Posts by Juliaw

    Lieber Uwe, danke für all deine Beitäge hier!! Ich habe nicht alles angehört, aber immer die Texte überflogen oder langsam gelesen, jede Liedzeile zeigte deine Gefühle und Empfindungen, rührte vieles in mir, musste oft weinen...

    Bin selber so sprachlos in meinem Schmerz, weine für mich, laufe alleine durch meine Erinnerungen, bin ein eher stiller Mensch, wenn es um Gefühle geht.Kann es nicht ändern, so bin ich. Aber was du, und auch all die anderen hier geschrieben, und damit ausgedrückt habt, hat mir sehr geholfen, auch als stiller Mitleser in letzter Zeit.

    Ich habe kein Bedarf auf mein jetziges Leben, kein Bedarf nach Zukunftsplanung, kein Bedarf auf das Hier und Jetzt...beobachte die Welt, den Wind in den Bäumen, die Wolken am Himmel, die Sterne nachts, lausche den Vögeln, lasse mich durch das Leben um mich herum am Tag treiben. Kann auch lachen, Scherzen, kleine Unterhaltungen führen, aber alles nur so halb...denn die wichtige andere Hälfte fehlt, und diese absolute Gewissheit darüber, in meinem Leben diesen Menschen nie wieder sehen, hören, riechen oder spüren zu können, ihn umarmen oder küssen zu dürfen, hat etwas in mir getötet, ganz egal, wie normal es nun mal ist, dass wir sterben.

    Mein Leben besteht aus Traurigkeit und Sehnsucht...nein, vorallem aus Sehnsucht.

    Lieber Frank, ich vermisse dich so sehr...

    Es ist alles so leer um mich herum, egal womit ich es versuche zu füllen.

    Lieber Uwe, danke für dein Gefühlsleben, das du hier ausgedrückt hast, egal womit!!!


    Julia

    Hallo ihr Lieben, hallo liebe neue Unbekannte.


    Komisch ist das, denke viel an Euch, obwohl ich nicht mehr gelesen und geschrieben habe...ich bin so matt, ich möchte so gerne vieles erzählen, aber dann kann ich es nicht eintippen...die Gedanken sind viel zu schnell, und ziehen ungebremst vorüber.



    Ihr habt trotzdem etwas bei mit hinterlassen...


    8 Monate bin ich jetzt alleine mit meiner Kleenen, spanische Prinzessin Strassenhund....ich gehe arbeiten, dort, wo ich auch meinen Herzallerliebsten kennengelernt habe,

    War wieder 4 Wochen krankgeschrieben, bin aus dem Krankengeld raus, habe das verpennt, kein Krankengeld mehr bekommen, diesen Monat deshalb keinen Lohn....muss das Geld nutzen, was ich von meinem Mann geerbt habe.

    Ich verbringe Die Wochenenden auf dem Campingplatz, begleite meine Mutter und meinen Stiefvater durch die selbe Scheisse. (Er hat palliativchemo, , Leberkrebs, es scheinen die letzen Tage zu werden jetzt)

    Niemand will mir was Böses, tausende von Menschen leben in viel schlimmeren Leben...

    Die Trauer verändert sich, ja

    Ich sitze nicht nur mit Herzrasen in der Ecke, der Alltag tobt, und ja, man lebt, wird voran getrieben, von den vergehenden Minuten mitgerissen.

    Das Rätsel des Todes aber bleibt...

    Und das Schweigen, die Angst vor diesem Ereignis..ich sitze alleine vor dem Grab meines Mannes, weiß, dass das Leben nun mal weitertönt, daß es jeden auf seine Weise mitreißt, daß jeden Tag Jemand gehen muss, überall auf der Welt


    Aber es bleibt die Einsamkeit als Trauernde, das Unverständnis dafür, daß man selber auch irgendwie anders tickt durch dieses Ereignis, die Zeit, einfach die Augen schließen zu können, mitten während der Arbeitszeit, und seinen Atem bei sich spürt, ein Streicheln auf der Haut alsErinnerung vorüberstreift, sich die Häärchen aufstellen, und man einfach sagen kann, ich habe gerade an Ihn gedacht, war wie ein Dejavue....keine Antwort muss kommen...nur kurz die Aktzeptanz, ein ruhiges Aushalten..




    Ach, alles ändert sich, nichts hat Bestand....außer die Trauer vielleicht?..

    Bin weiter zerrissen

    Uneins mit meinem Leben

    Wünsche Euch eine erträgliche Nacht..

    Denke an Euch

    Julia und Lula

    Hallo Uwe,

    Habe lange nichts mehr gelesen und geschrieben.Wie geht es dir? Und all den Anderen hier?

    Ich weiß nicht nicht so recht, wo es mich hintreibt, es sieht nicht so gut aus..ein halbes Jahr ist um, das Umfeld fragt ständig ängstlich,wie es mir geht...was soll man antworten? Schließlich sollte jetzt alles mal wieder laufen...es gibt ja tausend schlimmere Dinge, die einem passieren könnten..habe bis April mal wieder ne AU..die allgemeine Meinung dazu ist, dass ich mich vor der Arbeit drücke..dabei drücke ich mich vor dem Leben.Es klappt nur nicht, ich bin zu „schwach“, wieder alles in den Griff zu bekommen.. Ich trinke zu viel, bin dabei, das wieder abzulegen. Die Familie meines Mannes ist unglaublich toll, hält tu mir, aber alles, was ich zu hören bekommen, ist, dass es so unglaublich gut läuft, di Kinder haben die ersten Freunde, die Enkel sind das beste Glück auf Erden...und sie wissen doch, wie schwer es für mich sein muss, alleine dann zu Hause zu sitzen..was soll man nur dazu sagen oder machen. Ich bin alleine, keiner kann etwas dafür..Ich soll einen Plan entwickeln, wozu es sich lohnt, weiter zu machen...was ist, wenn es den einfach nicht gibt? Und das in Ordnung so ist? Ich bin ziemlich fertig,obwohl es anders sein müsste..

    So, genug davon, schreibt doch, wie es euch allen, und dir, Uwe, ergeht??!!!

    Liebste Grüße


    Julia aus Ge

    Hallo ihr Lieben,,

    Wie geht es euch?

    Ich bin in einem seltsamen Zustand, mache nur noch verrückte Dinge...lebe irgendwie normal vor mich hin, aber taumel irgendwie auf einen Abgrund zu..Es ist zu viel Freiheit um mich, die ich nie wollte. 6 Monate sind um, der „Alltag“ hält Einzug, ich kann auf Niemanden wirklich böse sein, denn dies ist mein und von meinem Mann das Schicksal, aber ich hasse gleichzeitig dieses Leben, welches für andere schön weiter läuft...ja, ist verwerflich, aber es ist die Wahrheit..je mehr ich nun versuche, mein Leben in die Hand zu nehmen, und wieder Teil von „allem „ zu werden, umso einsamer fühle ich mich...ich hasse es inzwischen so sehr, wenn die Kollegen mir einen schönen Feierabend wünschen, und nicht einer auf die Idee kommt, mal zu fragen, was ich denn gleich wohl mache...nur mal diese Frage....wäre eine Wohtat...sie sollen mich ja nicht heiraten oder bei sich einziehen lassen...nur dieses Fitzelchen Interesse wäre was...ic merke im Verwandtenkreis die Ungedult....schon Wieder Tränen...dabei erwarte ich nur das stumme Aushalten...ich hasse meine Nachbarn, die viele Schicksale haben, aber sich nur darüber Aufregen, daß ich den kack Keller und Flurputz vergesse, da ich auf den Campingplatz flüchte... die Nachbarn, die immer kamen, wenn sie ein Bier und Rat brauchten, oder kein Sky für Fussballabende hatten, oder der Grünschnitt von meinem Mann entsorgt entsorgt werden konnte... ach Mensch, bin im Moment, nein nicht im Moment, sondern weiterhin gefrusteten, ratlos,zweifelnd, von mir und anderen genervt..

    Oh Uwe, das klingt wirklich nach Paradies..heute morgen musste ich lächeln, die Kiebitze sind wieder hier. Ich liebe sie so, könnte ich stundenlang zu schauen..zwar nur zwei Paare, aber immerhin. Leider bekommen sie hier nie ihre Jungen groß..Heute, wie schon am Wochenende, Arbeit im t-Shirt, so schön..aber überall in den Ecken lauern die „Übeltäter“Erinnerungen...habe das Wochenende alleine auf unserem Campingplatz verbracht, mich in Gartenpflege gestürzt...ich kämpfe ja,...aber wohin bringt es mich? Jeder Tag ist mehr zeitlicher Abstand zu dem Moment, wo er noch da war..das macht mir Angst.


    Fühl dich gedrückt

    Julia

    Liebe Gabi, lieber Uwe, liebe Wagi, liebe alle Mitlesenden,


    Es ist schon ein Wunder, daß wir uns so schreiben können...sonst würden wir einsam da sitzen,..ich will im Grunde auch Niemandem etwas, der nicht trauert. Jeder hat irgendwann damit zu tun, denn schließlich ist es für uns alle der festgelegte Weg. Und das Leben ist nicht dazu gedacht, nur an Tote zu denken.Aber ich bin unendlich dankbar, euch hier gefunden zu haben, auch wenn ich nicht der fleißigste Mitschreiber bin, denn ich fühle mich total verloren in dieser Welt, in der es nur um Erleben, erreichen, Selbsterfüllung und superpositivem Selbstmanagment geht....was ich nur demütig lerne ist nach dem Tod meines Mannes, daß wir hier keine wirkliche Kultur mehr haben im Umgang mit der Endlichkeit.. im Grunde bin ich selber hilflos, weiß nicht ganz, was ich von den Anderen erwarte...ich weiß nur, was ich nicht erwartet habe. Das ist die Einsamkeit, wenn der gemeinsame Lebensweg eben nicht „ ideal“ zu Ende geht, das sind diese Feststellungen, woran es nun gelegen hat,daß Jemand nicht so alt wurde ( ja, was ist denn Ideallösung Alter????? Wann stirbt denn Jemand glücklich??) Ich habe mir nicht ausgesucht, mich im Ruhrpott zu verlieben, „wo die Luft so schlecht ist“, mein Mann hat viel zu viel geraucht, ja, ok, dafür hat er sein Leben ohne Arme verbracht nacheinem Starstromunfall, es gab nicht viele Hobbys, die ihm Glücksgefühle bescheren konnten...ich bin nun Kinderlos, keiner weiß, dass wir ein Pflegekind aufnehmen wollten...es ist dieses Nichtinteresse an ein Leben mit Verlust und Tod,was mich so trifft, was auch mir vorher eben nicht bewusst war....ich habe keine intakte Großfamilie, die mir Aufgaben gibt, aber dafür kann ich nichts... wir sterben alle, aber aber keinen interessiert mehr.es gibt keinen Umgang und Platz mehr für Tote...ist mein Gefühl...



    Oh mein Gott...so ein langer Beitrag...entschuldigt....



    Ich mache jetzt letzte Hunderunde, dabei wollte ich um 21 uhr im Bett sein

    Hier ist die Hölle noch los, Schalke hat gespielt...

    Schlaft irgendwie gut

    Lg Julia

    Liebe Gabi und mrs. Mau...



    Sitze gerade seit zwei Stunden und starre aus dem Küchenfenster..kann mich nicht bewegen..je besser die Tage irgendwie vorüber gehen, um so schlimmer wird es abends, zurück in der Wohnung..der Schmerz ändert sich, aber besser wird nix, ich werde immer schwermütiger..mit jedem nett gemeinten, „und, wie kommst du klar inzwischen“ merke ich, wie weiter in Schmerz und Erinnerungen abdrifte..die Leere wird immer größer um mich rum, während ich die Schatten an der Wand anstarre.Ich erstarre bei immer bescheuerteren Dingen. Heute hat mich ein Kratzer an der Autotür aus der Fassung gebracht, da er von meinem Frank hinterlassen ist..so seltsam, so unfassbar, diese Spuren, aber er ist nicht mehr hier..

    Ach ihrs, jetzt heule ich schon wieder...hab euch lieb und fühle mit..

    Gehe mir mal eine Rauchen

    Lieber Uwe,


    War länger hier nicht am mitlesen,habe nur mal reingeschnuppert....habe noch nicht mal mehr Kraft dazu...dein Hof scheint leer, es scheint schrecklich..Ob ihr es glaubt oder nicht, denke an euch alle,auch wenn ich hier nicht mitlese..bin wieder am arbeiten.Gerade habe ich eine Ruhrgebietsvollmondrunde mit Kleinlula gemacht. Die Tage ziehen vorüber, ich rede und lache mit anderen, putze Wohnung, Auto, wasche Wäsche, trinke und rauche zu viel, mache unsinnige Nachtspaziergänge mit Stadthund, der das nur schrecklich findet. Setze mich nachts ins Auto, um viel zu schnell ziellos durch die Gegend zu fahren. Versuche vernünftig zu sein, doch früh is Bett zu gehen...scheitere kläglich, melde mich krank..hasse mich für mein Selbstmitleid, schließlich bin ja ich nicht Tod, sondern mein armer Frank...lese in anderen Foren von Leuten,die schreiben, dass das Leben wieder einen Sinn geben kann (Facebook sei dank...diese Nachrichten, die erscheinen, ob man will,oder nicht) ,die neue Familien gründen, schwanger werden, oder ihre Gedanken beeinflussen....du bist, was du denkst..falle nach jeden schönen Stunden zurück in der Wohnung tiefer in die Einsamkeit...am Leben hält mich nur die Kleene, die den Kopf unter meiner Jacke vergräbt, wenn ich nach Hause komme..will nicht alleine sein, und flüchte mich doch in die Stille..

    Ach ihr Lieben, lieber Uwe, schön, daß ich bei euch mitlesen darf, auch wenn es nicht viel Schönes zum Schreiben gibt: Lg Julia

    Liebe Gabi,

    Lese jetzt schon dreimal hintereinander deine ganzen letzten Einträge, und natürlich die Antworten der anderen..du hast es einfach mit jedem Satz, Gedicht auf den Punkt gebracht.

    Ich selber habe in den letzten Tagen überhaupt keine Worte mehr, um irgendwie über meine Gefühle hier zu schreiben..ich lese mit, und finde dann keine Sätze, die irgendwie „gut“ sind.

    Ich unternehme ab und an etwas, eher durch die Aufforderungen von anderen, kann dann auch lachen und mich relativ gut fühlen, aber was mir enorme Angst macht, ist die Leere, sowie ich mit meiner Kleenen alleine bin. Die wird immer größer und erschreckender. Ich bin dann immer am Grübeln, ob mir das überhaupt „zu steht“, schließlich sitze ich nicht auf der Straße, kann Dinge unternehmen, und Menschen mit viel schlimmeren Schicksal scheinen viel besser damit klar zu kommen. Habe ich mich eigenverschuldet so sehr nur über meinen Mann definiert, dass ich nun selber schuld bin, mich selber nicht mehr zu finden?

    Müsste man nicht bei dem „Angebot an Leben“ um uns herum gut weitermachen können?

    Ich fühle mich einfach nur unsagbar einsam, weiß natürlich, daß das Leben drumherum weiter geht, daß nicht jeder Tränen für meinen Mann vergieße kann. Trotzdem empfinde ich nur eine unsagbare Kälte, gehöre offenhalten zu den komischen Frauen, die da so alleine vor sich hinleben...die doch nur mal sich Hobbys oder Vereine suchen müssten, die doch nur einfach sich mit Freunden und Bekannten treffen müssen..und arbeiten gehen, das lenkt ab und gibt Struktur...

    Ich war mit und durch meinen Mann endlich „wo“ angekommen im Leben. Das, wonach wir ja alle schauen sollen im Leben...es war wunderschön, aufregend, auffangend, erfüllend, schwer,schwierig, lebendig.Es war für uns beide selber immer wieder unfassbar und amüsant, dass nun gerade wir beide so zusammen passten.

    Und nun habe ich immer weniger Kraft, alleine weiter zu rudern, schon wieder eine neue Zeitrechnung anzufangen..ich möchte kein Mitleid, ich möchte Mitgefühl von meiner Umgebung, Empathie, nicht ständig die Angebote, dass ich mich doch melden soll, wenn es mir schlecht geht..ich möchte stillschweigende Umarmung, unangemeldeten Besuch, und Nachbarn, die einfach mal klingeln kommen...

    Aber all das ist nicht da..es ist sehr kalt..und wer Tod ist, kommt nun mal nicht mehr zurück, lebe den Augenblick. Ich mag ihn im Moment nicht leben, ich kann den Schmerz nicht annehmen, er frisst mich auf.


    So, nun muss ich Hausputz machen, ich ersticke im Dreck, schiebe seit einer Woche, wollte schon über eine Std.dran sein...

    Aber es tat gut, doch mal Worte zu finden....vielen Dank Gabi und Mrs.M..


    Lg Julia

    Lieber Uwe,

    wollte dir gerade ein Lied schicken, bekomme es nicht hin...

    Fühle halbwegs(habe ja nicht so viele Tiere gehabt;()mit dir. Bin vorhin aus heiterem Himmel im Schlafzimmer heulend zusammen gebrochen...nie wieder neben ihm einschlafen..es rinnt weiter, das Leben, muss ja, aber kein Plan da, wofür. So viel, was ich ihm erzählen möchte, so viel ..

    Heute ist sein heissgeliebtes Auto über den TÜV gekommen, hätte Gott oder wer auch immer nicht unser Leben auch mit kleineren Mängeln über den TÜV bringen können??

    23 Uhr..mal wieder möchte ich todmüde nicht ins Bett..

    Liebe Grüße...

    remember all these things we wanted..

    Oh Gott, ich vermisse dich so...egal, wie schön die Erlebnisse am Tag auch sind...ich halte es nicht aus

    Habe nochmal viel hier gelesen, schaffe es aber nicht, richtige und gute Worte für alle zu finden..im Moment befinde ich mich im freien Fall, ich wünschte, ich würde einfach Tod umkippen.Aufgeben kann ich nicht, will nicht, daß meine Familie leidet, aber es ist alles so sinnlos, einsam, still..ach, ihr kennt es, aber ich musste es jetzt doch nochmal aufschreiben..schlaft gut..

    Liebe Gabi,fühl dich auch in den Arm genommen von mir.

    Ich war gerad im fast Dunklen doch noch auf dem Friedhof, habe mir mit meinem Mann ein Piccolo geteilt...es wird irgendwie verrückter als besser..

    Guten Morgen ihr Lieben,


    Nun ist der Alltag wieder da. 5Monate ohne Ihn sind um.Heute hat mein Liebster Geburtstag.

    Fühle mich einsam und hoffnungslos, kann es nicht ändern.Stromer mit dem Hund alleine durch die Gegend. Schaffe es nicht, mich mit Leuten zu verabreden.

    Gestern Abend bin ich zur Schalkearena gelaufen, meinem Stiefvater und Stiefbruder aus mg treffen und ihnen unsere Karten gegeben. Stiefvater hat Krebs im Endstadium, wollte so gerne noch mal ins Stadion. Haben uns noch ein Bierchen zusammen getrunken, Fotos vorm Stadion geknipst, dann sind die Beiden rein, ich nach Hause wieder. Ich war seit dem Tod meines Mannes nicht mehr dort. Früher sind wir mit mehreren dann von uns aus zum Stadion gelaufen, war so schön und lustig. Gestern dann alleine durch Schneeregen zurück...bin zu einem Kiosk, habe mir noch was zu trinken geholt, und bin dann heulend durchs Dunkle nach Hause gelaufen.Kam mir irgendwie asi vor, aber gleichzeitig ....was soll’s...

    Jetzt werde ich mich aufraffen, und nach Haltern fahren, dort eine Runde alleine laufen. War eine unserer Lieblingsrunden..auf dem Rückweg werde ich am Grab vorbeischauen, meinem Süßen ein Bierchen vorbeibringen...dann war es das wieder mit dem Tag..

    Wo soll es wohl alles enden?.

    Die Kiebitze vor unserem Haus sind wieder da, oder ziehen zumindest durch..die Zeit eilt voran.

    Wie geht es Euch so?

    Liebe traurige Grüße

    Julia

    Lieber Uwe,

    Vergieße gerade Tränen, fühle mich schlimmer als leer....Tarja ist soooo unglaublich.wollte ich mit meinem Mann immerhin noch mal sehen.....wie tief können Täler sein? Bin zurück nach über 4 Wochen, möchte am liebsten alles in der Wohnung zertrümmern und wegfahren...es ist die Wahrheit, die Liebsten sind weg, es erschlägt einen ständig neu.

    Ich dekoriere die Wohnung um, kann nicht schlafen ...wann wache ich auf aus dem Albtraum.