Beiträge von mefa

    Liebe Petra,
    habe soeben eine lange Antwort verfasst, da ich Dich auf Grund eigener Erfahrungen, sehr gut verstehen kann. Leider habe ich mein Schreiben versehentlich vernichtet. Heute bin ich zu müde, um alles noch einmal zu schreiben.
    Aber kurz gesagt, im Wesentlichen auf Grund von Erbstreitigkeiten, hat mir mein Sohn am 23. Dezember 2015 geschrieben, dass er mit mir nichts mehr zu tun haben will, da ich ihn nicht respektvoll behandle und nicht bereit bin Verantwortung zu tragen, wobei ich immer alle Verantwortung für die ganze Familie getragen habe.
    Er war immer schon schwierig, ich habe 35 Jahre versucht mit ihm klar zu kommen. Ich weiß mit Sicherheit, dass ich von seiner Seite nichts mehr zu erwarten habe. Er hat uns auch vorher nicht unterstützt. Ich habe seit 2004 schwere gesundheitlich Probleme, mein Mann hat mich neun Jahre lang betreut. Wir waren 54 Jahre zusammen.
    Jetzt bin ich auf mich allein gestellt, was nicht einfach ist.
    Ich bin sehr einsam, habe keine Freunde, kaum Kontakte zur Außenwelt und keine Familie mehr. Mit meiner Tochter habe ich auch immer wieder Probleme.
    Mein großen Enkelkinder haben auch keine Zeit mehr (kann ich verstehen), die kleinen meines Sohnes habe ich seit dem Begräbnis meines Mannes nicht mehr gesehen. Mein Mann ist vor etwas mehr als zweieinhalb Jahren gestorben.
    Ich leide sehr darunter auf einmal keine Familie zu haben. Es war mein Lebensinhalt, da ich selbst als Kind keine hatte. Ich trauere um meinen Mann. Dass mich mein Sohn so verachtet (ich bin perfide, sagt er), ich habe ihn sehr geliebt, tut so weh.
    Jemand, der so etwas nicht erlebt hat, kann es sich nicht vorstellen, wie weh das tut. Für mich geht es nur, zu versuchen ihn mir aus dem Herzen zu reißen.
    Das ist der Grund, warum ich Dir schreibe, ich will Dir mein Verständnis ausdrücken will und wünsche Dir, dass sich eine Lösung für Dich findet. Das mit dem Mediator wäre ja eine gute Lösung, sofern die andere Seite es will.
    Ich hoffe Dich nicht angejammert zu haben, es hat mich so berührt, dass ich das Bedürfnis hatte, Dir zu schreiben.
    LG
    mefa

    Ich habe einen großen Fehler gemacht, indem ich geglaubt habe hier über meine Gedanken und Gefühle offen schreiben zu können.
    Von meinem Sohn habe ich nur geschrieben, um die Ansicht, dass er vielleicht nur hilflos ist, richtig zu stellen. Ich bin der Meinung, dass man solche Vermutungen nicht stellen soll, ohne die Umstände zu kennen.
    Niemand der mich und meine Lage nicht kennt, kann beurteilen ob ich mir "die Energie nehme" oder ob ich "selbst für mich gestorben bin". Das sind Mutmaßungen. Was ich mir erhofft habe war Verständnis. Teilweise bekomme ich es, dafür bin ich sehr dankbar, da ich niemanden zum reden habe. Und das liegt bestimmt nicht an mir, sondern am Egoismus der heutigen Zeit.
    Da ist auch niemand, den ich um Hilfe bitten kann, auch wenn ich es noch so klar und deutlich sage.


    Es ist hier ein Trauerforum, aber es fällt mir sehr schwer über meine Trauer zu schreiben, weil sie so groß ist. 55 Jahre des Zusammenseins ist ein ganzes Menschenleben. Vor allem in den letzten 10 Jahren, die Alfred noch erlebt hat, und ich krank war, sind wir noch viel enger zusammen gerückt. Schon in diesen Jahren haben sich alle Freunde verabschiedet. In den 10 Jahren haben wir immer mehr festgestellt, wie unwichtig vieles ist. Wir haben immer mehr über sehr Persönliches gesprochen. In einem normalem Alltag wäre das nie passiert. Trotz aller Schwierigkeiten war es eine gute Zeit.
    Alfred hat mit 65 Jahren kochen gelernt, weil ich nicht mehr kochen konnte.
    Jetzt habe ich meine Gedanken niedergeschrieben und werde mich vielleicht zurückziehen.


    Mefa






    Liebes Baumhaus,
    vorerst danke für Deine Zeilen.
    Die Sache mit meinem Sohn ist ganz anders. Er ist bestimmt nicht hilflos. Ich habe 35 Jahre versucht, eine gute Beziehung zu ihm aufzubauen. Er hat nie etwas Gutes an uns gefunden, es gab nur Kritik. Seinen totkranken Vater hat er zwei Stunden lang angeschrien. Ich weiß bis heute nicht, was er wollte. Ich kenne die Hintergründe nicht, warum er mich am Telefon beschimpft hat. In einer Mail hat er geschrieben, dass ich ihn nicht respektvoll behandle und nicht bereit bin, Verantwortung zu tragen. 50 Jahre lang habe ich die Verantwortung für meine Kinder und auch meinen Mann getragen. Und ich war immer da für sie und versuchte ihnen so viel Liebe zu geben, als mir möglich war. Unser Sohn hat schon vor zehn Jahren gesagt, dass er nicht bereit ist Verantwortung für uns zu tragen oder uns zu helfen oder zu unterstützen.
    Ich habe 27 Frauen kennen gelernt (es gab sicher noch mehr) mit denen er eine Beziehung hatte, einige haben mich um Rat gefragt, wie sie mit ihm umgehen sollen.
    Er hat dann doch geheiratet, die Ehe hielt nur 7 Jahre. Sie haben zwei Buben, für die sie sich das Sorgerecht teilen. Seine Ehefrau verbringt etwas mehr Zeit mit den Kindern. Er liebt seine Kinder abgöttisch.
    Im Zuge der Verlassenschaftsverhandlung nach dem Tod meines Mannes, behauptete er auf einmal "Alleinerzieher" zu sein. Er wollte, dass ich das Haus verkaufe, das mein Mann mit viel Anstrengung gebaut hat.
    Alles was er äußerte war ziemlich konfus. Meine Vermutung ist, dass er Geld wollte, viel Geld. Wenn ich verkauft hätte, wollte er Container kommen lassen und alles wegwerfen, was unser Leben ausgemacht hat.
    Eine seiner Äußerung mir gegenüber war, dass ich nicht krank sei, sondern nur fett.
    Das war ungefähr einiges, was so passiert ist.
    Da alle Kontakte mit Menschen die ich kenne, zum Teil schon lange, abgerissen sind, kann ich auch niemanden
    um Hilfe bitten. Auch meine Tochter und ihre Familie haben keine Zeit für mich, da ihre Pferde Vorrang haben. Meine Tochter will, dass ich bezahlte Hilfe und Gesellschaft annehmen soll. Zum Teil mache ich das ohnehin.
    Ich war seit mehr als zwei Jahren nicht zu Fuß unterwegs. Genau so lang hatte ich immer starke Schmerzen. Obwohl ich in meinem Leben hunderttausende Kilometer mit dem Auto gefahren bin, kann ich es derzeit nicht. Ich habe im Lauf der letzten 12 Jahre Stück für Stück alles aufgeben müssen, was mein Leben ausgemacht hat. Außer meinen Computern und meinem Bildarchiv habe ich nichts mehr. Wo soll da Freude aufkommen. Bohnen könnten es nicht ändern.
    Meine Trauer ist sehr groß, wir waren 55 Jahre zusammen. Ich vermisse meinen Mann so sehr. Ich weine immer noch jeden Tag, Erinnerungen jagen mir ohne Pause durch den Kopf. Es ist beinahe quälend, auch wenn es schöne Erinnerungen sind. Von Erinnerungen allein kann man nicht leben. Ich bin sehr einsam und leide darunter sehr, vor allem an den Wochenenden. Ich bin jeden Tag froh, wenn er vorüber ist. Es ist sehr anstrengend und kostet viel Kraft, gegen die Absicht sich etwas anzutun, anzukämpfen.
    Genug gejammert,
    Mefa





    Liebe Amitola,


    danke für Deine Anteilnahme. Die Schmerzen, die Trauer und die Einsamkeit zermürben mich.
    Ich bemühe mich wirklich, da heraus zu finden. Noch gelingt es mir nicht.


    Am 26. Juni 2014 war ich das letzte Mal zu Fuß unterwegs, beim Begräbnis meines Mannes.


    Ich bin in meinem Leben Hunderttausende Kilometer mit dem Auto gefahren. ( Mein Mann ist nie gefahren.)
    Jetzt kann ich auch das nicht, weil ich so unsicher bin, da ich so zittere.


    Um über Esoterik zu reden, meine Tochter praktiziert das ganz anders als Du. Ich habe den Eindruck, dass sie vieles glaubt, ohne zu hinterfragen. Ihr größter Wunsch ist reich zu werden. Da steckt sie ihre ganze Energie hinein. Sie besucht viele alternative Workshops und lernt viele Therapien. Aber ich weiß nicht, ob sie diese Erfahrungen für sich integrieren kann.
    Sie sagt von sich selbst, dass sie eingefroren ist und keine Gefühle hat.. Das empfinde ich auch so, wenn sie mich besucht. Sie mag mich nicht umarmen oder drücken.


    Es macht mich traurig, mein Sohn hat einen Tag vor den letzten Weihnahten den Kontakt zu mir abgebrochen (eine Begründung; "du bist nicht krank nur fett".).
    Mein Sohn hat mich stundenlang am Telefon beschimpft und alles zertrampelt, was mein Lebensinhalt- und ziel war, nämlich eine Familie. Das war mein größter Wunsch, da ich selbst keine Familie hatte.


    Da muss ich zu dem Schluss kommen, dass wir schlechte Eltern waren.
    Jetzt habe ich mich ordentlich ausgejammert.


    Ich wäre so weit, dass ich gerne wegfahren würde. Aber allein ist für mich noch nicht vorstellbar, abgesehen davon, dass ich nicht mobil genug bin.
    Meinen Garten halte ich noch nicht aus. Ich schaffe es nicht, allein da zu sitzen und Gartenarbeit geht noch nicht.


    In einem Wald spazieren gehen, ist doch ein bescheidene Wunsch, oder?


    Jetzt ist endgültig Schluss.


    Mefa





    Liebes Rabilein,


    Dein Beitrag vom 24.8. hat mich sehr, sehr berührt. Es freut mich, dass es Dir gut geht, dass Du eine für Dich gute Einstellung gefunden hast. Ich bewundere Dich. Als ich Dein Schreiben gelesen habe, weinte ich sehr. Ich konnte nicht antworten. Eine Zeit lang hast Du mich aufgebaut. Aber langsam wurde es wieder schlimmer. Heute habe ich Deine Zeilen noch einmal gelesen und ich heulte wieder.


    Ich kann nicht sagen, ob ich mich als Opfer fühle. In meinem Kopf geht es, da ich immer allein und zu Hause bin, rund wie auf einer Hochschaubahn. Ich kann meine Gedanken nicht ordnen, sie gehen immer im Kreis.


    Ich finde das schön, was Du über Dankbarkeit schreibst. Da Alfred und ich 55 Jahre zusammen waren, fehlt etwas, meine zweite Hälfte. Das Vermissen, die Trauer, das Gefühl des Verlassenseins, das Alles ist so groß und beherrschend, dass noch kein Platz, für andere Gefühle, wie Dankbarkeit da ist.


    Die Enttäuschung über die Misserfolge bei den 3 Operationen ist groß. Die erste (Nerven durchtrennen, da Nervenkompression) sollte mich von jahrelangen Schmerzen befreien. Die nachfolgenden 2 Operationen wegen massiver Wundinfektionen verschafften mir neue, noch immer anhaltende Schmerzen.


    Ich möchte endlich raus, aber kann nicht wirklich sicher gehen.
    Andererseits ist es schon lange so, dass ich mich fühle wie ein Kanarienvogel, der in einem offenen Käfig sitzt, aber nicht den Mut hat heraus zu fliegen.


    Du hast ja recht, zu schreiben, dass viele Menschen gar nicht die Chance haben oder hatten, eine solche Beziehung zu haben. Es war nicht immer einfach, aber wir hielten zusammen.


    Ich glaube nicht, dass ich mich aufgegeben habe, so hoffe ich es zumindest. Zu meinem Schutz, habe ich einen Taucheranzug an, der mir hilft durch zu tauchen durch alle Schwierigkeiten.


    Einige Ärzte haben gesagt, dass ich nicht allein werde leben können, dass ich Hilfe brauchen werde. Im Moment ist es so, dass ich alles allein mache, bis aufs Putzen, das macht Natalia. Meinen Garten pflegen meine zwei Gartenzwerge, Helmut und David. Zwei erstaunliche Menschen. Helmut hat schnell erkannt, dass ich depremiert bin und zeigte Verständnis, weil er das alles selbst erlebt ha. Er ist, der einzige Mensch, den ich kenne, der mich versteht.
    David kommt aus Peru und muss immer lachen. Das tut gut.


    Ich höre jetzt auf zu Schreiben. Ich danke Dir für Deine Worte. Ich habe jetzt nur über mich geschrieben. Lass mich wissen, wie es jetzt bei Dir steht. Ich verstehe Deine Ängste in Bezug auf Deine Krankheit. Ist es sicher, dass Du Parkinson (Rigor) hast? Was haben die in der Spezialklinik gesagt?


    Fürs erst liebe Grüße, ich umarme Dich und drücke Dich ganz fest, falls Du das magst.
    mefa







    Liebe Christine,
    bei dem Besuch der Gutachterin ging es nur darum, ob ich € 200,-- Pflegegeld mehr im Monat bekomme. Wer mich dann pflegt, ob Familie oder jemand von einer Organisation, das ist bei dieser Begutachtung nicht die Frage gewesen.
    Es stimmt schon, ich würde jemanden brauchen. Ich hatte ja 2 Wochen eine 24-Stunden-Betreuerinnen. Das machen in Wien hauptsächlich Slowakinnen. Kosten für 2 Wochen € 1.200,-- zusätzlich Vermittlungsprovision € 400.--, die müsste man nur einmal zahlen. Also pro Tag € 80,--, im Monat € 2.400,--. So viel Pension habe ich gar nicht. Lebenshaltungskosten habe ich ja auch noch.
    Es gibt auch Heimhilfen, bei denen hat eine Stunde nur 50 min. Es kann sein das immer wieder, wer anderer kommt und sie dürfen vieles nicht machen. Die Zeiten zu denen sie kommen, sind für mich nicht passend.
    Es gibt noch die Möglichkeit von privaten Vereinen, die werden nicht gefördert und sind auch nicht billig. Da muss ich mich noch schlau machen, wie seriös die sind.
    Ich danke für dein Interesse.


    Liebe Grüße
    Mefa

    Liebes Rabelein,


    als ich Deinen SOS-Ruf (14. August) gelesen habe, musste ich weinen. Deine Schwierigkeiten sind andere, als meine. Ich kann Deine Ängste nachfühlen. Es ist ganz einfach zu viel, was da auf Dich einstürzt. Ich wollte Dir sofort antworten, aber mein Schreiben hat der Computer gefressen. Und dann hatte ich die Kraft nicht mehr.
    Ich habe gelesen, dass es Dir inzwischen besser geht, ich hoffe, dass es tatsächlich so ist.


    Mein Problem ist eher, dass ich oft tagelang mit niemanden reden kann, da ich ja immer nur zu Hause sein kann. Eine Nachbarin hat mir eine Türmatte gebracht, mit der Aufschrift "Home sweet Home ". Am liebsten würde ich es ihr um die Ohren hauen. Mein Haus empfinde ich eher als Gefängnis. Noch dazu bin ich nicht in der Lage, es so umzugestalten, wie ich es gern möchte.


    Nach der Operation der Nervenkompression im April hoffte ich, endlich schmerzfrei gehen zu können, nach dreieinhalb Jahren und mehr. Ein großer Irrtum. Dank einer Wundinfektion wurde ich noch zweimal operiert, innerhalb einer Woche. Jetzt habe ich noch immer Schmerzen und obendrein im Oberschenkel neben dem Knie ein großes tiefes, hässliches Loch. (Hoffentlich wiederhole ich mich nicht.) Nach den letzten beiden Op´s musste ich jeweils drei Tage ruhig liegen. Am Rücken und möglichst bewegungslos. Das raubte mir mein letztes bisschen Kraft. Kurz sprach man von Beinamputation.

    Am Morgen kann ich auch nach 9 Stunden Schlaf kaum aufstehen. Frühstück machen ist eine Herausforderung.
    Das Schlimmste ist, dass ich meinen Mannso sehr vermisse. Wenn ich allein beim Tisch sitze, muss ich heulen und das jeden Tag. Der Film der Erinnerungen läuft und läuft, in 55 Jahren ist viel geschehen.


    Kurz bevor die Leukämie bekam, waren wir in Bad Ischl. Alfred auf Reha wegen seiner Herzprobleme und ich war in einem Hotel. Wir waren dort schon dreimal. Am Abend kam Alfred immer zu mir ins Hotel und wir tranken ein Glas Wein.
    Bei unserem vierten Aufenthalt schafften wir beide den Weg nicht mehr. Wir trafen uns auf halben Weg, an der Promenade und tranken dort in einem Kaffeehaus etwas. Er war immer früher dort als ich, er kam mir entgegen. Er war schlank und groß, er trug einen schwarzen Mantel und seine geliebte Seemannskappe. Wir gingen aufeinander zu und ich weiß nicht mehr, wie das war als wir zusammentrafen. Und das ist eine Gedanke, der mich quält.


    Für die Umwelt bin ich bereits gestorben. Freunde und Bekannte kündigen Besuche an, die nie passieren. Sie rufen nicht mehr an und wenn ich sie anrufe, brechen sie sehr bald ab. So ist es, wenn man nichts mehr zu bieten hat.
    Früher haben sie bei mir "gefressen" , oder Räume genutzt. die ich zur Verfügung stellte, jahrelang.


    Ich weiß nicht, wofür ich noch weitermache.


    Hoffentlich geht es Dir besser.
    Liebe Grüße
    Mefa



    Lieber Dieter,
    Ob meine Fotos nach meinem Ableben, für Andere interessant sind, ich denke, dass ist mir nicht wichtig.
    Es gibt einige Arbeiten, die einen zeitgeschichtlichen Wert haben ( Wien zwischen 1970 - 1990, Schwarz-Weiß Bilder).
    Die Aquarelle meines Mannes zu fotografieren, ist eine Monsterarbeit. Ich kann es schon, aber derzeit nicht, viel zu anstrengend.
    Die Idee mit meinen Fotos ins Internet zu gehen, daran habe ich auch schon gedacht. Mich beschäftigt der Gedanke, eine richtige Plattform zu finden.
    Wir haben eine Galerie im Haus, dort sind die vielen Werke meines Mannes. Ich habe noch nicht Kraft, sie zu sortieren, nach gut, schlecht, unfertig usw. Mit allen sind Erinnerungen verbunden. Und da ich mit meinen Gedanken mehr in der Vergangenheit bin, ist es noch schwerer. Eine Gegenwart und eine Zukunft gibt es nicht.


    Liebe Grüße
    Mefa

    Liebe Christine,
    ich verstehe, was Du meinst. Fotografie war eine Leidenschaft für mich. Ich bin Autodidaktin und habe erst sehr spät angefangen, sehr intensiv. Ich leitete einen Fotoclub. Bildete mich so weit fort, dass ich an einer Volkshochschule unterrichten konnte. Theorie, Bildgestaltung und Arbeit in der Dunkelkammer. Ich gründete eine Fotoschule, wir machten Fotospaziergänge und besprachen hinterher die Bilder. Ich bin Mitglied einer Künstlergruppe und besuchte immer wieder die angebotenen Workshops, zum Teil mit bekannten Künstlern. Im Anschluss gab es immer eine Ausstellung der erstellten Werke Ich nahm viele private Aufträge an. Bei all diesen Aktionen gab es immer Kommunikation, Anregungen, Kritiken, Feedback, auf jeden Fall menschliche Kontakte. Daher fällt mir das Arbeiten ohne Ziel, nur für die Schublade so schwer.
    Viele Liebe Grüße
    Mefa.

    Liebe Christine,
    Mir fehlt der Antrieb und die Entscheidungskraft. Die drei Operationen haben mir mein letztes bisschen Kraft genommen und ich bin unheimlich müde und habe immer wieder Ancina pectoris-Anfälle. .
    Vom Spital aus hat man einen Antrag auf Erhöhung des Pflegegeldes gestellt. Da kam eine Gutachterin, der ich sagen musste, wer mich jetzt pflegt. Ich konnte nicht sagen, ich mache alles allein. Daher gab ich an, dass mir meine Tochter und die Familie hilft, obwohl es nicht stimmt. Ein Alptraum für mich.
    Meine Putzfrau kommt jetzt wieder jede Woche. Mir dem Anruf meiner zwei Gärtner muss ich noch warten. Die wollen um 8 Uhr zum arbeiten anfangen, da bin ich noch im Tiefschlaf. Vorher muss ich noch eine Reihe von Terminen vereinbaren,
    das ist eine Koordinationsfrage.
    Es fällt mir nicht schwer Hilfe anzunehmen, vor allem dann, wenn ich es bezahle. Schwer fällt es mir bei meiner Familie,
    da sie keine Zeit haben (wollen) und mich spüren lassen, dass ich eine Belastung bin.
    Das ist so ein Teil meiner Lage.


    Liebe Grüße
    Mefa

































    Lieber Dieter,
    Deine letzten Zeilen haben mich sehr beschäftigt. Ich habe versucht herauszufinden, was mich hindert, meine Ideen umzusetzen. In erster Linie mein Gesundheitszustand. Ich brauche den ganzen Tag, um die wichtigsten Dinge zu erledigen.
    Du hast schon recht, der schöpferische Moment muss freibleiben. Fürs stille Kämmerlein arbeite ich schon seit Jahren. Erfolg zu haben, wäre schon schön, aber ich bin viel zu selbstkritisch und denke immer, was ich mache ist nicht gut genug. Und meine Arbeiten bleiben in der Lade.
    Zweckdenken ist mir, glaube ich zumindest, ziemlich fremd. Wenn ich etwas produziere, sollte es zielgerichtet sein.
    Mein Mann und ich haben einige Ausstellungen gemacht. Die Vorbereitungsarbeiten waren immer spannend, befriedigend, aufregend und sehr arbeitsintensiv. Und wir waren stolz auf unsere Ergebnisse. Aber im Endeffekt waren Vernissagen oft enttäuschend, vor Allem weil sie so schnell vorbei sind und dann falle ich in ein Loch.
    Für mich ist ein Gedankenaustausch mit Gleichgesinnten wichtiger und bringt auch Anregungen, oder zu erleben, wie
    sich Menschen angesprochen fühlen. Ob meine Bilder Gefühle auslösen und welche. Nicht jeder kann mit Bildern etwas anfangen und das verstehe ich auch. Mir geht es so mit Musik.
    Aber derzeit steht auch immer die Frage da "wozu?". Ich weiß, dass meine Kinder alles wegwerfen werden. Auch die vielen Aquarelle meines Mannes werden im Container landen.
    Mein Mann und ich wir haben uns immer ausgetauscht mit unseren Meinungen über unsere Arbeiten. Und das ist etwas, was mir, neben vielem anderen, sehr fehlt.
    Derzeit ist es wieder besonders schlimm, ich vermisse ihn so sehr.
    Liebe Grüße
    Mefa


    Hallo Dieter,
    nachdem ich in den letzten Tagen einige Verletzungen erfahren habe, werde ich mich zurückziehen, um dem zu entgehen und mich an die Einsamkeit gewöhnen (müssen).
    In meiner Jugend konnte ich nichts über mich sagen, wenn ich es doch tat, hatte ich das Gefühl etwas von mir herzugeben.
    Im Laufe der Jahre änderte sich das, ich machte die Erfahrung, dass ich, wenn ich etwas von mir hergebe, auch etwas zurückbekomme. Ich lernte viele Menschen kennen. Damit ist es jetzt vorbei. Wie Du schreibst, ich habe geglaubt, offen und ehrlich zu sagen, wie es mir geht, sei der richtige Weg. Ich schaffe es nicht vorzugeben, dass alles Bestens ist. Man würde es mir sofort anmerken und es entspricht auch nicht meiner Wesensart.
    Um weiteren Verletzungen zu entgehen, ziehe ich mich wieder auf mein früheres Verhalten zurück, was in der Folge zu größere Einsamkeit führen wird. Und wie Du schreibst, werde ich aus der Einsamkeit etwas machen müssen.
    Ich dachte oft, wenn ich einmal mehr Zeit habe, werde ich alles machen, was ich an kreativen Ideen in meinem Kopf habe. Nur jeder Kreative braucht auch ein Publikum. Als "Künstler" ist man Exhibitionist. Es fällt mir schwer, etwas anzufangen, wenn gleich die Frage "wozu" mitschwingt.
    Jetzt ist es spät geworden, ich gehe schlafen.
    Liebe Grüße
    Mefa







    Liebe Angie,
    ich habe Verständnis dafür, dass Du in Deinem Schneckenhaus sein willst. Im Prinzip mache ich es auch nicht anders.
    Da ich derzeit weder Autofahren noch Gehen kann, bleibt mir nichts anders übrig. Niemand kann verstehen, dass ich mich in meinem Garten nicht auf die Terrasse setze. Ich kann mich nicht dazu überwinden, allein da draußen zu sitzen. Alfred und ich sind oft gegen Abend da gesessen und haben auf die Sterne gewartet. Außerdem sehe ich schon 12 Jahre nur diesen Garten.
    Es kommt mir schwer von den Lippen, zu sagen "mein Garten", " mein Haus". Ich fühle es nicht so.
    Einerseits geht es mir schlecht, wenn ich so einsam bin. Aber anderseits, kann ich all die guten Ratschläge nicht mehr aushalten, weder am Telefon, noch wenn mich doch ausnahmsweise wer besucht. Es ruft ohnehin kaum noch wer an und es kommt auch niemand mehr. "Mit Krankheit kann ich nicht umgehen". Manche Menschen sind da sehr direkt, verletzend. Monatelang habe ich gewartet, ob sich wer meldet. Diese Erwartungshaltung hat mich fast umgebracht. Jetzt habe ich sie nicht mehr.
    Meine Tochter kommt jetzt beinahe täglich, also öfter als nur einmal in der Woche. Sie ist zufällig gekommen, als ich gerade einen schweren Herzanfall hatte, das hat sie sehr erschreckt. Jetzt versucht sie mich, mittels ihrer Methoden zu behandeln (alternativ, esoterisch, ......??). Gegen die Trauer kommt sie damit nicht an und das kann sie nicht verstehen. Es war doch auch ihr Vater?
    Ich schaffe es nicht die Menschen anzurufen, die mir helfen können meine häuslichen- und Gartenprobleme zu lösen.
    Natürlich gegen Bezahlung, aber sie sind nette Menschen. Ich schaffe es nicht. Ist das bereits Depression?
    Ich hoffe sehr, dass es Dir bald besser geht. Ich wünsche es Dir.
    Alles Liebe, Nachbarin
    Mefa


    Lieber Dieter,
    danke für Deine rasche Antwort. Ich mache für ahnungslose Mitmenschen auch ein "Gedöns". Gerade vorhin habe ich mit einer Cousine telefoniert, um mich bei ihr für eine Ansichtskarte aus Ihrem Urlaub zu bedanken. Was ich noch nie gemacht habe, ich musste das Gespräch abrechen. So viele "Ratschläge" und so viel Kritik an meiner "Negativität", konnte ich nicht mehr ertragen. Alfred sagte immer : "Ratschläge sind auch Schläge".
    Meine langjährigen Gesundheitsprobleme binden mich ans Haus. Mein Mann hat mich 9 Jahre lang unterstützt (Einkaufen, Kochen usw.). Jetzt sitze und liege ich hier im Haus herum und kann nichts tun. Oft spreche ich eine ganze Woche mit niemanden, dann versagt mir die Stimme.
    Ich denke, dass die Intensität der Trauer auch davon abhängt, wie man zusammen gelebt hat. Mit Schwerpunk auf "zusammen". Wenn jeder der Partner seinen eigenen Weg gegangen ist, ist es vielleicht leichter sich neu einzurichten.
    Alfred und ich waren im Lauf der vielen Jahre eine Einheit geworden.
    Ich stelle mir ein großen Wollknäuel vor, zusammengesetzt aus vielen Farben, die alle unsere Erlebnisse, Erfahrungen, Schönes, auch Misstöne, darstellen. Jetzt kommt jemand und teilt diesen Knäul in zwei Hälften. Die eine Hälfte fällt um und zerfällt. Die andere bleibt einsam und verlassen, ratlos stehen.


    Liebe Grüße
    Mefa

    Lieber Dieter,
    das Gebirge über das Du schreibst, erlebe auch ich jeden Tag nach dem Aufwachen. Bei mir ziehen täglich 55 Jahre Erinnerungen vorbei. Wir haben, so weit das möglich war, alles miteinander gemacht.
    In den letzten Jahren, als es uns beiden nicht so gut ging, saßen wir auf vielen Bänken und ich erinnere mich an die meisten Gespräche, die Gefühle, die ich hatte und was wir sahen. Den Fluss, das Gebirge, das Spiel des Lichtes, Menschen, Blumen, den See, den Wald, die Wiesen und vieles mehr. Ich kann mir nicht vorstellen auf einer dieser Bänke oder überhaupt wo anders allein zu sitzen. Die Frage ergibt sich momentan nicht, da ich krankheitshalber schon lange ans Haus gebunden bin. Als Alfred noch lebte, war ich nicht allein, er war da.
    Jetzt bin ich immer allein, weil sich Familie, "Freunde", Bekannte, alle vertschüst haben. Keine Zeit. Für die Welt bin ich auch ich schon gestorben.
    Am Abend um 6 Uhr denke ich, Gott sei Dank, wieder ein Tag überstanden. Ich schlafe dann sehr lange, es erscheint mir wie eine Flucht.
    mefa

    Liebe Angie,
    Leidest Du noch immer unter Kopfschmerzen? Wenn Du 30° in Deinen Räumen hast und das so lange Zeit, ist es nicht verwunderlich. Bei mir hat es meistens 26°.
    Mit dem Sauhaufen wird es bei mir immer schlimmer und mir wird es immer gleichgültiger. Ich kann ganz einfach nicht.
    Gestern musste ich einer Gutachterin vorlügen, wer mich betreut und mich unterstützt. In Wirklichkeit muss ich fast alles allein machen. Wer kocht, wer putzt, wer macht dies und das. Natürlich alles meine Familie, vor allem meine Tochter.


    Ich habe einige Zeit gebraucht um über die "Erinnerungen" und "Flashbacks" nachzudenken.
    Bevor ich ins Spital ging, um mich operieren zu lassen liefen in meinem Kopf andauernd Erinnerungen an mein Leben mit Alfred ab. Es war wie ein Film. Da ich ein visueller Mensch bin kann ich mich an sehr viel sehr genau erinnern, vorzugsweise von Reisen und anderen Unternehmungen, an jede Bank, auf der wir in der letzten Zeit rasteten. Weniger vom Alltag. Ich erinnere mich daran worüber wir sprachen, an meine Gefühle, Stimmung usw. Ich hielt das für "Flashbacks". Ich schaute im Internet nach und fand, dass die dortige Erklärung nicht so ganz zu dem passt, wie ich es erlebe. Mitunter war es quälend.


    Während der zwei letzten Operationen und mit dem ganzen Drumherum, z.B. jeweils 3 Tage am Rücken zu liegen, ohne das Bein zu bewegen und alldem, was rund um mich passierte, traten die Erinnerungen in den Hintergrund und ich bekam damit auch eine etwas andere Einstellung, es war als ob Alfred mir entgleiten würde und sich die Trauer vermindern würde. Ich fühlte mich etwas schuldig. Bis jetzt wurde eine der Wunden zweimal in der Woche frisch verbunden, damit das transplantierte Gewebe hält. Ab heute liegt die Stelle offen. Es ist ein entsetzlich hässliches Loch in meinem Oberschenkel und jetzt erst registriere ich es. Knieschmerzen habe ich weiterhin, wozu habe ich die Krot gefressen.


    Und mein Film läuft wieder, nicht ganz so intensiv. Aber der Kummer und die Sehnsucht ist umso größer. Es gibt so viel zu erzählen, soviel um darüber zu reden. Aber es ist niemand da. Ich werde immer einsamer.


    Wäre schön, Dich näher kennen zu lernen.


    Alles Liebe
    Mefa


    Liebes Rabelein,
    ich habe so sehr das Bedürfnis Dir sofort zu antworten. Du sprichst mir so sehr aus dem Herzen.
    Auch ich habe keine sozialen Beziehungen, meine Versuche welche aufrecht zu erhalten, zumindest am Telefon, sind kläglich gescheitert. " Ich muss in die Waschküche, zum Tierarzt, -- es geht sich nicht aus, ich kann Dich nicht besuchen,--ich komme, wenn die Tage wieder länger werden,-- ich will von Krankheit nichts wissen."


    Gestern hatte ich eine schreckliche Diskussion mit einem Ehepaar aus der Straße, sie wollen mir helfen, um Gottes Lohn, aber mich missionieren. Es war mir nicht möglich, ihnen klar zu machen, dass ich nicht versuche Ihnen meine Meinung aufzuzwingen, so wie sie es tun. Heute ist mir erst die beleidigende und verletzende Spitze klar geworden. "Es kommt so aus dem Wald zurück, wie man hineinschreit."


    Themenwechsel: Mein Mann hat immer gesagt "Ratschläge sind auch Schläge". Die Erkenntnis, dass es meist nur ein Weg ist, um sich nicht weiter mit den Problemen anderer zu befassen. Auch ich will kein Mitleid, vielleicht etwas Mitgefühl, aber vor allem Verständnis, in der Form, dass man mir zuhört. Etwas aussprechen zu können, ohne zurecht gewiesen zu werden, nimmt schon unheimlich von dem Druck weg, unter dem man steht, wenn man mit seinen Sorgen und Kummer so allein da steht.


    Das in die Zukunft schauen, wäre ja eine gute Sache, aber es fällt mir mit meinem Alter schon schwer. Die Spirale dreht sich seit 12 Jahren abwärts. Ich bin ans Haus gefesselt und kann nicht mehr viel tun, als essen, schlafen und entsorgen.
    Für die paar unbedingt notwendigen Handgriffe brauche ich den ganzen Tag und mache sie nur unter Schmerzen.


    Was ich noch habe sind meine 4 Computer und meine Bildarchive. Die Ideen, die ich habe kann ich nur sehr langsam durch ziehen.
    Die Ärzte sagen mir alle, dass ich nicht allein leben darf, dass ich Hilfe und Unterstützung brauche. Aber da gibt es einige Argumente, dass ich es allein versuchen will, zumindest so lange es geht.


    Zwei Träume habe ich noch, einmal eine Ausstellung in einer bekannten Galerie zu haben.
    Der zweite Traum ist eine Fantasie, die ich schon seit Jahren habe. Ich möchte mit meinem Auto von Wien bis Gibraltar fahren. Da gackern die Hühner bei der Vorstellung.


    Dein Schreiben war überhaupt nicht verworren, für mich ganz klar.
    Bleib dabei, nach vorne zu schauen, ich wünsche. dass Dir das gelingt. Ja, ich glaube daran.


    Alles Liebe
    Mefa



    iehen.


    Liebes Rabilein,
    an anderer Stelle bin ich auf einen Bericht gestoßen, der mir erst so richtig klar gemacht hat, was die Diagnose M.Parkinson, mit allen Folgen für Dich bedeutet. Es ist sowohl die Krankheit an sich, was schon schlimm genug ist, als auch alle damit verbundenen wirtschaftlichen und sonstigen Folgen.
    Ich habe den Bericht nicht mehr so ganz im Kopf, weiß auch nicht, wo ich ihn gelesen habe.
    Ganz durchschaue ich den Aufbau des Forums noch nicht. Ich versuche einmal da einmal dort, verschiedene Themen zu verfolgen.
    Ich wünsche Dir, dass Du eine Lösung findest, zumindest für die rundherum Probleme. Hast Du jemanden, von dem Du Dich beraten und bei dem Du Dich aussprechen kannst?
    Letzteres fehlt mir vollkommen. Mein Mann hat mir bei schweren Entscheidungen nicht wirklich helfen können, aber war da und hat mir zugehört.
    Ich machte heute eine sehr frustrierende Erfahrung mit einer ärztlichen Gutachtern. Sie bestand darauf um 8 früh zu kommen. Für mich eine unmögliche Zeit. Vor 11 Uhr bin ich nicht wirklich ansprechbar. Ich bin noch nie einer so unhöflichen, kalten, unpersönlichen, unfreundlichen Person begegnet. Sie sagte nicht einmal guten Tag, okkupierte, ohne mich zu fragen, eine Ecke meines Schreibtisches. Ich ersuchte Sie, sich mit Ihrem Computer, zum Esstisch zu setzen. Dort war Platz und eine freie Steckdose. Das Gespräch war frustrierend.


    Aber schlimmer war noch die Reaktion, als ich es meiner Tochter erzählte. Ihr Verständnis für meinen Ärger und Frust, ich kam mir von dem Verhalten dieser Ärztin so gedemütigt vor, konnte sie nicht verstehen. "War das deine schlechte Energie oder die dieser Frau, wenn ja, dann schicke sie ihr zurück und du hast den Ärger los". Da komme ich nicht mit. Meine Vermutung ist, dass sie mir auch, was sie nicht hören will, an mich zurückschickt. Da können wir nicht kommunizieren. Schluss.........Ich schicke alle schlechte Energie zurück an den Absender.


    Ja das war jetzt sehr ausschweifend. Das Situationen, in den ich meinen Mann so vermisse. Man ist nicht zum Spaß krank und elend und das jahrelang. Und dann kommt so eine blöde Kuh und behandelt mich wie den letzten Dreck.


    Ich hoffe, Du kannst Dir so etwas ersparen. Ich musste unterbrechen, weil ich Besuch bekommen habe.
    Alles Gute und viel Kraft
    mefa

    Liebe Monika - Indian Sommer.


    Deine Antworten gehen sehr ein auf meine Ideen und Vorstellungen. Das tut mir gut.


    Mit dem Museum der Stadt Wien, bin ich schon vor Jahren in Verbindung getreten. Ich hatte Kontakt zu der zuständigen Frau. Die wurde dann krank (Krebs) und ich konnte nicht noch einmal von vorne anfangen. Außerdem wollen es die im Museum geschenkt, das kann ich immer noch machen, als Nachlass.


    Ich habe eine Vorstellung, wo ich meine Bilder ausgestellt haben möchte. Ich müsste den Kontakt zu dem Galeristen aufnehmen und ihn überzeugen, sich die Bilder anzusehen. Hinbringen kann ich sie nicht, kein Parkplatz und zu schwer
    Und in dem Zustand in dem ich derzeit bin, ohne Kraft und Energie, bin ich sicher nicht überzeugend


    Aquarelle lassen sich sehr schwer verkaufen, wenn man nicht jung und, aufstrebend oder schon einen Namen hat. Wir hatten viele Ausstellungen. Der Aufwand stand nicht im Verhältnis zum Erfolg.


    Unsere Ausstellungen habe immer ich organisiert, vom Finden der Lokalität bis zur Hängung, Einladungen usw.


    Bernsteinschmuck meines Vaters habe ich nur drei Stück. Alle anderen haben die Russen gestohlen. Einen geschliffenen Stein mit einer eingeschlossenen Mücke habe ich auch noch. Mein Vater hat viel unbearbeiteten Bernstein hinterlassen, davon hat meine Mutter sehr schöne, schwere Ketten machen lassen. Vor zwei Jahren habe ich begonnen selbst Bernstein zu schleifen und habe festgestellt, dass das eine sehr schwierigem Sache ist, im Vergleich zu Speckstein, den ich bisher bearbeitete.
    Der Schmuck den mein Vater machte, waren alle Arten von kleinen Tieren, für lange Ketten. Die gingen nach China und wurden dort an Touristen als Souvenir verkauft.


    Ich suche schon lange an einer Lösung, Kopien der Entwürfe herzustellen. Sie sind auf durchsichtigem Papier (Pergament) und beidseitig beschrieben. Scannen, kopieren, fotografieren fällt alles aus.


    Heute hatte ich einen fürchterlichen Traum, der mir noch ganz genau in Erinnerung ist. Ich lief wie eine Furie durch unseren Garten, schreiend, wer hat unseren Kirschenbaum (sicher 50 Jahr alt) um geschnitten. Nach dem ersten Erwachen kam der Gedanke, das muss ich Alfred erzählen. Und dann kam die Ernüchterung, er ist ja nicht da.


    Anfangs wusste ich noch, wie unser Gespräche verlaufen würden, welche Antworten mir Alfred geben würde.
    Wenn ich wache werde, meine ich im ersten Moment noch immer, dass er neben mir liegt und bewege mich ganz leise, um ihn nicht aufzuwecken.
    Es gibt viele Erinnerungen, sehr viele aus so vielen Jahren. Aber einige aus der aller letzten Zeit, sind in meinem Kopf eingebrannt. Sekunde für Sekunde, Wort für Wort.


    Liebe Grüße
    Mefa