Er ist nicht mehr da mein Sonnenschein mein Sohn

  • Ja, liebe Michi,
    das kennen wir allzugut hier, das Thema, dass die Umwelt wieder zu ihrem Alltag zurückkehrt und von den Betroffenen verlangt, dass sie ihre Trauer bewältigt haben. Nach 8 Monaten ist man aber - gerade nach dem Verlust eines Kindes - eben erst beim Realisieren, dass das Kind nicht mehr zurückkommt. Dieses "Niemehr in diesem Leben" wird bewusst und schmerzt unsagbar. Hast du Leute, die dir gut tun? Die nicht von dir verlangen, dass du mit der Trauer fertig bist?
    Hast du zwischendurch auch gute Momente?
    AL Christine

  • danke
    ja ich hab schon meine Familie die es versteht und ja die stehen selber noch unter schock es ist halt so du willst keinen noch mehr belasten ich hoffe du weißt wie ich das meine die guten momente werden gerade sehr rahr
    es war für mich schon einfacher es ist ich kann ihn gerade nicht anschaun wenn ich ein foto bei mir hab oder es einfach betrachte zerreist es mir das herz wo ich vor ein paar monate es sein hat müssen das er überall is und ich ihn immer anschaun klann es ist ein gefühl ich kann es nicht beschreiben
    ich denk auch schon einige zeit über Profisionelle hilfe nach ich weiß nicht was ich tun soll ich fühl mich so alleine obwohl ich weiß das sie alle für mich da sind aber sie können mir ale nicht das geben was ich brauche


    danke
    michi

  • Liebe Michi,


    ich hoffe, Du kannst wenigstens ab und zu auch "gute Momente" finden im Kreise Deiner Lieben oder vielleicht auch mal alleine oder mit Freunden.


    Ich will Dir alles alles Liebe und Gute und viel Kraft wünschen.


    Liebe Grüße sendet Dir
    Josef

  • Liebe Michi,
    professionelle Trauerbegleitung wäre sicherlich sehr, sehr hilfreich! Du wohnst in Niederösterreich, seh ich das richtig? Gibt es in deiner Nähe Angebote der Trauerbegeleitung oder gibt es eine psychologische Ambulanz an die du dich wenden könntest?
    AL
    Christine

  • Hallo ihr Lieben


    Alle freuen sich weil die sonne scheint ja ich hab mich auch immer gefreud wenn endlich der lange kalte winter vorbei ist aber heuer ist alles anders und es tut mir in meinem herzen weh wenn ich daran denk ich muss diesen sommer ohne meinen sonnenschein verbringen
    ja der sommer war letztes jahr auch schon beschiessen aber da kommt schon das erste jahr immer näher sind schon 9 monate aber im gegensatz der ewigkeit nur ein kleines stück
    es ist so schwer zuertragen das ich Michael nie mehr sehen sollich würde für ein lachen alles geben
    wenn ich raus gehe höre ich wie das bundesheer mit panzer fährt und hubschrauber fliegen und für mich ist michi dabei denn er hat es so gerne gemacht er war so stolz auf seine ausbildungen was er mit seinem alter schon geschafft hat
    darum ist es drinnen gar nicht so schlecht da bekomm ich nicht alles mit
    Michael fehlt jede sekunde
    WARUM


    in verbundenheit



    Michaela :2:

  • Liebe Michaela,


    ich versteh dich nur allzu gut. Auch ich habe mich immer über die Sonne und das warme Wetter gefreut, es immer herbeigesehnt. Doch dieses Jahr ändert auch die Sonne nichts an meiner Stimmung und auch ich hab keine Lust rauszugehen. Verkrieche mich am liebsten daheim. Das war jetzt immer die Zeit wo wir nach Wien am Naschmarkt gefahren sind oder nach Krems bummeln, an der Donau spazieren. Und dieses Jahr hätten wir das alles zum ersten Mal mit unserem Kleinen machen können...
    Auch dass dich die Geräusche vom Bundesheer schmerzen kann ich gut nachvollziehen, mir ist es auch so gegangen als mein Papa gestorben ist.


    Ich hoffe für dich und auch für mich, dass für uns auch wieder mal die Sonne "richtig" scheinen wird!

    Immer, wenn wir von dir erzählen,
    fallen Sonnenstrahlen in unsere Seelen.
    Unsere Herzen halten dich gefangen,
    so, als wärst du nie gegangen.
    Was bleibt, sind Liebe und Erinnerung.


    Es ist schwer, dass Du gegangen bist,
    aber es ist schön, dass es Dich gegeben hat.

  • Hallo ihr lieben es wird nicht besser denn er fehlt zu sehr mein Sonnenschein
    ich habe die letzte zeit immer das Gefühl ob ich mich immer mehr verschließe für die anderen bin ich eh immer die ich sein soll aber in mir spür ich das ich immer mehr mein Herz zumach vot überhaupt wenn ich alleine bin am besten gehts wenn ich in der arbeit bin da hab ich nicht viel zeit nachzudenken
    ich hab auch einen der besten Partner die man sich vorstellen kann er schaut immer das es mir gut geht und fragt ob es geht aber ich fühl mich so oft als wäre ich alleine mit meinen schmerz
    denn ja keiner verstehen kann oder ich bilde mir das ein denn er war mein Leben zumindest ein großer teil davon
    ich hab heut schon angst vor den jahrestag wie macht man das am besten
    meine Mutter hat einen gedenk gottesdienst aufschreiben lassen ich will ja gar nicht in die kirche
    was soll ich denn da
    mir gehen soviele gedanken durch denn kopf und die zeit verrinnt mir unter den fingern aber das ist gut so komme ich meinen ziel immer schneller näher


    Einen stillen Gruß an alle :2:

  • Liebe Michi,
    die ersten beiden Jahre nach dem Verlust eines Kindes (egal wie alt es ist), sind besonders schmerzhaft. Und im ersten Jahr muss man zudem lernen alles das erste Mal durchzumachen: Das erste Mal Weihnachten ohne ihn, das erste Mal Silvester, das erste mal Geburtstag, Muttertag .... und auch der 1. Jahrestag muss bewältigt werden. Für all das hat man keine Strategien, hat es noch nie durchgestanden und das macht Angst. Du reagierst ganz normal! Lass dir für den 1. Jahrtag nichts einreden, was du nicht möchtest! Wenn deine Muttereinen Gedenkgottesdienst besuchen will, dann ist das ihre Sache, du brauchst nur hin, wenn es für dich stimmig ist!
    Ich schick dir ein großes Kraftpaket

    :30:


    Alles Liebe


    Christine

  • Liebe Michaela,


    ich möchte da "ins gleiche Horn stoßen" wie Christine - laß dir (gerade für den Jahrestag) nichts einreden, was du nicht gut findest. DU mußt diesen Tag "schaffen", auf andere Rücksicht zu nehmen, das geht da nicht.
    Vielleicht magst du dir vorher ein paar Dinge überlegen von denen du denkst, daß sie dir "guttun" könnten. Und dann entscheiden, was gerade am Besten paßt (und wenn dir nach "Decke über den Kopf ziehen und niemanden sehen und hören" ist, dann ist es auch gut, dann mach das).


    Das "besser werden" - das wird leider noch ein ganzes Weilchen dauern. Versuche trotzdem nicht den Mut zu verlieren, irgendwann wirst du zurückschauen und bemerken, daß du etliche Schritte weitergekommen bist. Denn -


    die Zeit heilt nicht alle Wunden.
    Trotzdem rückt sie das Unfaßbare schön langsam
    aus dem Mittelpunkt.


    Das mag mitunter sehr lange dauern, aber irgendwann wirst auch du es sehen können :24:


    Auch von mir noch ein großes Kraftpackerl und alles Liebe
    Jutta

    Der Tod eines geliebten Menschen ist wie
    das Zurückgeben einer Kostbarkeit,
    die uns Gott geliehen hat.

  • Hallo ihr Lieben !
    Es ist geschafft und ich hab die letzten Tage wie vor einen Jahr erlebt nur ohne Michael mir ist jedes Wort jedes Gespräch wieder eingefallen das wir in der letzten Woche geführt haben
    Ich habe doch was gemacht für meinen Schatz an seinen Gedenktag ich habe gemerkt das es Thomas seinen Bruder wichtig ist und es war sehr schön gestaltet. Ich habe alles mit Thomas abgesprochen wie er e r es sich vorstellen kann denn mir ist es wichtig gewesen das es für ihn in ordnung ist
    aber es gibt auch welche die sich beschweren weil sie nicht persönlich eingeladen worden sind ich habe niemand persönlich eingeladen sein Gedenkgottesdienst habe ich auf seiner Hompage reingestellt und hab den Vereinen eine Einladung geschickt wo er überall war
    aber die haben sonst keine Sorgen diese Personen ich hab nur gesagt die es wichtig war die sind so wie so gekommen ich gebe keine Einladungen AUS ES IST JA KEINE gEBURTSAGSFEIER oder sonst was wo man jeden einladen muss ich könnt mich so ärgern aber Michael hat immer zu mir gesagt wenn so was was " Mama du brauchst solche Menschen nicht du schaffts das alleine " das war auch immer so aber da war auch meine Großer noch bei mir und haT MICH unterstützt aber ich spüre auch jetzt seine unterstüzung
    Ich bin wie ich bin und das ist gut so sonst würd ich das alles nicht so ertragen und würd mich vielleicht über manches ein wenig deutlicher äussern wie krank sind manche die haben das noch nicht erleben was ich gerade durch mache und ich habe auch kein schlechtes Gewissen wenn ich mal lache wir haben so viele kleine nichten und neffen idie ich von Herzen gerne sehe und die meiner seele gut tun
    und da gibt es noch andere die sich sorgen um mich machen " warum nimmt sie keine Medikamente das es ihr besser geht " warum soll es mir besser gehn was soll besser gehn
    sie haben nur alle angst mit mir umzugehn oder zusprechen ich hab keine ansteckende Krankheit sie haben nur angst sich selbst nicht im griff zuhaben
    es tut nicht weh wenn man Von Michael spricht nein im gegenteil es ist schön wenn er im gespräch auftaucht
    vielleicht fließen ein paar tränen aber das gehört dazu
    so jetzt hab ich mich erleichtert danke

    :2:

    :24:

  • Liebe Michi,


    ärger dich nicht über solche Menschen, sie sind es einfach nicht wert! :4: Das ist etwas, das ich auch in den letzten Monaten gelernt habe, auch wenns oft schwer fällt! Wichtig sind doch nur diejenigen, die immer für dich da sind und dir zuhören und die haben sicher vom Gedenkgottesdienst gewusst.


    Mir wurde auch oft geraten, Medikamente zu nehmen damit es mir besser geht, hab ich dann sogar ein paar Wochen gemacht, nur hatte ich das Gefühl, dass diese meine Trauer nur unterdrücken. Und weil ich sie sowieso dauernd vergessen hab, nehm ich sie jetzt gar nicht mehr. Ich glaub, man muss oder kann das auch ohne Medikamente schaffen! Also hör nicht auf die anderen sondern mach das was du für richtig hältst!


    Ich hoffe, du hast ein paar Menschen um dich mit denen du über deinen Sohn reden kannst. Denn auch wenn es weh tut ist es trotzdem schön, Erinnerungen, gemeinsame Erlebnisse mit jemandem teilen zu können. Auch wenn leiderdie wenigsten dazu bereit sind. :(


    LG Karin

    Immer, wenn wir von dir erzählen,
    fallen Sonnenstrahlen in unsere Seelen.
    Unsere Herzen halten dich gefangen,
    so, als wärst du nie gegangen.
    Was bleibt, sind Liebe und Erinnerung.


    Es ist schwer, dass Du gegangen bist,
    aber es ist schön, dass es Dich gegeben hat.

  • Liebe Karin,
    gut gesagt danke!

    :)




    Wir sind in der Trauer einfach sehr leicht verletzbar und deshalb ist eine Aufgabe (und die müssen wir oft erst lernen), dass wir uns wenn möglich mit Leuten umgeben, die uns gut tun. Die, die uns verletzen, sollten wir meiden oder aber nicht ernst nehmen: Sie tun es ja nicht vorsätzlich, sie haben nur keine Ahnung ....


    Zu den Medikamenten: Medikamente in der Trauer sind natürlich nur angezeigt, wenn Trauer in einen krankhaften Prozess kippt - z.B. in eine Depression. Ob Trauer gesund ist oder ob sich eine Depression entwickelt, kann der Facharzt für Psychiatrie diagnostizieren oder aber ein Psychotherapeut oder Psychologe. Und sonst niemand! Lasst euch also von Laien nichts dreinreden! Wenn ihr das Gefühl habt, dass eure Trauer nicht mehr gesund ist, dann bitte geht zum Facharzt für Psychiatrie (und nicht zum Hausarzt!).


    Alles Liebe
    Christine

  • Hallo Michaela,


    herzliches Beileid. Das tut mir sehr leid. Auch mein Sohn 21jähriger Sohn ist durch einen Unfall gestorben. Ich bin untröstlich! Ich kann dich sehr gut verstehen und wünsche dir ganz viel Kraft.