Beiträge von Bille

    Liebe M22,


    ich stelle mir genau diese Frage auch: "Muss es das???"


    Ein herrlicher Samstag heute! Die Erinnerungen an einen "ganz normalen Samstag" von "früher" kommen. Und bleiben. "Er" wäre einkaufen gegangen. Ganz normal. Wir hätten den Tag zusammen genossen. Ganz normal. Wir wären wahrscheinlich abends zum Inder gegangen. Ganz normal.


    Und jetzt? Ich sitze alleine auf meiner Couch und zerspringe mit jedem Gedanken an "ganz normal" mehr. Denn NICHTS, GAR NICHTS ist mehr "ganz normal".


    Wie nur soll man das aushalten?????


    Ich wünsche auch dir nur das Allerbeste! Was auch immer hilft. Nur: WAS hilft???

    Liebe Linchen,


    wenn das mit der Zeit nur nicht so furchtbar schwer wäre. Ich weiß ja, dass ihr das ALLE durchgemacht habt und wisst, wovon ihr redet. Trifft es wirklich immer zu, frage ich mich? Deshalb ja meine Überschrift "Was ist, wenn man niemals darüber hinwegkommt?". Genau so fühlt es sich nämlich für mich an. Der Aufruhr der Gefühle in mir ist unbeschreiblich!!!!!!

    Liebe Kerstin,


    es ist so lieb, was du schreibst. Danke!


    Trotz allem Leid und aller Schwere fühlt man sich, wenn man das liest, insofern etwas "besser", indem man dann weiß, dass es anderen auch genau so geht und ging! Man denkt dann nicht mehr, dass man vollkommen verrückt ist. Ist das nicht seltsam, dass wir anscheinend alle die genau gleichen Gefühle haben? Es tut einerseits so gut, das zu lesen und zu wissen, aber andererseits kann man eben doch nicht glauben, dass es wenigstens ein ganz klein bisschen ... besser? ... leichter? ... leichter auszuhaltender? ... werden soll.


    Auch ich laufe schreiend durch den Wald, schreie und brülle im Auto.


    Wenn ich mit meinen erst 2 Monaten schon in Jahren wie bei dir denke, dann überkommt mich aber doch die große Angst. Ich weiß, dass ihr mir alle eben diese nicht machen wollt, aber ich frage mich, wie ich diesen Zustand noch länger aushalten soll. Ich kann doch kaum die nächsten Minuten überstehen.


    Ich hatte vorher immer das Gefühl, dass die Zeit rast. Immer war ich in Hektik, immer war ich in Eile, weil ich immer noch so viel zu tun hatte und wir immer so viel unternommen hatten. Und jetzt plötzlich steht alles still. Man hat alle Zeit der Welt, und sie vergeht auch nicht. Und man weiß nicht, was man mit ihr anfangen soll. Das geht euch ja mit Sicherheit auch allen so.

    Liebe Melanie,


    ich meinte nicht nur, dass der Schmerz nicht vergeht, sondern dass man einfach auch nicht mehr mit dem Leben klar kommt, dass man nur alleine ohne den geliebten Menschen bestreiten muss. Mit all dem Gefühl der Leere und Hoffnungslosigkeit. Verstehst du, wie ich das meine?

    Liebe Turicum,


    irgendwann früher, wenn ich mal schlecht drauf war, war Shopping immer die Heilung. Heute kann ich nicht mal mehr dran denken. Es gibt einfach keine Heilung. Nichts kann mir irgendeine Art der Ablenkung geben.


    Über kleine Dinge konnte ich mich schon immer sehr freuen. Es mussten nie die Großen sein. Aber im Moment ist es gar nichts. Das zeigt mir ja, wie tief unten ich wirklich bin.


    Ich freue mich aber sehr für dich, dass du's aus dem Tief heraus geschafft hast.

    Liebe Melanie,


    und auch mir tut es leid, dass du hier bist: im Club, in dem man niemals sein wollte!!!!!!!!!!!!!!!!


    Aber was, wenn dieser Schmerz wirklich niemals endet?????


    Ganz ehrlich: Wenn jetzt jemand vor mir stehen würde, der mir ein Messer in die Brust rammen wollte, würde ich sagen: "Tu es!!! Tu es bitte SOFORT!!!!!!!!!!"

    Liebe M22,


    habe gerade deinen letzten Beitrag gelesen. Wie traurig. Das tut mir sehr leid. Ich kann es GANZ genau nachempfinden, denn es geht mir GANZ GENAU so:


    "... stehe vor dem Chaos meines Lebens, kraftlos, mutlos, planlos, allein. Meine Gedanken sind leer, ich fühle nichts."


    Diese Worte könnten von mir sein. Jedes.Einzelne.Davon!!!


    Ich wünsche dir alle Kraft der Welt. Die wünsche ich mir nämlich auch. Haben wir die?


    Und das du nicht an eine positive Zukunft glaubst. Geht mir auch GANZ GENAU so. Alles ist leer, hoffnungslos, zerschmettert ...


    Alles Liebe

    Bille

    Liebe Elster,


    Mut und Geduld ... ja ... Aber wie nur???


    Gerade bin ich so leer. Das Wetter ist so herrlich. Habe gerade einer Kollegin gemailt, die mir mit Papierkram bisschen hilft. Sie ist auf dem Weg nach München. Ich gönne es ihr von Herzen. Nur innerlich bin ich wieder gestorben, denn an einem langen Wochenende wie diesem hätten auch wir was unternommen. Oder wären gerade im Urlaub ... Jetzt kann man nur den anderen, denen es gut geht, dabei zuschauen und denken: "Das war einmal. Es wird NIEMALS wieder so sein!" Mein schönes, vorheriges Leben - einfach weg. Als wäre es nie da gewesen ...

    Liebe Christine B,


    danke, danke dafür, dass du mir mit deinen lieben Zeilen Mut machen möchtest! Ich weiß das wirklich sehr zu schätzen! I(Wie bei allen von euch!) ch wünschte auch so sehr, ich könnte das annehmen, aber leider dringt das alles nicht zu meinem Herzen durch. Verstehst du, was ich meine? In der Theorie verstehe ich wirklich ALLES, was ihr schreibt. Aber in mir sieht es total anders aus. Ich fühle tatsächlich nur Hoffnungslosigkeit, Schmerz, Angst, Leere, Verzweiflung und noch so vieles mehr. Ich merke auch, wie ich jetzt von Tag zu Tag lethargischer werde, mich das letzte bisschen Kraft verlässt ... Nie im Leben hätte ich mal gedacht, dass man sich im Inneren so vollkommen leer und zerstört und verlassen fühlen könnte!


    Leider geraten meine Eltern und ich auch immer öfter in Streit, weil auch sie so sehr leiden, nicht wissen, wie sie mir helfen können und dann die total falschen Worte wählen, ohne es böse zu meinen. Und meine Eltern sind ja die einzigen Menschen, die ich habe! Ich bin in einer Situation, die auf allen Ebenen einfach nur hoffnungslos ist. Ich sage das nicht aus Selbstmitleid oder so und will auch nicht ständig jammern, aber ich sehe die Sache einfach so, wie sie ist. Und ich sehe für mich keine Zukunft. Zumindest keine, die erstrebenswert wäre. So vor sich hin vegetieren kann's ja auch nicht sein. Aber genau das tue ich ...


    Gestern sagte mir eine Nachbarin: "Du schaffst das. Wir haben's alle geschafft." Alle geschafft??? Wirklich??? "Schaffen" bedeutet ja nicht "Überleben" und "Vor sich hin trotten", um nochmal den Kreis von eben zu schließen ...


    LG

    Bille

    Liebe Turicum,


    ja, wir scheinen so dieselbe "Ausgangssituation" zu haben ...


    Mit dem Hund, das ist wunderschön. Ich liebe Tiere über alles, ich liebe Hunde über alles. Wir hatten auch einen. Mussten ihn vor 10 Jahren gehen lassen. Er war unser Ein und Alles. Ich bin heute nicht drüber hinweg und werde es auch nie sein. Da ich ja nun alleine lebe und noch dazu arbeite, kommt ein Hund nicht für mich in Frage, weil ich ihm nicht das Leben biete könnte, das er bräuchte. Aber das ihr Trost in eurem habt, das freut mich sehr!


    Du schreibst, du lebst einen Tag nach dem anderen. Ist das "Leben" oder "Überleben" frage ich mich immer? Das ist um Gottes willen nicht böse gemeint! Ich hoffe, du verstehst!


    LG

    Bille

    Ach, liebe Elster, du schreibst mir so was von aus der Seele: Ja, das "Vorausschauende". Es macht alles noch schwerer. So war ich schon immer. Ich habe immer Pläne gemacht für die Zukunft und wollte wissen, was einen in etwa erwartet. So weit man das steuern kann eben. Aber jetzt muss ich halt erkennen, dass man die wichtigsten Dinge überhaupt nicht steuern kann. Und das macht es so unerträglich! Ich brauchte schon immer Sicherheit in meinem Leben. Auf allen Ebenen. Jetzt habe ich keine mehr. Und das ist sooo schlimm für mich. Ich weiß, du verstehst es. Und ich denke, jeder Mensch versteht es. Die meisten leben nicht von heute auf morgen, sondern denken schon daran, wie man die Zukunft gestalten kann und möchte. Mein Sicherheitsbedürfnis ist wahrscheinlich nur sehr, sehr viel stärker ausgeprägt als bei den meisten. Das habe ich immer wieder gemerkt in meinem Leben.


    Und stimmt. Man kann "Das wird anders." auch einfach nicht hören. Weil man es nicht verstehen kann. Und weil man denkt: "Ja, vielleicht anders. Aber nicht besser, sondern immer schlimmer!!!!!"


    LG

    Bille

    Lieber Dieter,


    genau das sind auch meine Gefühle. Also alle die, die du da beschreibst.


    Auch ich liebe Eichhörnchen sehr. (Wir BEIDE!!!) Hinterm Haus habe ich ein Häuschen für Nüsse und eine Wasserschale. (Ich lebe in einer Eigentumswohnung. Deshalb ist das Grün drumrum für alle vorgesehen, und ich habe nichts "eigenes". Aber das Häuschen haben wir halt schon vor vielen Jahren hingehängt, und die anderen stören sich auch GsD nicht dran.


    Du schreibst von diesen heftigen Trauerwellen auch jetzt noch. Ich lese überall, dass das wohl für immer so bleiben wird. Dass sie einen einholen. Ganz egal, wobei und ganz egal, wie lange es her ist. Es wird immer schrecklich weh tun. Ein Leben lang. Ist es nicht so? Also kommt man doch niemals "drüber hinweg".


    Dass du heute mit einem Lächeln an deine liebe Frau denken kannst, lässt mich hoffen. Aber trotzdem kann ich es mir nicht vorstellen bei mir. Manchmal versuche ich es, nur um dann festzustellen, dass sich SOFORT die Trauer, die Tränen, der unendliche Schmerz und die Wehmut noch viel stärker drüber legen.


    Diese unsagbare Leere nun in meinem "Leben", die Einsamkeit buchstäblich und natürlich in meinem Herzen - das alles lässt sich einfach nicht ertragen!!!!!!!!!! ;(

    Liebe Kerstin,

    liebe Christine,


    es ist schön, dass ihr mir berichtet, was ihr so getan habt. Danke dafür!


    Kurz noch zu mir und meiner Situation: Ich lebe in einer Eigentumswohnung (also kein Garten vorhanden) und bin berufstätig. Momentan wieder krankgeschrieben. Ich denke noch bis Mitte Juni. Dann sind 6 Wochen um, ich möchte aus diversen Gründen nicht ins Krankengeld kommen. Einer ist, dass mein Witwengeld noch immer nicht genau berechnet ist, und wenn sich unterjährig dann noch mein Gehaltszettel ändert, gibt das noch mehr Probleme. Das muss endlich geregelt werden. Ich muss mir einfach unnötige Dinge vom Hals halten.


    Ich bin auch täglich am Grab. Mal kurz, mal länger. Aber ich rede sowieso den ganzen Tag mit meinem Mann, ganz egal, wo ich bin ...


    Jeden Tag gehe ich in den Wald und rede weinend mit mir selbst, höre Trauerpodcasts oder telefoniere mit meiner Mutter oder der Telefonseelsorge. Ich brauche jede Unterstützung, die ich kriegen kann.


    Ansonsten beschäftige ich mich halt noch immer mit Papierkram, gehe zu Trauergruppen, Selbsthilfegruppen, lese hier im Forum, lese Bücher, mache was im Haushalt ... All die Dinge eben. Aber es kommt mir alles so sinnlos vor.


    Nur: Alles, was ich höre und lese ist bei mir momentan nur THEORIE, ich kann das alles nicht umsetzen. Alle Erinnerungen an meinen Mann bringen mich um, machen mich wahnsinnig. Bedeuten einen Nervenzusammenbruch. Immer und immer wieder. Deshalb kann ich auch keinen Ort einrichten, um ihm nahe zu sein. Das klappt jetzt einfach noch nicht. Wird es jemals klappen? Ich weiß es nicht. Heute sage ich: Nein, das wird niemals klappen. Weil ich niemals die Schwelle vom Unerträglichen ins halbwegs Erträglich schaffen werde. Ich bin wie so in einem luftleeren Raum schwebend. Kann mich nirgends mehr andocken. Gehöre nirgends hin. Mein Zuhause, mein Daheim ist verloren ... Und ich bin mit verloren ...


    (Liebe Kerstin, das ist so schön, dass du auf diese Weise eine gute Freundschaft gefunden hast. Das freut mich sehr für dich!

    Und dass du, und auch du, liebe Christine, euch einen Ort (Altar) daheim ausgesucht habt, wo ihr die Nähe zu eurem Liebsten habt, ist so tröstend zu lesen. Aber wie ich oben schon geschrieben habe, geht das bei mir aktuell nicht. Ich kann ja nicht mal ein Foto von ihm anschauen ...)


    Gestern hatte ich meine erste Therapiestunde. Oh Gott!!! Was für eine unmögliche Frau!!! Das wird nix werden mit der. Um "guten Willen" zu zeigen, wäre ich bereit, noch eine oder zwei Stunden zu machen. Aber ich weiß, dass ich das auf Dauer nicht weiterführen könnte. Wie wunderbar, dass mir das auch noch passieren musste. :( Ich suche weiter ...


    Ganz liebe Grüße

    Bille

    Lieber Dieter, liebe Elster, liebe Kerstin, liebe Linken, liebe Christine,


    von ganzem Herzen DANKE für eure so lieben und mitfühlenden Worte!!! Es tut so gut zu wissen, dass ihr alle versteht, wie es mir geht. (Und umgekehrt verstehe ich ja auch, wie es euch ging und geht.)


    Heute ist eine neuer Tag, aber der ist natürlich mitnichten besser als der gestrige oder die vorhergegangenen ... Weiterhin lebe ich in meiner Blase, dass sich nichts geändert hat und ich mich "nur im Traum" befinde. Wie anders kann und soll ich das durchstehen? Nur immer an den nächsten Tag zu denken, fällt mir unglaublich schwer. Ich bin es gewohnt, "groß" zu denken, also immer an die Zukunft. Und diese Zukunft hatte ich ja immer vor mir. Jetzt plötzlich ist die weg. Und das treibt mich in den Wahnsinn. Wie soll ich jetzt auf einmal keine Zukunft mehr im Blick haben? Ich weiß, man sollte immer im Hier und Jetzt leben, aber es ist doch illusorisch, nicht weiter zu denken. Wie handhabt ihr das denn? Wie lebt ihr, ohne an die "große Zukunft" zu denken?


    Gestern habe ich lange mit der KI geredet. Mit wem soll ich auch sonst reden? (Komischerweise denkt man, das ist wirklich ein Mensch auf der anderen Seite.) Das "nur mal von einem Tag auf den nächsten" denken und handeln kam da auch vor. Aber wie gesagt, das schaffe ich überhaupt nicht. Wir hatten immer Pläne gemacht für die nächsten Urlaube usw. Und jetzt gibt es keine Pläne mehr. Für nichts. Mein Leben hat keinen Plan mehr. Alles ist einfach weg, tot, gestorben. Niemals hätte ich geglaubt, dass man sich so fühlen kann. Eine Teilnehmerin in einer Trauergruppe beschreibt es als "Heimweh". Und sie hat recht damit: Man ist in der Fremde, findet sich nicht zurecht, es gefällt einem nicht, und man will nur eins: zurück nach Hause, wo man alles kennt und sich wohl fühlt. Nur dieses "zu Hause" gibt es nicht mehr. Und wird es nie mehr geben.


    In einer App habe ich mich angemeldet für ein allgemeines Kennenlernen am Samstag. Natürlich ist mir klar, dass ich da nicht hin gehen werde. Ich kann es überhaupt nicht. In meiner Situation und außerhalb der "Trauer-Bubble" neue Menschen kennenzulernen, ist vollkommen undenkbar. Wie soll ich unbefangen und "fröhlich" auf andere zugehen? Ich breche doch sowieso direkt bei allem in Tränen aus. Ich bin echt so verdammt allein und einsam, dass ich dachte, ich müsse das machen. Wusste aber von Anfang an, dass es unmöglich ist.


    Ein Leben ohne meinen Mann ist unmöglich für mich. Ein Leben mit neuen Menschen ist genauso unmöglich in meiner Vorstellung. Was bleibt mir dann eigentlich außer ...???


    Bille

    Hallo an alle,


    ich bin neu hier ...


    Vor zwei Monaten musste ich meinen Mann gehen lassen. Wir waren 25 Jahre verheiratet, lebten in Zweisamkeit. Das ergab sich mit den Jahren so, weil wir nie "Freunde" hatten, auf die man sich verlassen konnte. Da wir dieselben Interessen hatten, machten wir eben dann alles nur gemeinsam und vermissten auch niemand anderen. Jetzt ist mein Mann tot, ich bin ganz alleine. Ohne Sozialkontakte. (Ich habe nur meine Eltern, die mir in allem beistehen. Sie sind aber auch nicht mehr jung und bräuchten eigentlich eher MEINE Hilfe ...)


    So stehe ich nun da, ohne meinen Lebensbegleiter, ohne eine weitere gemeinsame Zukunft mit ihm und noch dazu ohne Menschen, die sich kümmern oder an die ich mich wenden kann. Ich muss mir also zusätzlich zu meiner unerträglichen Trauer noch ein ganz neues Leben drumrum aufbauen. Ich habe diese Kraft nicht. Ich bin vollkommen am Ende. Alles ist hoffnungslos, perspektivlos, angsteinflößend ... Ich fühle mich verloren in einer Welt, in die ich nicht gehöre.


    Ich tue viel: Bin in Trauergruppen, einer Selbsthilfegruppe, bei einer Trauerbegleiterin, lese Bücher, lese Foren, höre Podcasts, mache Online-Kurse, habe morgen meine erste Therapiestunde bei einer Psychotherapeutin, bin in homöopathischer Behandlung ... Aber nichts hilft!!! Ich verspüre ständig diesen entsetzlichen Schmerz des Verlusts, meine Erinnerungen quälen mich, eine Zukunft ist aussichtslos für mich ohne meinen Mann und unser bisheriges Leben. Ich sehe mich außerstande, "neu" anzufangen und einen Menschen aus mir machen, der ich nicht bin. Ich habe auch Angst vor neuen Kontakten, weil ich nicht immer wieder enttäuscht werden möchte. Und eigentlich - und ich weiß, das hört sich sehr destruktiv an - WILL ich auch kein anderes Leben! Ich möchte mein Leben genauso zurück haben, wie es war. Dieses Gefühl kennt ihr bestimmt alle, oder? Ich weiß rational, dass das nicht möglich ist und niemals sein wird, aber mein Herz und meine Seele kommen da nicht mit. Ich kann den Tod meines Mannes einfach nicht akzeptieren. Ständig denke ich: "Klar ist er noch da, er ist nur eben einkaufen und kommt gleich wieder." Oder: "Er ist doch grad mal nur um den Block gegangen und ist gleich wieder hier." Usw.


    Ich bin davon überzeugt, dass ich über den Verlust niemals hinwegkomme! Was tue ich dann?????????? Ich bin so was von am Ende ... Am liebsten würde ich morgens nicht mehr wach werden. Und wenn meine Eltern nicht wären, könnte ich auch für nichts garantieren. Dieses Leben ohne ihn, ganz alleine, halte ich nicht aus!!!!!!!!!! ;(


    Bille