Meine Mutter war auch mein Lebensmensch / Thread von Reinhold

  • Liebe Manuela,


    danke für Deine einfühlsamen Worte ! Es wird und kann n i e wieder so sein und werden, wie zu der schönen Zeit, als unsere liebsten Eltern noch bei uns waren. :33:
    Auch manches Lob (wie in Deinem Fall, freue mich für dich !!) verhallt dann irgendwie ungehört---ohne liebevolle, unvoreingenommene Zuneigung meiner Mutter, Deiner lieben Eltern und aller liebsten Menschen, wird jeder Erfolg wertlos--- 8|



    Auch ich glaube fest daran, dass Sie bei uns sind, in unseren Herzen, in unseren Gedanken, in unseren Gefühlen, überall !! :005: :005: :005:



    Alles Liebe :24:


    Reinhold

  • Liebe Freunde,


    gestern habe ich zum ersten Mal wahrhaft begriffen, dass mich dieses andere Leben ohne meinen liebsten (Lebens-)Menschen auf profunde Art nicht mehr interessiert...alles bleibt oberflächlich, ist sehr rasch vergessen, ohne bleibenden Eindruck, ohne Gewicht und vor allem ohne innige Liebe. :wacko: :wacko: :33: :33: :33:


    Und von Binsenweisheiten will ich im Bekanntenkreis eigentlich auch nichts mehr hören :4: ....


    alles Liebe und recht viel Kraft für Euch !! :2: :24: :24: :24:


    Reinhold

  • Lieber Reinhold,


    ja, diese Binsenwahrheiten, die kennen wir wohl alle hier zur Genüge....
    manchmal denke ich, dass diese Menschen doch einfach ihre Klappe halten sollten....


    denn sie verletzten uns damit noch mehr....
    vom Kopf her wissen wir das ja alles selber zu gut
    aber das Herz spricht eine andere Sprache
    und das verstehen diese Menschen nicht....


    Noch nicht....denn eines Tages werden auch sie in diese Situation kommen, dass sie einen sehr geliebten Menschen verlieren...
    vielleicht verstehen sie dann, was wir fühlen...


    Traurig ist das alles...


    Lass Dich :24:
    Manuela

    Memento
    Vor meinem eigenen Tod ist mir nicht bang,
    nur vor dem Tode derer, die mir nah sind.
    Wie soll ich leben, wenn sie nicht mehr da sind?
    Allein im Nebel tast ich todentlang
    und lass mich willig in das Dunkel treiben.
    Das Gehen schmerzt nicht halb so wie das Bleiben.
    Der weiß es wohl, dem Gleiches widerfuhr -
    und die es trugen, mögen mir vergeben.
    Bedenkt: Den eignen Tod, den stirbt man nur;
    doch mit dem Tod der anderen muss man leben.

  • Lieber Reinhold!


    Ich nehme Dich mal ganz fest in den Arm und drücke Dich. Ach, es ist so schwer. Wir alle wurschteln uns irgendwie durch den Tag, kämpfen ums nackte Überleben, einmal gehts besser dann fällt man wieder so tief ... ein ewiges auf und ab und im Moment keine wirkliche Perpektive.
    Man kommt sich teilweise schon irre vor, da die Gefühle und Gedanken so wild durcheinander springen.


    Es jährt sich ja auch bald der Todestag Deiner Mutter und ich denke, dass das zusätzlich belastet. Es ist schlimm. Kaum gehts einem ein bisschen besser, dann kommt wieder so ein Tag und man muss fast wieder von vorne anfangen. Dann gehts wieder halbwegs und schon ist Weihnachten und Silvester da ....


    Wenn Dein Herz versteinert wäre, wie Du oben schreibst, würdest Du diesen Schmerz nicht fühlen.


    Was hat Dich früher interessiert? Was hast Du früher gern gemacht? Gibt es wirklich gar nichts, was Dir ein wenig Erleichterung verschafft?


    Ich weiß, die Interessen haben sich verlagert oder sind nichtig geworden. Trotz allem mache ich meine Ausbildung wieder weiter. Es ist interessant und ja auch irgendwann dazu da, anderen Menschen zu helfen. Ich persönlich brauche dieses Ziel. Diesen Impuls um das Ganze durchzustehen. Und beim Lernen kreisen die Gedanken nicht ständig um die schwierige Situation, die man zu durchleben hat.


    Leider ist man in seiner Trauer allein. Vor allem nach einer gewissen Zeit. Das habe ich auch lernen "dürfen". Die "netten" Angebote:" Wenn du was brauchst, dann gib Bescheid" (und man weiß genau, dass sich derjenige denkt ... na hoffentlich braucht sie nichts). Ich mache mir alles selbst. Auf vieles bin ich mittlerweile auch stolz. Und wir können alle auf uns stolz sein. Denn diesen extremen Schmerz und dieses unendlich scheinende Leid soll mal wer durchleben. Mitmenschlichkeit ist in der heutigen Zeit leider nur noch äußerst selten. Ich erwarte mir von anderen nichts mehr ... umso geringer ist dann die Enttäuschung und so größer die Freude, wenn mal wirklich jemand auf einen schaut.


    Es gibt so viel "hirnlose" Menschen. Nicht ärgern, nur wundern ;-).


    Lieber Reinhold, ich wünsche Dir ganz viel Kraft und besonders, dass es Dir bald leichter geht.


    Liebe Grüße
    Susanne

  • Auch ich sage DANKE liebe Susanne


    Du hast das alles mehr als treffend ausgedrückt...
    und hast auch meine Gefühle mitgespiegelt....


    :2: :24: Manuela

    Memento
    Vor meinem eigenen Tod ist mir nicht bang,
    nur vor dem Tode derer, die mir nah sind.
    Wie soll ich leben, wenn sie nicht mehr da sind?
    Allein im Nebel tast ich todentlang
    und lass mich willig in das Dunkel treiben.
    Das Gehen schmerzt nicht halb so wie das Bleiben.
    Der weiß es wohl, dem Gleiches widerfuhr -
    und die es trugen, mögen mir vergeben.
    Bedenkt: Den eignen Tod, den stirbt man nur;
    doch mit dem Tod der anderen muss man leben.

  • Liebe Susanne,


    auch ich möchte Dir aus ganzem Herzen danken, besser hätte man unser Dilemma nicht formulieren können. Menschlichkeit und Mitgefühl sind leider oft Fremdworte in der heutigen Spassgesellschaft und wehe es erinnert jemand an das letzte Tabu, den Tod !!! :cursing:


    Vielen Dank aus innersten Gefühlen heraus.. :30: .


    Meine Mutter hat mir das Leben geschenkt---nun muss ich mit diesem Geschenk allein weiterleben und dieses Leben ohne Sie muss ich erst lernen, begreifen, fühlen, ertasten. ?(
    Zur Zeit fühle ich nichts, ich verfolge schon auch unsere (=meine) Interessen weiter, Lesen (geht nun wieder etwas leichter), Kinogehen (allein), aber immer und überall vermisse ich Sie so schrecklich-und jeder Moment bleibt inhaltsleer und ist rasch wieder vergesssen... 8| --ich weiß, Ihr alle, Josef, Susanne, Linda, Akelei, Manuela und Ihr anderen lieben Freunde, versteht micht wirklich... :2:


    Die Unverständigen werden schon erkennen, welche Hölle wir durchmachen müssen, wenn sie selbst in diese (unsere) Lage kommen ! :33: :33: :33:



    Alles Liebe für Euch alle !


    Reinhold

  • Lieber Reinhold !
    Du machst jetzt schon viele Dinge "ALLEIN",ein kleiner Fortschritt nach aussen hin.Es dauert und man fragt sich."Wann vergeht dieser Schmerz ",? Und heute glaube ich,das muss die Hölle sein,was kann in der Hölle noch schlimmeres sein ? Denke an Dich Alles Liebe Chrisu :24:

  • Lieber Reinhold!
    Meine Vorschreiberinnen haben es auf den Punkt gebracht.
    Einfach von mir eine :24: :24:
    Liebe Grüße
    Karla

    Mein Kind Juliane,
    Mein Bruder Rene,
    Mein lieber Vati,
    Ihr seid mir nur einen Schritt voraus-tief in meinem Herzen lebt ihr weiter :005: