Guten Morgen ihr Lieben,
ich habe da mal wieder ein kleines Problem. Ich hatte gestern mal wieder!- eine Unterredung mit meiner Mutter. Ich hatte ja schonmal geschrieben, dass sie mir große Sorgen macht. Mein Stievvater ist ja im März verstorben. Es ging ja darum, dass sie nicht weinen könnte. Sie war ja damals bei einer Selbsthilfegruppe, aber wohl nur zweimal. Es hatte ihr geholfen, sie hatte das erste mal dort weinen können. Gestern erzählte ich ihr, dass ich bei der letzten Therapiesitzung, wieder weinen mußte und das es mich auch so noch malnchmal "überkommt", sie erzählte mir wieder, dass sie das nicht könne. Sie ist seit etwa 15 Jahren, nach einer Depression, in Behandlung und schluckt seit dem auch ständig Tabletten. Wir haben immer wieder dieses Thema, was meistens etwas böse endet, weil ich versuche ihr klar zu machen, dass ich nicht sonderlich davon halte. Sie kann irgedwie nicht akzeprieren, dass ihre Tochter, die ja jünger ist, auch schon viel durchgemacht hat, wahrscheinlich mehr als sie und das man Probleme auch ohne Tabletten bewältigen kann.
Ich erzählter ihr, dass ich vor dem 24 Dezember tierische Angst habe und das ich das in der letzten Sitzung mit meinem Therapeuten hatte und das er mir klar gemacht hat, dass ich davor keine Angst haben brauche. Es kann mir ja nichts passieren. Die Hilflosigkeit, dieses schlimme erlebte letztes Jahr kann nicht wiederkommen. Der Schmerz wird zwar da sein, aber eine andere Art wie letztes Weihnachten.. Es kann mir nichts passieren, es ist letztes Jahr passiert, egal. Sie fragte was ich denn Heiligabend machen würde. Ich dagte ihr, gar nichts. Ich möchte den Abend alleine sein, für mich. Von ihr kam dann. Na notfalls kannst Du ja dann eine Tablette nehmen. Sie löst alles mit ihren Tabletten. Ich habe die Teile ganz am Anfang auch ggenommen um wieder einigermaßen klar zu kommen, aber nur mit Wiederwillen, aber ich hätte den Schmerz anders nicht ertragen können und ich mußte, zu der Zeit, ja noch arbeiten.
Ich sagte dann zu ihr, mal wieder etwas böse, sie solle das lassen und versuchte ihr zu erklären, dass durch diese Dinger die trauer nie rauskommen wird. Wie auch wenn es mir schei...geht, nehm ich ni Happypille, also bin ich auch Happy, logisch, sonst sollten die Erfinder wohl einen Fehler gemacht haben. Ich habe ihr erzählt, was ich Sivester erlebt habe. Mir ging es richtig beschissen. Mein Körper wollte gar nicht mehr. Ich heulte nur und ich hatte das Gefühl ich bekomme keine Luft mehr. Ich warf mir "Gute Laune" ein und Schwupp, ich wurde richtig Euphorisch. Party,Party und Party. Ich bekam einen richtigen Schreck, weil es nicht das war was ich fühlte. Jetzt stelle ich mir vor, meiner Mutter lebt ja nur so. Sorgen!, Pille rein, Sorgen weg. Das kann doch nicht funktionieren.
Ich sagte ihr auch, dass diese Dinger auf Dauer auch süchtig machen. Nein, machen sie nicht. Aha! Wenn sie die nicht nimmt, kommen ihre Depressionen wieder und sie hat das Gefühl ihr Körper bricht zusammen. Na normal, wenn ich 15 Jahre was in mich reinschlucke, klar dass das Gefühl dann hochkommt. Ich würde es Entzugerscheinungen nennen.
Ich war mal in der Staadt mit ihr. Alleine der Gedanke, dass sie die Tabletten nicht dabei hatte, brachte ihr den Schweiß auf die Stirn. Wir mußten also zurück und sie holen, dann war alles gut.
Lange Rede, kurzer Sinn. Wie soll ich damit umgehen um sie vielleicht besser zu verstehen? Laut ihrer Aussage, machen die Teile nicht süchtig. Ich habe im Internet viel darüber gelesen und was da steht, beweist irgendwie das Gegenteil. Sie ist in Psychologischer Behandlaung und ich verstehe nicht, wie ein Arzt beahaupten kann, dass es nicht so ist.
(Alprazomal, heißt das Mittel, was ich meine, sie nimmt auch Antidepressivum,bei denen ja wohl keine Suchtgefahr besteht)
Vielleicht könnt ihr mir da helfen. Sonst ist alles 