Liebe Christine,
auch ein so gutes Forum wie unseres hat seine Grenzen. Das ist absolut richtig. Wir sind hier eine Schicksalsgemeinschaft, und die Trauer verbindet uns. Das heißt aber natürlich nicht, daß man alles was so in einem vorgeht öffentlich schreiben kann bzw. will. Ich verstehe sehr gut was Du meinst. Für manches braucht es einfach mehr Vertrauen als ein Forum bieten kann, und ein Forum ersetzt keinen realen Menschen mit dem man lachen und weinen kann. Ich hatte noch die Geschwister von Andreas. Mittlerweile ist der ältere Bruder auch gestorben, aber die Schwester und ihr Mann sind noch da, und Andreas ist immer bei uns. So wie Dein Sohn bei euch ist. Trauer ist etwas sehr individuelles. Da spielt die Lebenssituation hinein, ob es noch ein Umfeld mit realen Menschen gibt, die eigene Mentalität und noch einiges mehr. Einen anderen Menschen wirklich zu verstehen ist sehr schwer, auch wenn man sich in derselben Situation befindet. Aber die Begleitumstände sind bei jedem anders. Da muß man sich schon sehr gut kennen. Trotzdem ist das Forum sehr wertvoll. Vor allem in der ersten Zeit nach Andreas` Tod hat es mir sehr geholfen, und auch nach inzwischen 6 Jahren möchte ich nicht darauf verzichten. Ich empfinde den Austausch, auch wenn er nur virtuell ist, immer noch als hilfreich und tröstlich. Und liebe Forumsmitglieder wie z.B. Du tragen auch dazu bei.
Liebe Grüße
Lilifee