Posts by Hedi

    Liebe Gabi!

    Ich verstehe, dass du am liebsten einen "'Ausknopf" hättest, dieser Schmerz der Trauer kann oft wirklich übermächtig werden.

    Wenn diese Gedanken zu real werden, lass dir bitte professionell helfen. Du bist nicht die erste hier, die das braucht.

    Ich schicke dir ganz liebe Gedanken und wünsche dir, dass dir die positiven Prophezeiungen helfen den schwierigen Weg jetzt durchzustehen!

    Alles Liebe!

    Hedi

    Liebe Mel!

    Deine Erzählung ist so traurig, so schlimm, dass eine Familie so etwas mitmachen muss.

    Zum Verlust kommt da die absolute Traumatisierung dazu, so eine Situation, so ein Schock, das ist unvorstellbar!

    Ich heiße dich hier im Forum herzlich willkommen und hoffe sehr, dass du dich hier gut aufgehoben fühlst.

    Alles Liebe für dich und deine Kinder!

    Hedi

    Liebe StillCrazy!

    Deine Worte rühren mich sehr, ich danke dir dafür!

    Ich wünsche Rudi und dir für morgen viel Kraft und hoffe es wird nicht zu schlimm für euch!

    Die Daumen sind auf alle Fälle gedrückt, meine Gedanken bei euch!

    :24: Hedi

    Liebe Gabi!

    Ich antworte dir hier in deinem Thema, obwohl du es wo anders geschrieben hattest.


    Ich kann es gut nachvollziehen, dass du dich "überflüssig" fühlst.

    Die Freunde machen oft gleich zu Anfang viele Angebote, da ist man oft zu schwach sie anzunehmen. Erst später, wenn man sie wieder braucht, würde man gerne darauf zurück kommen, dann ist aber jeder schon in seinen Alltag zurück gekehrt und man hat Hemmungen. Das war bei mir genau so.

    Kleinigkeiten vom Alltag, ganz unwichtige Dinge - wem soll man sie erzählen? Keinen interessiert es so wie es den Partner interessiert hat.


    Selbst jetzt, eineinhalb Jahre nach dem Tod meines Mannes, fällt mir manches so schwer. Wenn man zum Beispiel viele Freunde hat, die Ehepaare sind, so wie ich, muss man sich oft neu orientieren. Mit ihnen auszugehen, Freizeitprogramm zu haben, tut mir viel zu sehr weh.

    Man muss sich oft wirklich neu "erfinden".


    Aber überflüssig, meine liebe Gabi, das bist du sicher nicht! Du bist ja für dich selber da. Man ist nicht nur für jemand anderen da. Also, ein Plan: Erstmals ganz auf dich schauen, gut zu dir selber sein, achtsam mit dir selber sein, herausfinden was dir gut tut, was nicht. Sei so für dich selbst da, wie du es für deinen Vater und deinen Mann warst!

    Wenn du die allerschlimmste Trauerzeit vorbei hast, kannst du dann immer noch Aufgaben suchen, die dir helfen, dich nicht als "überflüssig" zu sehen. Aber warte damit vielleicht, bis du genug Kraft hast.


    Alles Liebe für dich!

    Hedi

    Liebe StillCrazy!


    Ich verstehe das gut, denn ich glaube ich wäre genau so. Trotz des Schönen, denkt man auch in die Zukunft und kriegt Angst.

    Das beste wäre, man könne mehr im Jetzt sein. (Ich weiß, einige Dinge musst du vordenken und planen und du machst das auch wirklich gut!!!)

    Ich versuche es mir immer mehr bewusst zu machen, den Moment zu genießen.

    Denn planbar ist ohnehin nicht wirklich viel.

    Aber es gelingt mir auch oft nicht gut, ich verstehe deine Traurigkeit.


    Wenn ich ganz ehrlich bin: Ich hätte nie gedacht, dass ich das alleine sein doch irgendwie so hinbekommen kann, dieses niemanden mehr erzählen können,..... alles das was du beschreibst, wovor du jetzt Angst kriegst.

    Es fühlt sich auch oft sehr elend an.

    Aber: Ich bin mir sicher, auch du schaffst das, es auszuhalten, wenn es irgendwann dann sein muss.


    Ich drück dich! :30:

    Meine Lieben, vor allem liebe Sonja!


    Meine Schwester ist schon vor 21 Jahren an Krebs verstorben (mit 41 Jahren damals). Die ganze Familie hat zusammen geholfen sie zu begleiten und so konnten wir sie bis zuletzt zu Hause pflegen.

    Da sie sehr starke Schmerzen hatte und nie länger am Stück schlafen konnte, haben wir (große Familie zum Glück) einen täglichen Nachtdienst gemacht. Auch ich übernahm diesen so ca dreimal die Woche (ich war in Elternzeit bei meinen Kindern, da ging das). Dabei haben wir oft über unsere Vorstellungen was danach kommt gesprochen.

    Ich habe es mir mit Irene ausgemacht, dass sie mir ein Zeichen geben soll. Ja, was soll ich sagen? Ich habe so gehofft und gewartet, ich konnte keines empfangen. Ich habe wohl zu sehr gewartet und gehofft.


    Jetzt bei meinem Mann waren noch vor dem Begräbnis und auch danach Ereignisse.

    Trotzdem wollte ich noch mehr. Ein wenig mehr als ein Jahr nach seinem Tod, habe ich sogar ein Medium aufgesucht.


    Weißt du wer sich als erstes "gemeldet" hat? Nicht mein Mann, auf den ich so gehofft hatte.

    Es war meine Schwester. Das Medium fragte mich, ob ich denn mit dieser Frau die sie eben verspürt, ausgemacht hätte, dass sie "nachher" Zeichen gibt. Ich war schon sehr erstaunt. Wie könnte sich jemand das ausdenken? Selbst eine Art Telepathie scheidet damit für mich aus. Denn ich habe mir ja gewünscht, dass sich mein Mann meldet und dachte keineswegs an meine Schwester!

    Sie meinte noch, dass sie es immer wieder versucht hatte, sie immer da war, nur ich konnte sie nicht empfangen. Ich war sehr erstaunt über all das, bin es eigentlich bis heute noch!


    Daher: Auch wenn du sie nicht spüren kannst, sie ist da, deine Schwester. In irgendeiner Form ist sie da! Du kannst ihr alles sagen, was es noch zu sagen gibt.


    Ich für meinen Teil habe mich trotz dieser intensiven Erlebnisse und der Gewissheit, dass unsere Verstorbenen da sind, mehr und mehr dem Leben zuwenden können. Oder vielleicht habe ich es genau deshalb schon sehr gut geschafft.


    Ich weiß, meine Lieben sind da. Geht es mir schlecht, greife ich nach wie vor in einer Art Meditation darauf zurück mir dieses Verbundenheitsgefühl herzuholen.


    Trotzdem ist es ja leider so, dass man sich hier auf Erden aber alleine bewähren muss. All zu viel kann von "drüben" nicht geholfen werden und will ich auch gar nicht hineininterpretieren. Denn das Leben, mein Leben, das muss ich ja doch selbst in die Hand nehmen und damit zurecht kommen, was es einem so immer wieder bietet.


    Liebe Grüße

    Hedi

    Liebe Michaela!


    Danke, dass du deine Erfahrung mit dieser Art von Nachtodkontakt mit uns geteilt hast.


    Du kennst, da du dich ja durch diese Erfahrung sicher damit beschäftigt hast, vielleicht das Buch "Trost aus dem Jenseits" (Bill und Judy Guggenheim). Da sind genau solche Erlebnisse wie du sie beschreibst in einer umfangreichen Studie von ihnen beschrieben und aufgelistet worden.

    Dort sind ähnliche Erfahrungen wie du sie hattest unter vielen anderen beschrieben.


    Auch in meiner Familie hatten wir nach dem Tod meines Mannes solche Erlebnisse (akustischer Natur). Ich war froh, dass wir immer wieder auch mehrere Personen waren die es wahrnahmen. Sonst hätte ich geglaubt ich spinne.


    Ich bin überzeugt davon, dass unsere Verstorbenen bei uns sind und man in manchen Situationen die Kanäle dafür öffnen kann, dass man sie wahrnimmt.

    Sehr viele Menschen berichten von eigenen Erlebnissen wenn man sie darauf anspricht.

    Nur trauen sich die wenigsten darüber sprechen, um nicht als verrückt abgestempelt zu werden.


    Alles Liebe für dich!

    Hedi

    Liebe Jenny!


    Da ich jetzt in der Situation bin, die du bei deinem Papa "befürchtest", möchte ich gerne dazu etwas schreiben.

    Ich hatte, und manchmal habe ich noch, Bedenken, dass ich meinen Töchtern zumute, dass es für mich jetzt wieder jemanden gibt, der mein Herz berührt hat, mit dem ich zusammen bin.


    Sogar ich selbst hatte Bedenken, ob denn das irgendwie gehen kann, dass man sich in jemand anderen verliebt, wenn man den Ehepartner doch noch immer so liebt und er nach wie vor zu einem gehört, wenn auch leider nicht mehr hier neben uns.

    Es geht!

    Ich denke Liebe ist nicht in vorgegeben Maße bei einem Menschen vorhanden und man muss sie aufteilen. Sie wächst ja mit dem Gegenüber. Meine Liebe zu meinem verstorbenen Mann wird immer da sein, ist genauso groß wie vorher, da ist nichts daran zu rütteln. Trotzdem hat auch jemand anderer mein Herz erobert. Nie wird eine Beziehung gleich sein wie die andere. Man muss auch nicht vergleichen.


    Der Platz deiner Mama ist also nicht in Gefahr. Er wird immer an der Seite deines Papas sein, selbst wenn in sein Leben neue Menschen kommen.


    Ich denke mir, es ist so ähnlich wie damals als ich meine Kinder bekommen habe. Ich hatte meine erstgeborene Tochter Anna unheimlich lieb, wie man eben ein Kind als Mutter nur lieben kann. Als ich, wir wollten ja die Kinder bald hintereinander, schnell wieder schwanger war, hatte ich plötzlich Ängste. Wie könne ich noch jemanden so lieben wie meine Anna? Würde es Anna nicht "etwas wegnehmen"?

    Alles natürlich vollkommener Blödsinn. Wie gesagt, es ist ja nicht eine vorgegebene Portion Liebe in einem, die man aufteilen muss. Nichts muss man wegnehmen von der Liebe zum einen Menschen. Es kommt einfach eine weitere hinzu.


    So, das waren meine Gedanken dazu. Dass es als Tochter trotzdem nicht leicht ist, es schmerzen könnte, das ist mir klar. Diese Angst habe ich, wie gesagt, bei meinen Töchtern auch.

    Noch habe ich aber das Gefühl, sie freuen sich erstmal für mich, dass ich mit jemanden ausgehen kann, was unternehme und es jemanden gibt der mich mag.


    Ich wünsche dir alles Liebe, und deinem Papa auch!

    Hedi

    Liebe Sonja!

    Mir haben Bücher immer sehr geholfen in der Zeit (und sie tun es noch).

    Ich konnte ein Jahr lang nichts anderes lesen als Trauerliteratur und alles mögliche was zu dem Thema passt.

    Kann gut sein, dass dir das auch über schlimme Stunden helfen kann, versuche es einfach!

    Lg Hedi

    Lieber K.!


    Das ist schön, dass du ein gutes Gefühl hast für deine Klausur. Ich gratuliere dir, das ist eine große Leistung angesichts dessen, was passiert ist.

    Es ist normal, dass man sich oft nur "stückchenweise" mit der Trauer auseinandersetzen kann. Denn eigentlich bleibt man ja auch nur so leistungsfähig. Angst vor den ganz tiefen Gefühlen, wer kennt das nicht?

    Aber wenn du schreibst, der Tag ohne Tränen war noch nicht da, dann zeigt das ja, dass du nicht vollkommen verdrängst, eben nur so weit, wie es wahrscheinlich nötig ist.

    Für viele Menschen war eine Veränderung der Wohnsituation die richtige Entscheidung. Der Trauer selbst kann man nicht davon laufen, sie wird mitkommen, aber trotzdem ist es für manche besser dann. Ich würde das nicht als Wegrennen sehen. Es ist ein Schritt im neuen Leben, das man ja irgendwie gestalten muss. In einer WG hast du dann auch den Vorteil, dass man Menschen um sich hat, wenn man mag.


    Ich wünsche dir, dass du deinen Weg gut spüren kannst

    und alles Liebe für dich!

    Hedi

    Liebe Michaela!

    Es ist schön, dass du Zeichen von deinem Mann spüren kannst.

    Es ist ein großes Geschenk sie wahrnehmen zu können, ich finde das hilft ungemein.

    Ich habe auch einige Dinge, die ich als Zeichen empfunden habe.

    Mit manchen Menschen habe ich darüber gesprochen und siehe da: Kein einziger davon hat mich für verrückt erklärt.

    Im Gegenteil! Viele haben erst dann erzählt, was sie so auf diesem Gebiet erlebt haben. Es sind alles "normale" Menschen, die vorher an solche Dinge kaum glaubten.

    Wir sind nicht verrückt, nur sensibilisiert!

    Alles Liebe für dich!

    Hedi

    Liebe Maria!

    Ich gratuliere dir auch zum neuen kleinen Erdenbürger (ist ja wirklich schon ein stattlicher kleiner Mann!).

    Ich sehe es wie Monika, dein Mann ist da, ich bin mir sicher.

    Dass wir das manchmal spüren und manchmal leider gar nicht, liegt einzig und allein bei uns, denke ich.

    Manchmal hat man alle Kanäle offen und ist sensibler, manchmal gelingt das nicht.

    Aber er ist trotzdem immer bei dir.

    Alles Liebe für dich!

    Hedi

    Liebe Krissi!


    Wenn ich so verloren war, mich so alleine gefühlt habe, dann tat es mir gut ihm einen Brief zu schreiben.

    Das schuf mir ein wenig besser Verbindung zu ihm.

    Dann geht die Liebe die man in sich trägt nicht so "ins Leere".


    Es tut mir leid, dass es gerade so schwer ist für dich!

    Sei herzlich umarmt, wenn du magst! :30:

    Hedi

    Liebe Michaela!

    Willkommen hier im Forum. Gut, dass du zu uns gefunden hast.

    Es tut mir sehr leid, dass du deinen Mann aus diesem Leben verabschieden hast müssen.

    Du wirst sehen, das Schreiben hier erleichtert etwas.

    Man wird verstanden, denn alle hier haben, wenn auch unterschiedliche Wege beschreitend, ein Ziel: Das eigene Leben wieder annehmen können, irgendwann mit dem was uns das Schicksal da abverlangt hat, klar zu kommen.

    Alles Liebe für dich!

    Hedi

    Liebe Tina!


    Da kann ich nur Claudias Worte aufgreifen: Du scheinst gut in dich hineinfühlen zu können, du spürst was du brauchst.

    Das ist nie eine "Niederlage".

    Und Stimmungen wechseln da sehr schnell, auch das ist normal. Ist bei mir nach fast eineinhalb Jahren immer noch so.

    Gerade noch halbwegs kräftig und Pläne machend, kann der nächste Augenblick auf einmal wieder enorm schwer sein.

    Es ist Schwerstarbeit, eindeutig!


    Liebe Grüße

    Hedi

    Liebe Tina!

    Ich habe jetzt deinen Eintrag von gestern gelesen, danke, dass du erzählst und man dich dadurch besser kennen lernen kann und sich ein dein/euer Leben etwas vorstellen kann.

    Was mir sofort ins Auge sprang: Mach dir bitte keine Vorwürfe, dass du dachtest, es wäre besser das Leben wäre zu Ende, als dass er so leiden muss. Ich sehe das sogar als großen Liebesbeweis. Man hält nicht um jeden Preis der Welt fest, nur damit man den geliebten Menschen noch hat. Man will ihm aus Liebe Leid ersparen. Warum solltest du dir da was vorwerfen?

    Auch ich habe damals am Sterbebett gesagt, du kannst ruhig gehen. Man denkt dabei an den Partner, nicht an sich selbst.

    Und außerdem: Wir können es mit unseren Gedanken ohnehin nicht beeinflussen.


    Ganz liebe Grüße an dich!

    Hedi