Liebe Linchen,
ja, Elster hat's ganz genau beschrieben!
Und auch du! ![]()
Und ich kann mich auch echt immer nur wiederholen. In den Trauergruppen, in der Selbsthilfegruppe kann ich immer nur dasselbe sagen, nämlich dass dieser elende Schmerz und diese Sehnsucht, dieses Heimweh, diese Wehmut einfach immer präsent sind. Natürlich ist man mal "abgelenkt", wenn man, was weiß ich, einkaufen geht, Papierkram erledigt, telefoniert oder sonst was macht. Aber trotzdem ist ja alles andere noch da. Man tut die Dinge, die man tun "muss", aber das Grundempfinden ändert sich dadurch ja nicht. Deshalb frage ich mich auch immer, wie anders ich denn meinen Zustand beschreiben soll, wenn man dann erst mal sagt, wie es einem in der letzten Woche oder im letzten Monat ergangen ist. Meine Antwort kann dann immer nur sein: "Ich kämpfe ums Überleben." Und dann frage ich mich ständig, wie in aller Welt aus ÜBERleben irgendwann LEBEN werden soll. Deshalb sage ich ja auch immer, dass es nicht unbedingt bedeutet, jemand hat es GESCHAFFT und LEBT weiter, nur weil man sieht, dass dieser Mensch nach außen hin sein Leben weiterführt. Um es mit Antoine de Saint-Exupéry zu sagen: "Das Wesentliche ist mit den Augen unsichtbar."
LG
Bille