Posts by StillCrazy

    Liebe Gabi,


    Ich finde es so unglaublich bereichernd, Deine Beiträge zu lesen. Und so unglaublich beeindruckend, wie sehr sich Deine Mitteilungen im Laufe der Zeit verändert haben, in einer - bei aller Trauer - so positive Richtung.

    Wir haben ja beide schon mehrmals darüber geschrieben, wie unterschiedlich die Wege sind, die wir beide gehen.

    Und doch ist es so spannend und ermutigend, zu sehen, was sich bei Dir tut.


    Alles Liebe Dir!

    Hallo KitesurferX,

    es tut mir sehr leid zu lesen, dass es Dir wieder schlechter geht!

    Ich habe da einen kleinen Vorschlag: dieser Winterblues ist etwas, das ich ganz gut kenne. Hat, wie Du sagst, mit dem grauen Wetter zu tun, mit Botenstoffen, die bei fehlender Sonne anders ausgeschüttet werden und so... (ist nicht das Ganze, aber ein Teilaspekt).

    Ich habe seit Jahren eine spezielle Tageslichtlampe, die ich im Winter nutze. Die sind gar nicht so teuer und mir hilfte das sehr.

    Das löst natürlich Dein Problem nucht zu Gänze. Aber vielleicht wäre es einen Versuch wert. So als ein Puzzleteilchen von vielen.

    Alles Gute Dir!

    Vielen Dank Euch für die lieben Zeilen!!!!!!!!

    Ja, es stimmt - ich bin irgendwie schon eine Glückspilzin. Man kann auch Glück im Unglück haben. Und ich bin dem Schicksal (sowie natürlich auch H.) unglaublich dankbar für das, was es da jetzt an Schönem gibt.

    Es ist ein großes Geschenk, dass er meine Vergangenheit entspannt annehmen kann - und ich die seine.


    Allen, die schreiben, wünsche ich recht viel Inspiration. Oft einmal drängt etwas anderes an die Oberfläche als das, was man vorhatte. Ich finde, Bücher (oder Texte) sind wie Kinder. Die machen auch nicht immer das, was man sich vorgestellt hatte. Dann gilt es hinzusehen: ist das etwas Gutes, vielleicht besser als geplant - oder sollte man dem Einhalt gebieten. Das ist meine Annäherung.


    Euch allen alles Gute <3

    Liebe Leute,


    wieder einmal ein paar Zeilen von mir. Nach langer Zeit....


    Es geht mir sehr gut. Ich habe ein paar Tage frei, und das ist wirklich angenehm, zumal ich eine beruflich etwas turbulente Zeit hinter mir habe. Inzwischen hat sich alles wieder in Wohlgefallen aufgelöst. Aber ich merke doch sehr, wie sehr ich die freie Zeit genieße und wie dringend ich sie brauche.


    Mit H. habe ich es weiterhin sehr schön. Es ist nach wie vor ein Wunder für mich, wie das sein kann und wie sehr wir harmonieren. Unglaublich!


    Jetzt haben wir ein wenig Pause, weil er mit seinen Töchtern Urlaub macht. Und ich nehme die Gelegenheit wahr und nutze die Zeit, um die Dinge, die da in mir sind, zu sortieren.

    Komme endlich wieder dazu, etwas für mein Buch zu schreiben. Es ist zum Teil sehr anstrengend, aber auch sehr, sehr befriedigend unterm Strich. Die positiven Gefühle überwiegen - und das zeigt mir, dass es (zumindest bis auf weiteres) der richtige Weg ist.


    Habe auch ganz vorsichtig begonnen, ein paar von Rudis Dingen auszumustern. Was mich sehr verblüfft hat (und auch sehr freut): H. möchte das eine oder andere Stück gern tragen. Hatte nicht damit gerechnet. Aber es sind ein paar wirklich coole und witzige T-Shirts dabei, die ich ungern weg gegeben hätte. Umso mehr freut es mich, wenn er sie weiter in Ehren halten mag.

    Er ist als Mensch so anders, unsere Beziehung ist so anders - da gibt es für mich keine "Verwechslungsgefahr". Ich bin froh, dass er es auch so sieht.


    Gestern Abend war eine sehr besondere Situation. Im Fernsehen eine Doku über Malta. Sie hat mich sehr in ihren Bann gezogen, vor allem weil sie mich sehr intensiv an diverse Reisen mit Rudi erinnert hat. Wir waren öfters dort, und das ist mir beim Zusehen wieder sehr nahe gekommen.

    Ich habe gemerkt, dass es Trauerarbeit ist, obwohl ich mich nicht traurig im landläufigen Sinn gefühlt habe. Es war eher eine leise Wehmut beim Eintauchen in diese Bilder.


    Irgendwie war ich fast froh darüber, das so zu empfinden. Zu spüren: ich springe auf solche Dinge an, ich lasse mich von ihnen berühren, ich habe meine Vergangenheit mit Rudi nicht abgehakt - obwohl es einen wunderbaren neuen Mann in meinem Leben gibt.


    Ich bin froh und dankbar, dass ich diesen Trauerprozess auf diese Weise erleben darf. Umso mehr, als ich ja weiterhin Eure Geschichten lese und da so viel Verzweiflung und Traurigkeit finde.


    Ich wünsche Euch viel Kraft und zumindest den einen oder anderen Sonnenstrahl, der die dunklen Wolken durchdringt.

    Liebe Anni,

    herzliches Beileid auch von mir. Deine Zeilen berühren mich zutiefst. Kann mir gar nicht vorstellen, wie schmerzhaft deine Situation ist....

    Habe selber mit 18 meine Mama und im Vorjahr den Partner verloren, beide Male auch Krebs. So entsetzlich!!!!!!!

    Hier wirst du verstanden. Das ist schon viel wert.

    Alles Gute dir 💚

    Liebe bowie,

    ich verstehe, dass das sehr traurig ist, dass niemand an deinen Geburtstag gedacht hat und dass du kein Geschenk bekommen hast. Ich verstehe auch sehr gut, dass dir in so einer Situation deibe Mama besonders fehlt.

    Ich finde es cool, dass du 13 geworden bist, weil du damit wieder ein Stück erwachsener gewordn bist. Und je erwachsener du bist, desto mehr müssen die Menschen in deiner Umgebung deinen Willen, dein Recht auf Selbstbestimmung, ernst nehmen. In Österreich ist mit 14 so eine rechtliche Schwelle erreicht, soviel ich weiß.

    Ich sehe es wie Frau Mirachen: du musst nix Besonderes machen, du wirst von selber immer erwachsener. Aber wenn du einmal keine Lust hast, erwachsener zu werden, dann ist das auch ok. Dann verhalte dich einfach so, wie du dich gerade fühlst. Mit 13 ist das total ok. Man kann beides sein: manchmal schon recht erwachsen, manchmal noch recht kindlich. Man kann sein, wie man sich gerade fühlt. Das ist für mich das coole am 13 sein.

    Alles Liebe dir!

    Danke, dass du uns immer wieder schreibst!

    Vielen Dank Euch allen für die wunderbaren Rückmeldungen. Auch wenn ich nicht immer gleich antworte: sie tun mir gut und ermutigen mich.

    Euch allen ein schönes Wochenende :):):)

    So lang schon wieder nichts mehr geschrieben...


    Für's erste: es geht mir gut.

    Das mit dem Buchprojekt entwickelt sich, die Lektorin ist mit dem bisschen, das ich ihr bisher geschickt habe, recht zufrieden. Es ist noch ein langer Weg, aber wenn es tatsächlich ein Buch geben wird, werdet Ihr es auf jeden Fall erfahren.


    Die Zeit der Massnahmen hat für H. Kurzarbeit mit sich gebracht (die ist allerdings inzwischen wieder vorbei). Das heißt, wir hatten sehr, sehr viel Zeit miteinander - und diese auch wirklich genossen. Wir freuen uns beide so sehr, dass wir es so gut miteinander haben.


    Und doch ist am Sonntag etwas passiert, das mich sehr beschäftigt hat. Mittlerweile habe ich es mit meiner Therapeutin besprochen, und kenne mich wiede rbesser aus mit mir und der Situation.

    Und doch....


    Wir waren am Sonntagnachmittag (bei Regen) miteinander Tennis spielen, H. und ich. Danach waren wir was trinken. Es war unspektakulär und recht gemütlich. Am Montag bin ich dann mit dem Gefühl aufgewacht: da stimmt etwas überhaupt nicht, gar nicht, auf keinen Fall.

    Ich war total durcheinander. Habe dann auch gleich in der Schnellbahn meinen Ausstieg versäumt und bin dann gleich danach in den falschen Bus eingestiegen. War den ganzen Tag schlecht gestimmt, verwirrt, unkonzentriert. Das ist auch am Dienstag so weiter gegangen. Obwohl ich dann schon durch Nachdenken einen Verdacht hatte, woher das kommen könnte. In der Therapie hat sich das ganze dann noch konkretisiert...


    Die seltsame Stimmung kam von dem gemeinsamen Tennis.

    Zu Rudis Lebzeiten hatten wir regelmässig, viele Jahre lang am Sonntag um genau die selbe Uhrzeit Tennis gespielt. Bei Regen natürlich auch in der Halle.

    Auch wenn es nicht die selbe war - irgendwie hat das offenbar gereicht, um mich durcheinander zu bringen. Das Spiel hat etwas getriggert. Ich habe mich dann nicht mehr ausgekannt, war verwirrt. Hatte (habe?) offenbar auch Schuldgefühle oder zumindest meine Fragezeichen: darf ich mit einem anderen Mann Tennis spielen und Spaß dabei haben?


    MIr ist das zunächst komisch vorgekommen. H. und ich machen vieles miteinander, ich hatte noch nie so seltsame Gefühle. Aber dann war doch schnell klar, dass Tennis für Rudi und mich doch etwas sehr, sehr Verbindendes war. Offenbar so wichtig für uns, dass mich das jetzt in diese seltsamen Zustände gestürzt hat. Über ein Jahr nach Rudis Tod, über ein Jahr lang habe ich nichts in dieser Art erlebt.


    Gestern habe ich am Telefon lang mit H. darüber gesprochen. Er hat es gut verstanden. Und mir ist jetzt auch eingies klarer. Und doch ist es für mich immer noch verblüffend, dass mich das so unverhofft treffen konnte.


    Wieder was dazu gelernt...


    Aber, wie gesagt, es geht mir gut. Ich bin froh, dass sich da jetzt wieder etwas auflöst. Auch wenn es nicht eben einfach ist. Aber was ist schon einfach... ;-)

    Liebe Caroline,

    ich habe dieses Gefühl mit 18, nach dem Tod meiner Mama erlebt.

    Meiner Erfahrung nach gibt es nur einen Weg: Schritt für Schritt. Nicht zu weit nach vorn denken. Intensiv auf sich selber & die eigenen Bedürfnisse achten. Ruhe, Trinken, Gesellschaft, frische Luft, professionelle Begleitung - was auch immer.

    Ein lieber Freund hat mir einmal geschrieben: manchmal kann man nichts machen außer weiter.

    Es tut so höllisch weh - aber es gibt keine Alternative dazu. :24::24::24:

    Hallo Bernhard,

    ich denke, diese Schuldgefühle sind ganz normal und gehören zum Abschiedsprozess. In der Phase zwischen nicht mehr im Alten und noch nicht im Neuen gilt es, erneut das Gleichgewicht zu finden. Da hat man manchmal das Gefühl, der Boden schwankt. Ich kenne das von mir. Mein Vorschlag: Gefühle annehmen aber nicht allzu viel hineininterpretieren. Vorsichtig den Weg weitergehen, vielleicht einmal stehen bleiben und inne halten, nichts erzwingen aber der Zukunft eine Chance geben.

    Alles Gute Dir :)

    Das ist trotz allem gut, dass Du jemanden hast, der lieb zu Dir ist und gut für Dich sorgt. Allein wäre es noch viel schlimmer für Dich, denke ich mir.

    Und ich kann gut verstehen, dass es sehr schwer für Deine Mama ist, Dich so zu sehen. Ich bin ja selber in einem Alter, in dem ich deine Mama sein könnte. Ich finde, Du solltest Dir wegen ihr keine allzu großen Sorgen machen. Jetzt ist es wichtig, dass DU klar kommst.

    Einsamkeit, Zerrissenheit und all die Gefühle.... Das braucht viel Kraft.

    Schau gut auf Dich!

    Ich wünsche Dir alles Gute!

    Hallo SandiLi,


    mein Beileid zu Deinem schrecklichen Verlust! Kann jetzt nicht viel schreiben, weil ich in der Arbeit bin. Nur so viel: hier findest Du eine gemeinschaft von lieben Menschen, die Dich verstehen. Das tut gut.


    Wie sieht Dein Leben derzeit aus? Gehst Du arbeiten? Hast Du Menschen, die dich unterstützen? Kannst Du schlafen?

    Wenn Du magst, erzähl doch ein bisschen von Dir.


    Alles Liebe Dir und viel Kraft!

    Ich habe meinen Partner durch Krebd verloren. Im Job waren alle 18 Monate zuvor informiert & sehr verständnisvoll. Ich war nach seinem Tod nie krank geschrieben. Habe aber nach Rücksprache mit der Chefin reduziert gearbeitet. So hatte ich Kollegen & Struktur, Möglichkeit zurück zu schalten - und im Job bin ich nicht ganz ausgefallen (wie es bei einer Krankschreibung gewesen wäre). Es war für alle gut. Aber ich hatte eine andere Vorgeschichte und ein extrem verständnisvolle Umgebung. Für mich war es so das beste.

    Wünsche dir viel Kraft.