Posts by Hedi

    Wie wer was sieht von Außenstehenden ist wirklich gleichgültig im Moment!


    Du fühlst, was du fühlst! Lass dich dadurch nicht noch mehr runter ziehen, es ist schwer genug!

    Mir geht es finanziell auch gut und trotzdem trauert und fühlt man! Das hat doch nichts damit zu tun!

    Dieser positive Umstand ändert nichts an dem Vermissen und der Schwere im Herzen.


    Weißt du, was mir immer alle hier sagten: Hab Geduld mit dir! Ich hatte auch keine und habe es gar nicht mögen, das zu hören.

    Es ist aber so, verlange nicht zu viel von dir!

    Dicke, dicke Umarmung!

    Hedi

    Lieber Chrono!


    Es tut mir so leid, dass du deine Frau verloren hast!

    Willkommen hier im Forum!


    Du hast ganz Recht, jedes Trösten und jedes Wort kann den Schmerz nicht nehmen.

    Jeder muss für sich durch diese Trauer gehen, man ist da ein Stück weit einsam.

    Das Schreiben hat vielen von uns hier gut getan.

    Hoffentlich, wird es auch dir helfen, deine Gedanken und Gefühle zu ordnen.

    Auch die Gemeinschaft und dass man weiß, man ist in seinem Schmerz nicht alleine, hilft ein Stück weit!


    Ich wünsche dir vorerst einfach, dass du dich hier wohl und angenommen fühlst mit deinem Schmerz!

    Viel Kraft!

    Hedi

    Liebe Tigerlily!


    Ich habe, ganz genau wie du, auch in der schwersten Zeit bereits den Wunsch und auch die Zuversicht gehabt, dass es irgendwann einmal wieder jemanden für mich geben wird, den ich in mein Herz lassen kann.


    Man merkt es dann schon, wenn es so weit ist, dass man dazu bereit wäre!

    Ich glaube auch, dass, wenn man diesen Wunsch hat, es gar nicht so schwer ist, das passieren zu lassen.

    Es ist anfangs vielleicht nicht so einfach, aber es ist doch auch wieder wunderschön.


    Für jemanden viel zu bedeuten, jemanden haben der einem selber viel bedeutet, das ist einfach schön und tut gut.

    Auch für mich wäre ein Leben ganz alleine eine traurige Vorstellung.

    Ich wünsche dir viel Glück auf deinem Weg!

    Liebe Grüße

    Hedi

    Liebe StillCrazy!


    Ich denke man muss ohnehin immer hier neu für sich definieren, was man sagen mag und was nicht.


    Dass hier Leute Gegebenheiten anders sehen, etwas anders empfinden, das ist klar.


    Dass man oft dünnhäutig ist und diese verschiedenen Meinungen, wenn sie mitgeteilt werden, als "Urteil" empfindet, kann ich mir auch vorstellen.


    Ich denke aber nicht, dass sie ein Urteil sein sollen. Es ist eben Austausch verschiedener Meinungen und ich denke niemand will einen anderen Menschen hier absichtlich verletzen.


    Liebe Grüße

    Hedi

    Liebe Angie!


    Dein Brückenmann klingt sehr, sehr lieb! Ich freue mich, dass er dir wohl tut!


    Ganz so wie du sehe ich die Sache ja bei mir nicht. Ich denke, die Brücke ist für den Anfang gut, dann will ich aber doch, dass es sich zeigt, ob man was "Ernstes" daraus macht (muss nicht unbedingt ein zusammen Wohnen sein, aber wenn ich ehrlich bin, ich fände es auch schön), oder ob es eben nur die Brücke war.


    Auf Dauer möchte ich es nicht so wie jetzt. Ich habe Gerald schon ganz schön tief im Herzen, damit habe ich kein Problem. Obwohl mein Mann der optimale Mann für mich war und wir eine Ehe hatten, an der ich absolut nichts ändern hätte wollen, habe ich die Sehnsucht nach einer wirklichen Beziehung.


    Gerald sieht das genau so. Auch er will letztendlich eine ganz normale, stabile Partnerschaft, wo man Alltagssorgen und alles miteinander teilen kann. Aber für den Anfang lassen wir es jetzt eben langsam angehen, das tut uns auch gut. Denn wir sind ja beide gefühlsmäßig noch wackelig (nicht aufeinander bezogen, aber durch die Trauer eben).

    Er mag den Ausdruck "Brückenmensch" gar nicht so gerne. Gestern hat er gesagt, ich bin auf alle Fälle nicht seine Brückenfrau, ich bin seine Freundin. Das hat mich irgendwie doch sehr gefreut.

    Liebe Grüße

    Hedi

    Liebe Angie!

    Ich habe mich so gefreut heute früh, als ich deine Worte gelesen habe!

    Das jetzige Arrangement mit Gerald ähnelt deinem nicht nur zufällig: Ich habe dich da auch ein wenig als Vorbild genommen. Man lernt ja durch die anderen Lebenswege hier dazu.

    Danke, dass du die Kämpferin in mir siehst. (Auch da habe ich gute Vorbilder!) Bin ich auch wirklich meist, ich will es einfach halbwegs gut haben in meinem weiteren Leben, dafür "kämpfe" ich.

    Und nicht, dass jetzt bei den anderen die mitlesen, ein ungutes Gefühl aufkommt:


    Auch Kämpfer und Kämpferinnen haben gewaltige Tiefs, spüren genau so die schmerzhaften Phasen. Der Anfang ist einfach nur Schmerz! Das kann man nicht nur durch "Willen" bekämpfen. Aber ein wenig habe ich für mich schon gestaltet und immer wieder darauf geachtet, was mir wohl gut tut! Den Rest macht die Zeit. Die Zeit die es eben braucht.


    Liebe Angie, ich weiß es noch nicht endgültig wie es sein wird, wenn beide Töchter ganz weg sind. Denn jetzt ist vorerst nur die ältere weg. Mit der jüngeren werde ich jetzt erst mal die Wohnung herrichten, einrichten,.... Das dauert noch. Aber ein kleiner Vorgeschmack ist ja schon da, da sie in den unteren Wohnbereich "verscheucht" wurde. Das tut mir jetzt einmal gut, da es viel weniger Arbeit ist. Jedoch ist mir bewusst, dass sie ja im Haus ist, das ist ja noch nicht weg!


    Ansonsten, ja man wird sehen, denn wenn sie endgültig weg sind, es ist Winter, die Wochenenden erscheinen mir endlos,.... das wird sicher wieder eine Herausforderung. Aber ich will es so. Ich will auf keinen Fall, dass sie sich für mich "aufopfern" und das Gefühl haben, sie müssten bei mir sein.

    Die Hunde sind da auch eine gute Hilfe. Man ist nie ganz alleine.


    Sogar die geplante Weihnachtsflucht, habe ich heuer doch nicht vor. Ich hatte ja vorerst wieder mit Lena wegfliegen wollen. Aber sie sieht ihren Freund ohnehin jetzt wenig und ich habe ihr abgeraten, dass sie mit mir fliegt (sie würde sofort, sie reist ja so gerne!).

    Ich bin neugierig, wie ich mich im Winter so bewähre. Ich lasse es auf mich zukommen. Noch bin ich zuversichtlich.


    Was machst du diesmal im Winter? Bianca wird ja vielleicht jetzt auch nicht mit dir verreisen, oder doch?

    Es tut mir leid, wenn du ein wenig zu kämpfen hast mit der Situation. Ich kann es mir vorstellen, ihr seid doch ein sehr zusammengeschweißtes Team! Bei mir ist es ja anders, da sie vorher schon weg waren, es war ja jetzt, wo sie wieder da waren eigentlich die Ausnahme.


    Ich grüße dich ganz herzlich, habe mich echt von ganzem Herzen gefreut von dir zu lesen!

    :* Hedi

    Liebe Michaela!

    Deine Einstellung ähnelt in so vielen Dingen meiner! Ich habe den Weg ähnlich beschritten wie du, Geburtstag, Todestag zum Beispiel.

    Ich wünsche dir, dass du weiter dein Leben gestalten kannst!

    Wir schaffen das, mit der Hilfe unserer Liebsten!

    Zum Thema Weihnachten: Voriges Jahr flüchteten eine Tochter von mir und ich nach Thailand, wir wollten es einfach ganz anders. Das war sehr gut. Heuer versuchen wir es zu Hause. Ich hoffe es gelingt!

    Liebe Grüße

    Hedi

    Das Gerald Thema habe ich bewusst ausgespart, da es meine Trauer nicht unbedingt beeinflusst, mein neues Leben natürlich schon!

    Es ist im Sommer eher kompliziert gewesen, da Gerald nicht wusste, was er will.

    Nach seiner dreiwöchigen Motorradtour geht es ihm diesbezüglich besser. Er hatte wohl viel Zeit nachzudenken unterm Helm.

    Wir sind nun genau da, wie ich es gerne gehabt hätte. Ab und zu einander besuchen, etwas unternehmen, "Quality Time" sozusagen miteinander verbringen.

    Ansonsten schaut jeder, dass er wieder "heil" wird und in sein Leben findet.

    Weiter will ich im Moment nicht denken.

    Ich hoffe, ihm tut dies auch gut so.

    Wir werden sehen, wie es uns gelingt.


    Ansonsten gibt es noch Neuerungen: Anna ist bereits wieder ausgezogen, Lena zieht im Oktober dann auch an ihren Studiumsort.

    Ich habe das sehr forciert, das hat die Mädels vorerst irritiert.

    Aber ich will das gerne so, denn da finde ich noch besser in mein Leben und muss nicht ständig für alle die Arbeiten verrichten, die sie nicht sehen.


    Nach wie vor sind sie oft an Wochenenden, Feiertagen usw. da, trotzdem hat wieder jeder seinen Lebensbereich.

    Die Jungmenschen-WG war jetzt lange Zeit gut für uns, aber sie ist auch anstrengend.

    Den übriggebliebenen Freund der einen Tochter (der das Geschäft von Gerhard jetzt hat), habe ich noch im Haus. Aber in einer eigenen Wohneinheit. Vielleicht bleibt er auch nicht, er überlegt noch, da meine Tochter ja wenig da ist. Vielleicht ist er dann auch nur da, wenn Lena da ist.


    Da die vielen jungen Menschen ja auch oft mit den Hunden fortgingen, ich aber vor meiner Arbeit das so früh sehr unlustig finde, vor allem in der dunklen Jahreszeit, habe ich mir eine Hundewalkerin gefunden. Sie geht täglich mit den beiden wenn ich Schule habe. Das klappt gut! Am Nachmittag gehe dann ich mit ihnen und genieße das.


    So, jetzt fallen mir keine Neuigkeiten mehr ein.

    Liebe Grüße

    Hedi

    Liebe Sonja!


    Herzlich willkommen hier im Forum, gut dass du auch schreiben magst. Ich finde es hilft sehr, besonders in der Anfangszeit der Trauer.

    Es tut mir so leid, dass du deinen Partner verloren hast.


    Die Plötzlichkeit ist noch einmal etwas, was es besonders schwer macht. Von einem Tag auf den anderen ist alles verrückt im Leben.

    Es ist ganz normal, dass du noch keinen Alltag hast! 10 Wochen sind keine Zeit, im Gegenteil, ich fand damals, dass es vorerst immer heftiger wird. Man beginnt dann erst zu realisieren was "nie wieder" bedeutet. Jeder Tag länger ist ja auch ein Tag länger ohne den geliebten Menschen!


    Das Suchen nach Zeichen ist ganz normal, würde ich sagen. Ich kenne so viele Menschen die das so empfanden. Man findet auch immer wieder etwas, was man als Zeichen sieht. Ich für meinen Teil, habe da nie den Anspruch gehabt, dass Andere das verstehen müssen. Ich empfand da meine Wirklichkeit, der Rest ist mir egal.

    Die Zeichen sind eben etwas, das die Leere etwas füllen kann. Man spürt sie sind da, auch wenn es nicht in der Form ist, die man möchte!


    Das mit dem Fühlen, dass man nicht so dazugehört zur Spaßgesellschaft und dass einem die Leichtigkeit abhanden gekommen ist, ist ja ganz klar. Ich habe das Gefühl nach wie vor manchmal (und es ist über eineinhalb Jahre, dass mein Mann gestorben ist), man muss sich das Umfeld bewusster auswählen, damit es einem halbwegs gut geht.

    Denke dabei einfach nur an dich, nicht an das "was sich gehört" oder das was andere von dir wollen. Schau auf dich, das ist schwer genug, dass man fühlt was man braucht!


    Liebe Grüße und viel Kraft auf deinem Weg!

    Hedi

    Ich will mich wieder einmal zu Wort melden, möchte kurz über mein Leben berichten.

    Der zweite Sommer ohne meinen Mann ist nun fast vorüber. Wie war er?


    Es war, keineswegs noch so, dass ich sagen könnte, dies ist mein Leben, ich bin angekommen und vollkommen versöhnt mit meinem Schicksal.

    Aber, wenn ich den Vergleich zum vorigen Sommer sehe, bemerke ich, wie sehr sich alles doch zum Besseren wendet.


    Der ganz große Schmerz über meinen Verlust bleibt meist aus. Ich habe täglich zwar Sehnsucht nach meinem Mann, würde ihn mir jede Sekunde einfach wieder zurückwünschen, aber ich kann damit leben, dass es nun so ist.

    Ich kann auch schon schöne Dinge genießen und mich daran erfreuen. Ich falle nicht zwingend danach in ein Loch und es gibt nach den schönen Stunden nicht immer ein Tief. Ich kann mir von guten Stunden die Kraft mitnehmen und habe länger etwas davon.


    Ich war auf der Hochzeit meiner Nichte, ich habe mir im Vorfeld Sorgen gemacht, das könnte schlimm werden. War es für mich nicht. Ich habe mich amüsiert und tanzte meine Zehen wund.

    Im großen und ganzen komme ich zwar mehr und mehr im Leben an, bin aber immer noch sehr viel zu Hause oder mit den Hunden in der Natur. Das bekommt mir nach wie vor am Besten.


    Die Menschen rundherum vergessen nach und nach, dass es für einen selbst nicht mehr so ist wie es war. Sie nehmen an, man ist einfach wieder wie vorher. Das wird man nie wieder sein. Ich bin noch sehr empfindlich, wenn Leute das vergessen.

    Meine beste Freundin ist gerade auf Reise durch Europa. Sie schickt mir Fotos, jedes davon ein Paarbild in inniger Umarmung.

    Der Mann der Tierärztin, der Gerhard auch gut kannte, hält mir einen Vortrag, dass er im Moment so viel Arbeit im Haus und mit den Tieren hat, denn seine Frau ist für drei Wochen auf Kur. Er sei so froh, dass er sie schon bald holen kann, denn "geteiltes Leid ist halbes Leid" - haha.


    Gut erzogen wie man ist, schluckt man diese Dinge, ohne zu sagen, was man dabei selbst empfindet.

    Die Menschen vergessen schnell.

    Ich umgebe mich daher nach wie vor gerne mit "ausgewählten" Menschen, Familie und sonst bin ich lieber alleine.


    Ich hoffe, dass auch das sich wieder gibt: Dass nicht jedes unbedachte Wort eines Menschen so empfunden wird, dass ich wieder eine dickere Haut bekomme. Das wäre hilfreich im Alltag.


    Aber es hat sich schon so viel zum Besseren gewendet, auch das, hoffe ich, wird wieder gelingen. Ich möchte dieses Einsiedlerleben nicht so gerne bis an mein Lebensende haben, aber noch tut es mir mehr wohl als Gesellschaft von Leuten die nicht nachempfinden, wie es für mich ist.


    Liebe Grüße

    Hedi

    Liebe StillCrazy!

    Ich umarme dich und drücke dich ganz fest! :30:

    Es tut mir so leid!

    Du weißt, wo du mich erreichst, wenn du mich brauchst!

    Alles Liebe!

    Hedi

    Liebe Gabi!

    Ja, da wünsche ich dir viel Glück.

    Ich kann mir vorstellen, dass es auch anstrengend sein kann, eben weil man mit sich selbst so viel zu tun hat, wenn man trauert.

    Trotzdem, vielleicht tut es dir gut, dass jemand da ist, der dir nahe ist und zuhört. Obwohl er auch überfordert sein kann damit, aber ich finde es gut, wenn du ehrlich bist. Menschen können ruhig erfahren und dazulernen wie es ist, wenn man trauert.

    Wie gesagt, viel Glück und einen verständnisvollen Besuch wünsche ich dir!

    Hedi

    Liebe Gabi!


    Das sind diese berühmten "Trauerwellen" von denen immer gesprochen wird.

    Kaum kann man erahnen, dass es einem doch irgendwann erträglich gehen wird, ist auch schon wieder ein Tief da.

    Ich glaube es dir gerne, dass du des Kämpfens müde bist. Es ist Schwerstarbeit Trauer durchzustehen.


    Und nein, ich glaube nicht, dass du einen Fehler gemacht hast, als du dich mit der Wohnung konfrontiert hast.

    Ein wenig kann man zwar lenken und sehen, was tut einem gut, was gar nicht, aber letzten Endes kommen immer wieder Situationen die ganz schwer sind, ohne dass man es so voraussehen hatte können.

    Ich habe in meiner schwersten Zeit auch immer die Nächte als das angenehmste empfunden. Da kann muss man endlich nicht so intensiv denken und fühlen, wenn man Glück hat gibt es schöne Träume.


    Ich drücke dich ganz fest, wenn du magst und wünsche dir für heute einen "milden" Tag.

    Liebe Grüße

    Hedi

    Hallo meine liebe Stillcrazy!

    Ich bin zur Zeit gar nicht so viel im Forum, aber ich lasse dir Stehaufweibchen das da: :24:

    Du machst das gut für dich!

    Hedi