• Liebste Petra,


    sehr sehr wahre Worte. Vermutlich gibt es kaum etwas Anderes was einen Menschen so sehr verändert. Sei es eine große lebensrettende Operation. Sei es der Verlust eines geliebten Menschens.


    Irgendwie ändert solch ein Schmerz sehr stark die alten Persepktiven, Prioritäten. Ja, Alles verändert sich komplett egal ob man dies auf sehr be-
    wußte Weise zuläßt oder nicht. Es tut es einfach.


    Allerdings bringt solch starke Veränderung auch etwas Gutes mit sich. Man hinterfragt wie man bisher gelebt hat und all Das was um Einen herum ist. Man fängt an Dinge zu wertschätzen die man einst für selbstverständlich gehalten hat, man wird gelassener gegenüber einst für be-
    ängstigend oder bedrohlich gehaltenen Situationen weil man schon so viel durchgemacht hat. Und man ist eher bereit Neues anzugehen weil es ja letztlich keinen anderen Weg mehr gibt als den nach Vorne - den Weg ins Ungewisse.


    Sei liebevoll gedrückt,


    Hanna

  • I can write the saddest poem of all tonight.
    To think I don't have her.
    To feel that I've lost her.
    To hear the immense night, more immense without her.
    And the poem falls to the soul as dew to grass.
    What does it matter that my love couldn't keep her.
    The night is full of stars and she is not with me.
    That's all.
    Far away, someone sings.
    Far away.
    My soul is lost without her.
    As if to bring her near, my eyes search for her.
    My heart searches for her and she is not with me.


    Pablo Neruda

  • Liebe Petra


    unser Schmerz ist ueberall und immer mit uns. Ich troeste mich damit, dass unsere Lieben auf uns aufpassen, und eigentlich nicht moechten, dass es uns so schmerzt. Aber das hat nichts damit zu tun, das er ueberall da und dabei ist, und ja, er hat uns veraendert und wird uns auch noch mehr veraendern.


    Alles Liebe,


    Sandra

  • Liebe Petra, <3


    Schmerz ... erzeugt... Energie...
    Tränen und weinen .. erzeugt.... Energie
    Wut... erzeugt... Energie...
    Trauer ... erzeugt ...Energie


    ALLE GEFÜHLE... erzeugen...Energie


    Wenn wir es "schaffen"...
    diese Gefühle ... in "EINKLANG"
    zu bringen...
    verändern wir uns... und damit auch alle Gefühle
    in
    die IMMERWÄHRENDE LIEBE...
    losgelöst .. von ALLEM
    zu transformieren...


    Es ist ein Weg, den wir alle , denke ich...
    und DU , liebe Petra...
    schon angefangen haben... ihn zu begehen...


    Licht und Liebe und Kraft für dich und uns ALLE
    sendet dir / euch
    eure Amitola

  • Liebe Petra! <3


    Du bist nicht mehr wie früher.
    Du kannst, möchtest und brauchst nicht mehr wie früher zu sein.
    Du bist durch den Schmerz verändert.


    Dein Schmerz wird sich verändern.
    Dein Schmerz wird erträglicher, milder und für Dich lebbarer werden.


    GERHARD IST BEI DIR.
    GERHARD IST IN DEINEM HERZEN.


    Dir die Kraft, Du hast sie, den Schmerz zu wandeln.


    In Zuneigung
    Deine Kühlwalda

  • Meine Lieben!


    Ich war immer ein gefühlvoller Mensch. Ich hätte diesen absolut schrecklichen Schicksalsschlag sicher nicht gebraucht, um irgendwie umzudenken. Ich habe als Kind schon älteren Menschen geholfen, hab immer mitgefühlt, wenn jemand einen schlimmen Todesfall hatte, Es ist so komisch: Vor Jahrzehnten gab es im Fernsehen eine Serie, die ich mir so gerne anschaute. "Die Wicherts von nebenan". Es war eine liebe Familie mit zwei Kindern, der Vater sagte immer so lieb zu seiner Frau "Schnuppe", und mir gefiel das, dass die Familie immer so zusammengehalten hat. Das komische eben daran ist, dass der ältere Sohn der Familie starb. Und irgendwann danach hatte die Mutter ihren 50. Geburtstag. Sie machten eine Gartenparty und dann war die Mutter auf einmal weg. Ihr Mann fand sie auf dem Dachboden, bitterlich weinend, mit einem alten Spielzeug ihres Sohnes in der Hand. Dies ist schon über 25 Jahre her, aber ich weiß noch so gut wie ich mitgeweint habe, weil ich so mitempfunden habe. Und dann passiert mir dasselbe! Mein Sohn hat die Welt im Juli 2014 verlassen, und im Mai dieses Jahres hatte ich meinen 50. Geburtstag.


    Ich habe in meinem Leben schon so viel Schmerz hinnehmen müssen, mein Papa, der mir nie Liebe gab, meine Partner, die mich geschlagen haben, meine Schwester, die meine beste Freundin war und sich dann durch den Alkohol so verändert hat - ich bin immer wieder aufgestanden und habe gekämpft. Ich bin glücklich darüber, dass Gott mir die Gabe gegeben hat um die Hoffnung nie aufzugeben. Aber der Verlust von Gerhard ist fast nicht zu meistern. Und das Unverständnis der Familie, der Freunde, immer wieder eine auf den Deckel zu bekommen, wie soll ich das nur schaffen? Vom psychosozialen Dienst wurde mir vor 3 Wochen versprochen dass ich mit einem Facharzt Gespräche führen kann, dann der Anruf sie sind umgesiedelt, Computer geht nicht, sie melden sich am nächsten Tag - das ist eine Woche her. Es meldet sich keiner. Ja, ich könnte nachfragen, aber erstens habe ich keine Kraft und zweitens verstehe ich nicht, dass die Sozialarbeiterin einfach nicht an mich denkt, wo ich doch bei unserem Treffen so geweint habe.


    Ich neige dann oft wieder dazu, dass ICH vielleicht schuld bin. Aber ich habe einfach nicht mehr die Kraft auf die anderen Rücksicht zu nehmen. Seit bald einem Jahr habe ich keinen Kontakt mehr zu meiner Mutter. Jetzt weiß ich, was ich ihr wert war. Für mich ist das unvorstellbar, dass ich mein Kind so im Stich lasse.


    Liebe Sandra,


    danke für deine Zeilen. Aber leider kann ich nur das "Schul-Englisch" und verstehe es nicht wirklich.
    Vielleicht kannst du es mir übersetzen. Du vermisst eine "SIE" die du verloren hast, soviel konnte ich herausfinden.


    Liebe Grüße an alle, eure Petra

  • Liebe Petra


    die Zeilen sind von einem 'ihm' an 'sie'... stehen fuer mich aber symbolisch fuer 'mich' oder 'dich' and die Person die wir verloren haben. Ich habe meinen Mann, meinen besten Freund und Partner und und und verloren. Ich meinte es also rein symbolisch, finde aber die Zeilen so wunderschoen, aber auch voll Schmerz. Hier sind sie in Deutsch - hab sie gefunden :-) freu!


    Heut nacht kann ich die trübsten, traurigsten Verse schreiben.
    Denken, daß sie mir fern ist.
    Fühlen, daß ich sie verlor.
    Hören die öde Nachtluft, öder noch, seit sie fort ist.
    Der Vers fällt auf die Seele wie der Tau auf das Grasland.
    Was macht's, daß meine Liebe sie nicht bewahren konnte.
    Sternbesät ist das Dunkel, und sie ist nicht mehr bei mir.
    Das ist alles.
    Sehr ferne singt irgendwer, sehr ferne.
    Mein Herz kann es nicht fassen, daß ich sie nicht mehr habe.
    Wie um sie herzuholen, ist mein Herz auf der Suche.
    Mein Herz ist auf der Suche, und sie ist nicht mehr bei mir.

  • Und liebe Petra


    es ist traurig Deine Geschichte zu hoeren. Bitte erzaehl uns doch noch ein bisschen mehr. Und vielleicht auch was schoenes von deinen Erinnerungen? Das ist doch das was wir haben. und uns bleibt..


    <3
    Sandra

  • Liebe Petra,


    es tut mir in der Seele weh wenn ich deine Zeilen lese. Es gibt im Leben nur wenige die nachvollziehen können wie es dir jetzt geht. Menschen die noch keinen solchen Verlust hatten können das nicht verstehen. Viele wissen auch nicht wie sie damit umgehen sollen, oder haben Angst was falsches zu sagen. Selbst in der Familie ist das so. Ich kenn das von mir. Meine Cousine und mein Cousin haben mir 3 Wochen nach dem Tod meiner Mam gesagt, ich könne jetzt schon mal langsam aufhören zu weinen. Nach 3 Wochen ???? Das ist doch nicht normal.


    Wenn der psychosoziale Dienst sich nicht meldet, da kannst du doch nichts dafür. Du bist an garnichts schuld. Kannst du nicht zu einer Trauergruppe gehen. Da hast du Menschen die wenigstens wissen, was so ein Verlust bedeutet.


    In diesem Forum habe ich Menschen kennen gelernt, die so wie du, so schwere Schicksale zu ertragen haben, so schlimme Dinge schon erlebt und ihre Lieben oft auf tragische Weise verloren haben.
    Wie so oft in letzter Zeit frage ich mich warum, warum müssen manche Menschen so viel Leid ertragen, warum passieren solche Dinge überhaupt. Es gibt darauf keine Antwort und wird es nie auch nie geben.
    Aber eines weiß ich, wir sind alle starke Persönlichkeiten, und wenn uns das Leben immer wieder eins drüber gibt, wir stehen wieder auf, und gehen weiter. Vielleicht nicht mehr so aufrecht wie früher, aber wir gehen....


    Der Kummer, der Schmerz, wird immer da sein, weil unsere Lieben uns immer fehlen werden.
    Aber vielleicht werden wir irgendwann für all das, was wir gutes getan haben, für alles Leid das wir erlitten haben belohnt, wenn wir unsere Lieben wiedersehn,


    Von dem
    Menschen, den du geliebt hast, wird etwas in deinem Herzen zurückbleiben: Etwas
    von seinen Träumen, etwas von seinen Hoffnungen, etwas von seinem Leben, alles
    von seiner Liebe.


    Alles Liebe für dich
    Hopeless

  • Liebe Petra, <3


    sei es DIR WERT... und frage nach...


    Nicht zur Entschuldigung der Sozialarbeiterin... aber manchmal "überschlagen sich Ereignisse" die man auch in diesem Beruf nicht vorhersehen konnte...


    Wie du weisst ... und vielleicht auch FÜHLST...
    ich fühle mit dir...soweit das überhaupt geht...
    und...
    wir ALLE begleiten DICH GERNE

    allerherzlichste Grüße von mir <3
    deine Amitola

  • Wie immer kann ich euch nur danken! Sandra, danke für die Übersetzung, sehr weise Worte. Ich bin so froh, dass ich euch habe, denn heute musste ich einfach mal meiner "Freundin" Isabella einiges schreiben. Sie ist ja sehr spirituell und hat mir dadurch etwas geholfen, aber mittlerweile schaffe ich diese Freundschaft nicht mehr. Sie bombadiert mich mit ihren Sorgen, ja sie ist viel alleine, aber vor einer Woche wurde sie operiert und ich komme jeden Tag zu ihr um ihr zu helfen. Sie beklagt sich nur über ihre Familie, weil sich fast keiner kümmert, redet so viel, dass ich oft am liebsten sagen würde "Halt mal deinen Mund!" Ich helfe wirklich gerne, aber sie glaubt immer dass sie so gut ist und für alle da ist und merkt nicht, wie sehr sie mir die Kräfte raubt. Na ja, wieder einer weniger. Ist eh egal, Gott sei Dank hab ich euch.


    Gute Nacht meine lieben Freunde, eure Petra

  • Liebe Petra, <3
    fühle dich umarmt :24:
    Es ist gut, wenn du merkst, dass du überfordert bist...
    und ebenfalls ist es gut, dass dem Menschen auch zu sagen...
    Ich denke, eine Pause ist GUT für euch BEIDE...
    dann kann man in sich hineinhorchen... auch Isabella...
    alles "sortieren... und dann
    gibt es einen Neuanfang...
    der vielleicht auch immer wieder einmal eine gegenseitige Begegnung bringt...
    Schliesse es nicht aus..


    Eine gute Nacht wünsche ich dir
    Licht und Liebe und Kraft wird zu dir gesandt...
    herzlichst <3 deine Amitola

  • Liebe Petra


    ich schicke Dir heute abend einfach nur ein bisschen <3... davon hab ich so viel, weiss ja gar nicht wohin damit.


    Du bist eine tolle Frau, wie Du anderen wie Deiner Freundin hilfst.


    Sandra

  • Liebe Petra! <3


    Gern lese ich das nicht, weil ich Dir Freunde wünsche, mit denen es einfach unproblematisch ist.
    Nicht oberflächlich, aber auch mal angenehm, amüsant und aufbauend. Für Dich sowie für die Freunde.


    Eine Pause, wie Amitola vorschlägt, lässt Möglichkeiten.
    Vielleicht bist Du schlecht drauf. Und siehst es übermorgen anders.
    Mir springen aber Deine Worte ins Auge, sie bombardiert Dich, raubt Dir Kräfte, redet unentwegt.
    Das schreibst Du nicht ohne Grund. Du empfindest so. Kannst Du Belastung noch verkraften?
    Meinst Du es macht Sinn, mit Isabella darüber zu reden?


    Leute, die viel sabbeln können zwar auch interessant, aber eventuell anstrengend sein.
    Gelegentliche Ruhe und Stille, auch beim Zusammensein von Freunden, das hat auch was.
    Ich weiß nicht, wenn Menschen sprachlich extrem viel Raum einnehmen, beanspruchen diese Menschen auch sonst viel Raum für sich?


    Ist eine Weile her als ich schrieb: Deine Menschen, liebe Petra, die gibt es!


    Alles Liebe
    :24: :24: Deine Kühlwalda

  • Liebe Petra,


    ich weiß aus eigener Erfahrung was es heißt, wenn Freunde einen überfordern.
    Man will helfen, aber es wird einfach zu viel. Du spürst es ja schon, und Menschen die einem nicht gut tun, vor allem wo du ja selbst einen Anker brauchst an dem du dich festhalten kannst, sollte man meiden. Das heißt jetzt nicht das du die Freundschaft mit ihr brechen sollst, aber einfach eine Pause einlegen, so wie Kühlwalda und Amitolla vorgeschlagen haben.


    Das ist nicht leicht, weil man ja nicht weiß wie die Freundin reagieren wird, aber wenn sie dir eine gute Freundin ist, dann wird sie dich verstehen und das akzeptieren. Und wenn nicht.......
    Du wirst - irgendwie -wieder Menschen treffen, die dich und deinen Kummer verstehen, da bin ich mir sicher.


    Bis dahin sind wir ja auch noch da. <3


    :30: deine Hopeless

  • Liebe Petra,


    ich würde mich auch Denen anschließen die eine Pause von Deiner Freunding empfehlen würde, wenn sie Dich so sehr belastet. Darf ich vermuten das Du ihr das geschrieben hast? Wenn dem so war denke ich das Du Alles richtig gemacht hast, denn Ehrlichkeit fährt meist am Besten. Möglicherweise ist sie sich überhaupt nicht bewußt wie sehr sie Dir Deine letzten Kräfte raubt weil sie nicht in Deinen Schuhen steht. Sich Deine riesige Trauer und Kraftlosigkeit gar nicht vorstellen kann.


    Möglicherweise denkt sie das sie Dir Gutes tut indem sie so viel plaudert, versucht Dich von Deiner Trauer abzulenken und Dir "Aufgaben" zu geben. Ja, ich fände es gut wenn Du ihr ein paar liebe Zeilen schreiben würdest ihr erklährend warum Du einen Rückzug von ihr benötigst damit sie nicht denkt sie hat Dich mit etwas verärgert. Das sage ich Dir nur weil ich es so gemacht habe als ich mich von meinem Umfeld verabschie-
    dete als mir klar wurde das die Pflege meines Mannes mir keinerlei Freizeit mehr lassen würde. Bin damit sehr gut gefahren, denn als wir uns erneut nach seinem Tod begegneten brauchte es nur wenige Worte um wieder da anknüpfen zu können wo wir uns einst getrennt hatten.


    Ich wünsche Dir alles Gute und weiterhin jede Menge Kraft die Du so sehr zu benötigen scheinst,


    Hanna

  • Meine Lieben!


    Muß euch wieder mal Info geben, wie es bei mir läuft. Habe Isabella erklärt, dass ich überfordert bin und nun haben wir weniger Kontakt. Wir sind gut miteinander, aber muß ehrlich sagen die ersten paar Tage dieser Woche ohne sie haben mir echt gut getan. Am Mittwoch kam mein Cousin zu mir auf Besuch, der einzige meiner Familie, der mich regelmäßig anruft und versucht für mich da zu sein. Seine Frau ist gerade im Krankenhaus, er wohnt ca. 120 km weg von mir. Er blieb bis Freitag - und es war so schön!!! Er ist ein großer Teddybär, tut zwar oft wie ein Brummbär, hat aber ein riesengroßes Herz. Er bringt mich immer zum lachen, es ist so toll.


    Und trotzdem - so schön es war, ich habe den gestrigen Tag nach seiner Abreise dann wieder so genossen, weil ich alleine war.


    Ich würde am liebsten schlafen gehen und erst am 1. Jänner wieder aufwachen. Diese Weihnachtszeit ist elendig. Heuer ist es viel schlimmer als voriges Jahr aber ich glaube das liegt daran, dass ich damals immer noch unter Schock stand. Ich kann mich nicht mal an Weihnachten erinnern.


    Ich schicke euch ganz liebe Grüße, eure Petra

  • LIebe Petra,


    gut gemacht wie Du Deine eigenen Bedürfnisse Isabella gegenüber angegangen bist. Wenn sie Dich verstanden hat hast Du vielleicht eine gute und treue Freundin für noch viele Jahre gewonnen.


    Und ja, ich kann Dich sehr gut verstehen wenn Du schreibst das Du es sehr genießt nach guter Unterhaltung und Ablenkung wieder mit Dir alleine zu sein. Auch ich genieße die Gesellschaft anderer Menschen inzwischen wieder sehr, aber dennoch eher in bescheidener Dosis weil mich zu viel des Gutens noch recht schnell überfordert. Treffe ich mich mit Leuten 1-2 Mal die Woche reicht mir das völlig aus, und wann immer ich eine sehr schöne Zeit mit ihnen hatte, genieße ich danach umso mehr die ruhige, gemütliche und entspannte Atmosphere zuhause mit mir alleine.


    So wirst auch Du inwzischen gemerkt haben das nur wenige Menschen mit solch "spärlich" dosiertem Miteinander umgehen können. Ich denke das der Weg der Trauer es bringen wird wann wir wieder bereit sind für mehr Geselligkeit, und wenn das recht lange dauern sollte wäre das doch auch ok, oder?


    Das für Dich die Weihnachtszeit eine Grauenvolle ist kann ich mir gut vorstellen, denn letztlich erinnert sie uns Alle das ein uns sehr wichtiger Mensch fehlt. Was der Sache auch nicht weiter hilft ist der ganze Medienrummel überall wo es nur um happy families und Geschenkekaufrausch geht. Eine Zeit wo sehr wenig an all Die gedacht wird die über die Feiertage hinweg gezwungenermaßen alleine sind. Sie passen ja nicht in das hysterisch glückliche Bild der harmonisch liebevollen Familien mit Kind und Kegel, die überall promoviert werden. Liebe Petra, sehr gerne hätte ich dieses Weihnachten zuhause verbracht wo es an häuslicher Gemütlichkeit gewiß nicht fehlt, aber letztlich hätte ich mutterseelensalleine vor einem geschmücktem Weihnachtsbaum gesessen, lustlos an meinem Festessen herum mümmelnd und auf die Bettschwere wartend wo mein Lieblingsmensch nun nicht mehr da ist um mit mir diese Zeit zu teilen und sie mit mir zu genießen. Es wäre das ultimative "Dinner for One" ge-
    worden.


    In diesem Sinne wünsche ich Dir weiterhin viel Kraft Deinen Weg zu gehen und alles Liebe dazu,


    Hanna

  • Liebe Petra! <3


    Das ist Musik für meine Ohren, Du hattest lieben Besuch, Ihr habt gelacht, es war so schön für Euch.
    Das ist Balsam für Deine Seele. Hoffentlich hast Du recht bald und immer häufiger auch eine gute Zeit.
    Da ist doch jemand für Dich in Deiner Familie, neben Kathrin natürlich.


    Ich kann nachvollziehen, dass Du nach dem Besuch Deines Cousins froh warst, wieder Deine Ruhe zu haben.
    Es geht doch fast allen Leuten so. Dein Ruhebedürfnis ist wahrscheinlich erhöht. Und dies ist mehr als verständlich.
    Deshalb freue ich mich sehr, Du hast endlich auch mal Zeit für Dich.


    Mit Isabella, das hast Du gut gemacht. Genau wie Hanna schreibt.


    Ja, Weihnachten. Diese Zeit ist für viele Trauernde nicht einfach. Leider. Einziger Trost, diese Zeit dauert nicht ewig.
    Ich bin auch nicht so der Weihnachtstyp und entziehe mich dem übertriebenem Getue und Konsum.
    Du wirst Dich sicher so weit wie möglich davon fernhalten. So ganz verkriechen wirst Du Dich wahrscheinlich nicht.
    Das ist nicht Deine Art. Und das ist auch gut so.


    Ich denke an Dich. Von Herzen wünsche ich Dir: Licht und Liebe.


    :24: Deine Kühlwalda