Beiträge von StillCrazy

    Liebe Isabel,

    vielen Dank für Deine Worte! Sie tun mir sehr gut!

    Ja - tatsächlich ist das so ein Thema. Das ich jetzt, nach etwas Ruhe, wieder spüre... Am 8. Juni ist der Tag, an dem ich Rudi kennen gelernt habe. Es war der 8. Juni 1996.

    Dieser Jahrestag wirft seine Schatten voraus. Das spüre ich ganz deutlich. Mittlerweise werde ich auch vertrauter damit, wie es sich anfühlt. Das ist schon einmal etwas...

    Tatsächlich ist es so eine Gratwanderung:

    Einerseits kann niemand Rudi ersetzen. Er war ja ein einzigartiger Mensch. Ich habe eine lange Dauer meines Lebens mit ihm verbracht. Wir haben vieles miteinander erlebt. Und so, wie es ganz genau war, konnte es nur sein, weil er er war - und ich ich.

    Das ist die eine Seite.

    Die andere Seite ist aber, dass es tatsächlich jemanden gibt, der irgendwie seinen Platz eingenommen hat. Auch wenn es banal klingt: früher ist er neben mir am Samstag an der Supermarkt-Kasse gestanden, jetzt steht H. an genau der selben Stelle. Früher hat er die schwerere Gartenarbeit gemacht, jetzt tut H. das. Mit genau den selben Werkzeugen.

    Es ist schon zum Teil seltsam.

    Wie deute ich das für mich, wie ordne ich das ein, wie finde ich eine neue Ordnung?

    Ich weiß, sie sind verschiedene Menschen, es sind verschiedene Lebensphasen, der eine hat den anderen nicht verdrängt uns ersetzt ihn auch nicht.

    Und doch... irgendwie ist noch nicht alles geklärt, nicht alles eingeordnet.

    Das ist nicht schlimm, das braucht halt seine Zeit.

    Aber ich spüre, dass da etwas arbeitet in mir. Und es sind eher keinen angenehmen Gefühle.

    Wieder was zu tun, wieder Arbeit zu leisten. Aber wird schon werden...

    Alles Liebe auf jeden Fall :):):)

    Es arbeitet wohl noch weiter in mir.

    Bin gestern mit H. laufen gegangen. Das hat sehr gut getan. War auch stolz auf mich. 6 Kilometer - so weit wars bisher noch nie. Keine Probleme. Weder mit Atmen, Seitenstechen oder so - alles total cool. Auch kein Muskelkater.

    In der Nacht dann sehr unruhige, ängstigende Träume. Orientierungslosigkeit. Hatte ich auch früher schon. Wirklich unangenehm. Hoffe, dass das nicht allzu lang anhält.

    Wünsche Euch allen einen guten Start in die Woche!

    Hallo, Ihr Lieben :)

    Was ich Euch erzählen wollte: neulich habe ich mit dem großartigen Roland Kachler ein Interview machen dürfen - und viel Interessantes gehört. Ich mache zwei Fernsehsendungen daraus. Eine ist am 15. Juni um 16.55 auf ORF 2.

    Es geht darin zum Vatertag darum, wie er den Verlust seines Sohne erlebt hat. Und wie es gelingen kann, trotz allem weiter zu leben.

    Das ist eine, das wollte ich Euch erzählen. Weil ich mir gedacht habe, vielleicht ist es von Interesse.

    Und dann ist gestern noch etwas passiert, woran ich jetzt wieder knabbere.

    Also - knabbern ist vielleicht übertrieben. Naja... ein wenig schon.

    Wir hatten gestern ein Chorkonzert. Seit ewigen Zeiten wieder einmal.

    Und vor ein paar Wochen hat H. angefangen, im Chor mitzusingen. Es war gestern sein erster Auftritt. Alles ist toll verlaufen. Super Erfahrung für alle. Der ganze Chor war glücklich und guter Dinge. H. auch. Zurecht! er hat es echt gut gemacht. Ich habe mich mit ihm und für ihn gefreut.

    Dann - heute - fühle ich mich komisch. Unrund irgendwie. Und denke mir: was ist denn los.... es ist doch alles ok..... warum fühle ich mich so komisch...

    Naja - ich denke mir, das ist, weil nicht Rudi sondern H. gestern beim Konzert gesungen hat.

    Das Singen war für uns beide immer eine sehr starke Verbindung. Und jetzt steht da jemand anderer auf der Bühne. Singt sogar in der selben Stimmlage. So als wäre Rudi ersetzt worden. Als wäre er jetzt noch ein bisschen toter.

    Und das habe ich bewirkt. Weil ich ja H. eingeladen habe, es einmal zu versuchen, mit dem Singen.

    So als wäre ich treulos.... Komisches Gefühl... wisst Ihr, was ich meine?

    Es ist mich einfach überkommen, diese eigenartige Stimmung, dass da etwas nicht passt.

    Naja - es war ein erstes Mal.

    Aber es zeigt mir, dass auch ich noch einiges an Arbeit zu erledigen habe. Obwohl es schön ist, mein neues Leben. Die Abschiedsarbeit ist trotzdem nicht erledigt.

    Ich wünsche Euch alles einen so-schön-wie-möglichen Tag :)

    Wünsche euch allen einen guten Morgen❣

    Dachte ich schau mal wieder rein ins Forum. Es gibt wieder Neuigkeiten, aber davon später. Jetzt wollte ich es einmal bei einem Gruß belassen.

    Habt einen so-gut-wie-möglichen Tag 🤗

    Ihr Lieben,

    jetzt ist es bald so weit: am 13. 10. wird mein Buch präsentiert. Im Handel ist es spätestens ab dann, vielleicht schon ein paar Tage vorher.

    Der Titel lautet "Hinter den Wolken ist es hell". Es ist im Tyrolia-Verlag erschienen.

    Ich freue mich schon sehr auf den großen Tag :):):)

    Euch allen alles Liebe

    Tollen Text auf FB gefunden. Möchte ihn mit Euch teilen.

    Liebe Grüße vom blauen Meer 😀


    My grandmother once gave me a tip:

    In difficult times, move forward in small steps.

    Do what you have to do, but little by little.

    Don’t think about the future

    or what may happen tomorrow.


    Wash the dishes.

    Remove the dust.

    Write a letter.

    Make a soup.


    You see?


    Advance step by step.

    Take a step and stop.

    Rest a little.

    Praise yourself.

    Take another step.

    And then another.


    You won’t notice, but your steps will grow more and more.

    And the time will come when you can think about the future without crying.

    Elena Mikhalkova


    Photographer Rosanne Olson

    Liebe Gabi,

    Ich wünsche Dir/Euch von Herzen alles Gute!!!!!!

    Aus eigener Erfahrung weiß ich, was es bedeutet, in unserer Situation einen neuen Menschen entdecken und lieb gewinnen zu dürfen.

    Es enthebt einen nicht der Trauer und auch nicht der Verbindung zu einem verstorbenen Menschen. All das bleibt bestehen. Aber es eröffnen sich neue Lebendperspektiven. Zumindest für mich ist das so.

    Es ist ein Geschenk!!!!!!!!

    Alles Liebe Dir!

    Vielen Dank Ihr beiden 😍

    Ich bin auf dem Weg in den Urlaub und grad sehr guter Dinge.

    Habe mit mehreren Menschen über die Idee mit dieser Geschichte gesprochen und auch im RL Ermutigung dafür bekommen.

    Meine Therapeutin findet, dass es ein sehr gutes Zeichen ist, dass ich nach dem aktuellen Buch (in dem ich unsere tatsächliche Geschichte darstelle) nun eine Rudi-Geschichte erzähle, in dem es ihm gut geht, er Abenteuer erlebt, die zu ihm passen - aber in der ich nicht mehr als handelnde Person vorkommen. Er hat seine Welt, ich habe meine.

    So scheint also momentan alles recht schön im Lot zu sein. Wünsche mir, dass es nach den Turbulenzen der letzten Zeit möglichst lang so bleibt.

    Euch alles Liebe und Gute :love:

    Ich formuliere es für mich manchmal so: An manchen Tagen ist das beste, was man über sie sagen kann, dass man sie überstanden hat.

    Ich glaube ganz fest daran, dass wir auf unserem Weg voran kommen. Auch wenn es sich manchmal nicht so anfühlt und man das Gefühl hat, man tritt auf der Stelle. Aber Herz und Hirn sind trotzdem in einem Verarbeitungsprozess. So sehe ich es.

    Alles Gute dir!

    Liebe Alle,


    wieder einmal ein paar Zeilen von mir. In letzter Zeit haben sich die Wogen etwas geglättet. Meine Therapeutin ist auch wieder da, es tut einfach gut, bestimmte Dinge mit ihr zu besprechen. Das hilft mir sehr mit meinem seelischen Gleichgewicht.


    Am Sonntag wollen H. und ich an Meer fahren. Zuerst kurz nach Italien, dann nach Kroatien. Wir haben wieder das selbe Quartier, das uns im Vorjahr so gut gefallen hat.


    Rückblickend denke ich, dass es schon auch mit der Trauer zu tun hat, dass ich oft so leicht aus dem Gleichgewicht zu bringen bin. Die Seele arbeitet an etwas, hat deshalb nicht alle ihre Ressourcen zur Verfügung und fühlt sich deshalb schneller in einer Situation der Bedrohung - so sehe ich das.


    Eine Idee hatte ich noch, von der ich hoffe, dass sie sich verwirklichen lässt...

    Mir ist neulich im Schwimmbad eingefallen, dass ich jetzt ja dann keinen Anlass zum Schreiben mehr habe. Das aktuelle Buchprojekt ist im allerletzten Endstadium, Und dann?


    Da ist mir beim Schwimmen eine Idee erneut gekommen, die ich schon vor sehr, sehr vielen Jahren hatte, aber damals irgendwie nicht umsetzen konnte: ein Kinderbuch über einen Erfinder, der einige Hindernisse überwinden muss, um seine neueste Erfindung gut in die Welt zu bringen. Und der sich dadurch neue Lebensperspektiven erschließt.


    Die Idee dazu hatte ich, wie gesagt, schon vor langer Zeit. Und der Erfinder hatte damals in meiner Vorstellung schon Rudis Züge (der war ja auch Techniker). Für mich ist es jetzt eine sehr schöne Vorstellung, die Geschichte aufzuschreiben und Rudi damit ein Denkmal zu setzen. Allen seinen positiven Eigenschaften auch, seiner Geduld, seiner Sensibilität.

    Irgendwie habe ich auch das Gefühl, wenn ich die Geschichte schreibe, schenke ich ihm damit irgendwie ein neues Leben. Es gibt ja (natürlich) ein Happy-End. Und dann kann er in diesem positiven Szenario weiter leben, sein Ding machen, seiner Wege gehen.

    Für mich ist das ein total schöner Gedanke, ihn dann dort zu wissen, wo gute Voraussetzungen geschaffen sind uns er sein Leben auf dieser Basis ganz nach seinem Geschmack weiter führen kann.


    Ein bisschen verrückt vielleicht.... aber für mich sehr stimmig. Es fühlt sich gut an.


    Euch allen alles Liebe :)

    Liebe Lisa,

    ich finde das sehr umsichtig und fürsorglich von dir, dass du deine Tochter darauf vorbereitet hast. Ich wünsche ihr, dass sie auf den Todesfall so gleichmütig wie möglich reagieren kann.

    Wie ich das so lese, achtest du sehr auf andere und bist um ihr Wohl besorgt. So warst du bestimmt auch - wenn auch auf Distanz - deinem Ex gegenüber.

    Alkoholismus ist eine Krankheit. Diese Krankheit hat viele mögliche Ursachen. Ich glaube gelesen zu haben, dass es auch genetische Ursachen gibt. Manche Menschen sterben daran. Das ist sehr traurig. Aber eben die Realität.

    Ich halte dir die Daumen, dass du heute einen möglichst unkomplizierten Tag hast <3

    Liebe Lisa,

    Wie ich sehe, haben dir schon viele geschrieben. Das ist schön! Ich bin überzeugt davon, dass du an nichts schuld bist.

    Aber wichtig ist, dass du selbst zu dieser Überzeugung gelangst. Seit eurer Trennung ist so viel Zeit vergangen. Er hätte so viele Möglichkeiten gehabt, für sich selber positive Weichenstellungen vorzunehmen. Aus irgend einem Grund hat er das nicht geschafft. Das ist sehr traurig. Aber es ist seine Verantwortung. Nicht deine. So sehe ich es.

    Wie geht es deiner Tochter in dieser Situation? Kommt sie zurecht?

    Alles Gute dir!