einfacher uns zu besuchen. Deswegen besuchen sie uns oft im Traum, aber nicht in den gewöhnlichen Träumen, in denen unser Gehirn alltägliches verarbeitet. Diese Besuche sind meist sehr kurz, ich finde sie überaus tröstlich.
Liebe Christine, ich will hier nicht schulmeisterlich auftreten. Ich glaube diesen Forschern, habe viel darüber gelesen und einige dieser Begegnungen erlebt.
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Liebe Christine,
das eine schließt das andere nicht aus - im Gegenteil. Die Seelen gehen nach dem physischen Tod zurück ins Jenseits und können irgendwann wieder in einem anderen Körper ins irdische Leben zurück. Könnte ich mir so vorstellen. Dass sie mit den Menschen die sie lieben und die sie geliebt haben Kontakt aufnehmen können steht für mich außer Frage. Zur Frage der Reinkarnation weiß ich zu wenig, es gibt aber Untersuchungen dazu. Es heißt, vor allem Kinder können sich an frühere Leben erinnern. Da gibt es einen ganz spektakulären Fall in Amerika, aber das würde jetzt zu weit führen. Ich schließe jedenfalls nichts aus.
Ob ich allerdings nochmal ganz von vorne anfangen wollte, das glaube ich nicht. Ich treffe lieber meine Ursel wieder und mache mir mit ihr drüben ein schönes Leben. Ich könnte mir auch vorstellen, dass sie schon dafür gesorgt hat dass es dort Rotkäppchen Sekt gibt.

Liebe Grüße von Dieter
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Hallo Ihr Lieben,
vorhin hab' ich Schuhe geputzt, was ja Ursels Lieblingsbeschäftigung im Haushalt war.
Ich musste sofort wieder an ihre ersten Zeichen an mich denken vor einem Jahr als es an den unmöglichsten Stellen plötzlich nach Schuhcreme roch.
Ja, sie melden sich, man muss es nur merken, das ist nicht immer einfach.
Liebe Grüße von Dieter
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Da hast Du ganz schön was geschafft. Und das alles ohne Zigaretten. Super!