Posts by traurige Speedy

    hey Maik,

    nein, nur überflogen - momentan habe ich nicht den Kopf dafür; Corona nagt an unseren Reserven und ich muss sehen, dass wir irgendwie über die Runden kommen, damit wir nicht in die Insolvenz schlittern, wir nicht auch zu DEM 41%igen Rest gehören, welche davon hier in Berlin bedroht sind.

    Die Zahlen sind unfassbar:

    35% aller Berliner Unternehmen haben den Betrieb eingestellt und vom Rest sind 41% von der Insolvenz bedroht =O:(

    ... und immer wieder steht da ...

    "ich kann gar nicht erklären, wie es sich anfühlt, ein Nebel, ein Schleier, ein Loch, ein Riss, Herz herausgerissen ... keine Vertrautheit mehr, niemand, die/der wirklich versteht, stattdessen:

    es wird besser :4: das gibt sich :4: das Leben geht weiter :4: alles wird gut :4:


    NEIN, NEIN, NEIN, NEIN :!::!::!:


    aber es zeigt sich, dass die Grundgefühle bei uns allen ziemlich die Gleichen sind, ebenso wie die dummen Sprüche, die wir uns immer wieder anhören müssen :cursing:


    KEINE/R von uns konnte vorher mit dem Wort "Trauer" etwas anfangen - JETZT müssen wir diese "erfahren" - und feststellen, dass es dafür KEIN Rezept gibt - niemand uns jemals entsprechend "aufgeklärt" hat und wenn wir versuchen, es Nicht-Betroffenen zu erklären, müssen wir irgendwann kapitulieren - es ist nicht erklärbar - für Nicht-Betroffene - UNSERE Gehirne arbeiten seit dem Verlust anders, so anders, dass es für die Mehrheit nicht nachvollziehbar ist ...

    deshalb ist es schön, sich hier immer mal wieder den Frust und die Gefühle von der Seele "reden" zu können - hier müssen wir nicht nach Verständnis suchen, hier WIRD verstanden :2:

    diese vermeintlich schnöden, so selbstverständlichen Kleinigkeiten, wie z.B. ein Nachricht per WhatsApp, ein "pass gut auf dich auf", oder "wie geht es dir?"


    DAS vermisse ich heute noch am Meisten (nach meinem Schatzi... :33:)

    das Wissen, dass an mich gedacht wird, jemand für mich da ist, mir guten Morgen oder gute Nacht oder gute Fahrt oder was auch immer, wünscht - die täglichen SMS' - sie fehlen mir wahnsinnig - das Handy hat seitdem an Bedeutung verloren - wenn ich es nicht für die Arbeit bräuchte, würde ich es glatt ausschalten und den Vertrag kündigen.

    Vor gut 2 Jahren konnte ich mich täglich mehrfach freuen, über ihre Smilies, ihre lieben Worte und guten Wünsche - heute bedeutet das Klingeln nur noch Verpflichtung, ohne jegliche Freude :(

    alles schien so selbstverständlich

    und jetzt?

    ist GARNICHTS MEHR selbstverständlich - weder das Aufstehen, noch die alltägliche Dinge, welche man vorher mit Freude/Elan getan hat - nun sind sie nur noch Belastung, scheinen völlig unwichtig/unnötig, noch das Zubettgehen

    Alles automatisiert und erscheint dabei so völlig sinnlos ...

    Ich habe ausserhalb des Forums bisher niemanden gefunden, mit dem ich tiefergründig darüber hätte reden können - ich würde mich gern mit Freundinnen von ihr über die gemeinsamen Erlebnisse unterhalten - aber - nachdem sie keine 6 Stellen vor dem Komma mehr auf dem Konto hatte, haben sich die angeblichen Freunde aus dem Staub gemacht :cursing:

    deshalb bin auch ich lieber allein mit meiner Trauer

    ich rede jeden Tag mit ihr - einerseits tut es mir gut, andererseits belastet es mich - rede ich nicht mit ihr, fühle ich mich einfach nur leer, ausgebrannt, wie gelähmt im Kopf - die Tage gehen nur noch gaaaanz laaaaangsam vorüber, scheinbar ohne einen Sinn zu haben - das "Leben" steht irgendwie still, obwohl die Erde sich weiter dreht - scheinbar an mir vorbei dreht ..... wie gern würde ich mich bei ihr anlehnen und mit ihr in den Himmel gucken :13:


    wenn ich also schreibe, dass es im Laufe der Zeit ETWAS besser wird, dann bedeutet das nicht, dass die Trauer oder der Schmerz geringer werden - sondern - dass wir uns an den Schmerz und die Trauer "gewöhnen", diese als Teil von uns ansehen und ETWAS besser damit umzugehen lernen


    Euch allen hier deshalb:

    :30:   :30:   :30:

    DAS war/ist für viele einer der Gründe, warum sie hier gelandet sind: weil die "Anderen" weder verstehen, noch nachvollziehen können.

    Außerdem auch die Frage, ob nur man selbst so empfindet/nur man selbst zu doof ist, damit umzugehen/es zu verstehen oder zu verarbeiten ...

    Die Mehrzahl hat dieselben Probleme mit der "Aussenwelt": Nicht-Betroffene wissen noch viel weniger, was vorgeht, was der Tod DES geliebten Menschen mit einem macht - wenn WIR es nicht verstehen, wie sollen sie es können?

    Ich hätte mir aber gewünscht, dass mal jemand so ehrlich gewesen und mir gesagt hätte, dass sie/er nicht weiss, wie sie/er damit umgehen, was sie/er tun kann/soll.

    Stattdessen hauen sie uns dumme Sprüche um die Ohren, erwarten etwas von uns, was wir nicht in der Lage sind zu leisten - weil - die Welt für uns nicht mehr normal ist, das Leben nicht mehr normal ist, unser Verstand nicht mehr normal funktioniert - überall fehlt die Hälfte :13:

    FALLS da noch eine gute Freundin/ein guter Freund sein sollte, schick ihr/ihm diesen Link:


    https://iris-willecke.de/spick…en-umgang-mit-trauernden/


    :30:

    wie so ziemlich alle hier, fällst Du in ein tiefes Loch, kannst den Boden nicht sehen, hoffst, dass Du unten ankommst - aber es passiert einfach nicht.

    Während dieses "Falls" drehen sich Deine Gedanken im Kreis, immer dieselben Fragen, immer ohne Ergebnis - und außerhalb solcher Foren/Gruppen, kann dass offensichtlich niemand verstehen.

    Dann kommen da noch die vermeintlich "alltäglichen" Dinge hinzu, die erledigt werden MÜSSEN (wie z.B. die Spülmaschine), wofür man eigentlich keinen Kopf hat, denn dieser ist randvoll mit Schmerz und Trauer.

    :30:

    :huh:

    Sturm, versuch es mal mit Sport - bis Dir die Lunge rausfliegt und Du einfach nur noch ins Bett fällst .....

    regelmäßig gejoggt kann helfen, auf andere Gedanken zu kommen - Endorphine freizusetzen - Du musst nur den inneren Schweinehund überwinden (was nich einfach is) Der Anfang kostet extrem viel Kraft weil man sich immer wieder nach dem "Wozu" fragt

    aber das ist es Wert

    das schlechte Gewissen weil man meint, man dürfe sich "nicht entfernen" - ja, das kennt wohl so ziemlich jede/r hier .....

    Man versucht es zu unterbinden weil man ein schlechtes Gewissen bekommt - ja weshalb eigentlich?

    Wir, die Hinterbliebenen tragen schwer an der Last des Verlustes - aber nimmt uns das das Recht, zu leben, wenn es sich ergibt oder zu versuchen, weiterzuleben?

    Auch wenn man sich selber dazu entschließt, zu VERSUCHEN, irgendwie damit zu leben,, bleibt immer dieses schlechte Gewissen - welche Schuld laden wir uns auf, wenn wir die Person/en im Herzen/in der Seele mit uns tragen aber trotzdem versuchen, ein Leben zu leben, welches uns erträglich/er scheint?

    KEINE, absolut KEINE!

    Keine/r unserer Lieblinge, ob Ehefrau/-Mann/Lebensgefährtin/te/Mom/Dad/Grandma/Grandpa/Schwester/Bruder oder wer auch immer, würden das (nicht) wollen!

    Wie sollen denn IHRE Seelen Ruhe finden, wenn sie uns SO sehen?

    JEDE/R von den "Gegangenen" wünscht uns trotzdem ein LEBEN "nach dem Tod" - und - sie wissen, dass IHR Platz in UNSEREN Herzen immer IHNEN gehören wird - solange wir leben

    nun, mein Motto war schon immer: DEFINIERE NORMAL

    was ist denn NORMAL oder unnormal?

    Abhängig von Umfeld, Erziehung und Gegend, dürfte das "NORMAL" jede/r anders definieren ...

    Allein die Mitglieder hier im Forum werden/würden außerhalb der Plattform oft/meistens als "meschugge" deklariert - weil - die Wege, welche die einzelnen Hinterbliebenen für sich finden und gehen, für Außenstehende nicht nachvollziehbar sind - wir sind also alle "UNNORMAL" 8)

    Minus + Minus ergibt Plus - ERGO - sind wir hier alle NORMAL und Außenstehende/Nicht-Betroffene unnormal :?:


    alles Ansichtssache :!: