Posts by adi

    Lieber Uwe, dieses Leben von Erinnerungen, das ist nun das, was bleibt... und all diese Erinnerungen sind so schön und schmerzen doch so sehr, weil niemals mehr eine dazu kommt... nur neue Erinnerungen, ohne den geliebten Menschen, ohne deine Rosi, die man nicht will, die aber doch unerbittlich entstehen. Nichts können wir daran ändern, ausgeliefert diesem unerbittlichen Leben geht Tag um Tag... fragen wozu führen in den Abgrund, und doch ist die Erinnerung und die Liebe das einzige, das mich die Tage überstehen lässt, in der Hoffnung auf diesen einen, letzten Tag... dann, endlich dann ist alles gut.. aber es tut so unendlich weh, diesen Weg zu bewältigen.. ach Uwe, ich fühle so mit dir... Adi

    Liebe Gabi, ja so fühle ich auch, kein Tag ist ein richtiger Tag, der Tod meines Mannes ist wie ein Filter, durch den ich alles erlebe, Freude und Glück herausgefiltert, die Essenz bleibt... ich bin ohne ihn, jeden Tag meines Lebens, wie viele auch noch kommen mögen, nichts kann daran etwas ändern... ich lebe ohne wirklich zu leben, Emotionen scheue ich, weil ich so schnell in den Abgrund gerate... nur das Leid anderer Menschen berührt mich tief, ich weiß nur zu gut, was das mit einem Menschen macht. Liebe Gabi, Liebe Gabi, aus tiefster Seele fühle ich mit dir. Adi

    Ihr Lieben alle, die Coronakrise geht irgendwie an mir vorbei weil die äußere, aufgezwungene Einsamkeit nur ein Spiegelbild meiner inneren Einsamkeit ist, aber die Sehnsucht nach meinem Mann wird immer größer, alles hätte ich mit ihm ertragen können... nun wirft mich oft schon ein Duft, nach Flieder, den er mir immer brachte, oder nach Brot, das er backte komplett für Stunden und Tage aus der Bahn. Ich ertrage Menschen so schwer und möchte doch nicht immer allein sein, diese Kontaktsperre zur Zeit hat mich von allem entfernt und ich weiss nicht, ob und wie ich in Zukunft auf Menschen zugehen kann, ob ich das noch schaffe... und vielleicht noch 20 solche Jahre, nein das kann ich nicht, ohne meinen Mann... das ist einfach zu grausam... manchmal träume ich von ihm..oh dieses Glück, aber das Erwachen.. so viele Tage schon ohne ihn, jeder davon ist mir gleichgültig, sie gehen an mir vorbei, der einzige Trost, wieder ein Lebenstag weniger. Und für die anderen, für die der Tod meines Mannes schon seit Langem erledigt ist, funktionieren... normal sein, wie es die Umwelt verlangt... aber auch das geht vorbei... Adi

    Ihr Lieben, die Katze ist wieder da, wie dankbar man wird für so ein Lebewesen.... es war ja eine grosse Liebe zwischen meinem Mann und seiner Katze, als sie weg war, da wars als ob noch einmal ein Teil von ihm stirbt... so habe ich es empfunden, verrückt ... eure liebe Unterstützung hat mir so gut getan, Danke und ein lieber Gruß zur Nacht, Adi

    Jetzt ist auch noch unsere Katze verschwunden, eigentlich ja die Katze von meinem Mann, 15 Jahre hat sie uns begleitet...

    und irgendwie mag ich nicht mehr, langsam verliere ich jeglichen Halt.. Adi

    Liebe Gabi, du schreibst so warm, voll Herz, man spürt die Liebe und die Einsamkeit, und dann hab ich beim Lesen das Wissen , ich bin nicht allein. Du gibst so viel. Und bei mir wächst langsam das Gefühl, Liebe und Einsamkeit gehen Hand in Hand, aber die Bitterkeit, die sie begleitet, fällt langsam zurück... wohin das auch führen mag...

    Liebe Gabi, ich schicke dir einen Gruß von Herzen, möge er dich im Herzen erreichen... Adi

    Jetzt kommt Ostern.... der Coronavirus bestimmt das Leben der Menschen, und ich ertrage das Leben fast nicht mehr..

    wozu, warum muss ich noch da sein... ohne meinen Mann ist alles so sinnlos und die grimmigste Einsamkeit hält mich gefangen... und das Wissen, dass es für immer so ist.... Menschen ertrage ich sowieso immer schwerer, man erlebt da so viel Falschheit und Gefühlosigkeit, ich treibe so dahin, in einem Meer der Verzweiflung und Trauer... das ist, was bleibt für mich..

    Gerne würde ich Hoffnung geben oder empfinden, ich weiss nur nicht worauf... Adi

    Leben mit der Coronakrise..

    Quarantäne... das kommt mir alles so unwirklich vor, wie das mehr als 15 Monate leben ohne meinen Mann. Aus der tiefen Einsamkeit die mein inneres Leben bestimmt wird langsam Verzweiflung, und es fällt mir zusehends schwerer, die Maske die ich nach außen hin trage, aufrechtzuerhalten. Wie soll das weitergehen, meine Sehnsucht und das Heimweh nach dir, mein Mann, wird immer größer und wenn ich denke, daß ich möglicherweise noch Jahre vor mir habe.... ich weiss einfach nicht wie, ohne deine Liebe um mich fehlt mir Lebensfreude und Lebenssinn. Mit tieftraurigem Herzen, Adi

    Liebe Tigerlily, ich empfinde auch so wie du schreibst, das Leben ist so unwirklich geworden, die Ausgangssperre zwingt mich zwar in noch größere Einsamkeit, aber eigentlich berührt es mich persönlich nicht im Innersten. Die Sorge für die Menschen bewegt mich schon, aber für mich... ich stehe einfach außen, fühle mich nicht mehr zugehörig, lebe wie in einem Kokon und warte immer noch auf meinen Mann, von dem ich weiss, er kommt niemals wieder, aber glauben tue ich das immer noch nicht... liebe Gabi ich kann so nachfühlen wie du lebst, fühle dich zutiefst verstanden, das ist alles was ich dir anbieten kann, denn Trost und Hilfe ist nicht, nicht in diesem Leben..

    Adi

    Liebe Gabi, 21 Monate.... Ich denke an dich und deinen Hannes, so viele Tage erleben, ertragen, bewältigen, überstehen, vernichten, funktionieren...

    wozu... das Foto strahlt so viel Liebe aus, und du schreibst, dein Trost ist die Vorfreude auf das Wiedersehen, da kann ich nur sagen, daß ist auch mein einziger Trost, so schaffe ich Tag um Tag. Mit einem Gruß zur Nacht, Adi


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    Wieder beginnt eine neue Woche, letzte Woche waren es 15 Monate ohne meinen Mann, ich kann gar nicht begreifen wie die Zeit vergeht... ich kann immer noch nicht begreifen, dass ich ihn niemals wieder sehen, seine Stimme hören, seine Arme um mich spüren werde warum schaffe ich das nicht, ich weiss es doch. Er fehlt mir so sehr und ohne ihn bin ich weit weg vom Leben, irgendwie ist mir alles so gleichgültig... ach mein Mann, ich sehne mich so nach dir, wie soll ich nur leben ohne dich...

    ... und diese Herzensempfindungen, liebe Sverja, die sind Seelennahrung und Haltegriffe im Leben, das jetzt mein Leben ist, DANKE mit einem lieben Gruß zur Nacht, Adi

    Wieder Dienstag, unser letzter gemeinsamer Tag... So viele Tage seit deinem Tod und ich muss jeden Tag auf's Neue begreifen, für immer ohne dich... wie weh das tut, die Sehnsucht nach dir ist übermächtig.... alleine leben ist nicht so schwer, aber ohne DICH leben ist nicht leben... ich warte auf den Tag, bis dahin.... weitermachen...

    Ja, wofür... liebe Gabi,

    auch ich finde keinen Grund.... und ja, mir fehlt einfach der ganze Mensch, sein Geruch, das liebe Gesicht, die Grübchen, seine Stimme, unsere ganz privaten Neckereien, unser "weisst du noch", mir fehlt einfach das Leben mit ihm. Ohne ihn ist es nicht leben sondern eben die Zeit herumbringen, das funktioniert ja, aber jeder Gedanke an die Zeit, die möglicherweise noch vor mir liegt, kann mich jederzeit in den Abgrund ziehen. Nur in den schlaflosen Nächten wage ich meinen Tränen und der unendlichen Sehnsucht Raum zu geben, ach mein liebster Mann, du fehlst mir so.... Adi

    Liebe Brigitte, mein Mann ist am 12. Dezember 2018 gestorben, ganz plötzlich, in einer Stunde war unser Leben zerstört... und ich begreife es immer noch nicht... gut dass du das Forum gefunden hast, Hilfe und Trost... Trost gibt es nicht, denn nichts kann dir deinen Mann wiedergeben, aber dein Leid verstehen, mitfühlen wie groß die Sehnsucht und das Heimweh nach deinem Mann ist, im Forum sind Menschen, denen musst du nichts erklären, die wissen um deinen Schmerz. Bitte schreibe wann immer du magst oder nicht mehr weiter weisst, ich will dir mein innigstes Mitfühlen schicken und meinen Arm um dich legen, wenn du magst, Adi

    Ja, liebe Tigerlily, die Trauer, die innere Einsamkeit, das zeigt man besser nicht, sonst kommen die Rat "Schläge" und die tun halt doch immer wieder weh. Also funktionieren... ich glaube, für mich, die Trauer um meinen geliebten Mann, um das Leben das er nicht mehr leben durfte, das wir nicht mehr leben können, diese Trauer wird mich begleiten bis zu dem Tag, an dem dann alles gut ist. Bis dahin leben, auch mit Freude an Kino, Theater, an Familie, Menschen, Begegnungen, aber nie mehr ist es dieses tiefe,unbeschwerte Empfinden, ich erlebe jetzt alles irgendwie gefiltert, ferner, wie wenn ich von außen auf mein Leben schaue. Liebe Tigerlily, was ist das für eine Welt, in der man sich für das Trauern um einen Menschen rechtfertigen muss, Fristen beachten... ein Jahr - höchstens!! Und ich frage mich oft, war ich auch so... nein, aber sicher doch auch oft gedankenlos... jetzt versuche ich es besser zu machen... ich lese so gerne bei dir, du bist immer so klar und feinfühlig, DU tust gut, ich wünsche dir gute Momente, die immer mehr werden sollen, ein lieber Gruß, Adi