Posts by Ros

    Ich danke Euch für die Zeilen. Besonders Dir, liebe Mutz.

    Am Liebsten möchte ich mich davor verstecken, aber das geht nun mal nicht. Manchmal ist alles großer Mist...

    Ein junger Kollege verstarb durch einen Unfall. Wir möchten seiner Familie (Eltern und Geschwister) unsere Anteilnahme ausdrücken. Zum ersten Mal fehlen mir die Worte. Eine Karte nur mit Unterschriften finde ich zu unpersönlich. Oh man, das ist so schlimm einer Mama das zu schreiben. Ich weiß nicht wie. Wenn mir jemand helfen könnte...

    Ros

    Liebe Mutz,

    ich finde es nicht gruselig. Meine Freundin sah nach dem Tod ihrer Mama Wolken, die wie Engel aussahen. Sie konnte ein Foto davon machen... Real oder nicht, egal, ich denke es sind auch Zeichen unserer unendlichen Liebe... 💕

    LG Ros

    Liebe traurige Speedy,

    es wird den Mittelstand treffen, soviel steht fest. Politiker sind meiner Meinung nach Volksfremd geworden. Einige wenige mag es geben, die einfache Menschen und deren Notlage verstehen. Aber wenn man 6000€ im Monat für ein paar Stunden Arbeit verdient, verliert man den Bezug zur Realität. Verlierer sind wir kleinen selbständigen Betriebe.

    Ich wünsche Dir viel Kraft und Gesundheit, und allen kleineren Firmen Mut zum Durchhalten und auch ein wenig Glück.

    LG Ros

    Quote

    Es soll ja nun Prämien geben für die im Einzelhandel- ich hoffe das das auch gemacht wird, und auch in angemessener Höhe.

    Darum geht es nicht. Es geht um Wertschätzung uns gegenüber. Wir sind Kauffleute im Einzelhandel, Abiturienten und BWL Studierte. Wir können unseren Job. Das sollen die Menschen anerkennen.

    Liebe Isabel,

    ich bin irgendwie erleichtert das mein Papa dieses nicht erleben muss. Mit seiner Lungenkrankheit hätte er wahrscheinlich nicht überlebt. So konnte er zu Hause sterben, wofür ich dankbar bin. Wir konnten ihn begleiten...

    Angst habe ich um Mama und meine Kinder, meine Familie. Mama ist in der Reha, dort ist alles ruhig aber alle müssen in der Klinik bleiben. Sie ist traurig darüber, aber trotzdem trainiert sie unermüdlich und fühlt sich wohl. Sie hat keine Angst, hat sie mir gesagt. Vielleicht ist alles besser als die Einsamkeit zu Hause...

    Ich bin sehr angespannt. Ich arbeite im Einzelhandel. Anfangs wurde uns gedankt und wir bekamen Aufmerksamkeit. Inzwischen werden wir beschimpft weil es einiges nicht gibt. Keiner von uns hat sich krank gemeldet, manche Kollegen kommen frühmorgens bevor wir öffnen, um zu helfen. Sie haben kranke Familienmitglieder. Wir arbeiten wirklich hart, das es kein Toilettenpapier gibt ist nicht unsere Schuld. Wir sind nicht mal mehr ein Lächeln oder ein "Guten Tag" mehr wert. Das ist für mich frustrierend, und von Zusammenhalt sehr weit entfernt. Deshalb kann ich über diese Parolen nur müde lächeln...

    Ich hoffe, das all meine geliebten Menschen gesund durch diese Zeit kommen. Mehr möchte ich nicht. Allen hier wünsche ich auch Gesundheit und Kraft.

    LG Ros

    Die Kunst zu leben besteht in dem Vermögen, die Reste der Vergangenheit zu jeder Zeit durchstreichen zu können.


    Möchtest Du wirklich die Vergangenheit durchstreichen,nur um heute einigermaßen leben zu können ?


    Sorry ich schaffe das wieder nicht mit dem kopieren 🙈

    Ich verstehe das Zitat von Uwe so, das man den Moment leben soll und so wie man möchte. Das man macht worauf man Lust hat. Damit man nicht irgendwann sagt "Hätte ich doch mal..."


    LG Ros

    Am Anfang schrieb ich hier oft, das meine Trauer um den Papa eine andere ist. Das die Menschen, die um ihren Partner trauern dies anders er"leben", fühlen. Dies wurde verneint, Trauer sei Trauer. Und doch sehe ich Unterschiede. Trotz tiefster Traurigkeit verspüre ich nie den Wunsch zu sterben. Ganz im Gegenteil. Ich habe das Gefühl, die Zeit vergeht zu schnell für all die Träume die ich mir noch erfüllen möchte.

    Ich habe Verständnis für das Gefühl der Trauernden, nicht mehr leben zu wollen oder zu können. Auch wenn ich nicht in dieser Situation bin. Für die Betroffenen muss es schlimm sein.


    Ich denke, die Entscheidung über Leben oder Sterben darf jeder für sich treffen. Wenn diese Person keine Kinder, oder schon große Kinder. Kleineren Menschen gegenüber haben wir eine Verantwortung. Allerdings ist das nur meine Theorie, und ich war wie gesagt noch nie in dieser Situation.


    Auch ich bin ein anderer Mensch geworden. Manchmal fürchte ich mich vor mir selber, hart und unbarmherzig ohne Mitgefühl. Vorher liebevoll und für jeden ein liebes Wort und ein Lächeln. Es gibt nur noch wenige Menschen, die mich wirklich erreichen. Aber... hier zeigen wir Mitgefühl füreinander, also kann nicht alles weg sein. Vielleicht ist es nur untergegangen und unwichtig geworden vor lauter Schmerz und Trauer.


    Allen einen ruhigen Abend wünscht

    Ros

    Liebe Mutz,

    ich habe eben Deine Zeilen gelesen und sie haben mich sehr bewegt. Lass Dich umarmen, auch ich bin eine Mutter und kann Dich sehr gut verstehen. Es ist doch egal wie alt das Kind ist. Meine Mama mit 82 Jahren sorgt sich immer noch um mich. Es hört also nie auf, ein Kind bleibt ein Kind.

    Unfassbar finde ich diese Bemerkung, das Du klar kommen sollst. Nach 7 Wochen. Mit Verlaub ist das wieder eine höchst dämliche Bemerkung.

    Du hast ein Kind verloren, Dein Liebstes, einen Teil von Dir. Das ist einfach entsetzlich und ich finde, Du hast wie jeder hier ein Recht zu trauern. Hier spielt es keine Rolle, um wen wir trauern. Jeder wird mit seinem Leid und seiner Trauer gleichberechtigt gesehen. Von daher schreibe gern weiter hier und tausche Dich aus.

    Ich wünsche Dir viel Kraft für die kommende Zeit und das Deine Familie weiterhin zusammen hält.

    Grüße von Herzen sendet Dir Ros

    Lieber Frank,

    ich dachte heute auch an Dich, und nun hast Du geschrieben.

    Danke für die Wünsche. Auch für Dich mögen bessere Stunden kommen.

    Ganz herzlich grüßt Dich Ros

    Lieber KitesurferX,

    willkommen in diesem Forum, mein Beileid zu Deinem großen Verlust.


    Diese riesige Wut habe ich auch empfunden. Auch auf meinen Vater, weil er einfach gestorben ist. Auf die Menschen, weil es ihnen egal war. Auf alles und jeden eigentlich. Ich bin zu der Zeit einfach gelaufen im Wald, stundenlang und schnell um meine Wut wenigstens in Erschöpfung umzuwandeln. Dies mache ich auch heute noch, wenn es mir sehr schlecht geht. Immerhin kann ich es schon wieder mehr genießen, wenn ich draußen bin.


    Das Du mit Deiner Mutter leidest kann ich auch sehr gut nachvollziehen. Vielleicht kannst Du ihr behutsam sagen, das Dich Ihre Aussage sehr beschäftigt und auch Du Angst hast. Ich habe hier im Forum auch schon gelesen, das Kinder und Eltern gemeinsam zu einem Therapeuten gehen. Es ist sicherlich auch zu viel für Dich im Moment, den Papa verloren und die Mama aufbauen. Ich wünsche Dir, das Du bald Unterstützung findest und Deine eigene Trauer leben kannst.

    Viel Kraft dafür,

    LG Ros