Beiträge von Bille

    Danke, liebe Melanie,


    danke, dass du so viel von dir preisgegeben hast. Diese Worte, die ich eins zu eins auch so fühle. Es gibt mir Hoffnung, dass es dir nun besser geht. Wirklich! Auch wenn ich mir heute noch nicht vorstellen kann, dass es auch mir vielleicht eines Tages besser gehen wird. Denn das kann ich wirklich nicht. Da bin ich ganz ehrlich.


    Auch dir aus meinem tiefsten Herzen alles nur erdenklich Gute!!!

    Danke, liebe Linchen,


    ich hab's auch echt nicht böse gemeint. Und habe das, was du geschrieben hattest, auch nicht böse aufgefasst. Ich hatte schon verstanden, dass du auf das Problem des Forums hinweisen wolltest. Ich verstehe voll, was du sagst und gesagt hattest! Wirklich!


    Also alles gut!!! :thumbup:

    Liebe Elster,


    ich weiß, dass Linchen das bestimmt nicht so gemeint hat. Bin halt nur sehr dünnhäutig und habe direkt wieder die Schuld bei mir gesucht.

    Liebe Linchen,


    ich kann wirklich gut verstehen, dass ich dich und euch überfordere. Ich bringe euch dazu, innerlich in eine Zeit zurück zu gehen, die ihr Gott sei Dank hinter euch habt. Und in diesen Schmerz wollt ihr euch auch nicht mehr begeben. Oder könnt es auch gar nicht mehr. Das ist völlig natürlich und es tut mir auch wirklich sehr, sehr leid. Das war nicht meine Absicht. Ich muss irgendwie versuchen klarzukommen mit Hilfen, die ich mir suche. Was bleibt mir denn auch anderes übrig?


    Letztendlich muss ja wirklich jeder sein eigenen Weg finden, weil jedem etwas anderes hilft, jeder anders empfindet und jeder anders über etwas hinbekommt. Das ist mir schon klar. Ich danke dir trotzdem sehr.


    LG

    Bille

    Liebe Elster,

    liebe Linchen,

    liebe Kerstin,


    ihr seid wirklich so lieb zu mir! Ich bin euch immer wieder aufs Neue aus tiefstem Herzen dankbar für eure tröstenden Worte! Ich umarme euch alle ganz fest!!!


    In der Theorie weiß ich all das, was ihr schreibt, ganz genau ... Aber die Emotionen stehen auf einem anderen Blatt. Das habt ihr ja auch alle mitgemacht. Euch muss ich das nicht sagen. Ich weiß.


    Immer wenn ich leise anfange zu denken: Vielleicht kann ich seinen Tod jetzt etwas akzeptieren, denn ich weiß ja rational, dass er nicht wiederkommt, schwappt in dem Moment eine riesige Welle über mich und ich merke, nein, das klappt noch überhaupt nicht. Da bin ich noch meilenweit entfernt davon. Aber auch das wird euch ja nicht unbekannt vorkommen, oder?


    Liebe Elster:

    Ja, du hast vollkommen recht: Ich habe große, große Panik und unbändige Angst!!! Das trifft es haargenau! Weil ich ein sicherheitsbedürftiger Mensch in allem bin, und diese Sicherheit ist nun weg!


    Liebe Linchen:

    Genauso drücke ich es auch aus: Man hat nun ein geteiltes Leben: eins DAVOR und eins DANACH!

    Ich freue mich sehr für dich, dass du eine so tolle Therapeutin hattest.


    Liebe Kerstin:

    Ich bin auch bei einer Trauerbegleiterin. War aber erst einmal dort. Kommende Woche sehe ich sie nochmal. Sie machte einen sehr netten und kompetenten Eindruck, aber da wir zumeist über organisatorische Dinge wie Krankschreibung gesprochen hatten, kenne ich sie in bezug auf Trauerbegleitung halt noch nicht.


    LG

    Bille

    Liebe Linchen,


    ich denke manchmal, ich bin die einzige, die so extrem empfindet, dass sie daran einfach nur zerbrechen wird. Es soll sich wirklich nicht destruktiv anhören, aber alles in mir ist so dermaßen zerstört, dass ich mir überhaupt nicht vorstellen kann, wie es auch nur ein kleines bisschen besser werden könnte. Das hängt ja auch mit meiner Natur zusammen, dass ich immer schon Dinge viel intensiver wahrgenommen und empfunden habe als viele andere Menschen. Bei mir geht alles einfach so furchtbar tief.

    Liebe Kerstin,

    liebe Linchen,


    wann saht ihr denn zum ersten Mal etwas "Licht am Horizont"? Wie war das? Bei mir ist es einfach so, dass ich mit jedem Tag, der vergeht, immer weniger glaube, dass ich jemals schaffen werde, damit leben zu können. Es kommen Gedanken und Erinnerungen an wirklich ALLES hoch, was wir zusammen erlebt haben, selbst wenn die so klein und scheinbar unbedeutend sind, dass kein anderer Mensch darüber nachdenken würde. Das ist alles so surreal, an was ich alles denken muss. Von einer Sekunde zur anderen. Der Schmerz wird dadurch immer schlimmer. Die Sehnsucht immer größer. Die Wehmut immer stärker. Selbst die Sonnenmilch, die ich heute Morgen benutzt habe, erinnert mich daran, dass ich die noch für unseren letzten Urlaub gekauft hatte!!!!! Bin ich noch normal??????????


    Ich habe schon so viel hier im Forum gelesen. Es hilft nur nicht. Ich meine, es ist schön zu lesen, dass ich mit meinen Gefühlen nicht alleine dastehe und nicht die Einzige bin, die so empfindet, aber es lindert halt nichts. Das Gegenteil ist ja leider der Fall. Ich habe das Gefühl, mein Gehirn brennt weg.

    Liebe M22,


    ich stelle mir genau diese Frage auch: "Muss es das???"


    Ein herrlicher Samstag heute! Die Erinnerungen an einen "ganz normalen Samstag" von "früher" kommen. Und bleiben. "Er" wäre einkaufen gegangen. Ganz normal. Wir hätten den Tag zusammen genossen. Ganz normal. Wir wären wahrscheinlich abends zum Inder gegangen. Ganz normal.


    Und jetzt? Ich sitze alleine auf meiner Couch und zerspringe mit jedem Gedanken an "ganz normal" mehr. Denn NICHTS, GAR NICHTS ist mehr "ganz normal".


    Wie nur soll man das aushalten?????


    Ich wünsche auch dir nur das Allerbeste! Was auch immer hilft. Nur: WAS hilft???

    Liebe Linchen,


    wenn das mit der Zeit nur nicht so furchtbar schwer wäre. Ich weiß ja, dass ihr das ALLE durchgemacht habt und wisst, wovon ihr redet. Trifft es wirklich immer zu, frage ich mich? Deshalb ja meine Überschrift "Was ist, wenn man niemals darüber hinwegkommt?". Genau so fühlt es sich nämlich für mich an. Der Aufruhr der Gefühle in mir ist unbeschreiblich!!!!!!

    Liebe Kerstin,


    es ist so lieb, was du schreibst. Danke!


    Trotz allem Leid und aller Schwere fühlt man sich, wenn man das liest, insofern etwas "besser", indem man dann weiß, dass es anderen auch genau so geht und ging! Man denkt dann nicht mehr, dass man vollkommen verrückt ist. Ist das nicht seltsam, dass wir anscheinend alle die genau gleichen Gefühle haben? Es tut einerseits so gut, das zu lesen und zu wissen, aber andererseits kann man eben doch nicht glauben, dass es wenigstens ein ganz klein bisschen ... besser? ... leichter? ... leichter auszuhaltender? ... werden soll.


    Auch ich laufe schreiend durch den Wald, schreie und brülle im Auto.


    Wenn ich mit meinen erst 2 Monaten schon in Jahren wie bei dir denke, dann überkommt mich aber doch die große Angst. Ich weiß, dass ihr mir alle eben diese nicht machen wollt, aber ich frage mich, wie ich diesen Zustand noch länger aushalten soll. Ich kann doch kaum die nächsten Minuten überstehen.


    Ich hatte vorher immer das Gefühl, dass die Zeit rast. Immer war ich in Hektik, immer war ich in Eile, weil ich immer noch so viel zu tun hatte und wir immer so viel unternommen hatten. Und jetzt plötzlich steht alles still. Man hat alle Zeit der Welt, und sie vergeht auch nicht. Und man weiß nicht, was man mit ihr anfangen soll. Das geht euch ja mit Sicherheit auch allen so.

    Liebe Melanie,


    ich meinte nicht nur, dass der Schmerz nicht vergeht, sondern dass man einfach auch nicht mehr mit dem Leben klar kommt, dass man nur alleine ohne den geliebten Menschen bestreiten muss. Mit all dem Gefühl der Leere und Hoffnungslosigkeit. Verstehst du, wie ich das meine?

    Liebe Turicum,


    irgendwann früher, wenn ich mal schlecht drauf war, war Shopping immer die Heilung. Heute kann ich nicht mal mehr dran denken. Es gibt einfach keine Heilung. Nichts kann mir irgendeine Art der Ablenkung geben.


    Über kleine Dinge konnte ich mich schon immer sehr freuen. Es mussten nie die Großen sein. Aber im Moment ist es gar nichts. Das zeigt mir ja, wie tief unten ich wirklich bin.


    Ich freue mich aber sehr für dich, dass du's aus dem Tief heraus geschafft hast.

    Liebe Melanie,


    und auch mir tut es leid, dass du hier bist: im Club, in dem man niemals sein wollte!!!!!!!!!!!!!!!!


    Aber was, wenn dieser Schmerz wirklich niemals endet?????


    Ganz ehrlich: Wenn jetzt jemand vor mir stehen würde, der mir ein Messer in die Brust rammen wollte, würde ich sagen: "Tu es!!! Tu es bitte SOFORT!!!!!!!!!!"

    Liebe M22,


    habe gerade deinen letzten Beitrag gelesen. Wie traurig. Das tut mir sehr leid. Ich kann es GANZ genau nachempfinden, denn es geht mir GANZ GENAU so:


    "... stehe vor dem Chaos meines Lebens, kraftlos, mutlos, planlos, allein. Meine Gedanken sind leer, ich fühle nichts."


    Diese Worte könnten von mir sein. Jedes.Einzelne.Davon!!!


    Ich wünsche dir alle Kraft der Welt. Die wünsche ich mir nämlich auch. Haben wir die?


    Und das du nicht an eine positive Zukunft glaubst. Geht mir auch GANZ GENAU so. Alles ist leer, hoffnungslos, zerschmettert ...


    Alles Liebe

    Bille

    Liebe Elster,


    Mut und Geduld ... ja ... Aber wie nur???


    Gerade bin ich so leer. Das Wetter ist so herrlich. Habe gerade einer Kollegin gemailt, die mir mit Papierkram bisschen hilft. Sie ist auf dem Weg nach München. Ich gönne es ihr von Herzen. Nur innerlich bin ich wieder gestorben, denn an einem langen Wochenende wie diesem hätten auch wir was unternommen. Oder wären gerade im Urlaub ... Jetzt kann man nur den anderen, denen es gut geht, dabei zuschauen und denken: "Das war einmal. Es wird NIEMALS wieder so sein!" Mein schönes, vorheriges Leben - einfach weg. Als wäre es nie da gewesen ...

    Liebe Christine B,


    danke, danke dafür, dass du mir mit deinen lieben Zeilen Mut machen möchtest! Ich weiß das wirklich sehr zu schätzen! I(Wie bei allen von euch!) ch wünschte auch so sehr, ich könnte das annehmen, aber leider dringt das alles nicht zu meinem Herzen durch. Verstehst du, was ich meine? In der Theorie verstehe ich wirklich ALLES, was ihr schreibt. Aber in mir sieht es total anders aus. Ich fühle tatsächlich nur Hoffnungslosigkeit, Schmerz, Angst, Leere, Verzweiflung und noch so vieles mehr. Ich merke auch, wie ich jetzt von Tag zu Tag lethargischer werde, mich das letzte bisschen Kraft verlässt ... Nie im Leben hätte ich mal gedacht, dass man sich im Inneren so vollkommen leer und zerstört und verlassen fühlen könnte!


    Leider geraten meine Eltern und ich auch immer öfter in Streit, weil auch sie so sehr leiden, nicht wissen, wie sie mir helfen können und dann die total falschen Worte wählen, ohne es böse zu meinen. Und meine Eltern sind ja die einzigen Menschen, die ich habe! Ich bin in einer Situation, die auf allen Ebenen einfach nur hoffnungslos ist. Ich sage das nicht aus Selbstmitleid oder so und will auch nicht ständig jammern, aber ich sehe die Sache einfach so, wie sie ist. Und ich sehe für mich keine Zukunft. Zumindest keine, die erstrebenswert wäre. So vor sich hin vegetieren kann's ja auch nicht sein. Aber genau das tue ich ...


    Gestern sagte mir eine Nachbarin: "Du schaffst das. Wir haben's alle geschafft." Alle geschafft??? Wirklich??? "Schaffen" bedeutet ja nicht "Überleben" und "Vor sich hin trotten", um nochmal den Kreis von eben zu schließen ...


    LG

    Bille

    Liebe Turicum,


    ja, wir scheinen so dieselbe "Ausgangssituation" zu haben ...


    Mit dem Hund, das ist wunderschön. Ich liebe Tiere über alles, ich liebe Hunde über alles. Wir hatten auch einen. Mussten ihn vor 10 Jahren gehen lassen. Er war unser Ein und Alles. Ich bin heute nicht drüber hinweg und werde es auch nie sein. Da ich ja nun alleine lebe und noch dazu arbeite, kommt ein Hund nicht für mich in Frage, weil ich ihm nicht das Leben biete könnte, das er bräuchte. Aber das ihr Trost in eurem habt, das freut mich sehr!


    Du schreibst, du lebst einen Tag nach dem anderen. Ist das "Leben" oder "Überleben" frage ich mich immer? Das ist um Gottes willen nicht böse gemeint! Ich hoffe, du verstehst!


    LG

    Bille