Posts by Louis Butzemann

    ich fühlte mich ebenso verunsichert, denn ich kämpfe darum, das Leben wieder als schön anzuerkennen und suche schon mein Leben lang. Ich schwafel auch nichts von positiv denken oder raspel Süssholz. Bin oft in grosser Trauer und möchte wieder Land in Sicht bekommen. Ich weiss , wie sich Liebe anfühlt, wie Wut ebenso Hass und Bitterkeit. Möchte aber unbedingt wieder das Leben sehen wie es ist. Hier ist die freie Entscheidung gegeben, wie ich über alles denke was mir widerfährt.

    Hier wird nichts schön geredet, nach der Trauer. Es sind fliessende Übergänge. Ich möchte wieder dankbar sein, dass ich Mensch bin und das obwohl ich solch eine schlimme Verlusterfahrung machen muss.

    Das ist schwer , und wenn ich Mal wieder die Blumen am Wegesrand sehe oder gar das ganze Universum und nicht zuschlagen will, dann habe ich die Freiheit zu entscheiden..

    Einen gesegneten Abend allen.🙏

    lieb, dass Ihr mir antwortet. Danke, man fühlt sich dann weniger allein. Meine Therapiestunde war sehr tief. Die Frau ist ja eigentlich schon in Pension, aber sie macht noch etwas weiter. Mittlerweile in ihrer eigenen Wohnung. Sie hat ja damals als junges Mädchen ihren Geliebten verloren, der sich mit 23 selbst tötete, indem er vor die UBahn sprang. 7 Tage davor und danach erlebte sie übersinnliche Phänomene. Sie wollte sich fast selber vergiften, da sie den Schmerz nicht mehr ertrug. Da bekam sie eine Lichterscheinung mitten in der UBahn und spürte den göttlichen Frieden, der sich plötzlich in ihr offenbarte. Sie entschloss sich sodann, Psychologie zu studieren.

    Sie weiss wie ich mich fühle und sie sagt mir dass diese Schwere und Traurigkeit richtig ist und dass sie in Wellen kommt und geht. Mal mehr Mal weniger intensiv. Ich soll keine Angst haben, eines Tages wird es besser. Ich soll es zulassen. Wir reden sehr viel über Leben, Tod, Seele, Menschsein, Gott oder Licht. Über den Buddhismus und über die Errungenschaften der Quantenphysik. Die Stunde mit ihr ist mir sehr heilig geworden. Den Schmerz kann sie mir nicht nehmen, aber ich bekomme eine kleine Denkrichtungsänderung, ich möchte nämlich weiter leben . Ich bin auf der Suche und möchte eines Tages wieder ehrlich lachen und es zulassen, was passiert ist. Ich kann nichts mehr rückgängig machen, so sehr ich es wollte. Und sicher werden noch viele Tränen heraus wollen, um das Loch in meiner Brust fortzuspülen. Ich hoffe es wird irgendwann anders. Passt auf Euch auf. Anja

    ja es ist schwerer alleine. Aber glaube mir, ich war gerade mit meinem Liebsten eine dreitägige Bootstour machen. Wir waren zusammen mitten in der Natur, aber ich war immer traurig. Muss mich anstrengen ein Lächeln hinzubekommen und vor allem auch auf meinen Partner zu achten. Mich auch auf ihn einzustellen. Das ist auch schwer. Es liebt mich und will dass ich es schön habe, aber ständig pocht das Vermissen und das Unverständnis an mein Herz und erschwert es. Dann bin ich lieber alleine und warte, bis es ein klein wenig besser wird.

    Ja selbst die Familienmitglieder oder beste Freundin kommen nie und wollen da sein. Auch ich hatte kurz hintereinander 2 herbe Tode( meine Mutter, gerade Mal 70 Jahre und mein Sohn 20 Jahr) erleben.

    Das macht traurig und es nagt, nagt, nagt. Ich bin 53 Jahre und war Mal eine ganz positive Frau.

    Ich werde auch keine Antidepressiva nehmen. Was soll das schon bringen? Als würde ich dann leichter durch die Zeit wandern? Wie kann es jemals wieder leicht werden? Kann ja gar nicht.

    ich weiss nicht wie es Anderen geht. Aber für mich fühlt sich das 2. Trauerjahr oftmals schwerer an, als das 1. Das lange Vermissen nimmt kein Ende und es stellt sich keine Freude ein, auch wenn die Blumen blühen, oder man eine kleine Bootsfahrt macht. Die Trauer ist stets ein treuer Begleiter. Ich habe gleich meinen TherapieTermin. Ich habe Fragen, warum man einfach nicht abschliessen kann? Warum geht dieses Gedankenkarussell immer wieder die gleichen Bahnen und beschwert das Herz so sehr.?

    Guten Morgen ihr Mitfühlenden,

    ich danke Euch für die Worte, nur wir wissen, wie er sich wirklich anfühlt, der Tod, und was er in uns bewirkt. Heute scheint Aussen die Sonne, Mal sehen ob sie mein Inneres wärmen kann. So eine Attacke wie gestern kann man glaube ich nicht lange aushalten. Ich bete um Kraft für alle, die solches durchmachen. Danke liebe Sverja aus dem Norden für die spirituelle Begleitung Mal wieder. Kommt bestmöglich durch den Tag. Anja

    heute war ein schwerer Tag. Ich spürte immerzu dieses Sehnen, dieses Vermissen, dieses Alleinsein, obwohl ich ohne diese Verlusterfahrung ganz normal gelebt hätte. Ein Tag im Mai , doch heute strömten die Tränen aus mir heraus, ich lese und suche , ich suche und lese ich suche vor allem meinen Sohn, der voraus gegangen ist, wohin? Man nennt es jenseits. Ich lese über Seelenpläne, über Seelen und all die Bereiche des Lebens. Ich belese mich. Ich will Antworten finden und bleibe zum Schluss dieses schweren Tages ohne Antworten. Nur wage Vorstellungen, davon wie das Leben , der Tod gehört dazu, wie ich ja schmerzlich erlebe, funktioniert. Karma, Seele, Reinkarnation. Ich suche den Halm an den ich mich festhalten kann. Sicherheit ist verschwunden. Die schönen Tage ebenso seit 18 Monaten. Mein Sohn gerade erst 20 wurde leblos aufgefunden. Es ist unfassbar. Es zerrt an meinen Nerven, an allem. Ich bin nicht mehr, die, die ich war , als alles noch ganz war. Es ist so sinnlos. Ich lese weiter all die Bücher über Buddhismus, über Jesus , Gott , meine Seele , unsere Seelen . Mein Sohn bleibt verschwunden. Der Schmerz bleibt da. Manchmal kleiner, manchmal so stark, dass ich kaum glaube , dass es Mal wieder gut wird. Wie soll es gut werden, wenn ich keine Antworten bekomme. Es ist eine klaffende, schreiende Wunde

    Liebe Tamara,

    ich wünsche Dir zu DEINEM Geburtstag, die Kraft, wieder zu Dir zu finden. Wir können das Leben nicht kontrollieren, auch ich habe meinen Sohn so früh verloren. Niemals wäre mir so eine Möglichkeit des Lebens in den Sinn gekommen und nun lebe ich seit 16 Monaten mit diesem Erleben.

    Ich habe aufgehört zu fragen warum. Aber ich habe nicht aufgehört alles Andere zu schätzen, mich inbegriffen. Ich wünsche Dir Trost und Kraft. Nico wird immer in Deinem Herzen sein. So kraftvoll wie seit Anbeginn.🙏

    Lieber Romulus,

    Ich gehe noch immer weiter habe auch meinen 20 jährigen Sohn für immer verabschieden müssen. Und ich ist er bei mir , in meinem Herzen für immer. Es ist nicht mit Worten zu beschreiben was wir durchmachen, als ein Elternteil. Ich weiss dass einem nichts gehört. Alles ist nur eine Zeit und alles ist im Wandel. Aber Kopf und Herz sind zwei Bereiche. Wenn ich in mein Herz schaue und sehe was ich sehen musste, nämlich meinen Sohn im Sarg, von heute auf morgen und all meine Liebe die für ihn bereit war, die immer da war, seit Anbeginn seines Lebens, wenn ich daran denke wie ich ihn verabschieden musste obwohl die Zeit so kurz war, muss ich wirklich auf mich aufpassen, dass ich das überlebe. So wünsche ich allen hier die Kraft zu finden, es zu überleben

    Danke liebe Nebelschleier

    Ja es ist ein Strudel, indem wir uns befinden. Wir wollen nicht untergehen, weil wir ja noch leben hier als Mensch, als Mama oder Papa als Schwester oder Bruder.

    Jedoch seit der Tod einen der Liebsten mitgenommen hat , ist es schwer geworden, Sicherheit, Behaglichkeit oder gar Heimeligkeit zu spüren. Es ist das nackte Überleben. Und nun auch schon so lange mit Corona. Ich habe nach den Tod meiner Mutter, 2 Monate später meinen gerade 20 Jahre gewordenen Sohn verloren und weiss so oft gar nicht warum. Ich gehe aber weiter, doch ich bin eine Andere geworden. Ich weiss oft nicht wie lange ich noch hier sein möchte. Aber das wird die Zeit zeigen.

    Liebe min.lu98

    Oh ja das kenne auch ich,.denken ganzen Tag läuft der Erinnerungsfilm, jeder 2. gedachte Satz ist, ich vermisse Dich mein Sohn.

    Ich spüre eine enorme Sehnsucht. Es kam zu schnell und wie ein riesen Stein rollt das Gedankenkarussell. Andere bemerken es wahrscheinlich gar nicht. Wirke sicher stark und optimistisch. Aber in mir brodelt es und ich lebe in 2 Welten. Ich denke viel an die Vergangenheit. Sehe wer schon alles gegangen ist. Als sie hier waren, erschien alles so selbstverständlich und heil.

    Dann denke ich daran, dass in jeder Sekunde Menschen sterben, und geboren werden. Ich denke an all die anderen, die jetzt in Trauer sind.

    Und ich vermisse jede Sekunde meinen Sohn, der nur 20 wurde.

    So wird das wohl immer sein.

    Damit ich weiter gehen kann und es ja bereits seit 14 Monaten tue, lasse ich mein Herz offen und bis zu meinem letzten Atemzug werde ich Louis an meiner Seite halten.

    Wir vergessen nicht was wir liebten.

    Ab nun müssen wir alleine zu unseren Lieben reden. Ein Traum in einem Traum. Ich wünsche Dir Kraft und Halt. Anja

    Liebe Nebelschleier,

    ich wünsche Dir einen Engel, der auf Dich aufpasst und Geistwesen, die Dich unterstützen. Dein Herz ist der Ort, indem du Deinen Schatz bewahren kannst, von dort kommt die Liebe. SIE sprengt die Grenzen. In tiefer Verbundenheit denke ich an Dich und an alle, die jemanden so vermissen.:24: