Posts by traurige Speedy

    Du solltest Dich EXTREM wichtig nehmen - DU lebst und musst damit zurecht kommen - und - weinen kann durchaus hilfreich sein.

    Das mag jetzt komisch klingen: aber IHN zu bedauern hilft weder ihm noch Dir.

    Ich versteh das sehr gut - ich denke auch fast täglich, wie Leid es mit für mein Schatzi tut, dass sie nicht mehr hier ist; dann aber fallen mir viele Geschehnisse ein, die sie nicht hätte erleben wollen - nicht (mehr) erlebt hat - und ich bin froh darüber, dass sie es nicht erleben musste!

    Es ist ein täglicher Kampf der Titanen - welcher gewinnt - der Verlust/die Trauer oder das "Ein-Glück-musst/est du-DAS-nicht-erleben", kannst dich ausruhen

    :(:8::13::5::33:

    man kann und soll Verluste nicht vergleichen - aber - ein hilfebedürftiges Kind, welches die Aufmerksamkeit der Eltern/eines Elternteils 24 Std/Tag benötigt, kann nur ein extrem großes und tiefes Loch hinterlassen; diese Leere füllt sich allmählich mit DEN Gedanken, welche man über Jahre/Jahrzehnte weggeschoben hat, um einfach nur da zu sein.

    Neid/Boshaftigkeit gegenüber DENEN, die mehr Glück mit ihren Kindern/Enkelkindern etc pp haben (haben sie??? - Dein Kind war doch etwas ganz Besonderes!), die Fragen "warum MEIN Kind/warum wir? und nicht die Anderen?" sind durchaus verständlich - WIE soll man das denn auch verstehen?

    Du hast alles geopfert und wofür???

    Damit Du JETZT Dein Kind verlierst?

    NEIN, damit Dein Kind ein glückliches Leben haben konnte, obwohl es anders war - und Du hast es gern getan!

    30 Jahre sind eine laaange Zeit und warum sollte etwas, was 30 Jahre angedauert hat, binnen 1/2/6/12 Monaten ... abgebaut werden können?

    Dein Kind war/ist Dein Lebensinhalt - wie für jede Mama - aber - Du bist ein Mensch, der alle Bedürfnisse verdrängt hat (jetzt fragt sich wieder, wozu)

    Die Frage nach dem Warum wir/Wofür/Weshalb - und - was mach ich denn jetzt, ist da noch etwas Anderes, was sich Leben nennt? Das "Andere" ist an Euch vorüber gegangen, DEIN Leben bestand nur aus Deinem Kind und jetzt stürzt dieses Andere auf Dich hinab, all die verdrängten Gedanken, die Fragen, Deine eigenen Bedürfnisse ... der Kreislauf: ich habe alles geopfert und gegeben - wofür, wenn er trotzdem sterben musste?

    FÜR DEIN KIND, damit es ein glückliches Leben haben konnte!

    Ich weiß, das liest sich bescheuert - aber - vielleicht war es genau zur "richtigen" Zeit - vielleicht wäre ein Weiterleben für Euch Beide nur noch qualvoller geworden...

    Wir können immer nur in "Vielleichts" oder Eventualitäten denken, denn die Antworten werden wir nicht finden


    :30:

    JEDE/R Einzelne hier ist willkommen und unentbehrlich - jede/r hilft jedem, mit dem einen oder anderen Satz - weil - jede/r (meistens) eine andere Sichtweise hat, grad erst oder schon vor längerer Zeit jemanden verloren hat.

    und: oft ist es genau DAS: die Trauer, das Erlebte, die gruselige Geschichte einer/es Anderen zu lesen, die einen zum Nachdenken bringt, einen feststellen lässt, dass es NOCH schlimmer geht, als man meinte, es selber erwischt zu haben oder aber, aufgrund der eigenen, bereits verstrichenen, Trauerzeit, die eigenen Erfahrungen aufschreiben und damit jemandem helfen kann.

    Wenn es jemanden zu sehr belastet, dann liest sie/er es nicht, da wissen die Betroffenen sich schon zu schützen:!:

    Niemand muss/sollte Angst haben, ein anderes Mitglied im Forum "zu (sehr zu) belasten"


    :24:

    bis vor dem Tod des letzten Hundes waren immer 4-Beiner um mich herum...

    ich war ein Drei-Käse-Hoch, vielleicht 6 oder 7 Jahre alt und hatte einen "Freund" - ein Rentner im 3-rädrigen Rollstuhl (damals noch aus Holz), wo man nicht sitzt, sondern eher liegt. Dieser Rentner hatte einen Hund, einen Neufundländer - ein "RIESENVIEH" für mich Drei-Käse-Hoch :S

    eines Tages kam ich aus der Schule, die Schulmappe auf dem Rücken und sah von Weitem meinen "Freund" und SEINEN Freund, welcher MICH sah und beschleunigte .........

    Statt, wie die meisten Kinder/Erwachsene, schreiend davonzulaufen, wartete ich auf ihn - ^^

    aus vollem Lauf sprang er mich an, ich rücklings auf die Mappe auf die Straße und er? - wusch mir mal eben Hals und Gesicht - und ich? LACHTE:!:

    und die Erwachsenen (außer dem Rentner)?

    :cursing::4::95: ..... hätte ja sonst was passieren können, wenn er dich gebissen hätte .....


    ich denke, wenn Mensch und Tier entsprechend ehrlich und offen miteinander umgehen, können sie sich vertrauen und wissen BEIDE, was machbar ist und was nicht - seit 2 Jahren waren wir 3 befreundet :8: und ANGST (kann man das essen???) vor Hunden kannte ich nicht, egal wie groß

    liebe Brija,

    es sind die fiesen, kleinen Trigger ... unter Menschen gehen ..... =O und zusehen, wie andere Menschen lächeln, Spaß haben, glücklich sind :?:


    DAS geht GARNICHT - meine 1. Schritte in dieser Richtung endeten auf einer einsamen Treppe, wo ich bitterlich geweint und festgestellt habe: WENN nach draußen, dann ALLEIN :!:

    Auch heute, fast 2 Jahre später, gehe ich zwar raus aber ich setze mich weit weg von Anderen - sie stören meinen vermeintlichen, inneren Frieden - mit ihrem Lächeln, ihrer Liebe .................................

    Eine einzelne Person im näheren Umfeld, - kann ich inzwischen mit umgehen, auch mal ein BELANGLOSES Gespräch führen, für mehr reicht es nicht, sonst belastet es mich.

    Dieses stetige Auf und Ab will irgendwie verarbeitet werden, bzw. IST das Verarbeiten und der Körper/Dein Innerstes sagen Dir ganz klar, was geht und was nicht.

    :24:

    viele Menschen mit "Behinderung" haben andere, ganz spezielle Fähigkeiten, von denen wir "Normalos" nur träumen können!

    Ich war des Öfteren zu Besuch in einem Tagesfreizeitheim für geistig behinderte Menschen:

    als ich eintrat, hatte ich den Eindruck, mitten im Zoo zu stehen - einer der Anwesenden konnte Tierstimmen so perfekt imitieren!

    außerdem nehmen sie die Dinge um sich herum ganz anders wahr, meist auf ihrer eigenen Ebene (zu der WIR - aufgrund unserer "Normalität - keinen Zugang haben)

    Eine dänische Software-Firma hatte vor Jahren ein AHA-Erlebnis: seit Monaten hatten sie versucht, einen (DEN) Fehler in der Software zu finden - erfolglos! Eines Tages war ein Autist in den Räumen, lief an DEM Bildschirm vorbei, wo die Fehlersuche noch immer im Gange war, ging zum Monitor, zeigt auf eine bestimmte Stelle und sagte, "das stimmt nicht".....

    Er hatte Recht - das Erstaunen war natürlich groß - Fazit: die Firma hat seit dem nur noch Autisten eingestellt, die Räume/die Einrichtung für diese angepasst und hat es niemals bereut!

    Zudem sind solch besondere Menschen, WENN sie ihre Gefühle zeigen KÖNNEN, sehr ehrlich damit, so ehrlich, dass es einen umhaut!

    tja, "Alte" lohnen sich nicht

    mit Vollendung des 61. Lebensjahres darf ich kein Knochenmark mehr spenden, Hüftgelenk gibt es oft auch nur bis 70, dabei fangen die Probleme doch meist erst in diesem Alter an. im Alter ist man oft "Mensch 2. Klasse" :cursing:

    mit meinen akuten Rückenproblemen habe ich keinerlei "Behandlung" erhalten, nur den Hinweis, die Rumpfmuskulatur zu stärken, mit Übungen, die im Akutzustand nicht möglich waren weil viel zu schmerzhaft. Das war's - keine Ansage, was ich gegen die Schmerzen tun kann/soll oder was ich NICHT tun sollte.

    Altwerden ist nichts für Feiglinge!

    wenn Du auf etwas antworten möchtest, befindet sich hier am oberen Rand dieses Textfeldes ein Symbol (6. von Rechts), das klickst Du an; ist es ein Bild aus dem Internet, (bitte den Urheber angeben, wenn es nicht Dein Bild ist) kopier die Zeile, die oben im Browser angezeigt wird, z.B.

    https://iris-willecke.de/spick…en-umgang-mit-trauernden/

    Ist es ein eigenes Bild, klickst Du UNTER diesem Textfeld auf "Dateianhänge", dann öffnet sich ein Feld mit "HOCHLADEN". Nun musst Du wissen, wo auf Deinen Computer das Bild ist und DAS anklicken; es darf nicht mehr Speicherplatz als 1 MB belegen und darf nur DIESE folgenden Endungen haben: bmp, gif, jpeg, jpg, pdf, png

    Gruß Speedy

    ich habe dieses aktuelle Thema nur überflogen - das Einzige, worauf ich Euch bitten möchte zu achten:


    Punkt 2 auf dieser Liste: https://iris-willecke.de/spick…en-umgang-mit-trauernden/


    ACHTSAMKEIT und AKZEPTANZ der Gefühle Anderer, auch DANN, wenn man sie nicht versteht oder teilt:!:


    d.h. natürlich nicht, dass man sich zu verbalen "Fehltritten" nicht äußern sollte/darf/kann

    ja, Delfine sind auch etwas ganz Besonderes - ich bin ihnen im Wasser auf offener See begegnet - ein unbeschreibliches Erlebnis!!!

    Sie sind wahnsinnig intelligent und spüren, wenn jemand ihre Hilfe braucht.

    Mein verstorbener Hund hatte auch einen solchen "8. Sinn" - er hat sich hingelegt und Welpen, wie auch kleinen Kindern, welche Angst hatten, diese genommen.

    Ich habe viel Gutes über solche Delfintherapien gehört, was die Wirkung angeht, in ganz unterschiedlichen Bereichen von Behinderungen.

    War es immer der gleiche Delfin oder unterschiedliche?

    hallo Mietzn85

    sei froh und nimm es als Geschenk, wenn Trauer/Angst/Schmerz und das miese Gefühl Dir eine Pause gönnen - Du wirst noch viel Kraft brauchen

    und - wie Blaumeise schreibt, wirst Du diesen Weg nicht allein gehen müssen - es wird hier immer jemand für Dich da sein

    hallo Momi

    :30:

    nun, Dein Alltag ist plötzlich leer - nun bist Du allein Außen vor - es hilft nicht wirklich, zu wissen, dass er "nicht alt wird" man ängstigt sich mit jedem neuen Tag mehr und hofft gleichzeitig - aber .....

    Vielleicht kannst Du anderen Müttern mit behinderten Kindern helfen, damit würdest Du Deinem Sohn nach seinem Tod mehr als gerecht werden und vielleicht hat er sich ja etwas in dieser Richtung gewünscht ...

    Erzählst Du uns ein paar Anekdoten - seine Reaktion beim 1. Anblick eines Delfins z.B.?

    Hey Bine,

    ich denke, manche wissen oder merken nicht, dass sie eigentlich Hilfe bräuchten - ihre Sichtweise zu verändern - ohne ein schlechtes Gewissen haben oder sich schämen zu müssen.

    Wenn, so wie bei mir, eine Tür, wenn auch nur einen Spalt (wie durch meine OsteopathinI, bereits geöffnet wurde und man stößt BEWUSST dagegen, dann fliegt diese mit einem Knall aus den Angeln - und plötzlich ist es taghell in der mich bisher umgebenden Finsternis - so hell, dass es blendet und ich erstmal blinzeln und mich fragen muss, wo ich mich JETZT befindet. Als hätte man einen Strang aus Panzerketten gesprengt - so plötzlich, wie es vorher stockdunkel wurde, so plötzlich ist da Licht!

    Eine Situation, welche man vorher für unmöglich hielt!

    Der Punkt ist, selbst zu erkennen, wo man steht, sei es auch durch einen Zufall, wie bei mir und DANN den Fuß in die Tür zu stellen, damit sich diese nicht wieder schließt! Wenn man es denn will, Das bedeutet aber auch, man muss beständig an sich arbeiten, das Positive wieder sehen zu können, es sehen zu WOLLEN.

    Da jedoch jede/r ihren/seinen Weg finden muss, dauert es von ........ bis, bevor man den eigenen Standpunkt überhaupt erkennen/bestimmen kann.

    Ich glaube fest daran, dass die Tür, welche MIR geöffnet wurde, auch jeder/jedem Trauernden/Hinterbliebenen zur Verfügung stehen kann:!:

    DESHALB leuchte ich hier mit einem Scheinwerfer rein, damit alle hier sehen können, dass es wieder Licht am Horizont geben kann:!::!::!:

    :24: