Liebe Elke,
der Tag ist auch Dank eurer Hilfe überstanden. Es ist so gut daß es dieses Forum gibt.
Liebe Grüße
Lilifee
Liebe Elke,
der Tag ist auch Dank eurer Hilfe überstanden. Es ist so gut daß es dieses Forum gibt.
Liebe Grüße
Lilifee
Liebe Bärbel,
Andreas und ich sind für immer miteinander verbunden. Aber hier unten muß ich, wie wir alle, alleine klar kommen. Das macht es ja so schwer.
Liebe Grüße
Lilifee
Liebe Renate,
ja diese Tage sind schrecklich, das wissen wir alle, und das werden sie auch bleiben. Da mache ich mir keine Illusionen. Es hilft aber immer wieder hier verstanden zu werden. Danke für die Kerze. Ich bin sicher, Andreas hat sie auch gesehen.
Liebe Grüße
Lilifee
Liebe Tina,
auch Dir Danke für die guten Wünsche. Andreas sieht bestimmt wie mir zumute ist. Er kann es nicht ändern, aber er ist bei mir. Darauf vertraue ich.
Liebe Grüße
Lilifee
Lieber Simon,
den Tag habe ich überstanden. Jeder von uns weiß ja was solche Tage bedeuten. Danke daß Du an Andreas und mich gedacht hast. Das Mitfühlen hier im Forum hilft auch immer.
Liebe Grüße
Lilifee
Liebe Steffi,
es gibt neben der Trauer auch schöne Momente. Andreas ist nicht vergessen, und mit seinen Geschwistern teile ich viele schöne Erinnerungen. Das tut einerseits weh, es tröstet aber auch.
Liebe Grüße
Lilifee
Liebe Hedi,
danke für die guten Wünsche. Schöne Erinnerungen sind immer da, aber Andreas fehlt mir so unendlich.
Liebe Grüße
Lilifee
and what song is the universe singing?
Liebe Puzzle,
mein
Kopfkissen mußte sogar noch länger winken. Ich hatte den Rechner
ausgemacht und dachte, guckst noch einen Moment in die Zeitung, so
zum Abschlaffen, und dann war es auf einmal wieder halb vier. Dafür
hat mein Kopfkissen aber meistens bis weit in den Vormittag etwas von
mir.
Ich kann ja aufstehen wann es mir beliebt, auch wenn ich
natürlich nicht so lange schlafe. Aber im Bett liegen und die
Gedanken einfach wandern lassen ist auch ganz nett. Und warum und für
wen sollte ich schon morgens früh aufstehen?
Die
Erinnerung an unsere Lieben kommt manchmal allerdings sehr plötzlich
und unerwartet. In ganz alltäglichen Situationen, in denen Du
überhaupt nicht damit rechnest. Da braucht es keinen besonderen
Grund. Wobei, gerade auf dieser Strecke würde ich wohl doch damit
rechnen, denn dieser Weg wäre für mich für immer mit diesem
furchtbaren Erlebnis verbunden. Das könnte ich wohl nie mehr
trennen. Ich hoffe aber daß Du Dich irrst was Deine Mutter betrifft.
Vielleicht wollte sie wirklich daß Du an sie denkst, aber ihren
Frieden hat sie hoffentlich davon unabhängig gefunden. So wie ich
das Andreas auch wünsche. Und die schadenfrohe Stimme hat ja nicht
ganz unrecht mit dem was sie sagt. Doch klein Puzzle schlug ihr ein
Schnippchen und fand das Schäufelchen. Ätsch. ![]()
Den
Satz „mit dem Wissen von heute ...“ habe ich völlig wertfrei
gemeint und geschrieben. Ich hadere nicht mehr mit dem was war bzw.
nicht war. Deswegen halte ich mein bisheriges Leben jetzt nicht für
glücklicher, aber nachdem wir alles am Anfang unseres Austauschs so
ausführlich durchgekaut haben, konnte ich nun einen Haken dran
machen.
Puzzle. Der Satz war für mich nur eine sachliche
Feststellung, sonst nichts. Vermutlich gibt oder gab es ja für jeden
Situationen in denen man sich mit dem heutigen Wissen anders
verhalten oder anders entscheiden würde, wenn man es denn noch mal
könnte.
Wenn
ich in Interviews mit älteren Promis lese, ich würde alles wieder
genauso machen, habe ich doch leise Zweifel. Was den Weg zum und mit
dem Erfolg angeht glaube ich das wohl, aber sonst? Und wenn Du dieses
oder jenes wieder so entscheiden würdest, dann hast Du es richtig
gemacht. Ich weiß aber, daß ich manches falsch entschieden habe,
und ich hätte das auch damals schon erkennen müssen.
Natürlich ist
man hinterher immer klüger, weil man ja erst nicht weiß wie sich
eine Entscheidung später auswirkt. Deshalb schrieb ich ja, „mit
dem Wissen von heute“. Und jemand ganz Schlaues könnte jetzt
sagen, es war mein Weg und vorherbestimmt. Aber so einfach lasse ich
mich nicht aus der Verantwortung. Sonst wäre der freie Wille ja nur
eine Farce. Aber das haben wir schon diskutiert.
Ob
ich noch einmal in solche Situationen komme weiß ich natürlich
nicht, bezweifle es aber. Es ging mehr um Entscheidungen die man am
Anfang des Erwachsenenlebens trifft, die aber für längere Zeit
richtungsweisend sind. Damit meine ich z.B. Partnerwahl und Finanzen.
Die beiden Beziehungen vor Andreas waren einfach nur ein Griff ins
Klo,
und finanziell ging es mir durch eigene Dummheit nicht immer so
gut wie heute. Da würde ich einiges anders machen, aber wie gesagt,
abgehakt und kein Hader mehr.
Manchmal
ist man tatsächlich zu Dingen fähig die man nie für möglich
gehalten hätte. Ich doch nicht. Aber Theorie und Praxis sind eben
zwei Paar Schuhe, und manches das theoretisch unvorstellbar war sieht
auf einmal ganz anders aus wenn man in der Situation ist. Ich glaube,
da haben sich schon etliche Menschen selbst überrascht, im Guten wie
im Bösen.
Nach Andreas` Tod habe ich nichts überraschendes über
ihn erfahren, aber damit habe ich auch nicht gerechnet. Bei ihm war
alles klar und offen wie der helle Tag. Er hätte auch nie etwas für
sich behalten können. Dafür war er nicht der Typ.
Ich habe großes Interesse an der jenseitigen Welt, bin aber wohl leider nicht so empfänglich wie es sein könnte und ich es gerne wäre. Trotzdem konnte ich Andreas` Zeichen mühelos erkennen, und das hättest Du auch. Es fällt jedem auf wenn ein Stofftier nicht mehr sitzt sondern auf dem Bauch liegt. Vermutlich haben sich die Eierwärmerwichtel auch deshalb gegenüber gestanden und nicht nur anders nebeneinander. Weil das auffälliger war. Und das ist auch der einzige Sinn den es für mich hat. Daß ich es merke und erkenne. Sicher gibt es auch diffizilere Zeichen die sich nicht so einfach erkennen lassen, und für die man ein Gefühl haben muß. Vielleicht habe ich auch schon was übersehen, deshalb die Auffälligkeiten.
Wegen der Fernbedienung hat mich ganz gewiß kein Lebendiger geneckt. Zwischen den beiden Sonntagen, an dem einen ging sie noch einwandfrei und am nächsten war die Batterie falsch rum drin, hatte ich keinen Besuch. Und wer käme denn auf die Wahnsinnsidee so etwas zu tun? Hattest Du schon mal dieses Bedürfnis wenn Du irgendwo zu Besuch bist? Eben, ich auch nicht.
Flackerndes Licht und Luftzug hatte ich noch nicht. Aber wenn ich es recht bedenke in den letzten Tagen etwas ähnliches. Im Wohnzimmer steht noch ein ein hölzernes Weihnachtsdorf mit LED-Beleuchtung. Es hat einen Netzstecker und ich kann wählen ob die Beleuchtung jeden Tag zur selben Zeit an- und wieder ausgeht, was ich auch getan habe. Das heißt konkret, der Zeitraum für die Beleuchtung ist immer 6 Stunden, und er beginnt wenn Du zum ersten mal den Stecker einsteckst. Das kann natürlich jederzeit geändert werden indem man den Stecker zieht und zur
neuen
gewünschten Beginnzeit wieder einsteckt. Ich habe den Stecker am 1.
Advent um 18:00 Uhr eingesteckt, die Beleuchtung war bis Mitternacht
an und ging dann selbstständig wieder aus. So war das an jedem Tag
bis vor ca. einer Woche. Seit dem ging die Beleuchtung plötzlich
schon um kurz vor halb sechs an und um kurz vor halb zwölf wieder
aus. So auch gestern, aber Nachts um halb drei war die Beleuchtung
wieder an. Zwei Beginnzeiten lassen sich aber gar nicht speichern.
Spinnt auf einmal die Zeitschaltuhr oder war das Andreas? Ich werde
es im Hinterkopf behalten und sehen wie es ist wenn ich das Dorf im
Dezember wieder aufstelle. Wenn es dann keine Abweichungen gibt
spinnt die Zeitschaltuhr NICHT. ![]()
Diese
Frage wird sich ganz einfach beantworten lassen, andere dafür nie.
Die Lieblingskollegin von Andreas sagt immer, stell keine W-Fragen,
also warum, weshalb, wieso, Du kriegst eh keine Antwort. Und sie hat
leider recht. Trotzdem stellt man sich solche Fragen manchmal eben
doch. Aber das ist menschlich. Ich versuche das auch nicht mehr zu
tun, aber manchmal überkommt es mich doch, und ich möchte das
Schicksal verfluchen. Bekannte von mir hatten, aber schon vor Jahren,
auch im nicht mehr ganz taufrischen Alter geheiratet. Vor etwa 15
Jahren hatte die Frau Magenkrebs, was nicht ganz ohne war. Und dieses
Jahr feiern sie goldene Hochzeit. Da drängt sich mir schon eine
sinnlose W-Frage auf.
![]()
Dein
Erlebnis mit dem Geruch im Vorraum ist schon interessant, aber ist
Dir wirklich nie aufgefallen daß es an der Tür zieht wie
Hechtsuppe, und was hattest Du Dir von einem neuen Läufer erhofft?
Oder hat der alte doch geduftet? Aber nun hast Du einen schönen
neuen, das schadet sicher nicht, und eine dichte Tür, das schadet
erst recht nicht.
![]()
Für den Geburtstag habe ich kein Ritual weil mir noch keines eingefallen ist. Wir haben seinen Geburtstag oft mit den beiden Töchtern aus der ersten Ehe und deren Partnern gefeiert. Dazu noch die drei Hunde von der Älteren. Oder wir haben nur für uns gefeiert. Aber den Tag werde ich auch überstehen weil ich es muß.
Und nun ist es schon wieder halb zwei, und die einzige im Moment offene Frage ist, wie lange bleibe ich noch auf. Da Du vermutlich schon schläfst wünsche ich Dir einen erträglichen ruhigen Tag.
Alles Liebe
Lilifee
Ich wünsche Euch alles Liebe und das Bestmögliche für den Rest des Weges auf dieser Seite.
Lieber Robert,
das wünsche ich Dir auch aus ganzem Herzen, und das wir es bald geschafft haben. ![]()
Ich schicke Dir eine sanfte ![]()
Lilifee
Liebe Puzzle,
„sehr
speziell“ ist in der Regel eine höfliche Umschreibung für „etwas
sonderbar, wunderlich oder sogar übergeschnappt“, würde ich
sagen. Jedenfalls verwende ich die Umschreibung in diesem Sinne, und
habe von anderen gehört, daß sie auch genau das damit ausdrücken
wollen. In Bezug auf Dich ist das ganz bestimmt ein Irrtum, denn Du
kommst mir sehr normal vor. Ich glaube aber zu wissen was Du meinst,
denn ich habe auch einige Reaktionen auf frühere Beiträge von Dir
gelesen. Mein Eindruck war, daß Dein herzerfrischender Pragmatismus
nicht so von jedem in jeder Situation geschätzt wurde. Ich schätze
ihn aber sehr, und Reibungspunkte werden sich schon wieder finden. Wo
bleibt Dein Optimismus?
![]()
Gruselig war das Wirken von Andreas überhaupt nicht, sondern sehr tröstlich. Er hat ja keine Möbel verrückt, sondern nur kleinere Gegenstände. Ich schreibe mal einige Beispiele, die ich auch im Thread „Zeichen von Verstorbenen“ erwähnt habe.
Andreas hat Frühstückseier geliebt, und wir hatten verschiedene Eierwärmer in Form von Wichteln, Schäfchen, Weihnachtsteddys usw. Die stehen teilweise noch als Deko in der Küche. Dann habe ich gesehen, daß zwei Wichtel anders stehen. Nicht mehr nebeneinander sondern sich gegenüber und gucken sich an. Ich habe sie nicht so gestellt, und es war zu dieser Zeit auch kein Besuch da.
Einige Zeit nach Andreas` Tod habe ich drei Engelfiguren aus Halbedelsteinen gekauft. Zwei kleinere und eine etwas größere. Die Engel stehen nebeneinander auf dem Nachttisch und gucken zu meinem Bett. Der große in der Mitte und die kleinen rechts und links daneben. Und auf einmal war ein kleiner Engel so gedreht daß er zum Fenster geguckt hat.
Und
einmal hat er mich ganz schön geneckt. Wir haben nie viel Fernsehen
geguckt, und nach seinem Tod habe ich den Fernseher nur noch Sonntags
angemacht um die Fußballergebnisse zu gucken. Die Fernbedienung lag
immer auf dem Receiver, und an einem Sonntag hat sie nicht mehr
funktioniert. Aha, dachte ich, die Batterien sind leer. Gehe mit der
Fernbedienung in die Küche, öffne das Batteriefach und will die
beiden Batterien herausnehmen. Aber ohne es gleich benennen zu können
denke ich, da stimmt doch was nicht. Gucke also genau hin und sehe
daß eine Batterie verkehrt herum liegt. Ich drehte sie richtig
herum, und siehe da, die Fernbedienung funktioniert wieder
einwandfrei.
Habe ich die Batterie in einem Anfall von geistiger
Umnachtung verdreht?
Wohl eher nicht.
Wir
hatten auch etliche Stofftiere in den Zimmern verteilt, und einige
saßen auf einmal anders als vorher oder lagen auf dem Bauch. Ich war
das ganz sicher nicht, und mein Besuch ist auch nicht so kindisch und
tut so etwas.
In meiner neuen Wohnung hat er auch Figuren verrückt.
Da wußte ich, er ist mit mir umgezogen. Leider ist es nun schon eine
ganze Weile her, daß er sich so bemerkbar gemacht hat, aber
vielleicht tut er es ja bald mal wieder.
Von
Deinem schwarzen Humor habe ich mich keineswegs veralbert gefühlt.
Im Gegenteil, habe herzhaft gegrinst.
Du wirst Deine Mutter kaum dazu
bewegen können daß sie den Spüler ein- oder ausräumt.
Mit
Hausarbeit hat sich Andreas leider noch nicht bemerkbar gemacht. Die
darf ich schon selbst erledigen, aber es hat mich immer sehr
aufgebaut wenn ich seine Zeichen entdeckt habe.
Einen
Plan B zu haben gibt allerdings Sicherheit. Du mußtest ja wesentlich
mehr Entscheidungen treffen als ich. Mit Hausbau und Kindern war ich
nie belastet, und durch eine falsche Entscheidung auf der Straße zu
landen brauchte ich auch nie befürchten. Ich war immer nur für mich
selbst verantwortlich und mein Berufsleben ist sehr glatt verlaufen.
Da würde ich im nachhinein auch nichts anders machen wollen. Mit dem
Wissen von heute würde ich aber im Privatleben so einiges anders
machen. Aber der Zug ist abgefahren. Nur die Zeit mit Andreas würde
ich nicht ändern, abgesehen von der Dauer, denn sie war einfach
perfekt. Natürlich kann man freiere und durchaus auch riskantere
Entscheidungen treffen wenn es einen Plan B gibt, und offensichtlich
hast Du ja richtig entschieden. Deine Kinder sind groß, das Haus ist
fertig und mit der Straße habt ihr keine Bekanntschaft gemacht.
![]()
Unsere
jetzige Situation war allerdings nicht unsere Entscheidung. Ich hätte
nie und nimmer gedacht daß es so schnell gehen könnte. Eigentlich
wollten wir die Silberhochzeit erleben. Das wäre 2040 der Fall
gewesen. Sportlich aber nicht unmöglich.
Andreas wäre dann 84
gewesen und ich 85, also kein unerreichbar hohes Alter. Für Andreas
war es leider doch unerreichbar, und ich werde es bei meinem „Glück“
wohl noch erleben müssen. Dafür gibt es einfach keinen Plan B. ![]()
ch
würde auch gerne bestimmen wann es gut ist, aber ich höre das
Schicksal im Hintergrund genauso laut lachen wie Du.
Das hättest Du
wohl gerne, bringt es unter fröhlichem Glucksen heraus, aber da
irrst Du Dich gewaltig. Ich, Dein Schicksal, bestimme wann etwas gut
ist, und niemand sonst. Also richte Dich auf eine noch lange
Wartezeit ein. ![]()
Meine Bewunderung für Deine Fähigkeiten kannst Du getrost annehmen. Sicher können noch andere was Du kannst, aber viele können es nicht, und Du bist auch noch sehr vielseitig.
Wenn du so gelebt hättest wie ich, könntest du vielleicht noch viel mehr als ich.
Aber
wirklich nur vielleicht. Interesse und Wollen sind schon wichtig,
aber wenn es beim Können hapert, zu wenig. Andreas konnte auch
nicht, da waren wir schon zwei. Ich finde es auch schlimm daß so
vieles nicht mehr repariert werden kann. Produkte werden so
hergestellt daß sie eine überschaubare Lebensdauer haben und nicht
repariert werden können. Nur um die Wirtschaft anzukurbeln. Das ist
doch krank. Mein Schwager hat vor kurzem seine Sonnenbrille in der
Jackentasche vergessen und sich in der Küche angelehnt. Da hat es
knack gemacht, und ein kleiner Zapfen war abgebrochen. Dadurch hält
der Bügel nicht mehr, und der Zapfen kann nicht angeklebt werden
weil er zu winzig und auch etwas gesplittert ist. Also neue
Sonnenbrille und die Wirtschaft gekurbelt. Da hättest Du wohl auch
nichts mehr machen können. ![]()
Was
der Tod genau ist möchte ich auch gerne wissen. Unsere Männer
wissen es schon.
Ich habe einige Bücher von einem amerikanischen
Arzt über Nahtoderlebnisse gelesen, und beneide die Menschen die das
erleben durften. Er hat viele Menschen befragt, alte und junge,
Männer, Frauen und auch Kinder. Die Erlebnisse ähneln sich in
vielem, es gibt aber auch Unterschiede. Den Arzt oder diese Menschen
würde ich gerne das eine oder andere fragen, aber dazu habe ich
leider nicht die Möglichkeit. Also muß ich abwarten bis ich alles
selbst erfahre. Aber die Berichte waren sehr tröstlich und es gab
nichts wovor man Angst haben müßte. Etliche der Befragten waren
überhaupt nicht glücklich weil sie wieder zurück mußten und noch
nicht bleiben durften. Kann ich sehr gut verstehen.
Tja,
wie sag ich`s meinem Kinde? Beziehungsweise Du Deinem Vater? Da kann
ich Dir leider nicht helfen, und ein Werkzeug wohl auch nicht.
Vielleicht einfach die Wahrheit? Immerhin hast Du ja noch so einiges
um die Ohren. Ich wünsche Dir aber daß Dir etwas passendes einfällt
und sage jetzt Gute Nacht. Es ist gleich halb zwei und das Kopfkissen
winkt. ![]()
Hab einen schönen Tag
Lilifee
Liebe Puzzle,
bitte
keine Entschuldigungen, das ist nicht nötig. Tägliche Antworten
sind keine Pflicht. Unser Austausch soll uns Freude machen und kein
Zwang sein. Aber jetzt muß ich Dich leider sehr enttäuschen. Du
hast weder Zündstoff noch Reibungspunkte geliefert.
Jedenfalls für
mich nicht. Ich kann allem was Du geschrieben hast nur
uneingeschränkt
zustimmen.
Manchmal
kommt alles auf einmal, da reicht auch ein kleines Umfeld. Aber
wenn es Menschen sind denen man gerne hilft, wird es auch nicht so
schnell zu viel. Jetzt wiederhole ich mich wieder, aber ich bin von
Deiner Vielseitigkeit erneut beeindruckt. Mal eben so eine Bank
reparieren, klar doch, kein Problem.
Ich wüßte nicht mal mit was,
geschweige denn wie ich so etwas machen sollte. Da kannst Du wirklich
stolz drauf sein. Die Freude die Du damit bereitet hast kann ich mir
lebhaft vorstellen, und das ist auch der schönste Dank den man
bekommen kann. Wenn dann die Hilfe auch noch auf Gegenseitigkeit
beruht ist es natürlich optimal. Hoffentlich hat Deine Schulter
nicht zu sehr gelitten. Aber wie Du schreibst, solche Tage kosten
viel Kraft, geben aber auch viel zurück.
Was
den neuen Job betrifft wünsche ich Dir natürlich daß Plan B in der
Schublade bleiben kann. Das Umfeld macht auch dort eine
ganze Menge aus, aber erst mal optimistisch sein. Es gibt überall
solche und solche, und die Guten überwiegen hoffentlich. Die
Chance sollstest Du unbedingt nutzen. Im schlimmsten
Fall gibt es ja die Möglichkeit zu kündigen. ![]()
In
die Sch… taucht jeder mal ein. Der eine mehr, der andere weniger,
aber ganz entkommt ihr wohl niemand. Immer einen Plan B haben ist
sehr hilfreich. Den hatte ich leider nicht immer, aber jetzt brauche
ich auch keinen mehr. Für das Weiterleben nach dem Tod des liebsten
Menschen gibt es keinen Plan B. Und da ich unabhängig bin und auf
niemanden Rücksicht nehmen muß kann ich ganz für mich entscheiden
ob ich mich treiben lasse, oder ob ich irgendetwas in Angriff nehmen
will. Bis jetzt bin ich noch sehr für treiben lassen. Ist nicht das
Schlechteste. Und wenn ich das Gefühl habe, genug getrieben, werde
ich mir was überlegen. Aber erst dann wenn ich es will. Ein Job ist
für mich kein Thema mehr, und nach 40 Jahren Berufstätigkeit kann
ich auch finanziell gut leben, denn ich bin nicht anspruchsvoll
sondern preiswert im Unterhalt. ![]()
Und was den Spruch betrifft sind wir wegen der Bedeutung schon einer Meinung. Die Frage für mich ist nur, wer entscheidet wann etwas gut ist? Das kann doch nur ich selbst, oder wird das von einer höheren Macht entschieden? Dann sieht es allerdings etwas anders aus. Vor allem wenn die höhere Macht und ich unterschiedlicher Meinung sind. Ich habe mir für das neue Jahr vorgenommen einfach weiter zu machen, Schritt für Schritt und Tag für Tag. Ohne große Pläne und Erwartungen. Mit dieser Einstellung bin ich nun im 4.Trauerjahr angekommen und ruhiger geworden. Sicher auch weil ich es aufgegeben habe über Fragen zu grübeln für die es hier keine Antworten gibt. Ich belaste mich nicht mehr mit Überlegungen ob ich etwas anders oder besser hätte machen können. Andreas` Leben war zu Ende gelebt, und ich hätte nichts daran ändern können. Das muß ich einfach akzeptieren, auch wenn das sehr schwer ist. Er fehlt mir so unendlich, aber ich grübele nicht mehr, und wünsche ihm daß es ihm gut geht bis wir uns wiedersehen.
Ich
glaube auch nicht daß unsere Lieben ständig um uns herum sind. Das
würde ich auch etwas beängstigend finden. Nach Andreas` Tod habe
ich mir einige Trauerhilfebücher zugelegt. Beim Stöbern bin ich
auch auf Bücher gestoßen die für mein Empfinden sehr nach
Hokuspokus klingen. Geschrieben von selbsternannten Hellsehern und
ähnlichem, die angeblich exklusive Botschaften aus dem Jenseits
erhalten. In einem Buch war eine Kapitelüberschrift „Können uns
Verstorbene beim Duschen zusehen?“ Leider
ging die Leseprobe nicht bis zu diesem Kapitel. Hätte mich schon mal
interessiert was die Autorin zu dieser Frage zu sagen hatte.
Aber
wiederum nicht genug um dieses Buch zu kaufen. Ich hoffe aber daß
sie es nicht können, oder besser gesagt nicht tun. Andreas war
entweder einige Male in unserer gemeinsamen Wohnung und auch in
meiner neuen Wohnung, oder er hat die Gegenstände aus der Ferne
verrückt. Was natürlich auch möglich ist, aber er hat sich auf
jeden Fall dadurch bemerkbar gemacht, und das war sehr tröstlich.
Ich
glaube aber auch nicht daß er ständig hier herumfliegt und guckt
was ich mache.
Ob unser Verhalten und unsere Sehnsucht negativen
Einfluß
hat kann ich mir nicht so wirklich vorstellen. Ich hoffe Andreas ist
in der anderen Welt angekommen ohne sich von mir festgehalten zu
fühlen. Auch wenn die Sehnsucht nach ihm immer bleiben wird,
behindert sie ihn hoffentlich nicht. Unsere
Lieben existieren noch, davon bin ich fest überzeugt, aber sie
gehören nicht mehr in unsere Dimension. Das sehe ich auch so, und so
lange wir sie nicht vergessen sind sie in unseren Herzen bei uns. Ich
schreib es schon mal im Forum, unsere Danksagungsanzeige hatte die
Überschrift „Nur wer vergessen wird ist tot. Du wirst leben.“
Andreas wird nie vergessen sein. ![]()
Und
nun hoffe
ich daß der Regen aufgehört hat und der Bach in seinem Bett
geblieben ist.
Ich
werde mich jedenfalls allmählich in meines begeben und wünsche eine
gute Nacht. ![]()
Alles Liebe
Lilifee
Liebe Sunrise,
das ist doch eine gute Idee. Ob es einen Thread dieser Art schon gibt weiß ich leider auch nicht. Es gibt so viele, die kann man nicht alle kennen. Hast Du Lust einen anzulegen? Ich fürchte nur, da werde ich nicht allzu viel beisteuern können. Aber andere vielleicht mehr?
Lieber
„Häuptling
Hochroter Kopf“
Puzzle, ![]()
das
ist allerdings eine andere Art von Entzündung. Die Ursache läßt
sich wohl operativ beheben, aber wie es danach ist kann Dir niemand
sagen. Kortison würde vermutlich auch helfen, aber die guten Sachen
verträgst Du ja offensichtlich nicht so gut. Eine Physiotherapie
ist sicher nicht schlecht. Ich stelle es mir aber nicht sehr lustig
vor mit Schulterschmerzen auch noch Turnübungen machen zu müssen.
Unsere Medizin kann und macht so viel, aber bei manchen eigentlich
einfachen Sachen gibt es nur wenig Möglichkeiten. Es gibt doch so
eine Art Bandagen für den Oberkörper um die Haltung zu verbessern.
Aber die hätte Dir Dein Orthopäde sicher schon empfohlen. Das
Training ist bestimmt mühsam weil langwierig, aber was anderes
bleibt wohl nicht. Ich sag`s ja immer, die beste Krankheit taugt
nichts. ![]()
![]()
Natürlich
ist mein Einwand wegen einer möglichen Wiedergeburt höchst irdisch
gedacht. Anders als irdisch kann ich ja nicht denken. Die Vorstellung
alles ist gleichzeitig und überall ist für mich sogar beängstigend.
Wie sollen sich unsere kleinen Köpfe von der Zeit lösen können
wenn wir sie doch ständig erleben. Damit meine ich jetzt nicht mal
die menschengemachte Zeiteinteilung in Stunden, Tage, Wochen usw.,
sondern den Zeitablauf der auch ohne unsere Zeitmessung stattfindet.
Z.B. der Wechsel der Jahreszeiten, Ebbe und Flut, der Wechsel von Tag
und Nacht. Oder passiert das in Wirklichkeit alles gleichzeitig? Das
ist doch kaum vorstellbar. Ich glaube das paßt in keinen irdischen
Kopf,
und so soll es wohl auch sein. Andreas als Pharao oder in einer
fernen Zukunft (vielleicht auch als Frau) ist schon eine lustige
Vorstellung. Es ist aber ein schöner Gedanke daß er auf mich wartet
damit wir zusammen weitergehen können. Auf die Idee bin ich noch
nicht gekommen. Gefällt mir aber viel besser als der Gedanke, daß
Andreas gerade munter durch die irdischen Jahrtausende turnt. Aber
ja, unsere Männer werden da sein wenn wir kommen, egal wo sie sich
jetzt vielleicht herumtreiben. Und ich habe immer noch die Hoffnung
daß wir dann für immer im Jenseits bleiben können.
Nein,
ich sage es genau anders herum. Ich sage so wie es ist, ist es gut
für mich und das Ende kann kommen. Ansonsten kann ich doch gar nicht
selbst entscheiden wann es gut ist. Oder bemißt sich das gut sein
nur an irgendeinem sichtbaren Erfolg? Ich habe gelernt ohne Andreas
zu leben, habe alleine Wohnungssuche und Umzug gemeistert und bin
nicht depressiv geworden. Ich finde, ich war erfolgreich genug. ![]()
Erst da war für mich das Ende erreicht und es war ein Erfolg: es ist nicht vorbei, solange es nicht gut ist. Ich bestimme das Ende: und zwar erst dann, wenn ich zufrieden bin.
Genau
das meine ich. Für Dich ist es gut wenn Du mit dem Erreichten
zufrieden bist. Völlig in Ordnung. Ich bin auch zufrieden mit dem
was ich erreicht habe. Aber das können wir auch noch einige male
drehen und wenden.
![]()
Ich
dachte Du wärst der Hüter Deines Hauses und nicht der Sklave des
Küchenbodens. Deine Schilderung hat mich sehr erheitert. Ein Produkt
namens Glänzer gab es bei uns auch. Vielleicht gibt es das auch
noch. Ich weiß aber nicht ob es das gleiche ist. Was für ein
Aufwand für ein bißchen Glanz. Das andere Mittel klingt da schon
interessanter und vor allem händelbarer. Das würde ich glatt
ausprobieren, aber leider leider habe ich keinen Kunststoffboden in
der Wohnung. ![]()
Das
Leben ist allerdings kein Fußboden. Das läßt sich nicht so einfach
verändern damit man wieder damit zufrieden ist. Aber mit dem Problem
sind wir nicht alleine. Ein Schritt nach dem anderen ist sicher keine
schlechte Strategie. Leider kenne ich auch die Richtung nicht, hab
sie vielleicht noch nie gekannt. Nur die Abzweigung auf dem Weg zu
Andreas habe ich zum Glück nicht verfehlt. Aber wohin jetzt? Ich
hoffe aber daß ich die erneute Abzweigung zu ihm auch wieder finde. ![]()
Den Partner spüren können ist bestimmt etwas Schönes. Manche können das ja, aber mir fehlt wohl eine gewisse innere Offenheit, obwohl ich mich für sehr offen halte. Deine Schilderung von eurem
Rasenmähen
und was ihr danach getan habt ist so schön. Ich konnte es vor mir
sehen, und Du hast es noch nicht erzählt. Jedenfalls nicht mir. Und
wieder spielt ein Vogel eine Rolle. Heute Abend fliegen viele Vögel
im Forum herum. Der Film muß sehr deprimierend gewesen sein. Dein
sehr reales Erlebnis am nächsten Tag ist richtig gruselig, aber
wenigstens mit einem guten Ende. Ein Zufall war das aber nicht, so
viel Zufall gibt es nicht. Da hatte Dein Partner ganz bestimmt die
Hände im Spiel und er hat ja auch dafür gesorgt daß diese Krähe
überlebt hat. Das ist ein sehr eindeutiges Zeichen gewesen. Aber mit
Krähen jonglieren, also ehrlich. An seine Anwesenheit kannst Du bei
solchen Erlebnissen bestimmt glauben. Ich weiß ja auch daß Andreas
schon öfter da war, nur spüren konnte ich ihn leider nicht. ![]()
Nun hoffe ich daß sich Deine Gesichtsfarbe wieder normalisiert hat und sage Gute Nacht.
Lilifee
Liebe Sunrise,
das ist eine sehr interessante Frage. Vielleicht die Psyche. Die Seele ist ja nicht sichtbar, sie ist aber in uns. Also müßte sie auch irgendwie aus uns heraus gesteuert werden, wenn auch sicher unbewußt. Aber da werden auch die klügsten Menschen keine eindeutige Antwort haben.
Liebe Sonnenschein,
ich habe es einfach so geschrieben wie ich es empfinde, und ich hoffe die anderen können es auch so empfinden.
Übrigens fällt mir gerade auf daß gleich zwei Sonnen in mein Wohnzimmer gekommen sind. Sonnenaufgang und Sonnenschein.
dafür.
Liebe Grüße
Lilifee
.